Offenbarung

Predigthilfe vom 23. Februar 2014 – Offenbarung 2, 8-11

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Jahresthema:         In Gottes Nähe leben

Predigtthema:         Wenn bei uns Bedrängnis vor der Tür steht

Predigttext:             Offenbarung 2,8-11

Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise zur Verkündigung, ersetzt aber nicht ein eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!

1. Sehen, was dasteht

Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext (Offb 2,8-11) vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung / Neue Genfer Übersetzung).

1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext

Glücklich, wer aus diesem Buch vorliest, und glücklich, wer diese prophetische Botschaft hört und sich danach richtet! Denn was hier angekündigt ist, wird sich bald erfüllen“ (Offb 1,3). Hilfreiche einführende Anmerkungen zum Predigttext bietet die MacArthur Studienbibel (unter http://bitflow.dyndns.org/german/JohnMacArthurStudienbibel/66-Die_Offenbarung_Christi_Durch_Johannes.pdf; S. 1922).

1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes

Hilfen zur Auslegung von Offb 2,8-11 bieten z.B.

* Fritz Grünzweig: Johannesoffenbarung 1. Teil. Edition C Bibelkommentar NT Bd. 24. Hänssler (S. 78-85).

* Gerhard Maier: Die Offenbarung des Johannes. Kap 1-11. Historisch Theologische Auslegung. SCM R. Brockhaus (S. 150-163).

* Adolf Pohl: Die Offenbarung des Johannes. 1. Teil. Wuppertaler Studienbibel NT. R. Brockhaus (S. 116-121).

* John MacArthur. Kommentare zur Offenbarung: Denn die Zeit ist nahe. Mitternachtsruf (S. 61-70).

* Hellmuth Frey: Das Ziel aller Dinge: Das letzte Wort des Erhöhten an seine angefochtene Gemeinde – seelsorgerliche Auslegung der Offenbarung. Verlag der Liebenzeller Mission (S. 63-66).

* Walvoord / Zuck (Hg.): Das Neue Testament erklärt und ausgelegt. Bd. 5: 1Kor – Offb. Hänssler (S. 571-573).

* Theodor Zahn: Die Offenbarung des Johannes (unter http://bitflow.dyndns.org/german/TheodorZahn/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_18_Buecher_66_1924.pdf; S. 228-241).

* Kurt Heimbucher: Die sieben Sendschreiben. Verlag der Liebenzeller Mission (S. 21-30).

* Frank Hinkelmann: Die sieben Sendschreiben der Offenbarung – Eine praktisch-fundierte Auslegung. VTR (S. 30-40).

2. Verstehen, worum es geht

2.1 Hinweise für situative Überlegungen

Durch die Sendschreiben erhalten wir Einblicke in das Urteil und die Seelsorge Jesu zu seiner Gemeinde. Hier erfahren wir, wie Jesus uns sieht und was er uns sagt: Vorstellung – Diagnose – Therapie – Verheißung!

2.2 Hinweise für hermeneutische Überlegungen

In inhaltlicher Hinsicht ist das Reden des Geistes und das Reden Jesu gleichzusetzen (vgl. Offb 2,8b mit 2,11 unter Bezug auf Offb 1,12-20). Da die Offenbarungsvermittlung als universal gültiges Wort Gottes ein für allemal in Christus ihren Abschluss gefunden hat (Hebr 1,1f; 2,2-4; vgl. Joh 14,26; 15,26f; 16,12-15), ist ein heutiges Reden des Geistes immer an das Wort Jesu gebunden, das uns durch den Geist über die Propheten und Apostel übermittelt und erschlossen ist. Die gegenwärtige Verkündigung ist von daher kein unmittelbares Offenbarungsgeschehen mehr, das zum universalen Wort Gottes wird, sondern basiert auf dem bereits geschehenen Offenbarungswort Gottes, das es für unsere Zeit auszulegen und anzuwenden gilt (vgl. 2Tim 3,14-4,5).

2.3 Hinweise für homiletische Überlegungen

Joh 16,33: Ich habe euch das alles gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt werdet ihr hart bedrängt. Doch ihr braucht euch nicht zu fürchten: Ich habe die Welt besiegt.

1Petr 3,14-17: Und solltet ihr trotzdem leiden müssen – gerade weil ihr euch nach Gottes Willen richtet –, dann seid ihr glücklich zu preisen. Habt keine Angst vor denen, die sich gegen euch stellen, und lasst euch nicht einschüchtern! Ehrt vielmehr Christus, den Herrn, indem ihr ihm von ganzem Herzen vertraut. Und seid jederzeit bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der euch auffordert, Auskunft über die Hoffnung zu geben, die euch erfüllt. Aber tut es freundlich und mit dem gebotenen Respekt, immer darauf bedacht, ein gutes Gewissen zu haben. Denn wenn ihr ein vorbildliches Leben führt, wie es eurer Zugehörigkeit zu Christus entspricht, werden die, die euch verleumden, beschämt dastehen, weil ihre Anschuldigungen sich als haltlos erweisen. Und sollte es Gottes Wille sein, dass jemand leiden muss, weil er Gutes tut, dann ist das auf jeden Fall besser, als wenn er leiden muss, weil er Böses tut.

2Tim 3,12: Im Übrigen sind Verfolgungen etwas, womit alle rechnen müssen, die zu Jesus Christus gehören und entschlossen sind, so zu leben, dass Gott geehrt wird.

3. Sagen, wo es hingeht

Zur Predigtvorbereitung hilft das Anhören (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigten von Winrich Scheffbuch vom 11.03.2010 mit dem Titel „Bedrängt, aber reich“ (Offb 2,8-11), vom 19.05.1995 mit dem Titel „Bibelarbeit“ (Offb 2,8-11), vom 06.02.1983 mit dem Titel „Klein – aber oho!“ (Offb 2,8-13), von Konrad Eißler vom 14.11.1989 mit dem Titel „Der Trostbrief für Smyrna“ (Offb 2,8-11) und von Theo Lehmann vom 14.11.1982 mit dem Titel „Jugendgottesdienst“ (Offb 2,8-11). Diese Botschaften findet ihr unter www.sermon-online.de, wenn ihr unter „erweiterte Suche“ die Felder „Bibelstelle“ [z.B. Offenbarung 2] und „Autor“ [z.B. Scheffbuch, Winrich bzw. Eißler, Konrad bzw. Lehmann, Theo] ausfüllt.

3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?

Leitfrage ist: Nehmen wir Bedrängnis und Widerspruch als „normal“ an?

3.2 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?

Frank Hinkelmann gibt folgenden Hinweis für die Verkündigung von Offb 2,8-11: „Dem Hörer soll am Beispiel des Sendbriefes an die Gemeinde in Smyrna folgendes vor Augen gestellt werden:

* Gott kennt die schwierige Situation, in der sich der einzelne Hörer vielleicht gerade befindet. Das kann und soll Trost und Ermutigung sein. Gleich zu Beginn bietet es sich an, dem Hörer die schwierige Lage der Gemeinde in Smyrna vor Augen zu malen: die Anfeindungen durch die Juden, ihre Armut (es gab ja keine soziale Absicherung) und die Verfolgung, die sie durchlitten. Vielleicht kann man hier auch auf die verschiedenen Tötungsarten hinweisen, die damals üblich waren: z. B. Kampf mit wilden Tieren oder lebendiges Verbrennen. Solcherart waren die Schwierigkeiten, die die Christen in Smyrna durchlebten und genau in diese Situation hinein spricht Gott, dass er die Situation kennt und unter Kontrolle hat. Es sollte nun aufgezeigt werden, dass Jesus selbst das alles durchlitten hat und er es sich eben nicht als Theoretiker im Himmel einfach macht, tröstende Ratschläge zu erteilen. Des weiteren kann ausgeführt werden, dass unsere heutige Situation in einem freiheitlichen Rechtsstaat mit voller Religionsfreiheit vom biblischen Standpunkt aus gesehen doch wohl eher die Ausnahme darstellt. Aber gerade da wir ja nicht unter solcher Verfolgung z. Z. leiden, ist es wichtig, die Relevanz der Aussage „Gott kennt Deine Lage“ für die Situation unserer Hörer zu aktualisieren. Gottes Fürsorge, Obhut und Verständnis beginnt eben nicht erst bei ‚großen Problemen‘ (wer kann denn überhaupt die Größe eines Problems beurteilen?). sondern jeder Sorge, jeder Schwierigkeit nimmt sich Gott an. Dinge wie Krankheitsnot, Familienprobleme, etc. können wir Gott sagen, denn er versteht uns! Gleichzeitig sind wir aber auch in unserer nachchristlichen säkularen Gesellschaft immer mehr aufgefordert, trotz Widerstand, Opposition und Spott unser Christsein kompromisslos zu leben. Auch wir werden vor Verfolgungen nicht verschont bleiben, wenn die biblischen Maßstäbe dem Zeitgeist widersprechen.

* Aber es sollte nicht dabei stehen bleiben, dass Gott unsere Lage kennt, sondern wir sind aufgefordert, unser Ziel vor Augen zu behalten, denn auch dadurch empfangen wir Kraft und Trost. Es ist hier wichtig, dem Hörer zu verdeutlichen, dass das Leben eben nicht nur aus den siebzig, achtzig Jahren hier auf dieser Erde besteht, sondern eigentlich dieses irdische Leben nur einen kleinen Teil unserer ewigen Existenz ausmacht. Hier müssen wir wieder lernen, umzudenken und auch unser Leben aus der Ewigkeitsperspektive heraus zu betrachten. Am Ende sollte der Hörer erkannt haben: Gott ist bei ihm, in jeder Situation, wie schwer sie auch sein mag und es ist Gott, der uns durchträgt und ans Ziel bringt. Die Größe und Herrlichkeit dieses Zieles, des ewigen Lebens bei Gott sollte uns neu motivieren, mit ihm zu leben“ (entnommen aus Frank Hinkelmann. Die sieben Sendschreiben der Offenbarung: Eine praktisch-fundierte Auslegung. Nürnberg: VTR, 2004. S. 37f).

3.3 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?

Nach Wilhelm Wagner

a) Sei getrost! – ich weiß!

b) Sei furchtlos! – ich kann!

c) Sei treu! – ich will!

 

oder nach Gottfried Voigt:

Im Leiden bewährt die Gemeinde ihre Treu zum Herrn

a) Er weiß es

b) Er erwartet es

c) Er lohnt es

 

oder nach Frank Hinkelmann:

Was allen Einsatz lohnt

a) Gott kennt deine Lage (8f)

b) Behalte dein Ziel vor Augen (10f)

3.4 Predigtveranschaulichungen – wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?

Wertvolle Hinweise für die Predigtvorbereitung und -veranschaulichung enthält die Predigt von Dr. Wolfgang Nestvogel mit dem Titel „Gemeinde unter Druck – Smyrna“ (Offb 2,8-11 – unter http://www.beg-hannover.de/pages/Predigten/PredigtreiheSendschreiben.htm).

(Thomas Richter)