Predigtthema: Reformation des Herzens – Rückkehr zur Quelle des Lebens
Predigttext: 2.Chronik 14,1-14
1 Erläuterungen zum Text
1.1 Asa – der König von Juda
Asa regierte als dritter König den unabhängigen Staat Juda. 41 Jahre lang stand er an der Spitze von Juda, etwa in der Zeit von 911 bis 870 v. Chr. Das war eine relativ lange Regierungszeit.
Der Beginn von Asas Herrschaft war von religiösem Eifer gekennzeichnet. Asa beseitigte die heidnischen Götter und schaffte die kultische Prostitution ab. In welchem Ausmaß heidnische Kulte verbreitet waren und das Volk Juda erfasst hatten, zeigt sich an Asas Großmutter Maacha. Wegen ihrer Verstrickung in den Aschera-Kult wurde sie von Asa ihrer offiziellen Stellung enthoben (1Kön 15,13). Zwar zerstörte Asa nicht alle heidnischen Höhenheiligtümer in seinem Regierungsbereich. Jedoch wurde seine Hingabe im Glauben an den Gott der Väter positiv gewürdigt als Grund für eine lange Friedensperiode (2Chr 15,15.19).
Im Kampf gegen das zahlenmäßig überlegene äthiopische Heer (Kuschiter) unter Führung von Serach konnte Asa mit seiner Armee einen bemerkenswerten Sieg erringen. Dieser Sieg wurde nicht vordergründig Asas militärischem Geschick zugerechnet, sondern mit dem Glauben an Jahwe in Verbindung gebracht. Im Konflikt mit dem israelischen König Baschan setzte Asa auf die Unterstützung Syriens. Vermutlich wurde dieser Konflikt ausgelöst, weil viele Israeliten zu Asa überliefen. Letztlich gelang es Asa, sich gegen Baschan durchzusetzen. Seine Siege ermöglichten es ihm, die Städte Mizpa und Geba zu befestigen. Fortan verlief hier die Nordgrenze von Juda.
Der letzte Abschnitt der Regierungszeit Asas war von Krankheit (2Chr 16,12) und ständigen Kämpfen überschattet. Dies wird als Folge seines tief greifenden Vertrauensverlustes gegenüber Gott bewertet (2Chr 16,1ff).
1.2 Kernaussagen von 1Chr 14,1-14
Nach der Herrschaft des Königs Salomo zerfiel dessen Reich in zwei Teile (962 v. Chr.): Israel im Norden und Juda im Süden. Asa regierte das Reich Juda als dritter König nach Rehabeam (926-910 v.Chr.) und Abija (910-908 v.Chr.). Seine Regierungszeit umfasste 41 Jahre. Gemessen an seinen beiden Vorgängern war das eine lange Zeit. Dies hatte einen inhaltlichen Grund (14,1): Asa tat, was recht war und vor dem Herrn, seinem Gott, wohlgefiel. Das konnte von den beiden Vorgängern keineswegs behauptet werden. Insofern hat Asa den Segen Gottes erfahren, auch wenn gegen Ende seiner Regierungszeit sein Verhältnis zu Gott zunehmend von einem Vertrauensverlust und eigenmächtigen Aktionen geprägt war (16,1ff).
Was zeichnete das Verhalten Asas aus, an dem Gott Gefallen fand?
- Asas Rückbesinnung auf das erste Gebot führte zu einer konsequenten Ablehnung heidnischer Götterverehrung in ihrer unterschiedlichen Gestalt (14,2-4). Altäre, Höhenheiligtümer, Gedenksteine, Götterbilder wurden radikal beseitigt. Diese Maßnahmen bezogen sich auch auf den Kult der Göttin Aschera, der sich großer Beliebtheit erfreute. Oft begegnete der Aschera-Kult im Zusammenhang mit dem verbreiteten Baalskult. Aschera wurde als kanaanitische Vegetationsgöttin (Muttergottheit) verehrt, oft auch in Gestalt eines Bildes oder eines geweihten Holzpfahls. Asas konsequentes Durchgreifen und Zurückdrängen der Fremdgötterverehrung unterstreicht Jahwes Alleinherrschaft, für die es keine Alternative gibt. Er kämpfte dafür, dass Jahwe allein als Gott seines Volkes anerkannt und verehrt wird. Jede Verehrung fremder Götter durchbricht als Götzendienst das erste Gebot. Das konnte König Asa nicht dulden.
- Mit seiner Religionspolitik hat König Asa eine radikale Kehrtwende vollzogen. Die Beseitigung des Götterkultes und seiner Heiligtümer führte jedoch nicht automatisch zu einem Umdenken innerhalb der Bevölkerung. Zu sehr hatten sie sich mit fremden Göttern arrangiert und zu sehr waren sie in einen Prozess der Entfremdung gegenüber Jahwe verstrickt. Nun kam es für den König darauf an, die Bevölkerung für eine ausschließliche Verehrung Jahwes und eine eindeutige Absage an fremde Götter zu gewinnen. Um diesen Schritt der Umkehr zu unterstützen, bedurfte es einer entsprechenden Bewusstseinsbildung (14,3): Gott suchen und sich an seinen Wegweisungen (Gesetz und Gebot) orientieren.
- Das klare Bekenntnis zum einzigen Gott blieb nicht ohne Folgen (14,4-6): das Land kam zur Ruhe. Eine lange Friedenszeit verschaffte den Menschen eine Atempause. Das hatten sie nicht sich selbst zuzuschreiben, sondern einzig dem Gott Jahwe, den sie nun wieder suchten, nachdem sie ihn vergessen hatten. Friedenszeiten sind also von Gott geschenkte Zeiten, denn Gott ist ein Gott des Friedens. Schon allein das ist Grund genug, ihm zu vertrauen.
- König Asa nutzte diese Periode des Friedens für ein Städtebauprogramm (14,5-6). In einer landesweiten Aktion rief er dazu auf, Städte zu sanieren, d.h. sie auszubauen und zu befestigen. Stadtmauern mit Türmen, Toren und Riegeln sollten die Bewohner der Städte vor feindlichen Übergriffen schützen. Gott zu vertrauen und unter seinem Schutz zu stehen entbindet nicht davon, das Menschenmögliche zu tun, um sich nicht Gegnern und feindlich gesinnten Kräften schutzlos auszuliefern. Dennoch: Trotz aller Anstrengungen und Schutzmaßnahmen bleibt das Volk Gottes auf den Schutz des höchsten Gottes angewiesen. Das zeigen die späteren Auseinandersetzungen mit den äthiopischen Streitkräften (14,8ff).
- Zu den Schutzmaßnahmen von König Asa gehörte auch der Aufbau einer schlagkräftigen Armee (14,7). Durch die geringe Größe und Einwohnerzahl Judas war dies nur in begrenztem Rahmen möglich. Die Lasten für die Verteidigung des Landes hatte die gesamte Bevölkerung zu tragen. Die beiden Stämme Juda und Benjamin wurden in angemessener Weise in die Verteidigungsstrategie des Königs Asa eingebunden. Natürlich wurde die Armee trainiert, so dass sie zu einer schlagkräftigen Truppe ausgebildet werden konnte.
- Mit dem Anrücken eines zahlenmäßig hoch überlegenen äthiopischen Heeres (Kuschiter) von Infanterie und 300 Streitwagen unter dem Befehl von Serach trat für Juda der Verteidigungsfall ein (14,8-14). Das feindliche Heer rückte in die Gegend von Marescha vor. Diese Stadt lag im Hügelland von Juda und war von Rehabeam befestigt worden. König Asa zog mit seinen Truppen dem Feind entgegen und bereitete sich im Tal Zefata bei Marescha auf den Kampf vor. Diese Vorbereitung erschöpfte sich nicht in militärischen Maßnahmen, sondern gipfelte in einer Anrufung Gottes durch den König (14,10). Trotz der dramatischen Situation vor der Schlacht lässt das Gebet Vertrauen und Zuversicht zu Gott erkennen.
- Gott dir bereitet es keine Schwierigkeiten, die Schwachen gegen die Starken zu schützen (die zahlenmäßig unterlegene gegen die zahlenmäßig überlegene Armee).
- Herr, unser Gott, hilf uns (weil nur Gott helfen kann)!
- Wir verlassen uns auf dich (also nicht auf militärische Strategien und Stärke).
- In deinem Namen sind wir gekommen gegen diese Übermacht (also nicht in eigener Mission).
- Jahwe, du bist unser Gott (weil Jahwe allein und nur er der Gott Judas ist)!
- Gegen dich vermag kein Mensch etwas (an den unbegrenzten Möglichkeiten Gottes müssen Menschen scheitern).
Für den Ausgang der Schlacht ist letztlich nur ein Faktum von Bedeutung (14,6): Jahwe schlug die Äthiopier, so dass sie flohen. Zwar hat König Asa mit den Männern von Juda gekämpft. Gesiegt hat Gott.
Die Verfolgung der fliehenden Truppen durch Juda endet schließlich in einem blutigen Gemetzel. Dies entsprach damaliger Kriegsführung und sollte weitere militärische Übergriffe gründlich ausschließen. Auch dieses Geschehen wird dem Handeln Gottes als „Schrecken Jahwes“ zugeordnet. Wer sich am Volk Gottes vergreift, vergreift sich an Gott selbst und bekommt es mit seinem Zorn zu tun. Dies zeigt, wie sehr sich Gott mit seinem Volk verbunden hat, das er unter seinen Schutz stellt. Zudem ist zu bedenken, dass diese Art der Kriegführung, so brutal sie erscheint, in keinem Verhältnis zu modernen Massenvernichtungskriegen steht, wie sie das 20. und 21. Jahrhundert erlebt haben unter dem Vorzeichen einer humanistisch geprägten Kultur.
2 Hinweise für Lehre und Leben
2.1 Das erste Gebot
Reformation des Herzens, das bedeutet: Rückkehr zu Formation. Überwindung der Deformation. Deformationen in Bezug auf den Glauben sind bis heute mitten unter uns wie schon zu König Asas Zeiten und vor 500 Jahren in der spätmittelalterlichen Kirche aufzuspüren. Darum gilt das Gebet: „Herr, erneuere Deine Gemeinde! Fange bei uns an – und erst recht bei mir selbst.“ Reformation ist Herzenssache. Reformation will nichts Neues, sondern kehrt zurück zu den Quellen.
König Asa ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine Rückbesinnung auf die Quellen aussehen kann. Die Abwendung vom Kult der fremden Götter beinhaltet eine Hinwendung zu dem Gott, der von sich gesagt hat (2Mo 20,2; 5Mo 5,6f): Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Wie sehr diese Rückbesinnung auch für unseren Glauben von Bedeutung ist, hat Martin Luther in seiner Erklärung zum ersten Gebot im Großen Katechismus deutlich herausgearbeitet:
„Du sollst nicht andere Götter haben. Das heißt: Du sollst mich allein als deinen Gott ansehen. Doch was bedeutet das und wie ist das zu verstehen? Was heißt es, einen „Gott haben“, oder was ist unter „Gott“ zu verstehen? Antwort: Einen „Gott“ nennt man dasjenige, von dem man alles Gute erhofft und zu dem man in aller Not Zuflucht nimmt. Einen „Gott haben“ bedeutet darum nichts anderes als jemandem (oder einer Sache) von Herzen zu vertrauen und zu glauben; wie ich oft gesagt habe, dass es allein auf das Vertrauen und den Glauben ankommt, ob ich Gott habe oder einen Abgott. Ist der Glaube und das Vertrauen recht, so ist auch dein Gott recht, und umgekehrt: wo das Vertrauen falsch und verkehrt ist, da ist auch dein Gott nicht recht. Denn dies beides gehört zusammen: Glaube und Gott. Woran du nun, so sage ich, dein Herz hängst und worauf du dich verlässt, das ist eigentlich dein Gott.
Darum ist der Sinn dieses Gebotes der, dass es rechten Glauben fordert und ein herzliches Vertrauen, das sich auf den rechten, einen Gott richtet und an ihm allein hängt. Mit andern Worten: Sieh zu und lass mich allein deinen Gott sein und suche ja nicht einen andern. Und das heißt: Was dir an Gutem fehlt, das erhoffe von mir und suche es bei mir; und wenn du Unglück und Not erleidest, halte dich an mich. Ich, Ich will dir genug geben und dir aus aller Not helfen. Lass nur dein Herz an keinem andern hängen und Ruhe finden.“
In aller Deutlichkeit weist Luther auf, dass nicht nur der Aschera-Kult, sondern alles, woran wir unser Herz hängen, den Charakter des „Fremdgehens“ bekommen kann. In den unterschiedlichsten Lebenssituationen kann der Glaube an den einzigen Gott verraten werden (z.B. im Namen der Toleranz). Dann ist eine Neuorientierung und Rückbindung an den einzig wahren Gott nötig wie bei König Asa. Dies hatte Konsequenzen für die Religionspolitik, fürs Städtebauprogramm, für die Organisation einer Armee bis hin zu militärischer Verteidigung. Auch für uns selbst wird eine Umkehr zum einzigen Gott eine Bewährung des Glaubens in allen Lebensbereichen nach sich ziehen.
2.2 Frieden
Nachdem Johann Christoph Blumhardt von einem Friedensschluss erfahren hat, kommentierte er: „Das kommt nicht aus dem Russenherzen, sondern von Gott.“ Das gilt auch für die lange Friedenszeit während der Herrschaft von König Asa. Sie kam nicht aus dem Herzen von Asa, sondern Gott hat Ruhe geschenkt – ein hohes Heilsgut. Der Gedanke der Ruhe Gottes zieht sich durch die gesamte Bibel und weckt Hoffnung auf die ewige Ruhe bei Gott.
Krieg ist immer ein Zeichen für Zerwürfnisse, die das Verhältnis zu Gott und zu Menschen berühren. Das gilt für den Familienkrieg in gleicher Weise wie für den Krieg zwischen Völkern. Das Verhängnis von Kriegen zeigt sich auch daran, dass in einem Krieg sämtliche Gebote Gottes durchbrochen werden. Demgegenüber fordert Jesus nicht nur zur Nächstenliebe, sondern auch zur Feindesliebe heraus (Mt 5,44f). Ohne ihn wird diese Forderung zur Überforderung. Das Evangelium, das an Jesus Christus bindet und zum Nachfolgen anstiftet, führt Menschen zum Frieden – zum Frieden mit Gott und untereinander.
Der von Gott geschenkte Frieden entbindet uns nicht davon, alles Erdenkliche und Menschenmögliche zu tun, um Frieden zu bewahren und Frieden zu stiften. Gott, der uns in seinen Frieden einbindet, bindet uns auch in sein Engagement für den Frieden ein. Insofern gibt es auch für Christen viel zu tun, wie schon Jahrhunderte zuvor für König Asa. Hier sind die vielen Möglichkeiten für ein Friedensengagement in unserer Gemeinde, unseren Familien, in Schulen, Firmen, Milieus, also in allen Bereichen unserer Gesellschaft in den Blick zu nehmen.
2.3 Beten
Es gibt viele Gründe, das Gespräch mit Gott zu suchen. Für viele Christen ist Beten zu einer Tradition geworden, zu einer guten Gewohnheit. Für manche gehört zum Kaffee am Morgen das Gebet am Morgen. Andere halten sich irgendwann am Tag eine Zeit der Stille und des stillen Gesprächs mit Gott frei. Manche treibt der Hunger nach geistlichem Leben, nach Spiritualität zum Beten. Menschen beten, wenn sie in einer schwierigen Lebenssituation Bewahrung suchen oder erfahren haben. Andere beten, weil sie Schuld erkannt haben und Vergebung suchen. Manche treibt Angst zum Beten und andere möchten an Gott ihre Dankbarkeit adressieren.
Die Basis für unser Beten ist die Nähe Gottes. Weil sich Gott selbst uns mitteilt, sind wir ermächtigt, uns ihm anzuvertrauen. Wenn Menschen behaupten – „Gebet bewirkt viel. Beten hilft. Gebet ist eine Macht.“ – dann ist dem zuzustimmen. Wobei wir zu bedenken haben: Gott bewirkt viel. Gott hilft. Gott hat Macht. Wer betet, traut Gott viel zu, rechnet mit ihm und seinen großartigen Möglichkeiten. Nicht mit der Potenz der eigenen wohlformulierten oder gestammelten Worte.
Dem entspricht das vielschichtige Gebet von König Asa (s. oben). Es umfasst Bitte, Vertrauen, Bekenntnis, Liebeserklärung, Erwartung, Hoffnung. Sein Beten ist ein lebendiger Ausdruck einer gelebten Beziehung. Seine radikale Absage an heidnische Götter mündete in eine Rückkehr in den Bund Gottes ein. Das hat sein Beten belebt. Denn wer mit Gott verbündet lebt, der betet. Auch in den Grenzsituationen des Lebens bewährt es sich, zu beten. Asa betete angesichts eines überlegenen Gegners voller Zuversicht. Das zeigt uns: Nicht die Orientierung an der Größe der Probleme und der Nöte soll unser Beten bestimmen, sondern die Größe Gottes, der die Schwachen vor den Starken schützt, gegen den kein Mensch etwas ausrichten kann und der allen Situationen gewachsen ist. Hudson Taylor, dem China-Inland-Missionar ist zuzustimmen: „Wir brauchen keinen großen Glauben, aber Glauben an einen großen Gott.“
3 Bausteine für die Predigt
3.1 Predigtziel
Am Beispiel von König Asa sollen die Hörer für sich selber lernen: Es ist eine Herzensangelegenheit, dem einen Gott (in Jesus Christus) unbedingt zu vertrauen in Abwendung von allen Dingen und Menschen, die uns zum Gott werden können, weil wir unser Herz daran hängen. Hinwendung zu Gott bleibt nicht ohne Folgen und wird unseren Lebensalltag in allen seinen Facetten prägen und wird zum Beten ermuntern, weil uns Gott zugewandt ist.
3.2 Predigtschwerpunkte
Der Predigttext (2Chr 14,1-14) bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Schwerpunkte zu setzen:
- Hinwendung zu dem einen Gott, der nach dem ersten Gebot unser ungeteiltes Vertrauen verdient hat.
- Abwendung von allem, was uns zum Gott geworden ist, weil wir unser Herz daran gehängt haben.
- Das Vorrecht, mit Gott verbündet zu leben, das unseren gesamten Lebensalltag mit allen seinen Bereichen prägen wird.
- Der lebendige Gott mit seinen unbegrenzten Möglichkeiten, der uns in seiner Zuwendung ermöglicht, mit ihm zu kommunizieren, auch angesichts von Grenzerfahrungen unseres Lebens.
- Der ewige Frieden (Ruhe) Gottes, der uns als Frucht der Zuwendung Gottes nötigt, Frieden in allen Lebenszusammenhängen zu bewahren und zu stiften.
- Der Schutz Gottes, unter dem auch die nicht kalkulierbaren, dramatischen Ereignisse (bei Asa: der Angriff durch die äthiopische Armee) nicht zu fürchten sind, weil Gott als der Überlegene allen Situationen gewachsen ist.
Sicherlich lassen sich weitere Bezüge finden, die in die Predigt aufgenommen werden können. Wichtig für die Predigt wird sein, die Bedeutung der Wirklichkeit Gottes für alle Lebensbezüge hervorzuheben. Zugleich ist aufzuzeigen: Alles andere, woran wir Menschen unser Herz hängen, ist als nicht zielführende Verirrung aufzugeben. Reformation des Herzens beinhaltet also einen Schnitt: Hinkehr zu Gott und Abkehr von den „Götzen“.
3.3 Predigtthema und Gliederungsvorschlag
Reformation des Herzens – Rückkehr zur Quelle des Lebens
- Was brauchen wir?
Hinweis: Wir brauchen Gott. Darum wenden wir uns ihm zu, fürchten, lieben und vertrauen ihm.
- Was brauchen wir nicht?
Hinweis: Wir brauchen keine selbstinszenierten Götter. Darum trennen wir uns von ihnen.
- Was gewinnen wir?
- Hinweis: Der Glaube an den einen Gott prägt den Lebensalltag und wirkt sich auf alle Lebensbereiche konkret aus – wie schon bei König Asa.
Christoph Müller