Daniel

Predigthilfe vom 12. August 2018 – Daniel 5

Monatsthema:        Daniel: Treu im Feindesland 

Predigtthema:         Mut zur Rechenschaft – Angezählt und abgewählt

Predigttext:              Dan 5,1-30 (Vorschlag zur Textlesung Dan 5,1-6 und 16-30)

Zur Gottesdiensteinleitung:       Röm 2,3-4 oder Spr 16,3-7

Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!

  1. Sehen, was dasteht

Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).

1.1 Allgemeine Hinweise zum  Predigttext

Nachdem uns in Daniel 4 von der Bekehrung des Königs Nebukadnezar berichtet wurde, handelt Kapitel 5 von der Unbelehrbarkeit des babylonischen Thronfolgers Belsazars. Mit gewaltiger und doch liebevoller Hand hatte Gott den großen König Nebukadnezar auf die Knie gezwungen, seinen Stolz gebrochen und sich in seinem Leben als der allmächtige Gott verherrlicht. Daniel 5 berichtet von der Lasterhaftigkeit und Gottesverachtung des Enkels Belsazars, der trotz der Bußpredigt des Propheten Daniels nicht bereit zur Umkehr war. Nebukadnezars verstarb nach 42 Regierungsjahren im Jahr 562 v.Chr.

Außerbiblische Quellen berichten von folgenden Nachfolgern.

Evil-Merodach (560v.Chr.), der in seiner Regierungszeit den König Jojachin entlassen hatte (Jer 52,31) regierte nur zwei Jahre und wurde von Neriglissar, dem Mann seiner Schwester getötet, der vier Jahre auf dem Thron saß. Nach dessen Tod wurde sein Sohn Laborosoarchod (Labaschi-Marduk) König und war noch ein Knabe. Er regierte nur neun Monate und wurde von seinen Angehörigen ermordet. Nabonid regierte 17 Jahre und kam in den Konflikt mit der verheißenen Großmacht Persien und geriet unter Cyrus in die Verbannung, wo er auch starb. Damit hatte das verheißene Ende des babylonischen Reiches begonnen. Belsazar war vermutlich der älteste Sohn des Nabonid und Mitregent seines Vaters, der ihm die Herrschaft über die Stadt Babel gegeben hatte. Nabonid war mit einer Tochter Nebukadnezars verheiratet. Somit war Belsazar ein Enkel Nebukadnezars, der daher auch als sein Vater bezeichnet wird (Dan 5, 2.11.13.18).

Die zentrale Botschaft ist:  Alle Menschen (auch die Großen der Welt) müssen vor Gott Rechenschaft abgeben und werden von Gott gerichtet. Wer unbedacht und vermessen ins Gericht Gottes geht, kommt darin um (Heb. 9,27).

 „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ (Micha 6,8)

1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes

Mehr zur Einführung in das Buch Daniel unter:

John MacArthur, „Basisinformation zur Bibel“, CLV, 2001 Bielefeld – ab Seite 154

Kostenlos zum Download: https://clv.de/clv-server.de/wwwroot/pdf/255644.pdf

Hilfen zur Auslegung bieten z.B.

Walvoord, John und Zuck, Roy „Das Alte Testament“ erklärt und ausgelegt“, Hänssler
Wiersbe, Warren.W, „Sei standhaft“ Studien des Alten Testamentes Daniel 1-12, CLV

Maier, Gerhard, Wuppertaler Studienbibel, „Das Prophet Daniel“, Brockhaus Verlag

Hilfreiche Querverweise in die ganze Bibel bietet die Thompson Studienbibel.
Hilfreiche Infos zum Text liefert auch die MacArthur Studienbibel (als pdf zum Downloaden auf www.sermon-online.de).

1.3 Anmerkungen zum Verständnis des Predigttextes  

V. 2-4 Der Fehlgriff des Königs – Angesteckt von seiner Selbstsicherheit

Um Eindruck und Anerkennung vor den Obersten im Volk zu gewinnen, diente das große Festmahl dem König zur eigenen Ehre. Ein Fest zum Selbstzweck und zur Selbstbeweihräucherung. Zeitlich stand Babel aber schon kurz vor dem Niedergang, so dass manche Ausleger meinen, dieses Fest sei entweder ein letzter Akt seiner Hoffnungslosigkeit (Feiern bis zum Untergang) oder aber ein Ausdruck seiner Selbstsicherheit (Feiern, weil wir unsinkbar sind). Das Fest sollte in beiden Fällen das bevorstehende Gericht verdrängen und überspielen. Der Mensch meint durch Vergnügen seiner Verantwortungs- und Rechenschaftspflicht zu entkommen. Dabei hat der König sich dreifach vergriffen:

a) Vergriffen am Wein. Das ausgiebige Mahl und der viele Weingenuss sind Zeichen weltlichen Vergnügens (Pred 10,19). Sie machen hochmütig, führen zum Realitätsverlust und enden im Desaster (vgl. Xerxes in Ester 1,1ff). Wegen der Gefahr des Weinrausches sollten Könige daher auf Wein oder starkes Getränk völlig verzichten (Spr 31,4 betont das stark). Alkohol zerstört, führt zu einem unbändigen Reden, man verliert den Respekt und rutscht in Lästerung und Spott (Spr 20,1; Hos 4,11; Eph 5,18).

b) Vergriffen an Gott und seinem Eigentum. Im Gericht über Israel lies Gott die heiligen Tempelgeräte nach Babel bringen (vgl. 2Chr 36,10ff), damit sie später, zur Zeit der Wiederherstellung zurückgebracht und wieder eingesetzt werden sollten (Jer 27,16, Esr 1,7). Doch im Rausch des Hochmuts griff der König nach dem Eigentum Gottes. Die zum Gottesdienst geheiligten Gefäße wurden zum Werkzeug der Sünde missbraucht.

c) Vergriffen an Gottes Ehre. Gab es kein anderes Geschirr? Der König lies bewusst die Tempelgeräte des Gottes Israels bei seinen Orgien entweihen. Es war eine Beleidigung, Verspottung und Lästerung gegen Gott. Wiederholt betont die Schrift die Dreistigkeit der Tatsache (5,2-3). Damit versuchte der König den allmächtigen Gott.

V.5-8  Der Finger Gottes – Aufgeschreckt von dem Eingreifen Gottes

Ein großer Schrecken überfiel den König – als hätte er mit dem Eingreifen und Gerichtshandeln Gottes nicht gerechnet. Doch wer Gott herausfordert und lästert, bekommt es mit dem lebendigen Gott zu tun. Gottes Schrecken überfällt ihn. Nun erlebte der König Gottes eingreifen, wie er es von seinem Großvater gehört hatte – aber wohl selbst nicht glaubte. Aber Gott lässt sich nicht spotten (Gal 6,7; vgl. Spr 1,22; 9,8; 13,1).

In seiner geglaubten Selbstsicherheit überrascht ihn Gott und fordert Rechenschaft (1Thes 5,3; Röm 1,23).

Wiederholung ist die Mutter aller Studierenden. Wieder konnte keiner der Weisen und Zauberer Babels helfen (V. 7-8). Wieder ist es Daniel, der Jude, der dem heidnischen König Gottes Botschaft vermittelt und deutet.

V.9-12 Der Hinweis der Königsmutter – Aufgeweckt von Wegbegleitern

Gott möchte in seiner Gnade auch die Mächtigen der Welt erreichen, schreckt sie auf und stellt ihnen Menschen zur Seite, die auf Gott aufmerksam machen. Die Königsmutter wird zum Wegweiser, macht auf den alten und fast schon vergessenen Gottesmann Daniel aufmerksam. Sie hatte den Fall und die Gnade Gottes an Nebukadnezar miterlebt. Sie wusste, da war noch Einer, der sich von allen anderen im Reich unterscheidet. Der nicht beim Fest mit dabei war. Der bekannt und anerkannt war ohne bei allen Aktionen mit dabei zu sein oder meinte mitmachen zu müssen. Einer, der einen anderen Geist in sich trug – einen Geist der heiligen Götter, wie die Königsmutter es nennt – sie kannte auch nicht den Geist des einen Gottes. Aber sie wusste, in Daniel war göttliche Weisheit. Daniel war ca. 80 Jahre alt als er vor Belsazar trat (V. 13-16).

V.17-23     Daniel erinnert an Gottes Gnade – Angezählt und nichts gelernt!

Daniel ist ein echter Seelsorger und bemüht sich um die Seele des Königs und nicht um sein Ansehen. Daniel lehnt die Bezahlung und den Lohn des Königs ab. Gottes Botschaft und Gnade ist nicht käuflich, sie ist ein Geschenk und kein Geschäft. Eindrücklich erinnert Daniel an die Ereignisse und das Eingreifen Gottes bei seinem Großvater Nebukadnezar. Dieser war damals in Selbstsicherheit und Überheblichkeit gefallen (V.20). Durch Gottes Güte wurde er gedemütigt (vgl. Ps 119,67.71.75), so dass er Gnade und Buße erlangte und wieder zur Königswürde kam.

Der König Belsazar dagegen war nicht nur selbstsicher und überheblich, sondern auch unbelehrbar. Er wurde von Gott angezählt, weil Gott Rechenschaft fordert über seine Erkenntnis, die er hatte. Angeschlagen sitzt er nun wackelig auf seinem Thron und muss Verantwortung übernehmen. Wusste doch Belsazar um Gottes Handeln und Eingreifen aus der Vergangenheit – aber er ließ sich nicht warnen, noch rechnete er damit, für sein Tun Rechenschaft ablegen zum müssen (vgl. Röm 14,12; Heb 4,13).

Gottes Gnade an seinem Großvater hätte ihn lehren können, dass es Gottes Güte ist, die den Menschen zur Umkehr und Buße leitet (Röm 2,3-4). Er hatte es gewusst! Statt Gott zu Ehren, ehrte er sich selbst, statt Gott zu gefallen, suchte er sich selbst zu gefallen. Statt auf Gottes Güte zu achten, hat er Gottes Macht missachtet. Statt sich zu erniedrigen, erhöhte er sich selbst (vgl. Mt 23,13; Lk 18,14). Trotz aller Ermahnung hatte er nichts gelernt (Spr 29,1).

Daniel selbst lebte bescheiden im Glauben an Gott, lebte treu aus Gottes Wort und wusste sich von der Gnade Gottes getragen.

V.24- 28 Gott hat geurteilt – Abgewogen und zu leicht befunden

Daniels Auslegung war gebunden an das Wort Gottes. Die Schrift auf der getünchten Wand bedeutete: Mene = gezählt oder festgelegt. Die doppelte Erwähnung ist eine Betonung der Unwiderruflichkeit. Tekel = Gott hat sein Handeln „abgewogen“ und „beurteilt“ (vgl.1Sam 2,3; Ps 62,10). U-pharsin kommt von peres und bedeutet geteilt oder auseinanderbrechen (riss) und deutet damit an, dass das Reich unter den Medern und Persern aufgeteilt würde.

V.29 – 30 Immer noch nichts gelernt – Ausgezählt und abgewählt

In derselben Nacht starb Belsazar mit dem goldenen Becher voll trunken machenden Weines in seiner Hand. Jerusalem wurde für Belsazar in Babel zum Taumelbecher des Gerichtes. Wer sich an Gott und Gottes Eigentum vergreift, dem bekommt es nicht gut.

Belsazar wollte nicht auf den Ruf Gottes hören. Er wollte nichts aus der Geschichte der Gnade Gottes lernen und war nicht bereit zur Umkehr und Buße.

Es fehlte ihm an Gottesfurcht und Respekt vor der Heiligkeit Gottes. Es fehlte im der Anfang der Erkenntnis (Spr 1,7). Darum verlor er sein Reich und sein Leben.

  1. Verstehen, worum es geht

2.1 Hinweise für hermeneutische Überlegungen (Auslegung)

Daniel 5 berichtet uns die Erfüllung der biblischen Prophetie über die Weltgeschichte.

So hatte der Prophet Jeremia nicht nur die genaue Zeitspanne von 70 Jahren der babylonischen Gefangenschaft vorausgesagt (Jer 29,10 vgl. Dan 9,2), sondern auch, dass zur Zeit des Enkels Nebukadnezars das nächste angekündigte Weltreich (Medo-Persien) Babel schlagen wird (Jer 27,7 vgl. Dan 5,28f).

Gottes festgesetzte Zeiten erfüllen sich so, wie sie Gott in seinem ewigen Ratschluss festgelegt hat. Die genaue und wörtlich erfüllte Prophetie gibt Gewissheit über die ebenso genaue Erfüllung der noch ausstehenden Verheißungen. Gott hat getan und wird tun was er beschlossen und vorhergesagt hat.

2.2 Hinweise für situative Überlegungen (Predigtanlass)

Einleitung kann ein Beispiel von Hochmut und Stolz sein oder eine Begriffserklärung:

Es gibt Menschen die sich verhalten, als wären sie besser als der Rest der Welt. Anderen gegenüber geben sie sich herablassend. Von oben herab geben sie wenig auf die Meinungen anderer. Sie tun sich schwer mit Widersprüchen, Widerständen oder Kritik und haben nicht die Fähigkeit locker und freundlich damit umzugehen. Sie halten sich für unersetzlich und für den Mittelpunkt der Welt. Im Alltag spüren wir das z.B. in Form eines „arroganten“ Mitarbeiters, der seine Kollegen oberflächlich begrüßt, achtet oder ihnen kaum einen Blick gönnt. Mangelnde Herzlichkeit fehlt und die Kommunikation ist mehr ein Monolog. In Gesprächen fällt es ihm schwer den anderen wirklich ernst zu nehmen und signalisiert unbewusst, dass es ihm lästig ist. Mit kleinen Gefälligkeiten anderen gegenüber tut er sich schwer. Arbeitsaufträge, die seiner Meinung nach unter seiner Würde sind, werden zur Herausforderung. Schnell wird er sagen: „Warum muss ausgerechnet ich diesen Job übernehmen …Ich bin doch nicht der…“!

In der katholischen Kirche fällt der Hochmut unter die ersten der sieben Todsünden.

Synonyme sind Anmaßung, Arroganz, Einbildung, Aufgeblasenheit, Überheblichkeit, Hoffart. Auswirkungen des Hochmuts sind das Angeben, Großtun, Prahlen, und Wichtigtun.

Begleitend ist eine unrealistische Selbstüberschätzung und Überbewertung des eigenen Könnens und ihres Ranges. Begünstigt wird Hochmut von Eitelkeit und Narzissmus.

  • Hinweise für homiletische Überlegungen (Anwendung)

Wir begegnen oft selbst stolzen Menschen, die von Gott nichts wissen wollen, evt. Gott mit Worten oder Taten lästern. Wie gehen wir damit um, wenn wir erleben, dass andere sich an Gottes Heiligkeit vergehen? Daniel war bei solchen Aktionen nicht dabei (Ps 1,1).

Wo erleben wir eine Selbstsicherheit die Gottes Gericht verharmlost und glaubt, dass am Ende doch alles gut wird? Lehren der Allversöhnung oder einer universalen Erlösung wie sie z.B. in Büchern von W.P.Young in „Die Hütte“ oder „Lügen, die wir uns über Gott erzählen“ sind eine Beschwichtigung des kommenden Gerichtes Gottes. Gott wird Rechenschaft fordern von allen Menschen (Heb. 2,3; 12,25; 9,27; Micha 6,8).

Gottes Anliegen ist es die Menschen zu retten (Joh 3,16). Seine Botschaft geht bis in die obersten Regierungskreise (Bürgermeister, Abgeordnete, Kanzler und Präsidenten). Überall hat Gott seine Wegbegleiter, die auf ihn Aufmerksam machen, so dass sie alle keine Entschuldigung haben.

Auch ist kein Mensch für Gott zu groß oder zu klein, zu wichtig oder unbedeutend, zu gut oder zu sündhaft, zu hochmütig oder demütig, dass Gott ihm nicht in seiner Liebe begegnen könnte und seine Gnade anbietet (Röm 5,20; 1Kor 6,9-11).

Leider erleben wir auch heute, dass Menschen aus der Geschichte, den Erlebnissen oder Gerichten der Vergangenheit nichts lernen (vgl. 2Pet 3,3ff). Da ist uns Daniel 5 eine Warnung (vgl. Jer 6,16). Georg Santayana sagte den bekannten Satz: „Wer aus der Geschichte nichts lernt…“ oder wie es im Original heißt „Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“

Die Ereignisse in Daniel 5 verdeutlichen allerdings auch zwei wichtige Dinge:

  • Es braucht den Schrecken Gottes – der Mensch muss von Gott aufgeschreckt und erschüttert werden. Der Mensch muss in seinem verführerischen Hochmut erschüttert werden.
  • Es braucht die Bereitschaft sich beschenken zu lassen – der Mensch muss Gottes Gnade als Geschenk annehmen. Solange er meint, was geben zu können oder zu müssen wie Belsazar, fehlt ihm die innere Herzenseinstellung sich als hilfloser Bettler alles von Gott schenken zu lassen.
  1. Sagen, wo es hingeht

3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?

Dem Zuhörer soll bewusst werden:

  • Dass Gott in seiner Liebe und Gnade alle Menschen zur Buße leiten möchte.
  • Gleichzeitig ist Gott dennoch ein heiliger und gerechter Gott, der sich nicht spotten lässt. Gotteslästerung und Respektlosigkeit gegenüber Gott und seinem Eigentum folgen.
  • Dass Gott von allen Menschen einmal Rechenschaft fordert über das, was sie von Gottes Wahrheit und Botschaft gehört und gewusst haben.
  • Dass uns als Christen unser Auftrag in der Gesellschaft bewusst wird und wir uns gebrauchen lassen, wie ein Daniel, damit Menschen die Möglichkeit haben, gerettet zu werden und umzukehren.
  • Gott will nicht den Tod des Gottlosen, sondern dass er sich bekehrt (vgl. Hes 18,23).

3.2 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?

  • Der Stolz des Menschen ist das größte Hindernis um gerettet zu werden. Der Stolze tut sich schwer Gottes Güte und Gnade anzunehmen. Sein Stolz muss (manchmal auf harte Weise) zuerst gebrochen werden.
  • Nicht selten sind es Kinder von gläubigen Eltern, die sich in einer traditionellen und frommen Einbildung der Gnade Gottes verschließen. Fromme Menschen können oft auch stolz und selbstgerecht sein und meinen Gottes Gnade nicht zu brauchen.
  • Gottes Güte und Gnade an anderen Menschen soll uns lehren, dass der Mensch allein aus Güte zur Buße geleitet wird (Röm 2,3ff).
  • Gott gebraucht heute genauso Menschen wie die Königsmutter, die andere auf Gott oder gläubige Christen aufmerksam machen.
  • Wir sollen uns wie Daniel gebrauchen lassen um Menschen an Gottes Güte und Gnade zu erinnern und sie zur Umkehr aufrufen.

3.3 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?

Mut zur Rechenschaft – Angezählt und abgewählt

  • Der Fehlgriff des Königs – wie der Mensch im Hochmut sich an Gott vergreift
  • Der Finger Gottes – wie Gott zum Erschrecken eingreift
  • Die Botschaft Daniels – wie Gott in Gnade und Gerechtigkeit durchgreift

Oder:

  • Angezählt – der Zeigefinger Gottes
  • Abgezählt – die dritte Generation
  • Abgewählt – das Gericht Gottes

Oder:

  1. Gottes Gericht herausfordern – der Königssohn
  2. Gottes Gericht verharmlosen – die Königsmutter
  3. Gottes Gericht ausführen – der König Darius

3.4 Predigtveranschaulichungen – wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?

Zitate:

Gottes Urteil gründet sich darauf, wie die Menschen auf die Botschaft reagierten, die sie erhielten. Er wird uns nie für Dinge zur Rechenschaft ziehen, die er uns nicht gesagt hat. (Max Lucado)

Wenn man einmal alles verloren hat, ist kein Platz mehr für Stolz, nur noch für Gnade. (Gordon MacDonald)

Der Mensch fiel, aber Gott stieg herab. Erbärmlich ist der Mensch, aber voll Erbarmen kam Gott hernieder. Der Mensch fiel durch Stolz, Gott kam herab in Gnaden. (Thomas von Aquin)

Dieselbe Sonne, die Ton aushärtet, schmilzt auch Wachs. Und genauso macht die Botschaft von Gottes Gnade das Herz des Stolzen hart und das Herz des Demütigen weich. (Bob George)

Klaus Eberwein