Jesaja

Predigthilfe vom 1.1.2002 – Jesaja 12, 2

Monatsthema: Rettung wird angesagt
Predigtthema: Der Retter Jesus

Bibelstelle: Jesaja 12, 2

Verfasser: Dr. Heiko Krimmer

Bausteine zur Predigt:
1. Jesaja 12 ist das Danklied der Erlösten, das vollendet in ewigen Gottesreich gesungen wird (vgl. dazu etwa Offb. 5,12-14; 12,10+11; 15,1 ff; 19, 6ff).

2. Mit dieser Jahreslosung singen wir schon einübend den Ewigkeitstext. Das wollen wir bewusst tun: Wir leben in steigender Freude auf die Heilsvollendung.

3. „Ja“, das biblische „siehe“ ist Achtungszeichen. Wie eine Erkennungsmelodie; etwa im 2. Weltkrieg ertönte vor jedem Wehrmachtsbericht eine bestimmte Melodie im Radio und jeder wusste: Jetzt kommen ganz wichtige Nachrichten. so gehen wir in dieses neue Jahr mit der wichtigsten Nachricht: Gott ist Rettung.

4. Für Rettung steht „Jehoschua“, also der Jesusname. Rettung ist bei einer Person, bei Jesus, „er wird – hat – sein Volk retten von ihren Sünden!“ (Mt. 1, 21). Unser alttest. Verheißungswort ist Jesus-gefüllt. 2002 für uns ein betontes Jesus-Jahr.

5. Was wollen wir in diesem Jahr als Verband, als einzelne Gemeinschaft, als Einzelner tun, dass der Jesusname wieder neu ausgerufen wird?

6. „Christ, der Retter ist da!“ Wir wollen stehend die drei Verse des Weihnachtsliedes: „O, du fröhliche…“ singen. Da jubeln wir über den Retter.

7. Rettung geschieht durch Jesus, in seinem Tod am Kreuz. Er befreit uns aus der Gefangenschaft von Sünde, Tod und Teufel! Es ist ein Geschehen. Beispiel: 2001 – 7 Studenten werden in einer dramatischen Rettungsaktion aus einer überschwemmten Höhle gerettet. Die Retter mussten vordringen zu ihnen; das hat Jesus getan. Er ist vorgedrungen zu uns. So wird Rettung.

8. Israel verdankt seine Existenz als Volk dem Grund-Wunder der Rettung am Schilfmeer; die ntl. Gemeinde dem Wunder von Golgatha.

9. „Meine“ Rettung, das geschieht ganz persönlich und kann jeder nur für sich auch ganz persönlich annehmen. Du musst dich retten lassen. Du darfst Jesus persönlich begegnen.

10. Das heißt „vertrauen“, wörtl.: rund, prallsein (wie ein gesättigter Säugling). Vertrauen also wie ein Baby: ganz bei Jesus geborgen, von ihm versorgt, umschützt und geleitet.

11. Vertrauen ist also tiefste, gewollte, freiwillige Abhängigkeit. Jesus selbst sagt von den Seinen: „Ohne mich könnt ihr nichts tun!“ (Joh. 15,5). So will ich in dieses Jahr gehen, ganz an Jesus ausgeliefert.

12. Vertrauen, auch wenn er mit mir Wege geht, die Steilstrecken sind. Vertrauen bewahrt nicht vor Leiden, aber er hält mich im Leiden; er bringt mich durch.

13. „Führst du uns durch rauhe Wege, gib uns auch die nötge Pflege; tu uns nach dem Lauf, deine Türe auf.“ Das ist unsere Vertrauensbitte.

14. Wir brauchen nicht verzagen. Die berühmte „Neujahrsfrage“: „Haben Sie Angst vor der Zukunft?“ Inzwischen antworten über 50 % der Deutschen mit „Ja“. Wir Christen dürfen mit Jesus antworten: Er ist unsere Zukunft.

15. „In der Welt habt ihr Angst. Aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden“ (Joh. 16, 33)

16. „Verzagen“, das hebräische Wort ist sehr bildhaft: „Zittern wie ein mutterloses Lamm.“ Nicht verzagen: Wir sind geborgen, wie ein Lamm bei seiner Mutter; in engster Nähe bei Jesus.

17. Unser Vers ist kein Wunsch, sondern ein Bekenntnis. Gewiss vollendet in dem Loblied in der Ewigkeit, aber schon jetzt eingeübt und erfahren.

18. Es wird mit dieser Welt nicht immer besser werden. Jesus sagt, es wird immer dunkler und bedrohlicher. Da gilt es, diese Jahreslosung persönlich zu fassen und getrost vorzuleben.

19. Es geht nicht um einen unangefochtenen Glauben, sondern darum, immer wieder – gemeinsam – hineinzufliehen in das Jesusvertrauen.

20. Deutlich muss werden: Gott hat einen Namen: Jesus – der Gott hilft! Der ist Retter in Zeit und Ewigkeit. Zeitliche Rettung und Hilfe ist gewiss wichtig. Sie ist aber nur Hinweisschild für die ewige Errettung.