Johannes

Predigthilfe vom 25. Dezember 2019 (Christfest) – Johannes 1, 1-18

Predigtthema:         Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit

Gottesdienst Einleitung:             Ps 45,1-8 oder 1Tim 12,14-16; 2Mo 34,5-7

Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!

  1. Sehen, was dasteht

Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).

1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext

Das Johannesevangelium nimmt unter den vier Evangelien einen besonderen Platz ein. Nicht nur weil es das am spätesten verfasste Evangelium ist und von vielen Ereignissen berichtet, die in keinem der anderen Evangelien stehen, sondern weil es uns in besonderer Weise den HERRN Jesus Christus darstellt.

Luther sagte einmal: Das ist das wahre, rechte Hauptevangelium, einzigartig und fein, und es ist den anderen bei weitem vorzuziehen und überlegen.

Nun gibt es in der Qualität der Inspiration keine Wertigkeit der Schrift. Alles ist gleichsam Wort Gottes, ganz vom Geist Gottes inspiriert und ohne jeglichen Unterschied. Doch was Luther meinte, ist, dass Jesu Herkunft, Wesen und einzigartiger Charakter hier aufleuchtet.

Das Johannesevangelium zeigt uns die Herrlichkeit des Sohnes Gottes auf.

Auf den ersten Blick scheint das Evangelium sehr schlicht und einfach. Die Ereignisse sind chronologisch beschrieben und Jesus wird mit bildhaften Vergleichen verständlich dargestellt (Tür, Weg Hirte, Weinstock, Licht usw.). Dennoch fällt gleich am Anfang auf, dass gerade der Prolog (Vorwort) sehr komplex und tiefsinnig ist.

Das Erfassen des Inhaltes benötigt ein gewisses Bibelwissen über das Alte Testament und die heilsgeschichtlichen Zusammenhänge. Wir müssen versuchen die Zuhörer in das gesamtbiblische Denken mithineinzunehmen.

Aufgrund der vielen Themen im Prolog ist es hilfreich sich bei der Predigt auf einzelne Verse zu beschränken.

1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes

Verschiedene deutsche (und fremdsprachige) Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet Ihr z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).

Hilfen zur Auslegung und Anwendung bieten z.B.

* Maier, Gerhard. Johannes Evangelium: Edition C Bibelkommentar. Hänssler Verlag

* Warren, W. Wiersbe. Wiersbe Kommentar NT. Band I Matthäus bis Apostelgeschichte. Thessalonicher. CLV Verlag

* Lüthi, Walter. Johannes – das vierte Evangelium. Verlag Friedrich Reinhardt

Zur Beschäftigung mit dem Predigttext hilft das Anhören:

1.3 Anmerkungen zum Verständnis des Predigttextes

Eine wunderbare Weihnacht – Johannes beschreibt im Prolog auf seine besondere Art die Anfänge des Evangeliums, von der Geburt Jesu bis hin zur Kreuzigung und Ablehnung des Retters.

V 1-3 Die Geburt, die keine war – Jesus in seiner Präexistenz

Johannes beginnt seine Weihnachtsgeschichte nicht mit der irdischen Geburt Jesu in Bethlehem. Für ihn ist klar, die Anfänge der Herrlichkeit liegen nicht im kleinen Kind in der Krippe, sondern in im Ratschluss Gottes, der von Ewigkeit beschlossen wurde. Jesus lebt, er war schon immer. Das Wort (Synonym für Jesus) war räumlich schon vor seiner irdischen Existenz bei Gott (Prä = vor seiner irdischen Existenz). Er war zeitlich im Anfang schon dort. Er war wesentlich Gott selbst! Daraus folgt eine gewaltige Offenbarung der Herrlichkeit Jesu als Sohnes Gottes.

  • Jesus ist nicht der Anfang, sondern er ist der Herr aller Anfänge
  • Jesus ist der ewige Sohn Gottes, der von Ewigkeit her ist (Heb 13,8), vor Abraham und Mose bereits lebte (Joh 8,56ff)
  • Das Wort Gottes ist nicht Geschöpf, sondern Schöpfer
  • Jesus ist das Wort Gottes (Off 19,13), das sich der Welt offenbart
  • Jesus ist der Schöpfer aller Dinge (Kol 1,16-17), durch dessen Wort alles erschaffen wurde (Ps 33,6+9)
  • Jesus das Wort Gottes wurde Mensch und kam in Fleisch und Blut (Joh 1,14)
  • Jesus ist die einzige verlässliche Offenbarungsquelle Gotts (Joh 1,18)

Nur der, der selbst im Himmel war, kann uns vom Himmel berichten. Nur der, der selbst Gott ist, kann uns wirklich zeigen wie Gott ist. In Jesus haben wir die Primärquelle über Gott.

Kurze Begriffserklärung:

  • „Leben“ (griech: zeo) meint nicht nur das physische Leben, sondern auch das übernatürliche und göttliche Leben. Das ewige Leben, welches der Gläubige im Glauben an Jesus jetzt schon besitzt (1Joh 5,12ff).
  • „Licht“ (griech: phos) meint ein Leuchten und Strahlen wie von einer Lampe. Mit Licht können unentdeckte Dinge aufgedeckt und verlorene Dinge wiedergefunden werden. Licht bringt das Verborgene in die Öffentlichkeit und schenkt Erkenntnis, Wahrheiten zu verstehen.
  • „Wort“ (griech: logos) meint Ausdruck und Verkörperung eines Gedankens. Eine Erklärung, ein Ereignis und bei Johannes eine Personifizierung des „Wortes Gottes“ in Jesus Christus.

V 4-13 Das Licht, das die Welt nicht erkannte – Jesus wird abgelehnt

Jeder weiß, dass das Licht Leben ist und Leben Licht braucht. Beide bedingen einander. So wird Licht und Leben hier als Synonym für Jesus gebraucht. Er ist das Leben und das Licht der Welt. Doch die gefallene Welt, die in der Finsternis der Sünde verblendet ist, steckt in einer tiefen Abneigung gegen Gott. Dem guten Willen Gottes zur Rettung der Menschen steht der böse Wille der Welt entgegen.

Die Welt hatte das Leben (Paradies), aber sie konnte das Licht nicht festhalten (Sündenfall) und fiel damit vom Leben ab (Tod als Folge).

Doch Gottes Retterwille sandte Johannes den Täufer als Wegbereiter, damit die Menschen an Jesus glauben. Jesus, das Licht und Leben wurde:

  1. von Johannes dem Täufer bezeugt
  2. vom Vater im Himmel beglaubigt
  3. durch die Zeichen bestätigt

Dennoch sehen wir, wie drei Dinge dem Licht des Evangeliums entgegenstanden:

  • Die Finsternis (Sünde), die Jesus nicht begreifen und fassen kann
  • Die Welt (Prinzip der Ungläubigen), die Jesus nicht erkannt hat
  • Die Seinen (Juden), die Jesus nicht aufnahmen

Hier lohnt es sich darüber nachzudenken, welche Hindernisse heute genau hinter diesen drei Gegenpolen stecken (siehe Punkt 2.3).

Dennoch scheint das Licht Gottes unaufhörlich in die Finsternis dieser Welt hinein. Die Finsternis kann das Licht nicht auslöschen, noch das Licht überwinden – sie hat es nicht ergriffen im Sinne von überwältigt.

Das Licht ist immer stärker als die Finsternis.

Ein wenig Licht durchbricht die Dunkelheit. Aber ein wenig Dunkelheit macht dem Licht nichts. Hier zeigt sich Gottes Herrlichkeit in seiner uneingeschränkten Macht.

Nicht Fleisch und Blut machen den Menschen zum Kind Gottes, sondern wer aus Gott zu einer neuen Natur geboren wird (geistliche Wiedergeburt Joh 3).

V 14-18 Die Herrlichkeit, die in Wort und Fleisch kam – Jesu Gnade bleibt

Jesus, der ewige Sohn Gottes wurde Mensch und brachte Licht und Herrlichkeit in diese Welt. Diese Herrlichkeit besteht aus drei Dingen, die Johannes beschreibt:

  • Die Herrlichkeit des Vaters, die Jesus verlassen hat und die er nach seiner Himmelfahrt wiederbekommen hat (Joh 17).
  • Die Herrlichkeit der Gnade, die Jesus am Kreuz sichtbar bewiesen hat als er aus Liebe zur verlorenen Welt sein Leben als Sühnopfer gab.
  • Die Herrlichkeit der Wahrheit, die Jesus redete und lebte. Er selbst ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Die Begriffe „Gnade und Wahrheit“ spiegeln das Evangelium und die Erlösungstat Jesu wieder. Jesus wurde Mensch, um für unsere Schuld nach dem Gesetz die Todesstrafe auf sich zu nehmen. Durch das Gesetz wurden wir verurteilt, durch die Gnade freigesprochen.

  • Die Wahrheit ist das Kreuz an dem Jesus für unsere Sünder gestorben ist
  • Die Gnade ist die Vergebung, die durch das Werk Jesu möglich wurde

Gnade und Wahrheit ist Gottes wunderbare Herrlichkeit, die wir in Jesus Christus nicht nur sehen, sondern auch erfahren dürfen. Sie ist überaus mächtiger als das Gesetz. „Denn seine Gnade ist mächtig über uns, und die Treue (Wahrheit) des HERRN währt ewig. Halleluja!“ (Ps 117,2).

Diese Herrlichkeit offenbart uns das Wesen, den Charakter und den Willen Gottes. Nur in dieser Gnade und Wahrheit erlebt der Mensch Freiheit (Joh 8,32).

  1. Verstehen, worum es geht

2.1 Hinweise für hermeneutische Überlegungen (Auslegung)

Erst die Bedeutung der Herrlichkeit Gottes im Alten Testament lässt die Herrlichkeit des Sohnes Gottes im Neuen Testament verständlich aufleuchten.

Manche Theologen haben nicht umsonst das Johannesevangelium auch als das „Buch der Herrlichkeit“ bezeichnet.

Sehr eindrücklich beschreibt das Alte Testament die „Herrlichkeit Gottes“ und drückt damit auch immer die Gegenwart Gottes aus. Wo Gott ist, da ist Herrlichkeit und wo seine Herrlichkeit ist, da ist auch Gott gegenwärtig.

Schon beim Auszug aus Ägypten erscheint Gott in der „Wolken- und Feuersäule“ (Herrlichkeitswolke) und begleitet fortan sein Volk durch die Wüste. Die Herrlichkeit, also Gott selbst, zieht in die Stiftshütte und später in den Tempel Salomos ein. Hesekiel beschreibt wie die Herrlichkeit den Tempel Jerusalems verlassen muss (Hes 10,4.18), über den Ölberg hinweg zum Himmel auffährt (Hes 11,23). Anschließend wird Jerusalem zerstört. Doch zu späteren Zeiten kommt die Herrlichkeit Gottes wieder nach Jerusalem zurück, und zwar vom Ölberg her (Hes 34,2; Sach 14,4), um dann wieder in den Tempel einzuziehen (Hes 43,5; 44,4). Ein herrlicher heilsgeschichtlicher Überblick über das Kommen der wahren Herrlichkeit Gottes, wie sie sich in Jesus Christus manifestiert hat.

Es geht darum die Zusammenhänge der Herrlichkeit Gottes und ihre Erfüllung in Jesus Christus zu erkennen. Auszugsweise soll ein kurzer Vergleich zwischen dem Alten Testament und dem Johannesevangelium einen kleinen Einblick über diese Zusammenhänge geben.

Zum Beispiel: Die Herrlichkeit des Herrn erschien…

  • und wir hörten Gottes Stimme 5Mo 5,24                   und Joh 1,1
  • und alle werden ihn sehen             Jes 40,5                     und Joh 1,14
  • und versorgte das Volk mit Brot 2Mo 16,10ff              und Joh 6,35
  • und wohnte mitten unter dem Volk 2Mo 25,8                   und Joh 1,14
  • und führte das Volk den rechten Weg 2Mo 13,21                 und Joh 14,6
  • und sie erkannten die Herrlichkeit nicht Jes 6,1-5 und Joh 1,10; 12,41

Mit Jesus Christus kam die Herrlichkeit des Herrn nach Jerusalem, doch die Finsternis hats nicht begriffen, die Welt hat ihn nicht erkannt und die Seinen haben ihn nicht aufgenommen. Daher ging Jesus hinweg, wurde in den Himmel vom Ölberg aufgenommen, Jerusalem 70n.Chr. zerstört. Nun warten wir, bis Jesus Christus in Herrlichkeit und Macht wiederkehrt.

2.2 Hinweise für situative Überlegungen (Predigtanlass)

Weihnachten und viele Lichter durchbrechen wieder die dunkle Jahreszeit.

Das Licht kann ein Beispiel geben, wie es uns im Alltag zur Orientierung, zum Leben und zur Erkenntnis verhilft. Diese lassen sich dann geistlich auf das Kommen Jesu und das Evangelium anwenden.

2.3 Hinweise für homiletische Überlegungen (Anwendung)

Was verrät uns als Christen und wo spiegeln wir etwas von Gottes Herrlichkeit wieder?

Persönlich können wir einige Punkte auf uns anwenden, indem wir uns fragen, ob wir als Christen Gottes Herrlichkeit wiederspiegeln.

  • Die Herrlichkeit Jesu, zeigte sich im Tun und Handeln nach dem Willen seines Vaters.
    • Wo lebe ich nach Gottes Willen und was hindert mich daran?
  • Die Herrlichkeit Jesu zeigte sich in der Gnade und Erniedrigung seiner selbst
    • Achte ich die anderen höher als mich selbst, bin ich barmherzig gegenüber anderen oder neige ich zum Hochmut und zur Überheblichkeit?
  • Die Herrlichkeit Jesu, zeigte sich in der Wahrheit
    • Wie ernst nehme ich das Leben in Wahrheit, Aufrichtigkeit und Treue?

Strahle ich in diesen Punkten ein Stück von der erlebten Weihnachtsherrlichkeit in meinem Leben aus? Weihnachten brachte nicht nur die Herrlichkeit Gottes auf Erden, Weihnachten will aus meinem Leben ein Stück Herrlichkeit Gottes zum Zeugnis hervorleuchten lassen.

Wo gibt es Dinge in unserem Leben die das Leben und Licht in unserem Alltag entgegenstehen?

  • Welche Sünde verdunkelt unser Leben und hindert uns in Gottes Licht zu treten?
  • Welche Dinge dieser Welt ziehen wir Jesus vor, so dass falsche Prioritäten uns hindern Gott mehr und mehr zu erkennen?
  • Welche eigenen frommen Werke der Selbstgerechtigkeit stehen der Gnade Gottes entgegen, weil ich meine, Gott in irgendeiner Form etwas vorweisen zu können?
  1. Sagen, wo es hingeht

3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?

Die Zuhörer sollen den großen und herrlichen Heilsplan erkennen, der vor Weihnachten bereits begonnen hat. Sie sollen Jesus in der Herrlichkeit seines Vaters erkennen und von der Schönheit und Gnade Jesu ermutigt werden, ihr Leben ebenso vom Licht Gottes anzünden zu lassen.

Auch wir sollen Zeugen von der Herrlichkeit Jesu sein, damit die Welt ohne Gott nicht in der Dunkelheit bleibt und die Menschen ohne Jesus nicht in der Finsternis leben.

3.2 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?

Die Sendung des Wortes Gottes, das Kommen Jesu auf diese Welt hat den Zweck,

  • in die Finsternis dieser Welt aufzuleuchten
  • jedem Menschen Erkenntnis der Wahrheit zu schenken
  • ihnen das Anrecht zu ermöglichen Kinder Gottes zu werden
  • Gottes Herrlichkeit durch seine Gnade an den Menschen zu erweisen
  • die Menschen zum Glauben an Jesus einzuladen und zu ermutigen

3.3 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?

  • Das Wort Gottes wurde Fleisch
  • Der Sohn Gottes zeigt sich der Welt
  • Die Herrlichkeit Gottes war erschienen
  1. Die Herrlichkeit des himmlischen Vaters
  2. Die Herrlichkeit der unverdienten Gnade
  3. Die Herrlichkeit der befreienden Wahrheit
  1. 1-3 Die Geburt, die keine war – Jesus in seiner Präexistenz
  2. 4-13 Das Licht, das die Welt nicht erkannte – Jesus wird abgelehnt
  3. 14-18 Die Herrlichkeit, die in Wort und Fleisch kam – Jesu Gnade bleibt
  1. Das Evangelium des Wortes kommt aus der Ewigkeit
  2. Das Evangelium ist das Licht der Welt
  3. Das Evangelium ist voller Gnade und Wahrheit

Mach´s wie Gott und werde Mensch (Uwe Rechenberg)

  1. Wer zeltet erniedrigt sich – Jesus kommt zu uns, um uns zu retten
  1. Wer zeltet gewährt Einblick – Jesus zeigt sich uns in seiner Herrlichkeit
  1. Wer zeltet konzentriert sich auf das Wichtigste – Jesus will Gnade und Wahrheit schenken (Kreuz und Vergebung)
  2. Wer zeltet hat seine Heimat an einem anderen Ort -Jesu Heimat ist im Himmel wo er Wohnungen für uns bereit hält

3.4 Predigtveranschaulichungen – wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?

Was verrät uns

Einer meiner Freunde nahm einmal in einem kleinen Londoner Restaurant Platz und vertiefte sich in die Speisekarte. »Was darf’s denn sein?«, fragte der Kellner. Die rätselhaften Bezeichnungen der Gerichte studierend, meinte mein Freund: »Uhh …«Der Kellner lächelte: »Oh, ein Yankee (ein Nordamerikaner)! Aus welchem Teil der Vereinigten Staaten kommen Sie denn? «Wenn er auch kein einziges Wort gesagt hatte, so hatte er sich doch bereits verraten. So war das auch im ersten Jahrhundert mit den Nachfolgern Christi: Man erkannte sie sofort. Was war es denn, was sie verriet? Es waren nicht ihre Gebäude. Sie besaßen keine. Nicht ihre Programme. Die hatten sie nicht. Auch nicht ihre politische Macht. Denn sie besaßen keine. Es waren auch nicht ihre Hochglanz-Magazine, Fernsehsender, Autoaufkleber oder Medien-Berühmtheiten. Denn sie hatten nichts von alledem. Was war es dann? »Und mit großer Kraft legten die Apostel das Zeugnis von der Auferstehung des Herrn Jesus ab; und große Gnade war auf ihnen allen.« (Apg 4,33). Sie gaben Zeugnis von der Wahrheit Christi und lebten aus Seiner Gnade. Wahrheit war die Nahrung, die sie zu sich nahmen und die Botschaft, die sie weitergaben. Gnade war die Luft, die sie atmeten und das Leben, das sie lebten. Die Welt um sie herum hatte nie etwas Vergleichbares gesehen. Und das gilt auch noch heute. Randy Alcorn aus „voller Gnade und Wahrheit“ S. 10-11

(Klaus Eberwein)