Monatsthema: Kurs halten in stürmischen Zeiten
Predigtthema: Auf Kurs bleiben – trotz Widerstand
Bibelstelle: Apostelgeschichte 18, 1-17
Verfasser: Thomas Richter
Ein Predigttipp enthält Hilfestellungen für die Verkündigung und ersetzt deshalb nicht das eigenständige Erarbeiten des Bibeltextes und das Studieren von Bibelkommentaren.
1. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG
Die Sommermonate über (Juni-August) hören wir miteinander auf das Wort Gottes aus der Apg 18-23. Unser Thema wird sein: „Kurs halten in stürmischer Zeit“. Wir wollen entdecken wie sich das Evangelium auf der einen Seite trotz viel Gegenwehr ausbreitet und wie die Gemeinde trotz viel Widerstande nach dem Evangelium lebt. Eine Situation, die der unseren an vielen Stellen vergleichbar ist und wir uns auch fragen müssen: Wie können wir den Kurs Jesu beibehalten? Als erstes gilt es zu entdecken, dass trotz allem Widerstand (= Predigtthema) unser Herr mit keiner Situation überfordert ist. Was wir vordergründig sehen, und was im Verborgenen geschieht sind zwei ganz verschiedene Welten. Zur Führung Gottes haben wir aber nur im Glauben Zugang und nicht im Schauen (beachte: 2Kor 5,7 – vgl. hierzu Apg 18,9-11 mit 18,12-17).
„In Apg 18 wird uns erzählt, wie es Paulus in Korinth erging. Nach schweren Auseinandersetzungen zieht er in das Haus des Titius Justus um. Es ist eine äußerst lebhafte Szene: hier Streit und Kampf, dort aber Menschen, die zum Glauben kommen und sich taufen lassen. Wiederum ergeht die göttliche Vision in der Anfechtung. In diesem Bericht begegnet uns Paulus in dreifacher Weise.
* Paulus begegnet uns als Zeitgenosse, der an unterschiedlichen Orten seine Gesprächsbereitschaft und Gesprächsfähigkeit beweist: Mit den Athener Philosophen vermag er ebenso zu reden wie mit den Geschäftsleuten von Ephesus und den vom modernen Lifestyle geprägten Bewohnern der Hafenstadt Korinth. Er versteht es, das Evangelium in die neue Gesprächssituation einzupassen, ohne es anzupassen. Er ist Zeitgenosse.
* Paulus begegnet uns als Zeltmacher. Er ist also ein Apostel, der seine Brötchen nicht durch das Predigen verdient. Als Zeltmacher lebt er von seinem Handwerk. Als Zeltmacher kauft er Material von armen Händlern und verkauft seine Produkte an die etwas Reicheren. Paulus ist nicht Berufschrist, sondern Christ im Beruf. Und die ganz normalen Kontakte seines Berufes bringen ihn mit vielen Menschen ins Gespräch. Ich halte das immer noch für das eigentlich angemessene Modell: Wir brauchen Christen im Beruf mehr als Berufschristen. […]. Zwei Anmerkungen dazu: Zum einen wird es in Zukunft mehr denn je darauf ankommen, dass die Hauptamtlichen, die es noch geben wird, alles daran setzen, die Ehrenamtlichen zu stärken, zu schulen, zu begleiten, zu selbständigem Dienst anzuleiten. Zum anderen halte ich es auch für wahrscheinlich, dass wir zunehmend theologisch ausgebildete Christen haben, die ihren Lebensunterhalt anders als durch gemeindliche Alimentierung verdienen.
* Paulus begegnet uns drittens als Zeuge. Das ist der entscheidende Punkt in diesem Kapitel. ‚Fürchte dich nicht‘, sagt der Herr in der Nacht zu Paulus, ’sondern rede und schweige nicht! Denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden; denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt‘.“ (nach Prof. Michael Herbst).
2. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN
Hilfen zur Auslegung und Anwendung bieten z.B.
* Werner de Boor. Die Apostelgeschichte. Wuppertaler Studienbibel. 7. Aufl. Wuppertal: R. Brockhaus, 1980. S. 324-332.
* James Anderson. Apostelgeschichte – Was die Bibel lehrt Bd. 5. Dillenburg: Christliche Verlagsgesellschaft, 1996. S. 257-264.
* Heinz-Werner Neudorfer. Apostelgeschichte 2.Teil. Edition C-Bibelkommentar Bd. 9. Neuhausen: Hänssler, 1990. S. 169-178.
Zur Vorbereitung der Predigt empfehlen wir das Anhören (im Sinne von Apg 17,11b) der textbezogenen Predigt mit praktischen Anwendungen von Wolfgang Nestvogel mit dem Titel „Gnade für Korinth“ (Predigt vom 15.11.2009 unter http://begh.podspot.de/?page=7).
Hintergrundinformationen zu unserem Text können wir dem 1Kor entnehmen:
* Vgl. V. 2f mit Röm 16,3f (Aquila + Priszilla zeigen große Mobilität – bringen vollen Einsatz und haben ein offenes Haus)
* Vgl. V. 4f mit 1Kor 2,1-5 (Verkündigung beinhaltet: miteinander reden [dialegomai] – eindringlich reden [peitho = überreden / überzeugen] – persönlich reden [diamartyromai = Zeugnis ablegen / bezeugen])
* Vgl. V. 6 mit 1Kor 4,1f
* Vgl. V. 8b mit 1Kor 1,26-31 und mit Apg 18,11+18a
* Vgl. V. 12-17 mit 1Kor 4,3-5
Die nachfolgenden Text- und Predigtanmerkungen stammen aus Alfred Christlieb. Der Apostel Paulus. Herausgegeben von Arno Pagel. 7. Aufl. Lahr: VLM, 1996. S. 209-228.
„Wann reiste Paulus von Athen ab? Unser Text antwortet: ‚Danach‘, d.h. nach den zuvor genannten Ereignissen, nach seiner Rede auf dem Areopag, nach der Gewinnung etlicher Seelen für den Heiland. Erst war auch in dieser Stadt, trotz ihrer besonderen Schwierigkeiten, ein Werk geschehen, das für die Ewigkeit Bestand hatte. Erst war ein Segen entstanden, den keine Höllenmacht zerstören konnte. Dann reiste er ab […].
Wie reiste Paulus ab? Die Art seiner Abreise von Athen unterschied sich wesentlich von den vorhergehenden Abreisen. Von den drei letzten Missionsstationen war Paulus mehr oder weniger dem Druck einer Verfolgung gewichen. In Philippi bat ihn die Behörde, die Stadt zu verlassen (16,39). In Thessalonich und Beröa ‚fertigten ihn die Brüder ab‘ (17,10+14). Er muss sich dort durch die Flucht weiteren Schwierigkeiten und Gefahren entziehen. Hier in Athen aber war es zum ersten Mal wieder eine Abreise, wo er nicht gedrängt wurde und fliehen musste, sondern nach eigener Entschließung gehen konnte. Wie freundlich verteilt doch der Herr die Lasten und Erquickungen im Leben seiner Knechte. Hier in Athen gab es, soweit wir sehen, weniger Erfolg, dafür aber eine leichtere und ungehinderte Abreise. So wird Gott auch in unserem Leben Erleichterungen und Lasten recht zu verteilen wissen.
Wohin reiste Paulus ab? ‚Er kam gen Korinth‘, wo neue Arbeit seiner wartete. Es ging bei ihm von einer Segenswirksamkeit in die andere. Er kaufte seine Erdenzeit gut aus“ (Christlieb, Apostel Paulus, S. 209f).
A) Trotz Widerstand – auf Jesus hinweisen (V. 1-6)!
V. 2: „In Korinth angekommen, durfte Paulus bald erfahren, dass Gott seinen Weg daselbst bahnte. Er fand das richtige Haus, in dem er wohnen (V. 2), die richtige Arbeit, mit der er sich ernähren (V. 3), und die richtige Gemeinschaft, an der er sich erquicken durfte (V. 5). Wir bleiben zuerst bei dem Haus stehen, in das er einkehrte. ‚Er fand einen Juden mit Namen Aquila‘. Ein Blick in die Lebensgeschichte dieses Mannes ist sehr lehrreich. Er war Zeltweber (Luther: ‚Teppichmacher‘) in Rom. Wie er damals als Geschäftsmann innerlich stand, wissen wir nicht. Aber ein anderes wissen wir: Mitten im Geschäftsleben traf ihn plötzlich ein harter Schlag, nämlich der kaiserliche Ausweisungsbefehl, der alle Juden aus Rom vertrieb. Wie manchen Seufzer mag dieser Befehl dem Aquila und seiner Frau Priscilla ausgepresst haben! Gerade jetzt, wo sich eine Anzahl von Landsleuten in der Hauptstadt zusammengefunden hatten! Gerade jetzt, wo sie in diesem Beruf hier ihr Auskommen und ihren guten Verdienst zu finden hofften! Jetzt sollen sie plötzlich alles verlassen und auswandern! Beide werden die niederschmetternde Stunde, in der dieser Befehl ankam, niemals im Leben vergessen haben. Aber still! Gerade durch diesen schweren Schlag kamen sie nach Korinth und wurden mit Paulus zusammengeführt! Gerade auf diesem Weg wurde ihr Leben besonders gesegnet und für die Ewigkeit fruchtbar. Es kam die Stunde, wo sie Gott danken konnten für jenen schrecklichen Befehl des Kaisers in Rom. Was sagt uns dies? Über dem Kaiser, über allen freundlichen oder feindlichen Menschen steht Gott, der alles zu seinem herrlichen Ziel lenkt, zum Besten seiner Auserwählten. Ihm lasst uns trauen, auch wenn in unser Leben Stunden hereinbrechen, wo alle Pläne vernichtet am Boden liegen und wir ganz zerschmettert dastehen (Ps 4,4; 42,6; Hebr 10,35)“ (Christlieb, Apostel Paulus, S. 210f).
V. 3: „Es gibt Leute, die lieber in öffentlichen Versammlungen andere ermahnen, als daheim im eigenen Haus das Christentum vorleben. Paulus gehörte nicht zu diesen. Er predigte nicht nur auf dem Areopag vor großer Volksmenge in gewaltiger Rede, sondern wurde auch im Hause, wo man ihn im Alltagsleben und in der Handwerksschürze beobachtete, zum reichen Segen. Das sehen wir in Korinth. Hier wurde er nicht nur allerlei Leuten dieser Stadt, sondern vor allen Dingen seinen Hausgenossen zum reichen Segen. Gerade bei ihnen ließ er eine Segensspur zurück, die sich weithin fortsetzte. Aquila und Priscilla, bei denen Paulus einkehrte und arbeitete, wurden gläubige Christen. Ob dies früher oder später geschah, wissen wir nicht. Aber ihr Leben beweist, dass sie die köstliche Perle fanden, die sie für allen Verlust der Vergangenheit tausendfach entschädigte. Ein enges Freundschaftsband verbindet sie fortan mit Paulus. Sie begleiten ihn nach Ephesus. Dort werden die durch Paulus Gesegneten wieder einem anderen zum Segen, nämlich Apollos. Und dieser durch Aquila und Priscilla gesegnete Paulus wurde wiederum Scharen anderer Menschen zum Segen, indem er in Achaja mit seinen Gaben diente. Wie wichtig kann eine einzelne Segensspur sein, die sich fortsetzt bis in die Ewigkeit! Man sage ja nicht, dass der Segen, den ein stiller Wandel im Hause nach sich zieht, geringer anzuschlagen sei als der einer öffentlichen Wirksamkeit. Die Ewigkeit mag einst das Gegenteil offenbar werden lassen!
Die Arbeit am Handwerk schadet der Würde des Apostels nicht: Wir wollen heute Paulus in der Handwerksstube besuchen. Wir schauen ihn an, wie er sein tägliches Brot mit seiner Hände Arbeit verdient. Fürs erste will uns dieser Anblick stutzig machen. Wir sind versucht zu meinen, eine solche Beschäftigung passe nicht zu dem großen Gottesmann. Die Würde eines Apostels und die Handwerkerschürze scheinen nicht recht vereinbar zu sein. Aber wie ist es denn in Wahrheit? Hängt etwa die apostolische Würde irgendwie an äußerer Kleidung und Beschäftigung? Wir sagen: Nein! Es kann jemand äußerlich in Dreck und Schmutz arbeiten und dabei vor Gott stehen und wandeln. Ein anderer kann in feierlichem Amtskleid einhergehen und dabei stolz oder geizig gesinnt sein. In solchem Fall ist ersterer viel würdiger, ein Zeuge Christi zu sein als letzterer. Nicht die Arbeit entwürdigt, sondern nur die Sünde. Lasst uns niemals denken, dass die Würde eines Gottesknechtes von solch äußeren Dingen abhinge. Der Anblick des Zelte-machenden Paulus soll uns von diesem Irrtum befreien (Am 7,14f)“ (Christlieb, Apostel Paulus, S. 211f).
V. 4f: „Lasst uns beachten, wo, wie und wen Paulus in Korinth lehrte.
* Der Ort seiner Lehrtätigkeit ist wieder die Synagoge (Schule). Seine üblen Erfahrungen mit diesem Platz hatten sich in der vergangenen Zeit mannigfach vermehrt (17,1.5.13). Aber seine Liebe blieb unverändert, seine Geduld ließ nicht nach, da zu wirken, wo er seine Brüder nach dem Fleisch am besten erreichen konnte. Er bleibt uns auch darin vorbildlich (Spr 24,29).
* Die Art seiner Belehrung war keine trockene, kalt lassende. Es war ein ‚Belehren und Überreden‘ (Luther: ‚Bereden‘). Die Zuhörer merkten unter den Worten des Paulus bald, dass ihnen eine heilige, göttliche Überredungsmacht nahetrat (Jer 20,7;Apg 26,28). Gottes Wort und Gottes Geist wirkten überzeugend, und solche Überzeugung lässt nicht gleichgültig, sondern treibt zur Entscheidung für oder gegen Christus. Auch heute noch verbindet die rechte Wortverkündigung ein „Belehren und ein Überreden“. Beim Belehren allein würde einseitig Kopf und Verstand gefüllt werden. Beim Überreden allein ohne Belehrung würde die Grundlage fehlen und keine Kraft gegeben sein, den göttlichen Weg zu gehen.
* An wen wandte sich die Belehrung des Paulus? Sie wandte sich an alle, an ‚Juden und Griechen‘. Wie er keinen einzigen Feiertag vorübergehen ließ, wo er nicht Christus verkündigte (‚auf alle Sabbate‘), so wollte er auch keine einzige Seele ohne dieses Gotteswort lassen. Jene falsche Engherzigkeit, nach der sich der Ruf zum Gottesreich nur an die Nachkommen Abrahams wenden sollte, war von ihm längst abgetan. Sein Herz war weit und wollte jeden Volksstamm, Juden wie auch Griechen, mit Jesus bekanntmachen.
Welch ein herrliches Ding ist es doch um ein lebendiges Zeugnis vor der Gemeinde. Unser Text zeigt uns die Quelle, den Inhalt und ein wichtiges Beförderungsmittel solchen Zeugendienstes.
* Woher stammt der heilige Zeugendrang des Paulus? Etwa aus seiner natürlichen Begabung? Oder aus seiner Gelehrsamkeit? Keines soll verachtet werden. Aber die wahre Quelle eines durchschlagenden Zeugnisses ist eine andere. Gottes Geist war es, der Paulus zum Zeugen drängte (‚drang Paulus der Geist‘). Nur der, welcher diese Quelle kennenlernt, wird Gottes Wort im rechten Segen verkündigen können (vgl. 1,8).
* Welches war der Inhalt seines Zeugnisses? Paulus war sicherlich kein einseitiger Mann. Er kannte die Tiefe und die Mannigfaltigkeit der Schrift wie kaum ein anderer. Er verhehlte auch seinen Zuhörern nichts, was da nützlich ist (20, 20). Und doch hatte sein Zeugnis nur einen Inhalt: ‚Er bezeugte Jesus, dass er der Christus sei‘. So war es bei seinem ersten Auftreten in Damaskus: ‚Alsbald predigte er Christus‘ (9,20). So hörte man ihn in Jerusalem: ‚Er predigte den Namen des Herrn Jesu frei‘ (9, 28). So war und blieb es bei ihm, ob er in seiner Heimat oder in anderen Ländern, ob er vor Juden oder Heiden Gottes Wort verkündigte (13,39; 16,31; 17,3; 19,4). Der rechte Zeugendienst hat auch heute noch diesen Inhalt, den er damals hatte bei Paulus.
* Wie wird der heilige Zeugendrang befördert? Gewiss gibt es manche Beförderungsmittel hierfür, vor allem das anhaltende Gebet (14,23), das rechte Forschen im Wort Gottes (1Tim 4,13), die Trübsal (2Kor 1,4) und dergleichen mehr. Aber lasst uns jetzt auf ein wichtiges Mittel achten, das unser Text zeigt! Das Wiederzusammentreffen mit Silas und Timotheus füllt Paulus mit neuem Feuer, neuer Kraft und Freudigkeit, weiter zu wirken im heiligen Zeugendienst. Was mögen das für köstliche Stunden gewesen sein, in denen diese beiden Mitarbeiter dem Paulus von dem Fortgang der Arbeit in Beröa usw. erzählten. Das stärkte den Apostel. Diese Erquickung einer von Gott geschenkten Gemeinschaft mit solchen Männern tat ihm wohl und belebte seine Arbeit. Wir merken es auch aus seiner eigenen Erzählung (1Thess 3,1-8), wie erfrischend solches Zusammentreffen mit all den Nachrichten auf seinen ganzen Dienst wirkte. Lasst uns auch dieses Mittel nie gering anschlagen, sondern dankbar benutzen, wo Gott es uns gibt“ (Christlieb, Apostel Paulus, S. 214-217).
V. 6: „Durch die ausbrechende Feindschaft genötigt, verließ Paulus die Synagoge zu Korinth, um in einem benachbarten Haus seine Missionsarbeit fortzusetzen. Beim Scheiden konnte er sagen, dass er rein (nämlich rein von Schuld und Verantwortung) von ihnen gehe. Nicht jeder der sich irgendwo trennt und lossagt, darf ihm diese Worte nachsprechen. Es gibt Trennungen, durch die ein Mensch große Schuld und Verantwortung auf sich lädt, weil er unnötige Zerrissenheit vermehrt und nachteilige Folgen für den Fortgang des Reiches Gottes verursacht.
Warum war diese Trennung rein und Gott wohlgefällig?
* Weil sie mit dem Wort Gottes übereinstimmte. Jesus hatte seinen Jüngern bei der Aussendung geboten: ‚Wo euch jemand nicht anhören noch eure Rede hören wird, so gehet heraus und schüttelt den Staub von euren Füßen‘ (als Zeichen der völligen Trennung, wo man auch das letzte Stäubchen des betreffenden Ortes von sich abtut. Mt 10,14; Lk 10,10f). Dieser Fall lag hier vor. Paulus handelte ganz in dem Sinn jener Worte Jesu.
* Die Verhältnisse zwangen Paulus zu dieser Trennung. Es war ihm durch das Lästern der Feinde völlig unmöglich gemacht worden, das Evangelium noch weiter in der Synagoge zu verkündigen. Für ihn selbst, für erweckte Seelen und auch für seine Gegner hätte ein längeres Bleiben nur böse Folgen haben können. Es wäre dadurch nur Streit und Widerwärtigkeit vermehrt worden. Als stilles Friedenskind ging er lieber weg.
* Die späteren Folgen bestätigen die Richtigkeit seiner Trennung. Während durch falsche Trennungen der Segen gehindert zu werden pflegt oder gar völlig aufhört, wuchs und vermehrte er sich hier reichlich.
Wenn jemand vor der Frage steht, ob er sich trennen oder lossagen solle, so prüfe er doch sorgfältig, ob die biblischen Voraussetzungen zu einer Trennung so vorhanden sind, wie dies hier bei Paulus der Fall war“ (Christlieb, Apostel Paulus, S. 217f).
B) Im Widerstand – auf Jesus hören (V. 7-11)!
V. 7f: „Nach mancherlei Schwierigkeiten durfte Paulus in Korinth die große Freude erleben, dass der Synagogenvorsteher Krispus zum Glauben an Jesus gelangte. Es ist immer eine Freude für Jünger Jesu, wenn ein neues Glied hinzukommt zum Volk Gottes (‚Krispus glaubte‘). Es ist eine zweifache Freude, wenn ein Mann von besonders wichtiger und einflussreicher Stellung für den Herrn gewonnen wird. (‚Krispus, der Oberste der Schule, glaubte‘). Am höchsten wird diese Freude sein. wenn ein solcher Mensch mit seiner ganzen Familie ein Eigentum Jesu wird (‚Krispus glaubte mit seinem ganzen Hause‘). Diese dreifache Freude wurde dem Paulus und seinen Mitarbeitern durch die Bekehrung des Krispus geschenkt. Welch einen Eindruck muss doch dieses Ereignis damals auf die Juden von Korinth gemacht haben! Lasst uns einmal an die Wirkung denken, die von dem Anblick des Krispushauses ausging.
* Die widerstrebenden und lästernden Feinde des Evangeliums (V. 6) werden dadurch in gesteigerte Wut und vermehrten Hass geraten sein, als sie sahen, wie diese „gefährliche Sekte“ sogar unter ihren eigenen Führern Boden gewann.
* Paulus selbst und seine Gesinnungsgenossen werden durch den gleichen Anblick inmitten ihrer Kämpfe und Anfeindungen mächtig gestärkt worden sein. Wie wichtig dem Paulus die Gewinnung des Krispus gewesen ist, beweist schon die Tatsache, dass er die Taufhandlung persönlich an ihm vollzog, was er sonst nicht zu tun pflegte (1Kor 1,14).
* Die Schwankenden, die von der Wahrheit innerlich überzeugt waren, konnten durch dies Beispiel kräftig angespornt werden und Mut bekommen, voll und ganz auf die Seite Jesu zu treten. Gott erwecke sich an diesen und jenen Orten noch manchen Krispus, der mit seiner ganzen Familie gläubig wird (16,34; Jes 24,16)“ (Christlieb, Apostel Paulus, S. 219f).
V. 9f:
„a) Die Siegesmacht: Das Leben des Paulus zeigt uns je und dann besondere Erquickungsstationen, wo Gott seinen Knecht mitten in dem vielen Leid, das er zu dulden hatte (9,16) , neu stärkte (23,11; 27,23). Eine solche Erquickungsstation war auch das Nachtgesicht in Korinth. Hier sehen wir, wie Gott den Apostel in den ihn umringenden Anfeindungen (Vers 6) und Schwierigkeiten auf Siegesboden stellte. Er verlieh ihm zuerst eine Siegesmacht. Sie bestand in den Worten: ‚Ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden‘. Das Wort: ‚Ich bin mit dir‘, hat je und dann den Knechten Gottes eine entscheidende Macht verliehen. Als Mose vor den König Pharao treten sollte, um eine höchst unangenehme Forderung an ihn zu richten, gab ihm das Wort: ‚Ich will mit dir sein‘, die Kraft zur Ausrichtung dieser Aufgabe (2Mose 3,12; 4,12). Als Gideon mit seinen dreihundert Mann gegen die unzählbare midianitische Armee kämpfen sollte, da war es wiederum dasselbe Wort, das ihn auf Siegesboden stellte (‚Ich will mit dir sein, dass du die Midianiter schlagen sollst wie einen einzelnen Mann‘; Ri 6,16). Das Wörtlein: ‚Ich will mit dir sein‘, gibt überall den Ausschlag. Wenn der Herr mit David ist, so kann weder ein kampfgeübter Goliath, noch ein eifersüchtiger Saul, noch sonst ein Feind irgendetwas gegen ihn machen (Ps 118,6-9; Hebr 13,6). Wenn der Herr mit Jakob ist, so kann weder Labans Zorn, noch Esaus Rachsucht ihm schaden (1Mose 31,3). Wenn der Herr zu Josua sagt: ‚Wie ich mit Mose gewesen bin, also will ich auch mit dir sein‘ (Jos 1,5; vgl. 11,17), so kann kein Feind vor ihm stehen und keine Festung ihn aufhalten. So war es auch bei Paulus in Korinth. Gewiss waren hier die Hindernisse und Schwierigkeiten durch seine eigene Schwachheit (1Kor 2,3), durch die Sünden der dortigen Großstadt (1Kor 6,9-11) und durch den Hass der feindlichen Juden besonders groß (V. 6). Aber wenn Gott mit einem Menschen ist, so kann er auf dem schwierigsten Arbeitsfeld getrost wirken.
b) Das Siegesmittel: Vor vielen Jahren gingen einige Brüder des Siegerlandes im Auftrag des Reisepredigervereins in einen damals noch ganz toten Landstrich jenes Kreises, den sogenannten ‚Freien Grund‘. Sie versuchten, eine Versammlung abzuhalten, kamen aber wieder mit dem Bescheid: Der ‚Freie Grund‘ ist wie Jericho bis an den Himmel vermauert. Die Antwort eines alten Bruders lautete: ‚Nun, dann soll auch das Rezept von Jericho da verschrieben werden. Wir müssen die Posaunen des Evangeliums dort blasen‘. Jenes Rezept hat geholfen. Der ‚Freie Grund‘ wurde ein besonders gesegnetes Ackerfeld. Das von jenem Bruder empfohlene Kampfmittel ist auch dasjenige unseres Textes. Korinth glich einer nicht einzunehmenden Festung. Hier halfen fleischliche Waffen gar nichts. Hohe Beredsamkeit, glänzende Gaben, alle Gelehrsamkeit der Welt scheitern an den Bollwerken der Finsternis, die solche Festungen stark machen. Nur eins hilft: In göttlichem Auftrag reden (‚Der Herr sprach: Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht‘). Das Wort Gottes ist der Schleuderstein für den Goliath der Gottesfeindschaft. Dies ist das Siegesmittel, das Gott dem Paulus in die Hand gab (‚Er saß daselbst und lehrte sie das Wort Gottes‘, V. 11). In unserer Zeit werden oft allerlei Mittel empfohlen, um das Volk wieder zur Religion zurückzuführen. Wir wollen gegen keines dieser Mittel irgendetwas sagen. Aber hervorheben wollen wir, dass im letzten Grunde nur ein Mittel hilft, nämlich das lebendige Wort Gottes. Nur wo „geweissagt“ wird, regen sich die Totengebeine (Hes 37, 1-7; Eph 6,17).
c) Das Siegesziel: Gott stellte Paulus ein ganz bestimmtes Siegesziel vor die Augen. Er versicherte ihn eines gewissen Erfolges. Er sagte ihm: ‚Ich habe ein großes Volk in dieser Stadt‘. Bis jetzt hatte Paulus zu fühlen bekommen, dass Satan ein großes Volk hier hatte (V. 6). Nun aber bekam er die Gewissheit, dass Jesus eine große Menge hier selbst zur Beute haben würde. Wie muss ihn diese göttliche Zusicherung gestärkt haben! Mit einer dreifachen Gewissheit konnte er nun seine Tätigkeit fortsetzen. Er wusste:
* Der Herr will meine Arbeit. Sie ist keine selbsterwählte, denn er selbst hat mir befohlen: ‚Rede und schweige nicht‘.
* Der Herr schützt meine Arbeit. Niemand darf sich unterstehen, mir zu schaden. Alle Versuche, sie zu hindern, sind von vornherein aussichtslos.
* Der Herr krönt meine Arbeit. Er wird mich nicht vergeblich hier predigen lassen. Das Wort wird nicht leer zurückkommen. Gott kann auch heute noch auf allerlei Weise einen müden Arbeiter, der unter dem Druck der Feindschaft darniederliegt und fast verzagen möchte, erquicken und ihn versichern, dass seine Arbeit nicht vergeblich sei (Jes 55,10f; Joh 15,20)“ (Christlieb, Apostel Paulus, S. 220-222).
V. 11: „Zweimal hebt die Schrift die längere Dauer des Aufenthalts von Paulus in Korinth hervor (V. 11+18). Die erste Erwähnung schließt sich unmittelbar an das erquickende Nachtgesicht, durch welches Paulus der göttlichen Hilfe in dieser Stadt neu versichert wurde. Dieser Zusammenhang ruft uns zu: An solchen Orten, wo Gott sichtlich den Weg bahnt, gilt es, die vom Herrn geöffnete Tür auch recht zu benutzen und nicht vor der Zeit von dort wegzugehen. Die zweite Erwähnung geschieht im Anschluss an den misslungenen Versuch der Feinde, den Apostel bei der Behörde zu verklagen. Es liegt dort ein gewisser Triumph in den Worten: „Paulus aber blieb noch lange daselbst“. Die Feinde hatten mit ihrer Anklage der Arbeit des Paulus ein baldiges Ende bereiten und seine Abreise erzwingen wollen. Stattdessen erhielt ihr Wortführer Schläge. Paulus dagegen konnte noch lange seine Arbeit fortsetzen. Dies mag besonders solchen Gotteskindern zur Ermunterung dienen, die an ihrem Ort besondere Anfeindungen erdulden müssen. Solche Schwierigkeiten sind durchaus nicht immer ein göttlicher Hinweis, diesen Platz möglichst bald zu verlassen. Gott gibt vielmehr an derartigen Stellen oft nachher zweifachen Segen, dass man ‚noch lange daselbst bleiben kann‘. Als einst Isaak an einem Platz nach vielen Anfeindungen von seiten neidischer Nachbarn endlich still wohnen konnte, nannte er jene Gegend ‚Rehobot‘ (weiter Raum), indem er sagte: ‚Nun hat uns der Herr Raum gemacht‘ (1Mose 26,12-22). Korinth war für Paulus ein solches ‚Rehobot‘. Gott hatte ihm dort Raum gemacht, dass er achtzehn Monate hier wohnen und wirken durfte. Wohl allen, die solche Rehobot-Stationen erfahren und benutzen!“ (Christlieb, Apostel Paulus, S. 222f).
C) Gegen Widerstand – auf Jesus vertrauen (V. 12-18a)!
V. 12-17: „* Die Anklage: Wir verfolgen nun den Gang der gegen Paulus eingeleiteten gerichtlichen Verhandlung. Die Anklage lautet auf gesetzwidrigen Gottesdienst. Die Juden besaßen nämlich in Korinth, wie auch an vielen anderen Orten, staatliche Erlaubnis für ihre besondere Religionsübung. Nun sagen sie zu dem neuen Landvogt gleichsam: ‚Paulus unterscheidet sich von uns. Ihm darf deshalb die staatliche Duldung, die wir genießen, nicht zuerkannt werden. Er hat keinerlei Recht auf obrigkeitlichen Schutz mit seiner Einführung einer fremden Lehre‘. Der Landvogt sollte aus diesen Worten den Schluss ziehen, dass er die weitere Lehrtätigkeit des Paulus in dieser Stadt verbieten müsse (Ps 11,2). Sie wollten also mit obrigkeitlicher Gewalt die Arbeit des Paulus unterdrücken. Dabei mussten sie, ohne es zu wollen, dem Apostel ein herrliches Lob spenden. In ihren Worten: ‚Dieser überredet die Leute, Gott zu dienen‘, lag eine unfreiwillige Anerkennung für Paulus. Sein ganzes Sehnen und Trachten ging dahin, alle Menschen, die bisher im Dienst der Welt und der Sünde standen, dahin zu bringen, dass sie Gott dienten (26,28f). Wollte Gott, dass auch gegen uns alle diese Beschwerde erhoben werden könnte: ‚Dieser überredet die Leute, Gott zu dienen‘ (2Tim 4,2)!
* Die wegfallende Verteidigung: Paulus wollte nun zu seiner Verantwortung reden. Er hätte viel Material gehabt, dies zu tun. Er konnte klar beweisen, dass seine Wirksamkeit nicht im Gegensatz zum mosaischen Gesetz stehe. Er predigte ja überall in den Synagogen aus der Schrift, d.h. aus dem Gesetz und den Propheten, wie Christus der in diesem Buch verheißene Erlöser sei (13,33-41; 17,2f). Kern und Stern seiner Predigt, das Ziel aller seiner Arbeit deckte sich ja völlig mit dem Ziel des Alten Testaments, das auf Christus hinauslief. Paulus hätte auch in zarter Andeutung die berechtigte Gegenfrage aufwerfen können, ob nicht das Leben und die Handlungsweise seiner Ankläger viel eher im Gegensatz zum Gesetz stehe, das eine Herzensliebe zu Gott und zum Nächsten forderte (Mi 6,8). Aber jede Verteidigung erwies sich als überflüssig. Paulus brauchte keine Silbe zu reden. Er durfte gleichsam nur zusehen, wie das Herz des Landvogts zum Schutz des Evangeliums gelenkt wurde. Wir sehen hier: Gott braucht unsere Mithilfe nicht, wenn er sein Werk schützen und erhalten will. Er kann ohne unser Bemühen die rechten Entscheidungen herbeiführen. Nicht der Beredsamkeit eines Apostels konnte der Ausgang der Verhandlung zugeschrieben werden, sondern allein dem, der gesagt hatte: ‚Niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden‘. Durch das Wegfallen menschlicher Verteidigung wird Gottes Treue und schirmende Hand nur noch herrlicher (Ps 18,28).
* Das Urteil: Es bestand in völliger Abweisung der Kläger. Gallion lehnte jede Untersuchung dieser religiösen Fragen ab. Er wollte nur solche Handlungen bestrafen, die ein Verstoß gegen das römische Gesetz waren. Religiöse Lehrstreitigkeiten gehörten nicht dazu. Dieser Bescheid des obersten Richters bedeutete für die Arbeit des Paulus eine nicht geringe Stärkung, denn nun wussten alle Einwohner, dass man der Arbeit des Apostels nichts in den Weg legen durfte. Die Verhandlungen, welche zum Schaden des Paulus herbeigeführt waren, mussten ihm zum Nutzen gereichen. Die, welche Schande und Spott auf ihn bringen wollten, wurden selbst davon getroffen. Es gibt nichts Törichteres als eine Unternehmung gegen Menschen, die unter göttlichem Schutz stehen (Jes 8,10; Ps 18,2-4; 46,5f)“ (Christlieb, Apostel Paulus, S. 225f).
V. 18a: „Nach einem langen und gesegneten Aufenthalt in Korinth kam die Stunde, wo Paulus von dort schied (‚danach machte er seinen Abschied mit den Brüdern‘). Dieser Abschied ruft den Orten, welche besondere Segenszeiten genießen dürfen, zu: Kaufet die Zeit aus, denn sie nimmt einmal ein Ende. Auch kann uns solcher Abschied mahnen, dass wir uns doch ja nicht an die menschlichen Werkzeuge Gottes hängen, da uns diese doch früher oder später auf die eine oder andere Weise wieder verlassen. Sie sind nur vorübergehend bei uns. Wohl denen, die an dem Einen hängen, der uns nie verlässt.
Paulus reiste nicht allein von Korinth ab. Seine Hausgenossen begleiteten ihn (‚mit ihm Priscilla und Aquila‘). Wir beobachten hier ein liebliches Band, das Paulus mit seinen Hausgenossen verband. Nicht immer entsteht ein solches. Im eigenen Haus kann man die Fehler seiner Mitmenschen am besten wahrnehmen. Man lernt sich genau kennen. Und manchmal schwindet dabei Achtung und Liebe. Das Gegenteil davon war hier der Fall. Priscilla und Aquila waren nicht etwa froh, Paulus als Hausgenossen wieder loszuwerden. Sie rückten nicht etwa nach genauem Bekanntwerden (auch in geschäftlichen Dingen) von ihm ab, sondern suchten seine Gemeinschaft so lange wie möglich festzuhalten. Ihr Mitziehen wirft ein günstiges Licht auf den Apostel als Hausgenossen. Wohl allen, die in ihrer allernächsten Umgebung so leben, dass man für ihre Gemeinschaft dankbar ist und sie nicht gern misst“ (Christlieb, Apostel Paulus, S. 228).
3. TEXT- UND PREDIGTSCHWERPUNKT
Unsere Predigtübersicht 2010 (beim Gemeinschaftsleiter erhältlich) benennt als möglichen Schwerpunkt für die Predigt das Thema „Glaubenswiderstände“. Von daher benennen wir in der Predigt Widerstände denen wir begegnen und stellen diesen die Verheißungen Gottes entgegen, die wir haben. Hilfreich ist es die Verheißung von Apg 18,9f auf dem Hintergrund von 1Kor und 2Kor zu deuten. Gemeinde Gottes ist nicht die „perfekte“ Gemeinde, sondern die von innen und außen „angefochtene“ Gemeinde. Gemeindeaufbau braucht den langen Atem (vgl. 1Kor 1,4-9; 16,19-24).
4. PREDIGTGLIEDERUNG
Auf Kurs bleiben bedeutet:
a) Trotz Widerstand – auf Jesus hinweisen (V. 1-6)
b) Im Widerstand – auf Jesus hören (V. 7-11)
c) Gegen Widerstand – auf Jesus vertrauen (V. 12-18a)
oder nach Wilhelm Wagner:
a) Aktivität – dynamischer Glaube
b) Flexibilität – praktizierter Glaube
c) Kontinuität – bewährter Glaube