Monatsthema: Christus – der Hirte
Predigtthema: Mit Christi Wort Ewigkeit
Bibelstelle: Matthäus 24, 35
Verfasser: Dr. Heiko Krimmer
Bausteine zur Predigt:
1. Unser Textwort steht in der Endzeitrede Jesu. Jesus ist ganz nüchtern: Himmel und Erde, das ist die ganze jetzige Schöpfung, sie werden vergehen. Vergehen – wörtl.: völlig vorübergehen, also: nicht mehr da sein. Wie Wasser in einem Fluss vorbeifließt. Der Fluss der Zeit, und niemand kann das aufhalten oder zurückholen. Das wird uns eben an Silvester deutlich bewusst.
2. Wo die Zeit gemessen wird muss immer das Ende mitbedacht werden. Zeit ist der Geselle des Todes, Ewigkeit ist der Gedanke Gottes!
3. Das ist kein Schreckwort zuerst. Es ist auch ein Trost: Diese kaputte, böse Welt wird nicht für immer bleiben. Es wäre schrecklich, wenn diese Schöpfung, wir Menschen unter den jetzigen Bedingungen ewig bleiben müssten.
4. Es ist aber auch erschreckend: Alles vergeht, steht unter dem Vorzeichen des Todes. Was wir für „Ewigkeiten“ bauen und gestalten fällt dahin.
5. Deshalb „klug werden“: „Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden (Psalm 90,12). Klug ist, wer Jesus Christus vertraut.
6. Jesu Wort steht gegen allen Fortschrittsoptimismus. Dieser Welt ist ein Ende gesetzt und wir tun wohl daran, diese Frage zu bedenken: Was kommt nach dem Ende? Ist das das endgültige Aus?
7. Zu dem Jesuswort vom Ende der Schöpfung gehört unabdingbar Offb. 21, 1-8 dazu. Das kommt nach dem Ende! Das hat Gott vor. Deshalb: Wieder ein Jahr näher am neuen Himmel und der neuen Erde.
8. Wir warten nicht auf den Weltuntergang, sondern auf Gottes Heilsvollendung: Auf die Wiederkunft Christi und seine ewiges Reich.
9. Wir Christen sind die eigentlichen Optimisten = die das Beste erwarten. Wer Jesu Wort nicht glaubt kann eigentlich nur Pessimist = das Schlimmste erwarten, sein.
10. Wer um den neuen Himmel und die neue Erde weiß, kann auf dieser „alten“ Erde in wachsender Vorfreude und in tatkräftigem Mitgestalten des kommenden Reiches leben.
11. Das Wort Gottes wird nicht vergehen. Es geht nicht vorbei, sondern es ist Schöpferwort, Neuschöpferwort. Es schafft uns jetzt schon neu, zur neuen Kreatur (vgl. 2. Kor. 5,17).
12. Alle Verheißungen des Gotteswortes sind erfüllt und werden erfüllt. Kein Gotteswort ist vergeblich: „So er spricht, so geschieht es!“
13. Gottes Wort geht von Erfüllung zu Erfüllung. Wie eine Brücke über einen breiten Strom: Pfeiler um Pfeiler wird eingerammt, bis die Brücke am anderen Ufer (in der Ewigkeit) anlandet.
14. Wie sich Gottes Wort von Erfüllung zu Erfüllung verwirklicht, das können wir heute besonders am Volk Israel sehen, aber auch an den Zeichen der Zeit (vgl. Mt. 24, 4ff).
15. „Meine Worte“ sagt Jesus und da meint er gewiss auch das, was er eben in seiner Endzeitrede den Jüngern gesagt hat. Mt. 24 ist heute aktueller denn je. Jesu Worte erfüllen sich wortwörtlich.
16. Mitten im Vergehen Ewiges haben: Das geschieht da, jetzt, wo wir auf Gottes Wort hören. Unsere Gottesdienste sind Ewigkeitsveranstaltungen.
17. Kinder zu kleiden, ernähren und zu erziehen ist zeitlich nötig, ihnen Gottes Wort zu sagen ist ewigkeitsentscheidend.
18. Wie viel Kraft, Zeit und Geld steckst du in Vergängliches? Wer mit Gottes Wort umgeht wirkt Ewiges.
19. Der Liedvers: „Alles vergehet, Gott aber stehet, ohn alles Wanken, seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden. Heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen; machen uns zeitlich und ewig gesund!“
20. Das Wort Gottes ist keine Sache. Jesus ist das fleischgewordene Wort. Das Wort ist Person. Jesus ist der Ewige, mit ihm habe ich Ewigkeit.