Jahresthema: Ich war fremd
Predigtthema: Gottes Bewahrung trotz zerstörter Biographie
Predigttext: 2. Mose 2, 11 – 25
Verfasser: Günther Baumgärtner
Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!
1. Sehen, was dasteht
Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).
1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext
Hilfreiches Basiswissen findet sich z. B. in „Das Alte Testament“ erklärt und ausgelegt von John Walvoord und Roy Zuck (Hänssler-Verlag)
Und natürlich in diversen Studienbibeln, von denen man als Verkündiger verschiedene haben sollte.
1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes
* Wuppertaler Studienbibel
2. Gedanken zum Text
Über die Jahre die Mose bei seinen Eltern verbrachte wird so gut wie nichts berichtet. Dennoch war dies sicherlich eine wichtige, entscheidende und prägende Zeit in der seine Eltern ihm viel mit auf den Weg geben konnten. Wie muss den Mose gerade seine eigene Lebensgeschichte geprägt haben.
Nun hatte auch das Königshaus in Ägypten seinen Beitrag zu leisten (Apg. 7,22), damit der zukünftige Führer des Volkes Israel für seine Aufgabe vorbereitet wird und sich der Plan Gottes erfüllt.
Eine gewaltige Umstellung erlebte Mose nun in Ägypten, doch sicherlich haben ihn die Gebete der Eltern begleitet. Zwei Wege lagen nun vor Mose: Israel oder Ägypten. Karriere oder Nachfolge Christi (Hebr. 11,24-26). Mose hat seine Entscheidung getroffen. Doch es gab bei Mose noch manch Eigenes, viel Naturkraft, die Gott so nicht gebrauchen konnte. In V.12 kommt es zum Zwischenfall. Mose war sein Volk nicht egal, er litt unter der Situation, er wollte helfen, er meinte es sicherlich gut, doch es war nicht Gottes Weg, es war der Weg der Selbsthilfe (Sacharja 4,6). (Beispiele zur Veranschaulichung suchen)
V.12: Wer warten muss mit seinem Tun, bis es kein Mensch sieht (heimliches Tun), beweißt damit, dass er noch mehr oder weniger Gemeinschaft hat mit der Finsternis. Der Glaube aber hat nichts zu tun mit der Finsternis sondern er liebt das Licht. Wer im Licht lebt kann offen handeln und tun.
Für Mose bleibt keine andere Wahl als in die Wüste zu fliehen. Von der Höhe in die Tiefe. Nach der Hochschule Ägyptens folgt nun die Hochschule Gottes in der Wüste. Die 40 Jahre in der Wüste waren keine vergeudeten Jahre sondern Vorbereitung für seine eigentliche Aufgabe. Mose wurde in der Wüste entleert, damit ihn Gott für seine eigentliche Aufgabe füllen konnte. Mose ist für seine Aufgabe gereift. In der Zwischenzeit hat das Volk Israel in ihrer Not zu Gott geschrien und Gott hat das schreien seines Volkes gehört und gedachte seines Bundes (Beispiele zur Veranschaulichung suchen).
Während das Volk zu Gott schreit, bereitet Gott schon den Mose vor um das Volk Israel heraus zu führen (Jes.65,24). Gott hat seinen Bund nicht vergessen, sondern er erfüllt ihn, denn Gott ist treu und steht zu seinem Wort. (Beispiele zur Veranschaulichung suchen).
3) Gliederung
1) Zu Hause geprägt
2) Am Hofe gelehrt
3) In der Wüste entleert