Matthäus

Predigthilfe vom 26.3.2006 – Matthäus 8, 5-13

Monatsthema: Gott bleibt treu – dem, der seinem Wort glaubt
Predigtthema: Sprich nur ein Wort

Bibelstelle: Matthäus 8, 5-13

Verfasser: Eckhard Löffler

Bausteine zu Matthäus 8, 5-13

Der Glaube an Jesus macht alles möglich.
Nur zweimal hat Jesus sich gewundert, hier (V 10) und beim Unglauben seiner Heimatstadt Nazareth (Mk 6, 6). GLAUBE und UNglaube wundern ihn.
„Ich bin nicht wert…“ (V 8) Er will Jesus davor bewahren, sich in seinem heidnischen Haus zu verunreinigen.
„Ich bin nicht wert…“ gehört zwar auch zum guten Ton unter Christen (1). Aber nähme Gott sie beim Wort und ließe schwere Krankheit, Not, Tod in dieser Familie zu, kehrt sich das Denken oft um: Womit haben wir/die das VERDIENT? Rechnet Gott da was auf?
Alle Krankenheilungen Jesu sind Wunder, aber noch mehr wundert er sich über solchen Glauben.
DEMUT ist der Nährboden für kindliches Vertrauen.
GLAUBE akzeptiert die wahren Befehlsverhältnisse in dieser Welt. Nur ein Wort des Hauptmannes hatte z.B. Gehorsam in seinem Umfeld zur Folge. Über ihn selbst bestimmen aber auch Vorgesetzte. Wo befindet sich dann die allerhöchste Instanz dieser Welt? Wer hat letztlich das Sagen?
Und hier sieht dieser Heide tiefer als Gottes Volk Israel. Er geht zu Jesu, zu keinem anderen. Glaube ist EINSICHT, nicht nur ANSICHT (2).
Glaube erkennt die wahren Machtverhältnisse. Das älteste Glaubensbekenntnis der Christen ist wahrscheinlich „Herr (ist) Jesus Christus“ (Phil 2, 11 = nur 3 Wörter).
Beeindrucken können auch fromme Menschen durch ihre Worte, Erscheinungsformen und Taten. Der Herr aber sieht das Herz an (1. Sam 16, 7).

Nur GOTT SELBST besitzt ALLE Macht (Ps 33, 4.9). Seinem Sohn hat er sie übertragen (Mt 11, 27; Lk 10, 22). BLINDE Weltmächte gab und gibt es ausreichend. Schlimmer als die Blindheit der Augen ist die Blindheit der Herzen. Und die steckt an.
Hier ist höchste Weisheit. Gottes Rat ist keine höchste Intelligenz, sondern LIEBE, für Menschen Grund zum Wundern (Gott ist Liebe und wer in der Liebe bleibt … 1. Joh 4, 16).

Viele trauten Jesus keine Vollmacht zu, nur der Hauptmann.
Ferne werden zu Nahen und Nahe zu Fernen.
Jesus setzt Zeichen. Wer ihm glaubt (3), darf Wunder erwarten (4).

Der Hauptmann hatte unter Juden viel Anerkennung erfahren, s. Synagogenbau (Lk 7, 5).
Seine Nächstenliebe (5) und Demut (V 8) fallen deutlich auf.

Eine Hauptperson, der Todkranke selbst, kommt zwar nicht zu Wort, ist aber nicht vergessen. Gott wirkt unabhängig von Zeit und Raum, den beiden Ebenen, in denen wir Menschen meinen, bestimmen zu können.
Ohne Gott wäre klar gewesen: Dein Knecht ist todkrank. Tut mir leid. Nichts zu machen.
Mit Gott: „Sprich nur ein Wort!“
Gott hilft nicht AUS aller Krankheit, aber IN aller Not. Genügend Beispiele aus Bibel und Gegenwart.
Solche Jesusleute dürfen einmal an Gottes Tisch Platz nehmen (Offb 7; 21).

Fragen für stille Minuten:
1. Warum stehen mir manche Erdenbürger näher als andere?
2. Gilt die Hilfe Jesu seinen Nachfolgern stärker als anderen Menschen?
3. Wie begleite ich Leidende (auch Angehörige) so, dass sie Jesus erleben?

Gliederungsvorschlag:
1. Glaube ist … (wie im Weltlichen: Liebe ist …)
2. Glaube ist viel mehr

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Fußnoten
(1) „Wir stolzen Menschenkinder sind eitel arme Sünder“ ist leicht gesungen … (Matth. Claudius, der Mond)
(2) z.B. Der Hauptmann von Köpenick (Carl Zuckmayer) erschwindelt sich Glauben durch seinen äußeren Anschein. Kleider machen Leute. Kaiser Augustus´ letzte Worte: „Die Komödie ist nun aus“.
(3) Am Tag vor seinem Tod 1968 meinte Karl Barth in einem Gespräch mit einem Freund: „Ja, die Weltlage ist dunkel“. Aber er fügte hinzu: „Es wird regiert, nicht in Moskau oder in Washington, sondern es wird regiert, und zwar hier auf Erden, aber ganz von oben, vom Himmel her. Gott sitzt im Regimente. Darum fürchte ich mich nicht“
(4) Wunder werden schauen, die sich auf sein wahrhaftig Wort verlassen und ihm trauen
(Ich steh in meines Herren Hand, Spitta)
(5) Hauptmänner hatten Wichtigeres zu tun, als sich um Knechte zu kümmern.