Lukas

Predigthilfe vom 5.3.2006 – Lukas 5, 1-11

Monatsthema: Gott bleibt treu – dem, der seinem Wort glaubt
Predigtthema: Auf dein Wort hin

Bibelstelle: Lukas 5, 1-11

Verfasser: Eckhard Löffler

Bausteine zu Lukas 5, 1-11

Ein Riesenauftrag für ein mieses Personal.

Der Text ist vom Ende her zu verstehen: Menschen fischen.
Der Vergleich hinkt: Gehen Fische ins Netz, ist das ihr Untergang; für Menschen bedeutet es Rettung – wie für Schiffbrüchige. Retten und Sammeln wird der Beruf des Petrus sein.

Der Herr kann für Fische sorgen, auch wenn die Erfolgszahlen der „Profis“ kümmerlich sind. Unter aussichtslosen Bedingungen zu arbeiten, ist dem Herrn kein Hindernis.

1. Jesus befiehlt hier Unfachmännisches, Unlogisches. Man fischt doch nachts … usw.
Hier ist ein Fischer und Bootsverleiher dran …
Sich vergeblich mühen gehört zu den Berufslasten der Verantwortlichen in der Gemeinde. Kommt es aber anders, dann eben nur weil der Herr seine Wunder tut. Selbstgefälligkeit der Verkündiger und Menschenhängerei unter Zuhörern werden beschnitten. Und die „Winde des Zeitgeistes“ (Was kommt heute gut an?) legen sich. Umgekehrt wird unter ungünstigsten Bedingungen gefischt und Menschen finden zu Jesus.
„Kniffe“ wie Gemeindebaurezepte, Programme und Musikstile bekehren keine Leute. Sie gehören zu den Eigenschaften der Netze.

Die Nacht der Frustration gehört zum Alltag der Menschenfischer. Aber trotzdem! „Auf dein Wort…“
Zur rechten Zeit und zur Unzeit (2. Tim 2, 4). Menschenfischer im Dienst Jesu bleiben auf seine Wunder angewiesen.

2. Kein überglücklicher Fischer (V 8): Ein Erschrockener und Erschütterter.
Jesus beauftragt Unzulängliche (Wer wäre denn sonst noch dabei?), aber nicht wie ein Unternehmer, der Viele entlässt und händeringend nach Qualifizierteren sucht.

Sündenerkenntnis bezieht sich auf die ganze Person, nicht nur auf die seither mageren Fischfänge.
Tüchtigkeit im Beruf ist weniger gefragt als Hören auf diesen Herrn.
Petrus ist ein Sünder. Er entdeckt: Er ist dieses Herrn nicht wert – aber genau diese Erkenntnis bindet ihn stark an Jesus. Im Sündenbekenntnis steht Petrus vor seinem göttlichen Herrn. Seine Herrlichkeit und unsere Sünde vertragen sich nicht! Trotzdem der Zuspruch von Jesus: Fürchte dich nicht!
Ohne diesen Zuspruch könnte heute alle Gemeindebauerei und Mission unterbleiben.
Überraschend: Die Beauftragung folgt direkt nach der Sündenerkenntnis – ohne Probezeit – Praktikum – Vikariat. Jesus baut tatsächlich sein Reich mit Sündern (1. Tim 1, 12-16).

Petrus und seine künftigen Mitarbeiter brauchen nicht so zu tun, als ob nur makellose Heilige dem Herrn dienen dürften.

3. Nachfolge. Die Jünger haben nicht Jesus als Vorbild erwählt. ER hat sie als Herr berufen.
Alles atmet DIENST in diesem Bericht. Jesus ist in seinem „Auftrag“ nicht ablösbar, die Nachfolger schon. Ein anderer wird sie „gürten“, usw. (Joh 21).
Sein Auftrag ist eher Feststellung als Bitte: „Von nun an wirst du …“
Wer würde sich freiwillig als Menschenfischer melden?
Wer würde Beruf, Gehalt, Altersversorgung usw. aufgeben, um Menschen für Jesus zu gewinnen?
Welche Gemeinde traut sich, ihre besten Mitarbeiter zu bitten, an anderen Orten Menschen zu fischen?

Gliederungsvorschlag
Einleitung: Können schmutzige Chrirurgenhände operieren? – zerschlagene Lampen leuchten? – Überlastete tragen? – Verkrampfte befreien? – ehemalige Henker ihre „Talente“ Gott anvertrauen? – Begrenzte Vollkommenes tun?
1. Menschenfischer im Dienst von Jesus sind auf seine Wunder angewiesen
2. werden ausgerüstet und sind würdig, ihn zu vertreten
3. in seine Nachfolge gerufen.