Monatsthema: Leben unter der Leitung des Herrn
Predigtthema: Befreiende Retterliebe
Bibelstelle: Jona 2, 1-11
Verfasser: Eckhard Löffler
Vorbemerkungen
Mit „Verschluckt zur Ehre Gottes“ oder „Der Mitarbeiter auf dem Nullpunkt“ oder „Wende am Todpunkt“ ließe sich der Text überschreiben. Viele kennen diesen Bericht schon aus Kinderstundenzeiten.
Zielpunkt: Die Ehre Gottes erkennen.
Jesus hat aus diesem Kapitel Wesentliches übernommen: 1. Das Todesleiden, 2. die Verheißung seiner Auferstehung nach 3 Tagen (Mt 12, 38ff; Lk 11, 29ff).
Die naturwissenschaftlich hochinteressante Frage, ob ein Mensch in einer Luftblase innerhalb eines großen Fisches 3 Tage überleben kann, wird für DEN nebensächlich, der von Gottes Wundern weiß. Ob sich das wissenschaftlich erklären lässt ist so (un-)interessant wie die Vorgänge bei der Speisung der 5000 (Jo 6) und bei der Auferweckung des Lazarus (Mt 11). Aber der Herr ist immer noch größer!
Erklärungen und Tipps:
Drei Tage allerschlimmste Einzelhaft. Kaum vorstellbar.(1)
4 Abschnitte:
1. Jona betet.
Der ungewöhnlichste Gebetsraum aller Zeiten.
Erinnerung in der Not und an das, was Gott schon getan hat (Ps 103, 2).
Angst ist kein „schlechter Ratgeber“ (Jo 16, 33). Sie kann ein guter Impuls sein, nach Hilfe Ausschau zu halten.
2. Eine neue Perspektive
Jona wusste wieder, wohin er gehört. Das ständige Zurückfinden der Sünder ist „normal“ und kennzeichnet das Leben der „normalen“ Christen. Oft muss allerdings die größte Not den Dienst leisten, sie wieder an ihren Gott zu erinnern.
3. Jona lernt wieder das Danken
4. Jona will wieder Gott gehorchen
V 1f „Aber der Herr…“ erinnert an die Allmacht Gottes trotz aller Widerstände. (1)
„ließ einen Fisch kommen“ (wörtlich: beorderte einen F.). Gottes Wort GESCHIEHT (s. PT zu Jona 1, V1).
Viele modernistische Ausleger meinten, hier nachweisen zu können, dass so etwas unmöglich ist. (2)
Aber Gottes Wunder müssen nicht immer wunderlich sein. Oft sind sie eingewickelt in ganz natürliche, vertraute Prozesse. (3)
V 3 Manche lernen erst in größter Not, dass sie Gottes Hilfe brauchen. Manchmal leistet sogar die ganz bittere Not erst die Hilfe, darüber nachzudenken, was wichtig und was unwichtig ist. Und erst diese Situation veranlasst, zu Gott zurückzufinden.
V 4ff Nicht das Ertrinken war ihm nun das größte Problem, sondern die Trennung von Gott.
Viel zu spät merken wir, worüber es sich lohnt zu jammern, und worüber NICHT.
Sogar der „Freitod“ ist keine Lösung.
V 7ff Das Hinabsteigen (1, 3a. 5) nimmt kein Ende. Ein Weg ohne Gott geht immer abwärts.
ABER du! … Der Herr ist immer noch größer!
Menschen haben oft ein ABER, wenn sie sich zurückhalten oder abschotten wollen. Wichtiger ist das ABER Gottes. (Vorschlag: Konkordanz zu „Aber der Herr…“ durchschauen). Auch wenn der Mensch sein „Aber“ hat, wiegt Gottes „Aber“ immer mächtiger.
Jona musste erst das Fast-Sterben erfahren, um zu lernen, was Leben ist.
V 10 Jona liefert sich zuerst ganz Gott aus, um von ihm wieder (auch äußerlich) Hilfe erfahren zu können.
Und: Wer etwas mit dem lebendigen Gott erlebt hat, kann nie mehr so tun, als ob er nichts davon wüsste.
(Ps 66, 13: „Darum will ich …“).
V11 Nur der Herr kann mit seinen Geschöpfen so reden (Schöpfung; Seestillung Jesu; Totenauferweckung u. a.) Wenn Gott spricht, läuft das genauso, wie er es geplant hat (Ps 33, 4.9).
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Fußnoten
(1) „Aber der Herr“ weisen auf Bibelstellen, die sich lohnen, nachzulesen.
Iwwd 377: Aber der Herr ist immer noch größer.
(2) In Kürze: So große Fische sind nicht im Mittelmeer; 2. Walen könnten keinen Menschen verschlucken; Jona hätte keine Überlebenschance gehabt; 4. die Vermutung liegt nahe, hier läge ein Traum vor; 5. vielleicht handelte es sich um ein totes Seetier, an dem Jona sich in seiner Angst angeklammert hat und das bald darauf ans Ufer geschwemmt wurde; 6. „Großer Fisch“ war ein Schiffsname, von dem aus der fast ertrunkene Jona aufgefischt wurde.
Antwort: Aber der Herr ist immer noch größer.
Allerdings gab es im Mittelmeer schon Riesenfische: Am 12.04.73 wurde vor Genua ein über 20 Meter langer Wal von einem Tanker gerammt und getötet. Prof. Grzimek, ehemaliger TV-Zoologe: Der Schwertwal verschlingt sogar kleinere Wale und Seehunde unzerkleinert. Der norwegische Walforscher David Friedrich Eschricht fand im Vormagen eines Schwertwals die Überreste von 13 Schweinwalen und 14 Seehunden.
(3) Direkt nach den Gebrüdern Grimm verfügen einzelne Bibelausleger über größte Phantasien: „Es kann nicht sein, was nicht sein darf.“ Als ob Gott nur tun darf, was immer gleich, immer wiederkehrend und so auch nachprüfbar ist.