Jahresthema: Gebet – In allen Lebenslagen im Gespräch mit Gott
Monatsthema: Joseph – Träume, Tränen, Triumph
Predigtthema: Joseph – Josephs Brüder – bedürftig, erkannt, durchschaut
Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!
1. Sehen, was dasteht
Verschiedene Bibelübersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 2017 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).
Unter Umständen kann sich auch mal der Blick in eine englische Übersetzung lohnen, weil auch in modernen deutschen Übersetzungen manchmal „fromm-deutsche“ Begriffe benutzt werden, die im Englischen viel direkter und „normaler“ übersetzt sind.
- Allgemeine Hinweise zum Predigttext
Wir sind im Alten Testament unterwegs. Bitte lies am besten den ersten Predigttipp zu unserer Joseph-Reihe vom 02.08.26 durch. Wir können von Joseph viel für unser persönliches Glaubensleben lernen. Aber auch Joseph ist ein gutes Bild auf Christus hin. Durch Versklavung und Erniedrigung hindurch zur Rechten der Macht, bringt er die große Rettung für das noch kleine Volk Israel (Jakob-Familie). Er schafft Versöhnung mit den Brüdern wieder her. Wir können also auch anhand der Josephsgeschichte immer wieder Jesus in den Blick nehmen.
In unserem Kapitel 42 begegnen sich Joseph und die Brüder zum ersten Mal nach langer Zeit. Joseph erkennt seine Brüder und es beginnt die Aufarbeitung der Vergangenheit. Das Thema der Schuld kommt bei den Brüdern hoch. Über all dem steht eigentlich der Vers 2: „Was muss die Familie um Jakob tun, um am Leben zu bleiben?“ Das ist das große Thema des Abschnitts. Wir versuchen Prinzipien zu erkennen und sie auf uns heute zu übertragen. Was wir zu diesem zusätzlich finden ist das Thema der Schuld. Was hat Schuld mit der Frage „Wie kann ich am Leben bleiben“ zu tun? Das Neue Testament erklärt uns – ne ganze Menge! Der Schlüsselvers, den wir bei der Josephsgeschichte immer beachten müssen, ist 1Mo 50,20: „Ihr zwar, ihr hattet Böses gegen mich beabsichtigt; Gott ⟨aber⟩ hatte beabsichtigt, es zum Guten ⟨zu wenden⟩, um zu tun, wie es an diesem Tag ist, ein großes Volk am Leben zu erhalten.“ Joseph als der „Lebenserhalter“. Joseph also die Schlüsselperson, die Gott in dieser Geschichte installiert, um sein Volk (die Jakobsfamilie) am Leben zu erhalten.
1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes
Bevor ich mit dir etwas in die Details zum Text gehen will, möchte ich dich einladen den Text erst einmal in aller Ruhe zu lesen. Am besten, du liest den Text einmal in der Luther-/Elberfelderübersetzung und danach in einer neueren Übersetzung (Ich empfehle Neue Genfer Übersetzung (NGÜ), oder Neue evangelistische Übersetzung (NeÜ)). Ich persönlich mache es meistens so, dass ich den Text ausdrucke und beim Lesen schon ein paar Anmerkungen, Unterstreichungen oder Fragezeichen mache. Das hilft mir dann, den Text besser zu verstehen und ich bin fokussierter auf den Gedankengang des Textes.
Gute Hilfen in der Vorbereitung leisten folgende Dinge:
- MacArthur Studienbibel: ist sehr zu empfehlen, da sie sehr bibeltreu ist und sogar gratis (www.sermononline.de) als pdf zur Verfügung steht.
- Die Ryrie-Studienbibel: nicht ganz so umfangreiche Textkommentierung wie die von MacArthur, aber kann ergänzend mit hinzugezogen werden.
- https://dasbibelprojekt.visiomedia.org/ Hier findest du kurze Videoclips über das Matthäusevanglium. Diese helfen einen Gesamtüberblick über den Brief zu bekommen.
1.3 Anmerkungen zum Verständnis des Predigttextes
Die große Not
Die Familie um Jakob lebt in Kanaan. Durch die Geschichten aus den vorherigen Kapiteln wissen wir, dass eine große Hungersnot bevorsteht. Diese Not betraf nicht nur Ägypten, sondern auch viele Länder um Ägypten herum. Hier geht es um eine existentielle Sache – Essen! Wenn die Nahrung knapp wird bzw. ausgeht, dann stirbt der Mensch. Die Frage für die Familie heißt: Woher bekommen wir Nahrung? Wo bekommen wir das, was uns unser Überleben sichert? Die Antwort damals: Ägypten! Ägypten hat Getreide in Hülle und Fülle. In Ägypten hat der Pharao einen Mann installiert, in dem der Geist Gottes ist (1Mo 41,38). Dieser Mann sorgt für das Überleben in der Notsituation. Wir können die Josephsgeschichte kaum lesen ohne in ihm ein Bild auf Jesus zu sehen. Seine Träume zu Beginn, die vorhersagten: Alles wird sich vor ihm verneigen. Seine Ablehnung durch seine Brüder und seine Erniedrigung zum Sklaven. Nach der Erniedrigung kommt seine Erhöhung zur rechten der Macht und er ist der Erhalter des Lebens – er ist der Retter des Volkes! 1Mo 45,5ff: „Und nun seid nicht bekümmert, und werdet nicht zornig ⟨auf euch selbst⟩, dass ihr mich hierher verkauft habt! Denn zur Erhaltung des Lebens hat Gott mich vor euch hergesandt. 6 Denn schon zwei Jahre ist die Hungersnot im Land, und ⟨es dauert⟩ noch fünf Jahre, dass es kein Pflügen und Ernten gibt. 7 Doch Gott hat mich vor euch hergesandt, um euch einen Rest zu setzen auf Erden und euch am Leben zu erhalten für eine große Rettung. 8 Und nun, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott; und er hat mich zum Vater für den Pharao gemacht und zum Herrn für sein ganzes Haus und zum Herrscher über das ganze Land Ägypten.“ Wir können also vieles an der Josephsgeschichte geistlich super übertragen. Was ist die große Not, die das Leben raubt? Bei der Jakobsfamilie ist es Hunger. Im übertragenen geistlichen Sinne finden wir anderes. Hos 4,6: „Mein Volk kommt um an Mangel an Erkenntnis“. Keine oder wenig Gotteserkenntnis. Keine Beziehung zu diesem Gott! Letztlich ist die große Not die Sünde des Menschen. Interessant, wenn man das Thema im Hosea anschaut, dann lesen wir in Hos 5,15: „Die Not wird sie lehren, nach mir zu fragen“. In der Josephsgeschichte ist die Not der Schlüssel zur Versöhnung der Familie. Hier beginnt ein Prozess, der letztlich zum Leben der ganzen Familie führt.
Der Kampf ums Überleben
Es beginnt nun ein Überlebenskampf. Jakob muss seine Söhne nach Ägypten senden. Dort gibt es Getreide in großer Menge. Das Thema unseres Abschnitts finden wir in V2: „damit wir am Leben bleiben und nicht sterben“. Was braucht man um am Leben zu bleiben? In der Not des Hungers braucht man Nahrung! Das ist das vordergründige Thema. Betrachten wir die Josephsgeschichte aber mit geistlicher Brille und übertagen das, dann sehen wir: Schuld ist das Thema! Schuld vor dem Erhalter des Lebens, vor dem der Leben gibt! Wenn ein Mensch überleben will, wenn er dem Tod entgehen will, dann braucht er Versöhnung mit dem Lebendigen! Es geht aber erst einmal darum, dass der Mensch erkennt: Ich bin schuldig vor Gott! Wer das nicht erkennt, der wird einmal vor Gott stehen und Gott wird ihn verurteilen müssen, denn Röm 6,23 sagt: „Der Lohn der Sünde ist der Tod“.
Wichtig ist hier die Komponente der Ewigkeit. Es geht nicht nur darum, dass der Mensch einmal am Ende seines irdischen Lebens stirbt – Man kann auch den zweiten Tod erleben und das ist ein ewiger Zustand fern der Gegenwart Gottes an einem Ort, denn die Bibel „Feuersee“ nennt. Wir finden das in Offb 20. „Der Kampf ums Überleben“ ist also ein zentral wichtiger im Leben eines Menschen. Es geht um nicht weniger als die Ewigkeit.
Aktueller Status – Feinde des Herrschers (Sünder)
Es ist interessant, dass die Brüder von Joseph selbst als Kundschafter bezeichnet werden (3mal direkt und einmal indirekt, V8+12+14+16) d.h. Feinde des Landes, Feindes des Herrschers. In der Geschichte wissen wir, dass Joseph diese „Strategie“ anwendet um Versöhnung zu schaffen. Er wählt diesen Weg, um die Brüder zu prüfen, um zu sehen, ob sie ihre Schuld an ihm „einsehen“ oder ob sie es wieder genau gleich machen. Es ist eine wichtige Erkenntnis zu der ein Mensch kommen muss, dass er tatsächlich ein Feind Gottes ist. Röm 5,10: „Denn wenn wir, als wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes“; Kol 1,21: „Und euch, die ihr einst entfremdet und Feinde wart nach der Gesinnung in den bösen Werken“. Der Mensch, der ein Sünder ist, hat nicht nur ein paar Makel in seinem Leben. Er ist ein Feind Gottes und über ihm steht der Zorn Gottes. Röm 1,18: „Denn es wird offenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten“. Das ist ein wichtiges Wort Gottes. Zu oft kursiert das Bild vom netten Opa im Himmel, der alle Menschen liebhat und eh keiner Fliege was zu Leide tun würde. Das Bild ist falsch. Wir müssen das ganze Bild anschauen. Gott liebt alle Menschen – ja absolut. Gott ist heilig und gerecht und wird das Leben eines Menschen 100% gerecht richten – ja absolut. Ein Mensch, der ein Feind Gottes ist, ist von Gott 100% geliebt, aber wenn der Mensch nicht umkehrt und in Gottes versöhnende Hand (= Jesus Christus) einschlägt, dann wird ihn Gott richten müssen und das ist absolut gerecht. Gottes Liebe und seine Güte will immer, dass der Mensch umkehrt – Röm 2,4: „Oder verachtest du den Reichtum seiner Gütigkeit und Geduld und Langmut und weißt nicht, dass die Güte Gottes dich zur Buße leitet?“
In Joseph sehen wir den Herrscher des Landes, der alle Macht hat, um diese „Kundschafter“, welche sein Fleisch und Blut sind, aber eine gebrochene Beziehung zu ihm haben, sofort zu vernichten. Und es wäre sicherlich nicht mal ungerecht – denn sie haben Schuld auf sich geladen. Aber er reagiert anders – weil er seine Brüder liebt, weil sie sein „Fleisch und Blut sind“. Er will nicht den gerechten Zorn über ihnen ausgießen aufgrund ihrer Schuld, sondern er will Versöhnung mit ihnen. Welch wunderschönes Bild auf den Gott der Bibel, der seinen Sohn ans Kreuz nageln lässt, damit Versöhnung möglich ist!
Der Wunsch des Herrschers – Versöhnung
In welcher Beziehung stehen die Brüder zu Joseph? Sie sind seine Brüder, d.h. sein Fleisch und Blut. Sie sind seine Familie. Jedoch haben sie ihn aus ihrer Familie gestoßen. Sie haben die Beziehung zu ihm abgebrochen. Sie sind schuldig an ihm geworden. Genau das ist der Stand von uns Menschen vor Gott. Wir haben das gerade oben angeschaut. Wir sind Sünder geworden, d.h. wir haben die Beziehung zu unserem Schöpfer (Erhalter des Lebens = Lebensspender) abgebrochen. Was wir an Joseph genial sehen ist, dass sein Ziel eben nicht die Rache oder die Vernichtung seiner Brüder ist, nach dem Motto: „So, jetzt sieht die Lage anders aus. Jetzt stehe ich an der Machtposition und lass euch büßen.“ Nein, er will Versöhnung. Er tut alles dafür, dass er sich mit den Brüdern aussöhnt. Dazu gehört aber echte Schulderkenntnis und Reue. Deswegen führt er sie diesen Weg. Wie ist das bei Gott? Wir hatten oben Röm 2,4. Wir kennen auch 1Tim 2,3f: „Dies ist gut und angenehm vor unserem Retter-Gott, 4 welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ Oder 2Petr 3,9: „Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten, sondern er ist langmütig euch gegenüber, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen.“ Gottes Wunsch ist die Umkehr des Menschen. Seine tiefste Sehnsucht ist, dass der Mensch umkehrt und lebt! Auch wenn wir z.B. Hes 18,23 lesen: „Sollte ich wirklich Gefallen haben am Tod des Gottlosen, spricht der Herr, HERR, nicht ⟨vielmehr⟩ daran, dass er von seinen Wegen umkehrt und lebt?“ Ganz besonders deutlich wird es in 2Kor 5,20: „So sind wir nun Gesandte an Christi statt, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!“ Gottes Liebe zu den Menschen zeigt sich in Christus und seinem Gnadengeschenk der Versöhnung, zu dem Gott alle Menschen durch seine Kinder einladen lässt.
Der Weg der Versöhnung
Damit in der Josephsgeschichte Versöhnung und Rettung passieren kann, muss der Lieblingssohn des Vaters für sterben – Joseph stirbt nicht tatsächlich, aber er wird von den Brüdern beim Vater für tot erklärt. Jakob glaubt, er sei tot. Joseph muss durch die Tiefen der Sklaverei und des Gefängnisses gehen um dann zum Herrscher aufzusteigen. Erst dann ist der Weg der Versöhnung frei den Gott dann durch äußere Umstände (Hungersnot) in Gang setzt. Für uns ist der Vergleich in der Geschichte wichtig – Versöhnung zwischen Gott und Mensch ist teuer und hat einen sehr hohen Preis. Der geliebte Sohn Gottes, Jesus, muss sich erniedrigen und Menschen werden und letztlich sterben. Er wird von seinen eigenen Brüdern, den Juden, ja von seinen eigenen Geschöpfen, getötet. So wird er Sklave/Diener von allen (Mk 10,45). Erst danach fährt er auf und sitzt zur rechten der Macht. Welchen Weg müssen die Brüder gehen? Versöhnung gibt es nicht einfach so und gratis. Es braucht einen Weg zur Schulderkenntnis. Joseph geht diesen Weg mit seinen Brüdern. Ähnlich macht es Gott mit uns Menschen. Gnade und Vergebung gibt es erst dann, wenn der Mensch an den Punkt kommt, dass er sich als schuldig vor Gott sieht. In V21 lesen wir: „Fürwahr, wir sind schuldbeladen wegen unseres Bruders, dessen Seelenangst wir sahen, als er uns um Gnade anflehte, wir aber nicht hörten.“ Sie erkennen ihre Schuld. Als David gegen den HERRN mit Batseba gesündigt hatte und er durch Nathan diese Sünde erkennt, da schreibt er in Ps 51,6: „Gegen dich, gegen dich allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen;“. Der Mensch muss verstehen, dass er ein Sünder vor Gott ist und er muss sich schuldig bekennen – erst dann kann Gott ihm auch gnädig sein! Er muss sich im Glauben an Gott wenden, genauer er muss sich im Glauben an Jesus wenden. Joh 3,16: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Jesus ist der Mittler zwischen Gott und uns. Genau wie Joseph der Mittler war zwischen dem Herrscher Pharao (es war sein Getreide) und den Brüdern, damit diese überleben konnten.
Versöhnung kann ein steiniger Weg sein
Die Josephsgeschichte zeigt, dass Versöhnung mitunter ein längerer Prozess und auch ein schwerer Weg sein kann. Er geht in die persönliche Demütigung und Erniedrigung vor Gott. Sich selbst als Schuldigen zu erkennen ist nicht leicht. Es ist eine große Last. Mancher Mensch scheut sich genau deswegen diesen Weg einzuschlagen. Wir machen vielleicht heute den Fehler, dass wir den Weg der Buße zu einfach machen. „Glaub einfach an Jesus“ und gut! Theologisch ist das richtig, dass allein der Glaube uns rettet (Apg 16,31). Aber es muss ein echter Glaube sein, der sich beugt vor Jesus. Der sich eben auch als schuldig bekennt. Es braucht eine Umkehr/Buße. Also Johannes der Täufer als Vorbereiter für Jesus unterwegs war, da rief er die Menschen zur Buße auf. Sie kamen an den Jordan und ließen sich von ihm taufen als Zeichen der Buße. Sie bekannten sich öffentlich schuldig vor Gott. Bonhoeffer schrieb von billiger und teurer Gnade. Billige Gnade ist dabei Gnade ohne wirkliche Umkehr. Es ist mehr die Absolution der Schuld ohne Konsequenzen für das alltägliche Leben. Teure Gnade dagegen ist echt Reue, die zur Umkehr im Leben führt. Sie führt in die Nachfolge von Jesus Christus. Weil es wichtig ist, dass wir selbst und auch unsere Mitmenschen den zweiten Weg wählen, dürfen wir Versöhnung nicht zu einfach machen. Ich hoffe, dass es klar ist, wie ich es meine. Es geht nicht darum, dass wir „Werke“ verlangen. Nein, Gnade ist umsonst alleine durch das Werk Christi. Aber das wir sagen: Wenn du deine Schuld erkennst und auch bekennst, dann beginnt ein neues Leben. Dein altes Leben endet mit deiner Bekehrung. Es gibt kein „Weiter so wie vorher“. Die Geschichte macht es deutlich, dass Gott manchmal Menschen einen weiteren Weg gehen lässt, bis sie erkennen: Ich bin schuldig vor Gott!
Die Schuld ist vor Gott offenbar
Die Brüder reisen nach Ägypten. Sie treten einem Herrscher entgegen, den sie nicht kennen. Auf der anderen Seite kennt dieser Herrscher sie bis ins kleinste Detail hinein. Er kennt die familiären Verhältnisse. Er kennt vor allem ihre Schuld. Hebr 4,13: „und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben.“ Es ist sinnlos sich vor Gott zu verstellen oder zu denken: Er weiß nicht alles. Versöhnung hat damit was zu tun, dass wir uns zu dem bekennen, was wir sind. Schuldig vor Gott – Sünder. Ehrlich vor Gott sein – Die Brüder sind ehrlich vor Joseph. Das ist der Weg zur Versöhnung!
Die Kosten der Versöhnung/Rettung
Es ist interessant, dass Joseph seinen Brüdern all das Geld für das Getreide wieder in die Säcke legt. Sie haben also nichts bezahlt für die Nahrung. Wir nehmen noch mal das Hauptthema auf: „damit wir am Leben bleiben und nicht sterben“. Was kostet es den Menschen, dass er am Leben bleiben kann und nicht stirbt? Was kann er als Kaufgeld für seine Seele geben? Ps 49,8f: „Niemals kann ein Mann seinen Bruder loskaufen, nicht kann er Gott sein Lösegeld geben – 9 denn ⟨zu⟩ kostbar ist das Kaufgeld für ihre Seele“. Mt 16,26: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?“ Der Mensch kann sich seine Erlösung nicht selbst erkaufen. Das Problem ist: Er ist ein Sünder und nach Röm 6,23 bedeutet das automatisch die Konsequenz: Tod! Es ist also unmöglich irgendetwas selbst dafür zu bezahlen, um erlöst zu werden. Gott selbst muss die ganze Versöhnung in die Hand nehmen. Wir müssen dabei passiv sein und sind ausschließlich die Begünstigten! Der Bibelvers, der das am besten beschreibt ist 2Kor 5,17ff: „Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 18 Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat. 19 Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat, indem er ihnen ihre Verfehlungen nicht anrechnete und unter uns das Wort von der Versöhnung aufgerichtet hat“. Durch Glauben an Christus wird der Mensch eine neue Schöpfung. Warum muss sich der Mensch Jesus anvertrauen? Weil dieser Jesus mit Gott unsere Versöhnung ausgehandelt bzw. vollzogen hat! Gott hat uns durch Jesus mit sich versöhnt. Unsere Verfehlungen wurden uns nicht angerechnet, sondern Christus. Den vollständigen Preis für die Versöhnung hat Jesus bezahlt. In Röm 3,24 heißt es: „und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist“ Rechtfertigung, d.h. Vergebung der Sünde durch Jesus und dadurch gerecht vor Gott, kann man nicht kaufen. Es kann einem nur geschenkt werden. In unserer Josephsgeschichte ist das ein super Bild. Das, was das Überleben sichert (Nahrung), kann man beim Lebenserhalter (Joseph) nur geschenkt bekommen. Genau das ist die biblische Wahrheit. Das ist das Evangelium. Gott schenkt uns durch Jesus Vergebung unserer Schuld und damit ewiges Leben. Es darf nur dankbar angenommen werden. Im nächsten Kapitel wird das deutlich. Denn Joseph sagt auf die Anmerkung seiner Brüder, dass das Geld in den Säcken war, folgendes in 1Mo 43,23: „Friede euch! Fürchtet euch nicht! Euer Gott und der Gott eures Vaters hat euch einen Schatz in eure Säcke gegeben; euer Geld ist mir zugekommen.“ Der Preis wurde von jemand anderem bezahlt – Gott hat das Geld euch geschenkt. Schon spannend!
1.4 Struktur des Abschnittes:
Der Abschnitt berichtet von der ersten Reise der Josephsbrüder nach Ägypten. Joseph erkennt seine Brüder, sie ihn aber nicht! Joseph behauptet, dass seine Brüder Kundschafter sind, die das Land auskundschaften wollen – also letztlich dem Land schaden wollen. Er verkauft ihnen Getreide und behält im Gegenzug Simeon als Pfand da bis sie ihren Bruder Benjamin bringen. So will Joseph prüfen, ob sie die Wahrheit sprechen. Die Brüder reisen also ohne Simeon wieder zurück und Joseph legt ihnen all das Geld in die Säcke, dass sie bezahlt haben. Sie bekamen also die Nahrung umsonst.
2. Verstehen, worum es geht
Es geht um das große Thema: Was muss der Mensch tun, damit er nicht stirbt sondern Leben hat. Die Josephsgeschichte verstehen wir am besten bildhaft im Licht von Jesus. Dann entdecken wir das Evangelium bis ins Detail in dieser Geschichte. Wir sehen in Joseph Jesus, der der Erhalter des Lebens ist und wir sehen, dass das Thema Schuld und Sünde letztlich das Problem der Menschen ist. Es braucht Erkenntnis der Schuld, damit Vergebung geschehen kann. Umkehr ist möglich und den Preis dafür hat Jesus bezahlt. Es ist ein Gnadengeschenk.
2.1 Hinweise für situative Überlegungen
(Überlegungen zum Predigtanlass / Hörer / Liedvorschläge)
Wir wollen mit dieser Predigt das Evangelium bringen. Wir wollen deutlich über Joseph von Jesus reden, dem Erhalter des Lebens. Wir kann man versöhnt werden durch ihn? Wir wollen über die Schuld des Menschen reden. Wir wollen Versöhnung durch Jesus anbieten. Wir wollen den Erhalter des Lebens, Jesus, groß machen.
2.2 Hinweise für hermeneutische Überlegungen
(Überlegungen zur Heilsgeschichte / Gattung / Übertragung usw.)
Wir haben eine erzählende Geschichte. Dabei wollen wir im Blick behalten, dass Jesus z.B. in Lk 24,26f sagt: „Musste nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit hineingehen? 27 Und von Mose und von allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften das, was ihn betraf.“ Wir finden in den Schriften (AT) Hinweise auf Jesus, auf sein Leiden und seine Herrlichkeit, auf seine Heilstat. Joseph ist so ein Beispiel. Ein „Typos“ – Vorbild, so wie wir es in 1Kor 10,6 lesen: „Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns geschehen, damit wir nicht nach Bösem gierig sind, wie jene gierig waren“.
2.3 Hinweise für homiletische Überlegungen
(Überlegungen zur Länge / Bekanntheit / Art usw. des Textes)
Dier Länge des Textes ist sicherlich gerade so an der Grenze. Man könnte die Geschichte auch kurz erzählen und dann Ausschnitte lesen.
3. Sagen, wo es hingeht
3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?
(Vorschlag)
Joseph ist ein super Bild („Typos“) auf Jesus. Durch ihn wird das Leben in der damaligen Welt erhalten. Durch ihn wird die Schuld aufgearbeitet und Versöhnung geschieht.
3.2 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?
(Vorschlag)
Josephs Brüder – bedürftig, erkannt, durchschaut (Verbandsvorschlag)
Wie bleibt man am Leben und stirbt nicht?
3.3 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?
Wie bleibt man am Leben und stirbt nicht?
- Hinführung – Josephsgeschichte ein Bild auf Jesus
- Man muss sich zum Erhalter des Lebens aufmachen
- Man muss seine Schuld vor Gott erkennen und bekennen
- Man muss sich Vergebung schenken lassen
- Fazit
Zu 1. Hinführung
Wir müssen unsere Zuhörer mit in die Geschichte nehmen und das Thema erklären. Es geht darum, wie die Söhne Jakobs „am Leben bleiben und nicht sterben“ (V2). Dabei macht die Geschichte klar – es gibt einen, der darüber entscheidet ob man am Leben bleibt oder nicht – Joseph. Er verkauft allen Menschen Getreide. In 1Mo 45,7f: „Doch Gott hat mich vor euch hergesandt, um euch einen Rest zu setzen auf Erden und euch am Leben zu erhalten für eine große Rettung. 8 Und nun, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott; Joseph ist der Gesandte Gottes, der von ihm nach Ägypten gesandt wurde, um die Familie Jakobs (uns auch Ägypten) zu retten. Er hat die Aufgabe, das Leben zu erhalten. Dabei macht die Geschichte deutlich, dass es eine Sendung Gottes in die totale Erniedrigung war (in den Brunnen geworfen, versklavt, für tot erklärt, ins Gefängnis geworfen), der dann in die Erhöhung führte (zweiter Mann im Land, volle Herrschaft über ganz Ägypten, alle Geschäfte wurden ihm übertagen). Es ist schon sehr interessant, was wir in 1Mo 41,41f lesen: „Und der Pharao sagte zu Josef: Siehe, ich habe dich über das ganze Land Ägypten gesetzt. 42 Und der Pharao nahm seinen Siegelring von seiner Hand und steckte ihn an Josefs Hand“
Joseph ist die rechte Hand des Herrschers. Er ist die ausführende Gewalt. Ein super Bild auf Jesus hin! Jesus hat genau das erlebt und durchlebt. Warum? Um uns vor dem ewigen Tod zu retten und zu erlösen. Wir sind in diesem Bild die Josephsbrüder. Wir stehen vor dem sicheren Tod. Nicht, weil uns das Essen ausgeht, sondern weil wir Sünder in den Augen Gottes sind, weil wir Schuld vor Gott haben. Der Lohn davon ist der Tod (Röm 6,23). Wir wird man gerettet? Das zeigt und sie Josephsgeschichte wunderbar!
Zu 2. Man muss sich zum Erhalter des Lebens aufmachen
Die Josephsgeschichte zeigt deutlich an, dass es nur einen Weg gab dem drohenden Tod durch Hunger zu entgehen. Es war der Weg nach Ägypten zu Joseph. Das, was zum Leben nötig ist, findet man ausschließlich in Ägypten. Es ist eine wichtige Botschaft, die uns hier bildhaft vermittelt wird, die aber in der ganzen Heiligen Schrift zu finden ist. Und sie lautet nicht: „Kein Heil außerhalb der kath., Kirche“, sondern Apg 4,12: „Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen.“ Kein Heil außerhalb von Jesus. Es führen nicht alle Wege nach Rom bzw. in den Himmel, sondern genau einer! Joh 14,6: „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ Wir dürfen auch in einer pluralistischen Gesellschaft hier nicht nachgeben. Unsere Botschaft lautet: Solus Christus – Allein Jesus! Eine der besten Beispielgeschichten aus der Bibel ist dazu Jesus und die Jünger auf dem Berg der Verklärung. Mose und Elia kommen und Petrus will allen dreien (Jesus, Mose und Elia) gleichranging eine Hütte bauen. Dann kommt die Stimme Gottes, Lk 9,7: „Dieser ist mein geliebter Sohn, ihn hört!“ Nicht Mose, nicht Elia, sondern Jesus ist der geliebte Sohn! Auf ihn soll man hören. Und dann lesen wir im nächsten Vers, Vers 8: „Und plötzlich, als sie sich umblickten, sahen sie niemand mehr bei sich außer Jesus allein“. Die Jünger sehen plötzlich nur noch Jesus. Und genau darauf kommt es an. Jesus ist der einzige Weg zum Vater! Er ist der Lebenserhalter der Menschheit. Joh 1,4: „In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen“.
Zu 3. Man muss seine Schuld vor Gott erkennen und bekennen
Die Brüder reisen nach Ägypten. Aber sie schleppen seit Jahren eine große Schuld mit sich herum. Sie sind vor Gott und Joseph schuldig geworden. Die harte Begegnung mit dem Herrscher (Joseph) bringt ihre alte Schuld in Erinnerung. „Das widerfährt uns, weil wir Schuld beladen sind“. In der Josephsgeschichte wird deutlich, dass Joseph aus Liebe handelt. Er ist nicht zornig und will Vergeltung oder Rache. Er will Versöhnung. Alles was er tut bringt letztlich seine Brüder dazu, dass sie ihre Schuld erkennen und bekennen (V21). Gott führt uns Menschen manchmal schwere Wege und mutet uns viel zu, dass wir zum Punkt der Erkenntnis der eigenen Schuld vor Gott kommen. Manchmal sind es Lebenskrisen durch Unfall, Arbeitsplatzverlust, Ehe und Familienproblem, die uns Menschen in die Gegenwart Gottes bringen. Röm 2,4: „Oder verachtest du den Reichtum seiner Gütigkeit und Geduld und Langmut und weißt nicht, dass die Güte Gottes dich zur Buße leitet?“ Genauso wie Joseph an den Brüdern arbeitet um ihre Schuld ans Licht zu bringen, arbeitet Gottes Güte an unseren Herzen um uns zu Buße, zur Umkehr zu bringen. Echtes Leben beginnt mit der Erkenntnis und Bekenntnis der eigenen Sünde vor seinem Schöpfer. Bis zu diesem Moment bleiben Menschen Feinde Gottes – zwar unendlich geliebt aber unter seinem Zorn des Gerichts, das absolut gerecht ist, weil der Mensch ein Sünder ist. Hast du dich schon vor Gott geoutet und zu deiner Schuld bekannt? Wir brauchen ein „Coming out“ vor Gott. Gott weiß eh alles und sieht alles. In der Josephsgeschichte wird das deutlich. Die Brüder kennen den Herrscher nicht – der Herrscher kennt die Brüder aber ganz genau. Er weiß um ihre Schuld. Es bringt also nichts, diesem Gott was vorzumachen. Hebr 4,13: „und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben“ Deswegen erkennen und bekennen wir uns als das, was wir vor Gott sind – Sünder!
Zu 4: Man muss sich Vergebung schenken lassen
Versöhnung geschieht dann, wenn ein Mensch seine Schuld vor Gott bekennt (1Joh 1,9). Er kann nichts tun, als sich zu seiner Schuld bekennen. Es gibt keine Möglichkeit der Wiedergutmachung. Jesus selbst tritt mit Gott für uns in den Prozess der Versöhnung (2Kor 5,18f), Wir sind die reinen Nutznießer, wenn wir uns auf Jesus einlassen. Sich Vergebung schenken lassen hat deshalb was mit Glauben zu tun. Ich muss mich diesem Jesus und seinem Wort anvertrauen. Die Brüder mussten sich Joseph und seinen Worten fügen und ihm letztlich vertrauen. Sie haben erlebt, dass ihre Rettung ein Geschenk Gottes war. Das Geld, dass sie für das Getreide bezahlt hatten, kam wieder zu ihnen zurück. Was für ein herrliches Bild. Gnade kann man sich nicht verdienen oder bezahlen. Gnade wird bei Gott aus freien Stücken aus Liebe gewährt. Der Gegenwert dazu ist das Blut Christi uns sein Sterben am Kreuz. In der Geschichte lässt der Lebenserhalter Joseph das Geld den Brüdern wieder zukommen. Er sorgt für die Nahrung und die Bezahlung. Die Brüder sind eigentlich nur die Begünstigten ohne überhaupt etwas dazu beigesteuert zu haben. Und dann müssen wir noch Gott anschauen. Sein tiefster Wunsch, seine Leidenschaft, sein Herz schlägt für Versöhnung. 2Kor 5,20 macht deutlich, dass dieser Gott durch Jesus alles dafür erledigt hat, dass Versöhnung möglich ist. Seine Liebe hat ihn deswegen ans Kreuz getrieben. Ich tue also diesem Gott den größten Gefallen, wenn ich diesen Versöhnungsangebot annehme. Wenn ich seine Liebe durch meine Gegenliebe erwidere. Wenn ich mich von seiner Gnade beschenken lasse. Wenn ein Mensch in die Hölle kommt, dann kommt er aus freien Stücken dorthin. Gott hat alles dafür möglich gemacht, dass er nicht an diesen Ort muss.
Zu 5: Fazit
Wo steckst du in der Josephsgeschichte?
Leidest du noch Hunger und siehst dem kommenden Tod ins Auge wie die Brüder am Anfang der Geschichte? Dann lass dir sagen – Es gibt einen Erhalter des Lebens den der Schöpfergott gesandt hat zu unserer Rettung: Jesus Christus! Er ist Gottes Rettung für uns verlorene Menschen.
Bist du bereits schon unterwegs und suchst diese eine Quelle des ewigen Lebens? Du hast schon viel versucht, aber das richtige noch nicht gefunden? Dann geh zu Jesus. Er ist diese Quelle und sagt in Offb 21,6: „Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst.“ Bekenne deine Schuld vor ihm und nehme dankbar seine Vergebung an. Es ist ein Geschenk aus Gnade. Es ist für dich umsonst.
Du bist schon mit diesem Jesus unterwegs und hast seine Gnade und Vergebung im Glauben angenommen? Was ist das Fazit, wenn man diese Geschichte anschaut, sich selbst in den Brüdern erkennt und das Recht des Herrschers zum Gericht und zur Rache (gerechter Zorn) erkennt und doch sieht: Unendliche Liebe zu mir und bedingungslose Gnade. Ich habe sie in Christus erlebt. Ist die richtige Antwort nicht Anbetung, Hingabe? Lege dein Leben mit all seine Schwächen und Fehlern und seiner Unvollkommenheit wieder neu diesem Lebenserhalter zu Füßen mit der Bitte: Mach daraus was zu deiner Ehre! Jesus, ich will mit dir und für dich leben! Ich will dir nachfolgen! Ich will dir gehorchen!
(Manuel Nowak)