Römer

Predigthilfe vom 8. Juni 2014 – Römer 8, 14-17

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Jahresthema:         In Gottes Nähe leben

Predigtthema: Entkrampfen- wie wir sicher ans Ziel kommen!  

Predigttext:  Römer 8, 14-17

Verfasser: Mathias Koch

Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!

1. Sehen, was dasteht

Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).

1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext

Hilfreich sind die Anmerkungen und Parallelstellen der MacArthur Studienbibel (unter http://bitflow.dyndns.org/german/JohnMacArthurStudienbibel/)

Unter 45 „Der Brief des Apostel Paulus an die Römer“

Werner de Boor: Der Brief des Paulus an die Römer, Wuppertaler Studienbibel, R.Brockhaus Verlag Wuppertal 1962. (S.15- 24)

1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes

Adolf Schlatter: Erläuterungen zum Neuen Testament, Der Brief an die Römer Bd. 05. Calwer Verlag Stuttgart 1962. (S. 153- 156)

Werner de Boor: Der Brief des Paulus an die Römer, Wuppertaler Studienbibel NT, R.Brockhaus Verlag Wuppertal 1962. (S.189- 195)

Heiko Krimmer: Römerbrief Edition C Bibelkommentar NT Bd. 10. Hänssler 2000. (S.207- 211)

2. Verstehen, worum es geht

2.1 Hinweise für situative Überlegungen

In diesem Abschnitt der Perikope gibt uns Paulus einen Einblick, dass der Mensch dazu bestimmt ist in der Kindschaft Gottes zu leben. Was hat es mit der Kindschaft auf sich? Wie bekommt man sie und was sind Konsequenzen? Paulus spricht hier davon, dass der Geist Gottes dies bewirkt. Was ist die Rolle des Geistes in der Frage der Gotteskindschaft? Ist den Gläubigen der Gemeinde bewusst, dass sie Kinder Gottes sind? Wie äußert sich das auf ihr Verhalten, Leben? Diese Fragen drängen sich hier auf und sollten in der Verkündigung Raum finden.

2.2 Hinweise für hermeneutische Überlegungen

Wie lässt sich dieser Text in die Heilsgeschichte eingliedern? Der Mensch ist seiner Schöpfung dazu bestimmt in einer Beziehung mit Gott zu leben. Genesis 3 verändert diesen Status der Beziehung. Durch den Zustand Sünde ist der Mensch von Gott getrennt und kann vor Gott nicht bestehen, gerecht sein. Dies hält Paulus fest (Kapitel 2). „Da ist kein Gerechter, auch nicht einer.“ (3,10). Und nun erhält der Mensch ein Geschenk Gottes; das Geschenk der Gerechtigkeit Gottes (siehe Römer 1,16f und 3,21-31). Der Mensch kann durch den Glauben an Christus gerecht werden. Der Status verändert sich. Die Konsequenzen lesen wir in Römer 5,1-11. Gott hat Frieden mit dem Menschen geschlossen und ihm die Gotteskindschaft geschenkt.  Gottes Kinder leben auch in einer von Liebe geprägten Gehorsamsbeziehung zu ihrem Vater. Dies geschieht unter der Führung des Geistes Gottes. „Der Geist Gottes führt uns, leitet uns aber nicht an der Gefangenenkette, sondern am Seil der Liebe.“ (Heiko Krimmer S.207)

Die uns geschenkte Gottessohnschaft ist keine billige Namensübertragung. Wir sind Erben und bekommen Anteil an allem, was Gott hat. Erbe: Titus 3,7, 1.Petrus 3,9

2.3 Vorbereitungen für den Text

Parallelstellen lesen, denn die Schrift legt sich selbst aus. Hierzu eignet sich eine Studienbibel.

Wie und wo empfangen wir das Zeugnis des Geistes über unsere Kindschaft?

Wie passt Gehorsam mit Liebe zusammen?

Sind wir uns bewusst, dass wir Söhne Gottes und Miterben sind? Wie müsste unsere Nachfolge dann aussehen?

Tipp: Bibelstellen die helfen.

V14: Gal 5,25; Gal 3,26

V15: Joh 15, 14f; Gal 4,6; Mk 14,36; Ps 89,27; Jes 63, 16; 1.Kor 8,6

V16: Mt 6,9ff; Röm 8,26; Eph 6, 18; 1.Thes 5,17
V17: Tit 3,7; Jak 2,5; 1. Petr 3,9)

3. Predigt

3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?

Der Grund dieser Predigt ist ein freudiger. Gott bietet dem Menschen die Gotteskindschaft an durch seinen Geist. Der Geist bezeugt dies. Es handelt sich nicht um eine billige Kindschaft. Nein, der Mensch wir zum Sohn, zur Tochter und somit auch zum Erben Gottes. Ein riesiges Geschenk.

3.2 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?

Mögliche Gliederung

a)   Gehorsam unter Führung des Geistes Gottes (V14)

b)   Der Geist der Gottessohnschaft (V. 15f)

c)   Gottessohnschaft: Wir sind seine Erben (V.17)

Tipp:

Nach Abschluss der Vorbereitung Überlege dir deine Intention der Predigt in einem konkreten Satz.

   Die Gemeinde hat am Ende der Predigt verstanden, dass…; kognitives Ziel

   Die Gemeinde ist ermutigt… ; emotionales Ziel

Nach Abschluss des Predigtschreibens soll die Gesamte Predigt an der Intention geprüft werden. D.h. Der ganze Inhalt der Predigt sollte dieser Intention untergeordnet sein (Exkurse nur im Ausnahmefall). Hier gilt: Was nicht unterstützt, lenkt ab (das kann bedeuten, dass „für mich“ wichtige Punkte sterben müssen!)