Sacharja

Predigthilfe vom 31. Januar 2016 – Sacharja 7, 1-14

Jahresthema: Ich war fremd

Predigtthema: Der rechte Gottesdienst: Nicht fasten, sondern helfen

Predigttext: Sacharja 7, 1 – 14

Verfasser: Günther Baumgärtner

Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!

1. Sehen, was dasteht
Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).

1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext
Hilfreiches Basiswissen findet sich z. B. in „Das Alte Testament“ erklärt und ausgelegt von John Walvoord und Roy Zuck (Hänssler-Verlag)
Und natürlich in diversen Studienbibeln, von denen man als Verkündiger verschiedene haben sollte.

1.2 Hilfen zur Auslegung des Predigttextes
* „Ich habe dich erwählt“ von Dr. Heiko Krimmer
* „Sacharja, der Prophet der Wiederherstellung Israels“ von Dr. Gertrud Wasserzug
* Wuppertaler Studienbibel

2. Gedanken zum Text

V.2: Damals sandte Bethel…Bethel lag im Süden von Israel, Stamm Ephraim, im früheren Nordreich. Unter dem König Jerobeam wurde dort einst ein goldenes Kalb errichtet um es anzubeten, damit die Menschen nicht nach Jerusalem zogen um dort im Tempel zu beten. Nun kam nach der babylonischen Gefangenschaft (ca. 400 Jahre später) eine Gesandtschaft nach Jerusalem. Daran sehen wir, dass nach der Gefangenschaft, Israel kein geteiltes Land mehr war und auch kein Götzendienst mehr statt fand, sondern man zog zum Hause Gottes um den Herrn anzuflehen und die Priester und Propheten zu fragen. Veränderung hat statt gefunden, Neues ist geworden. Sehnsucht nach Gottes Willen. (Beispiele zur Veranschaulichung suchen).
V.3: Müssen wir immer noch fasten? In der Zeit der Gefangenschaft in Babylon haben die Juden selber verschiedene Tage des Fastens und Weinens fest gelegt, die mit der Eroberung und Zerstörung Jerusalems und des Tempels durch Nebukadnezar zusammen hingen. Vor allem aber der 9. Tag im 5. Monat, denn an diesem Tag im Jahre 586 v. Chr. wurde der Tempel zerstört. Dieses fasten wurde die ganze Zeit der Gefangenschaft (70 Jahre) über gehalten. Nur war Israel wieder im Lande, der Tempel aufgebaut und deshalb kam die Frage: Müssen wir noch fasten?
Sie wollten nicht einfach den Fastentag abschaffen, sondern den Herrn fragen, was er will. Neu ausrichten an Gottes Wort. (Beispiele zur Veranschaulichung suchen; Bsp. Gemeinde zu Beröa).
V.4: Sacharja legt großen wert zu sagen: des Herrn Wort und nicht Menschenwort und fragt kritisch zurück, für wen sie das alles getan haben (Fasten, Essen und trinken). War es wahre Buße vor Gott oder Selbstmitleid?
V.7ff: Gesandtschaft erhielt von Sacharja eine doppelte Antwort. Sacharja gibt einen Rückblick auf die Zerstörung und stellt damit klar, warum Jerusalem zerstört wurde (V.11-14) und zugleich einen Ausblick auf die Herrlichkeit und die Wiederherstellung Jerusalems (K.8).
Die Gefangenschaft in Babylon war für Israel zugleich eine Erziehungsschule, denn in Babylon im Zentrum des Götzendienstes wurden sie vom Götzendienst geheilt.
Sacharja lässt den Gesandten von Bethel sagen, worum es eigentlich geht V.9-10. Das ist der wahre Gottesdienst, wo das gelebt wird was Gottes Wort uns sagt, (Beispiele zur Veranschaulichung suchen).

3. Gliederung

1) Gottes Angesicht suchen
2) Gottes Korrektur annehmen
3) Gottes Wort leben