Daniel

Predigthilfe vom 19. August 2018 – Daniel 6

Monatsthema:        Daniel: Treu im Feindesland 

Predigtthema:         Mut zur (Gebets) Treue

Predigttext:              Dan 6,1-29

Zur Gottesdiensteinleitung:       1Thess 5,17-21

Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!

  1. Sehen, was dasteht

Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).

1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext

Das Buch Daniel hat zwei Teile:

Daniel 1-6     Der geschichtliche Teil

Daniel 7-12   Der prophetische Teil

Daniel 6 bildet den Abschluss des geschichtlichen Teils und enthält die allgemein bekannte Erzählung von „Daniel in der Löwengrube“. Viele Parallelen finden sich zu Daniel 3 und den „Drei Freunden im Feuerofen“. Sowohl Daniel als auch seine drei Freunde bezeugten im Feindesland ihre Treue zu ihrem Gott. Damit eingeschlossen war ihre Verbindlichkeit zu Gottes Wort und dem 1.Gebot (2Mo 20,2-5), keine anderen Götter anzubeten. Aufgrund ihrer Glaubenstreue wurden sie angeklagt und von der weltlichen Obrigkeit (dem König) zum Tode bestraft. Vertrauensvoll wussten die Männer sich in der Hand Gottes – ohne zu wissen was passiert. Bereit, in der Treue zu Gott ihr Leben zu lassen, erleben sie eine wundersame Bewahrung und Rettung. Ihre Treue zu Gott löst Staunen aus und wird zum Zeugnis für die ungläubige Welt. In beiden Fällen waren die Männer Gottes nicht allein. Ob im glühenden Feuerofen (3,26.28) oder in der Löwengrube, (6,23) Gottes Engel war bei seinen treuen Zeugen.

Die zentrale Botschaft ist:  Ein Gott, der mitgeht! Gott bewahrt nicht immer vor der Löwengrube, aber vor den Löwen. Der HERR selber ist es, der diejenigen bewahrt die, ihm ganz vertrauen und gehorchen.

1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes

Mehr zur Einführung in das Buch Daniel unter:

John MacArthur, „Basisinformation zur Bibel“, CLV, 2001 Bielefeld – ab Seite 154

Kostenlos zum Download: https://clv.de/clv-server.de/wwwroot/pdf/255644.pdf

Hilfen zur Auslegung bieten z.B.

Walvoord, John und Zuck, Roy „Das Alte Testament“ erklärt und ausgelegt, Hänssler
Wiersbe, Warren.W, „Sei standhaft“ Studien des Alten Testamentes Daniel 1-12, CLV

Maier, Gerhard, Wuppertaler Studienbibel, „Das Prophet Daniel“, Brockhaus Verlag

Hilfreiche Querverweise in die ganze Bibel bietet die Thompson Studienbibel.
Hilfreiche Infos zum Text liefert auch die MacArthur Studienbibel (als pdf zum Downloaden auf www.sermon-online.de).

1.3 Anmerkungen zum Verständnis des Predigttextes

V 1-5 Daniel, auch unter der neuen Regierung ein Glaubensvorbild (Darius der Meder)

In Babel kommt es zu einem Herrschaftswechsel. Auf das babylonische Reich folgte das Medo-persische, welches später im Perserreich aufging. Vermutlich war „Darius der Meder“, von Kyros als König über die Provinz Babel (Chaldäa) eingesetzt – „er empfing die Königswürde“ (vgl. Dan 9,1). Er ist nicht gleichzusetzen mit Darius I. dem späteren Perserkönig (522-486 v.Chr. vgl. Esr 4,5). Darius der Meder war 62 Jahre alt und damit ca. 18 Jahre jünger als Daniel. Daniel selbst wurde von keinem der babylonischen Könige zuvor abgesetzt und überlebte viele Regierungen und Könige. Sogar nach dem persischen Herrschaftswechsel wurde er nicht aus dem Dienst entlassen. Obwohl es unüblich war, dass Führungspersönlichkeiten der alten Regierung übernommen wurden, blieb Daniel im Amt. Darius erkannte in Daniel etwas, was ihn „Unauswechselbar“ machte.

Daniel war positiv aufgefallen. Seine Klugheit und Weisheit überragte die Anderen. Was ihn auszeichnete war ein anderer Geist, der ihn von den drei Chefministern unterschied. Sowohl die Perser als auch Babylonier erkannten in Daniel diesen vortrefflichen Geist, der nichts anderes ist als der Geist Gottes im Gläubigen.

Daniel war tüchtig, fleißig, ehrlich, treu und loyal – dass die Beförderung Daniels bei seinen Amtskollegen Neid auslöste mag verständlich sein. Aber was Daniel auszeichnete war seine Treue gegenüber seinen Alltagspflichten. Selbst die Neider, die etwas Negatives an Daniel suchten, fanden keine Verschuldungen und nichts Nachteiliges an ihm.

V.6-10   Der Komplott und die Intrige gegen Daniel (Hass gegen die Gläubigen)

Daniels Treue wird zum Anstoß. Da seine Amtsausführung tadellos war, suchten die anderen Chefminister und Satrapen einen Anklagepunkt. Daniel lebte aus seinem Glauben heraus, der Quelle seines untadeligen Charakters. Nichts konnten sie ihm vorwerfen – doch eines, aber nur eines – nämlich, dass er treu seinem Glauben an Gott folgte. Die Intrige und der Fluch der Feinde Gottes bestanden nun darin, dass der Glaube an Gott kriminalisiert wurde. Durch entsprechende Gesetzesänderungen wurde die Ausübung des Glaubens unter die Todesstrafe gestellt. Das Gesetz von Medern und Persern war eine Kategorie von Gesetzgebung, das nicht wieder zurückgenommen werden konnte – wenn, dann konnte es nur erweitert werden (Esth 8,8ff).

Unbedacht und vielleicht in seiner Ehre geschmeichelt unterzeichnet der König Darius das unwiderrufliche Todesurteil aller Gläubigen. Sicherlich war er sich dessen nicht bewusst – aber die Vorlage des zeitlich begrenzten Gesetzes, war mit schadenfeinigen Gründen beantragt und hatte keinen anderen Grund, als die Gläubigen zu Tode zu bringen.

V.11-19     Daniels Mut zu Gott zu gehen statt zum König

Obwohl Daniel wusste, dass sein Gebet dem Gesetz widersprach, pflegte er weiterhin öffentlich sein Glaubensleben. Statt zum König zu gehen suchte er die Audienz beim König aller Könige. Seine Treue im Gebet gibt uns nicht nur ein großartiges Vorbild für ein kontinuierliches Gebetsleben, sondern auch einen Einblick in seine tiefe und innige Beziehung zu Gott.

Das wichtigste im Leben ließ Daniel sich durch kein Gesetz der Welt verbieten – seine persönliche Begegnung und Stille Zeit mit Gott.

Sein Gebet war gekennzeichnet von

  • …einer bewussten Zweisamkeit mit Gott (im Haus)
  • …einem bestimmten Ort im Haus (Gebetsecke im Obergemach)
  • …einer klaren Ausrichtung nach Jerusalem (zum Heiligtum/Opferstätte/Golgatha)
  • …einem furchtlosen Bekenntnis, er machte kein Geheimnis daraus (offene Fenster)
  • …einer regelmäßigen Gebetszeit (dreimal täglich)
  • …einer ernsthaften Gebetshaltung (kniend)
  • …einer tiefen Dankbarkeit trotz Schwierigkeiten (dankte)
  • …einer ununterbrochenen Treue (wie immer)

Die Festnahme war auf der einen Seite schrecklich, aber irgendwie auch besonders. Daniels Festnahme geschah während des Gebetes und wegen des Gebetes. Hätte er nicht einen Kompromiss eingehen können? Seine Gebete zum stillen Gebet machen, sein Glaubensleben verbergen? Man kann doch an Gott glauben ohne, dass es andere sehen müssen??

Daniel betete, glaubte, vertraute – wohl wissend, dass ihn das Königsgesetz bald treffen wird, dass die Feinde kommen werden, ihn gefangen nehmen und ausliefern werden. Das Obergemach Daniels erinnert an den Garten Gethsemane, wo Jesus unerschrocken in aller Treue den Weg bis zum Kreuzestod ging.

Seinen Blick nach Jerusalem gewandt (Richtung Gottes Tempel und Opferstätte, Gethsemane und Golgatha), ließ Daniel sich gefangen nehmen, wurde vor den König der Welt gezerrt, verhört, verurteilt und dem Tod übergeben.

Wie ein Pilatus (Mt 27,24), so zog sich Darius mit Gewissensbissen in sein Haus zurück, von der Menge hintergangen, den eigenen Gesetzen unterworfen, dem Schicksal und der Fügung Gottes ausgeliefert, erlebt der König der Welt seine Machtlosigkeit.

In der Machtausübung der Könige zeigt sich ihre Schwäche.

In der Schwachheit der Gläubigen zeigt sich die Macht Gottes (2Kor 12,14; 1Pet 4,13-14).

Getröstet und getragen, im Blick auf seinen großen Herrn, geht Daniel in die Löwengrube.V

20-25 Gott bewahrt nicht vor der Löwengrube, aber vor den Löwen

Eine unruhige und angespannte Nacht lag hinter Darius. Gott brachte durch die Not des gläubigen Daniel sogar den ungläubigen König zum beten und fasten. Früh am Morgen, wie die Frauen zum Grab Jesu, begab sich Darius zur Löwengrube. Hat Gott Daniel bewahrt??? Ja, Gott bewahrt seine Treuen, der Engel Gottes war da und hielt den Löwen den Mund verschlossen. Wenn auch der Teufel versucht wie ein Löwe die Gläubigen zu verschlingen, dann widersteht standhaft im Glauben (1Pet 5,8f)!

Daniel erlebte eine wunderbare Rettung und Lebensführung wie in Ps 91,11 beschrieben. Nicht immer erleben Gläubige diese Rettung, denn Gottes Wille kann sowohl die Treue zum Leben und zum Tod beinhalten, als auch das Zeugnis im Leben und im Tod.

Daniel war schnell bereit Gott die Ehre zu geben: Mein Gott…, seinen Engel…

Wie unvorstellbar, dass Gott seinen Engel sandte, nicht allein um den Löwen den Rachen zu stopfen, sondern um seinem Gläubigen Beistand und Trost zu spenden.

Der Herr lässt seine Kinder nicht im Stich und nicht allein – selbst in den tiefsten und dunkelsten Gruben der Welt nicht. Ob es Zisternen sind (Joseph, Jeremia), Höhlen (David), Löwengruben (Daniel), Fischbäuche (Jona) oder Todesgefahren (Hiob, Paulus).

Gott ist ein Gott der mitgeht (Mat 28,20; Ps 138,8).

Gott ist treu – nicht so treu wie Daniel, sondern treuer (2Tim 2,13)

Es mag für uns ungerecht scheinen, dass die Verräter mit Frauen und Kindern verurteilt wurden. Was nach Gottes Gebot (5Mo 24,16) verboten war, weil jeder für seine eigene Sünde bestraft wird, gilt unter den Herrschern der Welt nicht.

Das Gericht, das den unschuldigen Gläubigen treffen sollte, traf die Ankläger der Gläubigen (Obadja 15; Mat 7,2; Jak 2,13). Eine Warnung für jeden, der Intrigen gegen Kinder Gottes schmiedet. Hier wird das Sprichwort aus Spr 26,27: Wer anderen eine Grube gräbt… zur Realität (so ernst nimmt Gott sein Wort, dass Poesie zur Prophetie wird, die sich fast wörtlich erfüllt).

V26-29 Daniels Treue wird belohnt und verherrlicht Gott

Darius greift nun durch. Nachdem er die Verräter rigoros gerichtet hatte, erlässt er einen Befehl für seinen ganzen Herrschaftsbereich, indem er eine Kehrtwende vollzieht.

Wenn der erste Erlass ihn zum Gott erhoben hatte (V. 8-10), so bekennt er nun den Gott der Juden als den wahren und lebendigen Gott an (V.26-28).

Hier erlebt Darius dasselbe wie schon Nebukadnezar – das Volk der Juden ist Gottes Volk!

Gott verherrlicht sich an und durch sein Volk. Gott setzt es zum Zeugnis durch Leid und Tod aber auch durch Bewahrung und Rettung.

Bedenken wir! Daniel war bereits 80 Jahre alt und seine Glaubens- und Gebetstreue hatte trotz seines Alters keine Schwächeerscheinungen.

Von nun an ging es aber nicht nur Daniel gut – sondern Daniels Gebete spielten auch für sein eigenes Volk eine wichtige Rolle. Neben Noah und Hiob war sein Gebetsleben unter seinem Volk durch die Propheten bekannt. Gott selbst hatte es erwähnt und seinen Bitten größte Aufmerksamkeit geschenkt (Hes 14,14.20).

Vielleicht waren es auch Daniels Gebete, die er dreimal täglich in Richtung Jerusalem verrichtete, die Gott dazu gebraucht hatte, den König Kyros bereitwillig zu machen, die Prophetie Jeremias (Jer 25,11-12 u. Dan 9,1-2) zu erfüllen.

Was Daniel treu und täglich im Willen Gottes (Wort Gottes) erbat, sollte Wirklichkeit werden. Die Rückkehr der Juden aus der babylonischen Gefangenschaft und der Wiederaufbau des Temples in Jerusalem.

  1. Verstehen, worum es geht

2.1 Hinweise für hermeneutische Überlegungen (Auslegung)

Daniel 6 gibt einen weiteren Einblick in die bösen Machenschaften und Intrigen, die Menschen gegen Gläubige schmieden können. Immer wieder offenbart Gott den Hass, der sich gegen die Auserwählten Gottes richtet, indem Feinde Gottes seine Gläubigen anklagen, verraten, anschwärzen und dabei keinen Skrupel haben diese Gläubigen bis zum Tod zu verfolgen.

In der Geschichte Israels finden wir ebenso immer wieder diesen Hass gegenüber jüdischen Menschen, den Gott aber nie ungestraft gelassen hat.

Wer sich an Gottes Auserwählten vergreift, ihnen flucht, verfällt ins selbe Gericht.

1Mo 12,3       …und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; …

Dies hat sich in der Geschichte immer wieder bestätigt. Wo Menschen dem Volk Gottes geflucht haben und es zu Tode bringen wollte – fielen später in dasselbe Gericht ihres eigenen Fluches.

  • Pharao, der alle männlichen hebräischen Nachkommen töten und im Nil ertränken wollte (2Mo 1), erlebte selbst den Untergang mit seiner männlichen Heeresmacht in den Fluten des Meeres (2Mo 15).
  • Haman der den Galgen für Mardochai aufrichten ließ, wurde selbst daran erhängt (Est 7,9-10).

2.2 Hinweise für situative Überlegungen (Predigtanlass)

Sonnenschein und Ferienzeiten, Koffer packen und verreisen…so heißt es in einem Kinderlied. Viele haben sich aufgemacht um ins Ausland zu fahren, schöne Ferien zu verbringen, mal nichts zu tun, keine Verpflichtungen im Nacken zu haben und einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Urlaub ist eine wirklich tolle Sache und ein besonderes Vorrecht – aber wie sieht es mit unserem Glaubensleben aus!

Machen wir auch Urlaub von Gott, der Bibel, dem Gebet? Glaubenstreue kennt keinen Urlaub. Vorbildlich lernen wir einen Mann kennen, der in seinem Gebetsleben eine Treue und Kontinuität praktizierte, wie sie uns kein zweites Mal in der Bibel von einem Menschen beschrieben wird. Daniel – ein Mann des Gebets mit einer vorbildlichen Gebetstreue.

2.3 Hinweise für homiletische Überlegungen (Anwendung)

Treue zur Alltagspflicht

Christsein bedeutet in der Gesellschaft auch positiv aufzufallen, weil wir in der Redlichkeit, Ehrlichkeit und Treue anderen voraus sind. Weil in uns ein anderer Geist regiert, der sich von der Welt unterscheidet (Joh 14,17; 1Kor 2,16).

Die Treue zum Glauben

Länder in denen allein der Besitz einer Bibel oder der Besuch eines Gottesdienstes ein Strafbestand ist gibt es immer mehr. Diese und andere Situationen können eine Glaubenstreue bis zum Tod einschließen (Mt 10,22; Joh 12,25; Off 2,10). Dabei sollte uns bewusst sein, dass nicht jeder treue Gläubige so eine Rettung auf so wunderbare Weise erlebt wie Daniel oder seine Freunde. Gott bewahrt nicht immer vor Leid, Krankheit und Tod oder Mord. Gerade die treuen Gläubigen werden zu Märtyrern und Zeugen des Glaubens (Heb.11).

Wir leben noch in einer Gesellschaft mit Religionsfreiheit. Aber vermehrt gibt es Christen die eine Abneigung erleben und von Menschen gemobbt werden, 3ie als Christen weniger Karrierechancen haben, weil der Ehrliche der Dumme ist.

Treue zum Gebet

Daniels Kraft, Ruhe und Gelassenheit, trotz der Intrigen und Machenschaften, schöpfte er aus seiner engen und regelmäßigen Beziehung zu Gott. Manche Angst und Sorge würde weichen, wenn wir mehr ins Gebet fliehen (Mat 6,25f; Phil 4,6; 1Pet 5,7).

Daraus schenkt der Herr die Kraft ein heiliges und Gott wohlgefälliges Leben zu leben – gerade auch in einem ungläubigen oder gottlosen Umfeld (1Thes 5,15-18; Jud 1,20).

Daniel zum Vorbild nehmen bedeutet beten!

Treu beten! Treu und laut beten! Treu, laut und regelmäßig beten! Treu, laut, regelmäßig und mehrmals am Tag beten!

Treue wird belohnt: Jak 1,12; 1Pet 1,6-7; 1Pet 5,4; Off 3,11.

  1. Sagen, wo es hingeht

3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?

Wir sollen durch Gottes Geist und Gebet unseren Glauben aufrichtig leben, Vorbilder in der Gesellschaft sein, uns von der Masse durch Treue, Fleiß und Tugend abheben.

Wie Daniel stehen wir in einer Gesellschaft, die vom christlichen Glauben entfremdet ist und in der der Glaube an den EINEN Gott zum Anstoß wird.

Wo der christliche Glaube durch böswillige Gesetzgebung kriminalisiert wird, kommt es zur Treueprüfung des Glaubens.

Meine innigste Beziehung zu Jesus ist das Wichtigste im Leben – kein Gesetz der Welt kann sie uns nehmen noch verbieten. Nichts kann uns von seiner Liebe trennen.

Röm 8,38-39     Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

3.2 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?

Treue ist eine Tugend die heute vielen verloren geht. Sie wird kaum gefördert noch gefordert – wer etwas anfängt (Aufgabe, Musikinstrument, Sportart, Hobby) hört schnell wieder auf, wenn es zu schwer wird.

Treue bedeutet auch mal durchbeißen und durchhalten, fest und sicher sein, sowohl in Ehe, Beruf, Gemeinde und vor allem in der Beziehung zu Jesus.

Treue lohnt sich auch wenn es an die Grenzen unserer verstandesgemäßen Belastbarkeit geht. Daniel ist ein Vorbild für Glaubenstreue. Wir lernen von ihm, dass es sich lohnt am Glauben bis zum Ende festzuhalten.

  • Wirst du als Christ im Alltag als pflichtbewusst, treu und ehrlich wahrgenommen?
  • Wo erlebe ich Anfechtungen auf Grund meines Glaubens an Jesus?
  • Wie können wir am Vertrauen in Gott festhalten auch dann, wenn Gott die Bitte um Bewahrung nicht erhört und Leid oder Tod zulässt?
  • Welche Rolle spielt das Gebet in meinem Leben?

3.3 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?

Mut zur (Gebets-) Treue

  • Ganz treu in der Alltagspflicht
  • Ganz treu in der Gottesbeziehung
  • Ganz treu im Vertrauen

Gott bewahrt nicht vor der Löwengrube, aber vor den Löwen

  1. Treue wird von Guten und Bösen beneidet
  2. Treue wird hart geprüft
  3. Treue wird am Ende groß belohnt

Nach Warren W. Wiersbe

  1. Rechtschaffenheit kontra Bestechlichkeit 6,1-4
  2. Glaube kontra Intrigen 6,5-11
  3. Gottes Macht kontra menschliche Autorität 6,11-23
  4. Gottes Herrlichkeit kontra menschliche Schande 6,24-29

3.4 Predigtveranschaulichungen – wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?

Kinderlied: Sonnenschein und Ferienzeiten

Sonnenschein und Ferienzeiten, [Refrain]

Koffer packen und verreisen, freut euch mit, es ist so weit: Wir haben freie Zeit, Hey!

Sonnenschein und Ferienzeiten,

Jesus will den Weg uns leiten. Er will auch in dieser Zeit der beste Freund uns sein.

https://www.scm-haenssler.de/sonnenschein-und-ferienzeiten-142696.html

Zitate:

Christi Verheißung gilt denen, die am kleinen Platz ganze Treue üben.

Friedrich von Bodelschwingh

Wir werden nicht belohnt werden für unsere Leistung, sondern für unsere Treue.

Corrie ten Boom

 

Klaus Eberwein