Apostelgeschichte

Predigthilfe vom 21.10.2001 – Apostelgeschichte 10, 1-20 + 44-48

Monatsthema: Christus – der Rufende
Predigtthema: Vom Christus belehrt

Bibelstelle: Apostelgeschichte 10, 1-20 + 44-48

Verfasser: Jochen König

1. Zusammenhang
Die Apostel kommen ihrem Auftrag nach vom lebendigen Sohn Gottes, von Jesus zu zeugen.
Dabei wird ihr Dienst, so wie auf eindrückliche Weise im vorangegangenen Kapitel berichtet, von Gott dadurch bestätigt, dass sie in seinem Namen Wunder und große Zeichen tun dürfen.
Der Apostel Petrus besucht die gläubigen Juden überall im Land, um sie zu stärken und im Wort Gottes zu unterrichten.

2. Biblische Parallelen
Lukas 7,1-10 >Der Hauptmann von Kapernaum<

3. Der Aufbau / Gliederung des Textes
Apg.10, 1-8 Gott will, dass allen Menschen geholfen werde – auch den Heiden
Apg.10, 9-16 Gott illustriert sein Denken – rein ist, was Gott als rein ansieht
Apg.10,17-20 Gott ruft auf zum Handeln – Petrus wird zum Gehorsam aufgefordert
Apg.10,44-48 Gottes ist an einer ganzen Welt interessiert – Heiden kommen zum Glauben und werden getauft. Sie gehören auch zum „Leib Christi“.

4.Einzelerklärungen
V.1
Cäsarea
»Zaiserstadt«: Antike Stadt an der Mittelmeerküste Palästinas, fast 600 Jahre lang die Hauptstadt der röm. Provinz Judäa. Um sie von anderen Städten gleichen Namens zu unterscheiden, die um dieselbe Zeit gegründet wurden, wurde die Stadt auch Caesarea Maritima oder Caesarea Palaestina genannt.
Dort lebt Kornelius , ein römischer Offizier, dessen Name aus dem Lateinischen stammt und „von einem Horn“ bedeutet. Er hat die Befehlsgewalt über ca. 600 Soldaten (dem zehnten Teil einer Legion), einer Abteilung, die die Italienische genannt wurde.

V.2
»Fromm«, im Griechischen „eusebes“, ist ein zusammengesetztes Adjektiv und bedeutet wörtlich übersetzt: gut verehren, ehrfürchtig sein. So wird Kornelius Haltung beschrieben, die eigentlich jedem Menschen damals wie heute eigen sein kann, nämlich die Achtung und die Scheu vor der Hoheit des Göttlichen.
Lukas schafft jedoch umgehend Klarheit, indem er neben diesen allgemein religiösen Begriff den der „Gottesfurcht“ stellt. Das war damals die gängige Bezeichnung für einen Nichtjuden, der dem Judentum nahe stand. Lukas hebt noch hervor, dass Kornelius den beiden wichtigsten Frömmigkeitswerken der Juden nachkommt: das Almosengebens (wörtl. aus dem Griechischen „Gnadengaben“) und das Gebet.

V.3
Dieser Mann hatte gegen 15.00 Uhr heutige Zeitrechnung eine Erscheinung. Man könnte auch mit Vision oder Schauung übersetzen. Dieser griechische Begriff „horama“ kommt in dieser Bedeutung insgesamt nur elfmal im NT vor, davon zehnmal in der Apostelgeschichte und einmal bei Mt.17,9.

V.4
Als Gott den Kornelius anspricht antwortet dieser mit dem Titel „kurios“, um sich an Gott zu wenden. „Kurios“ bedeutet „Herr, Meister“. Im Staat bezeichnete es den Souverän, den Prinzen oder den römischen Imperator.
Gott versichert dem Kornelius, dass seine Gebete und Almosen „vor Ihn gekommen sind“, also bis an sein Ohr gedrungen oder ganz wörtlich „aufgestiegen“ sind. Gott hat „ihrer gedacht“ oder „hat sich erinnert“, denn so könnte man auch übersetzen.

V.5
Kornelius soll nach Simon schicken. Ein Jünger und Apostel Jesu, dessen Hebräischer Name Shimown
mit „Erhört“ übersetzt werden kann. Simon hatte auch den Beinamen: Petrus, der Fels oder Stein.

V.7
Als Offizier im römischen Heer und Befehlshaber einer Hundertschaft ist es selbstverständlich, dass Kornelius einen Haushalt mit Knechten und Mägden führt. Zwei dieser Knechte und ein frommer Soldat werden als Boten südlich nach Joppe geschickt, eine Distanz von ca. 50 km, für trainierte Soldaten an einem Tag zu bewältigen (siehe V.9).

V.9
Petrus ist zur selben Zeit zu Besuch im Haus von Simon, dem Gerber. Dieser lebt in einem für diese Gegend typischen Flachdachhaus. Eine Treppe ermöglicht es, sich auf dem Dach aufzuhalten. Petrus nützt diesen Ort,
um mit dem lebendigen Gott zu sprechen. Etwas außergewöhnlich ist es schon, dass Petrus in der Mittagshitze diesen Ort zum Gebet aufsucht.

V.10
Noch während seinem Aufenthalt und während Petrus auf eine Mahlzeit wartet, gerät er in „Verzückung“.
Wenn man das griechische Wort verfolgt hat es die Bedeutung von „erstaunt sein, überrascht sein, neben sich selbst sein“. Petrus ist überwältigt von dem, was er sieht und fällt nieder. Es ist etwas Reales und doch nimmt Petrus es so wahr, als würde er neben sich selbst stehen.

V.11
Was Petrus so überwältigt ist, dass sich der Himmel auftut. Er darf sozusagen hinter die Kulissen schauen.

V.14
Das, was Petrus sieht sind Tiere, die er als verboten und unrein bezeichnet. Tiere, die nach dem Levitischen Gesetz nicht zum Verzehr für die Juden gedacht waren. Diese Schauung wiederholt sich insgesamt dreimal zwischen Vers 11 und Vers 16.

V.17
Das Gesehene und Gehörte hinterlässt einen „ratlosen“ Petrus. Man könnte aus dem Griechischen auch mit zweifeln oder erstaunt sein übersetzen.
Erscheinung hier das gleiche Wort wie in Vers 3: „horama“.

V.19
Das Geschaute lässt den Petrus verständlicherweise nicht los und so drehen sich seine Gedanken um das, was gerade geschehen war. Luther übersetzt mit „nachsinnen“. Das hier verwendete Wort „enthuomai“ hat seinen Ursprung in dem Wort „thuo“, was soviel wie töten, opfern, schlachten bedeutet.
Während Petrus sich sein Gehirn zermartert, was Gott ihm da gezeigt hat, spricht Gottes Geist („pneuma“) zu ihm.

V.20
Vier Aufforderungen ergehen an Petrus:
1. Steh auf!
2. Steig hinab!
3. Geh mit! oder auch: Geh weg mit …!
4. Zweifle nicht! oder auch zu übersetzen mit: Richte nicht! Mach keinen Unterschied! Keine Diskriminierung!

V.44
Beim Weitergeben des Evangeliums fällt der Heilige Geist auf die heidnischen Zuhörer.
Ein ähnliches Geschehen wie an Pfingsten geschieht. Bei dem Verb „fallen“ ist im Griechischen wie auch im Deutschen eine Bewegung von oben nach unten mit eingeschlossen.
Es ist Gottes Werk, das hier geschieht, nicht Menschenwerk.

V.45
Als Gott seinen Heiligen Geist auf die Nichtjuden ausgießt, geraten die zum Glauben gekommenen Juden in größtes Erstaunen oder in Verwunderung, wie man das griechische Wort, das Luther mit „Entsetzen“ übersetzt, wohl genauer übersetzen könnte.

V.46
Für Petrus und die anderen jüdischen Gläubigen vollzieht sich das gleiche Phänomen wie an Pfingsten. Gott hatte seinen Geist auf die Jünger ausgegossen und sie konnten in anderen Zungen sprechen.
An Pfingsten hatte es sich so ausgewirkt, dass Menschen aus anderen Ländern die vom Geist erfüllten Jünger in ihrer eigenen Sprache verstehen konnten, obwohl diese niemals diese Sprache gelernt hatten.
Was für Petrus und die anderen jüdischen Gläubigen auf alle Fälle verständlich war: Die vom Geist Beschenkten priesen Gott oder „megaluno“ anders übersetzt „machten Gott groß“.

5. Die Spitze des Textes
Das Evangelium und damit das Angebot und Geschenk der Vergebung und des ewigen Lebens gilt nicht nur für die Juden sondern für eine ganze Welt.

„So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." Johannes 3,16
„Gott will, dass allen Menschen geholfen werde, und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ 1.Timotheus 2 ,4

6. Der Text heute
V.1-2
Es gibt in unserem Umfeld viele Menschen, die von sich selbst sagen würden, dass sie fromm sind. Sie sind entweder in einem christlichen Umfeld aufgewachsen und haben soziale Praktiken und das Denken verinnerlicht, oder sie leben gerade in solch einem frommen Umfeld und passen sich mit ihrem Verhalten an.
Es gibt viele Menschen, auch in unserer Nachbarschaft, die in diesem Sinne fromm sind, und das durchaus auch in ihrem Leben auf ganz praktische Weise zum Ausdruck bringen: soziales Engagement, Spenden, … , bis hin zu kirchlichem Engagement.
Es sind liebe und von der Gesellschaft geachtete Leute, allerdings haben sie keine persönliche Beziehung zu Gott. Sie wissen nicht um das Herzstück des Glaubens – um Jesus und das neue Leben, das man durch sein stellvertretendes Sterben und seine Auferstehung haben kann.
Nicht alle, die sich christlich verhalten sind auch wiedergeborene Christen. Die richtige Sprache, das richtige Verhalten, das christliche Umfeld machen uns noch lange nicht zu einem Christen.
Zitat des verstorbenen Liedermachers und Sängers Keith Green:
„Genauso wenig wie der regelmäßige Besuch bei Mc Donald´s dich zu einem Hamburger macht, so wenig macht dich der regelmäßige Besuch eines Gottesdienstes zu einem Christen.“

V.3-4
Gott zeigt sich dem Kornelius.
Kornelius hat sicherlich durch das Beispiel der frommen Juden Teile der Wahrheit erkannt und versuchte sein Leben so gut als möglich zu leben. Seine Intention das Richtige zu tun war da.
Bei diesem Versuch, sein Leben richtig zu leben, begegnet ihm Gott.
Gott kommt es dabei nicht darauf an aus welcher Rasse, welchem Volk, welchem gesellschaftlichen Hintergrund oder aus welcher familiären Situation du kommst. Gott kommt es auf ein suchendes Herz an:
„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, Gott aber sieht das Herz an.“ 1.Sam.16,7
„Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.“ Jer.29,13-14
„Wenn du aber dort den Herrn, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, wenn du ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen wirst.“ 5.Mose 4,29 (oder auch Ps.34,5; Spr.8,17; Jes.65,1).

V.6
Gott benützt seine Kinder als Werkzeuge um sein Reich zu bauen.
Gott spricht hier den Kornelius auf eine Art und Weise an, dass dieser IHN erkennen und verstehen kann. Es bleibt aber nicht bei diesem außergewöhnlichen Ereignis. Gott beordert seinen Apostel hinzu.
Menschen werden auf die unterschiedlichste Art und Weise auf Gott aufmerksam. Dabei gibt es sicherlich auch immer wieder außergewöhnliche Begegnungen mit dem lebendigen Gott. Was aber aus unserem Text deutlich und durch andere Stellen der Bibel belegt wird ist, dass Gott seine Kinder als Botschafter und Zeugen benützt, damit andere zum Glauben und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Paulus hält dies fest:
“… so kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber aus dem Wort Christi.“ Römer 10,14-17

V.5-8
Glaube ist kein Gefühl, sondern eine Willenssache.
Dem Hauptmann Kornelius wird gleich am Anfang ein Auftrag von Gott erteilt: „ … sende Männe nach Joppe und lass holen Simon, mit dem Beinamen Petrus.“ Für Kornelius bleibt nun die Entscheidung dem nachzukommen, was der lebendige Gott sagt, oder aber das Ganze als Einbildung oder Zufall abzutun.
Es gehört bewusst die Entscheidung des Einzelnen dazu, ob er sich auf Gott einlässt und IHM gehorcht oder nicht. Gott behandelt uns mit viel Respekt und in seiner Liebe stülpt er uns nichts über. Seine Liebe ist so groß, dass er auch ein Nein akzeptiert und Menschen gegen sich entscheiden lässt. Vergleiche dazu die Geschichte des reichen Jünglings, der auch auf der Suche nach ewigem Leben war, von Gott den Auftrag bekam alles zu verkaufen, dem aber nicht gehorchte und traurig wegging. Jesus hat ihn nicht zurückgehalten, er ließ ihn gehen.

V.9
Gott benützt diejenigen, die mit Ihm in Verbindung stehen und auf ihn hören.
Petrus war auf dem Flachdach eines Hauses und hatte die Zeit genützt, um mit seinem Herrn ins Gespräch zu kommen. Es war keine offizielle, geplante Gebetszeit. Petrus tat das, was wohl der Apostel Paulus in 1.Thess.5,17 meint, wenn er schreibt: „Betet ohne Unterlass!:“
Da gilt es auch für uns immer wieder ganz bewusst solche Zeiten und die Stille zu suchen, um uns auf Gott zu konzentrieren, mit ihm zu sprechen und zu erwarten, dass er uns Dinge im Gebet deutlich macht.

V.10-16
Gott bereitet Situationen und Menschen vor.
Das ist im Besonderen hier der Fall, wo das Heil und die Erlösung zum ersten Mal durch die Apostel den Heiden weitergesagt wird. Beide Seiten haben eine Vision und werden ganz konkret von Gott angesprochen, so dass nachher keinerlei Zweifel an der Wahrheit bleiben und daran, dass das Geschehene im Willen Gottes passiert.
Lukas berichtet hier sehr ausführlich. Es ist ihm überaus wichtig, dass Menschen nicht auf Grund ihres Verstandes oder Traditionen urteilen. Gott will durch diese Vision deutlich machen, dass es uns Menschen, auch seinen Kindern nicht zusteht über Dinge oder Menschen zu urteilen. Wir sollen an Seinem Wort, der Bibel, nicht zweifeln und versuchen frömmer zu sein als Er.
Es geht Gott sicherlich auch darum uns Menschen deutlich zu machen, dass niemand vom Heil ausgeschlossen bleiben muss. Nicht nur die Kinder Israel haben Zugang zu Gott. Das wurde schon deutlich in den verschiedenen Begegnungen Jesu mit Heiden.

V.17
Wie schnell sind auch wir dabei andere Menschen in eine „Schublade“ zu schieben. Schnell ist der Alkoholiker, der auf der Parkbank schläft, abgestempelt genauso wie der Punker oder jemand, mit dessen Aussehen und Verhalten wir nicht zurechtkommen. Schnell ist man dabei, ein Urteil über solche Leute zu fällen und Gott zu unterstellen, dass so jemand nichts in seinem Reich verloren hat oder gar die Erlösung Jesu nicht verdient.
Möge Gott ganz neu diesen Vorurteilen den Wind aus den Segeln nehmen. Möge er uns bereit machen anderen so zu begegnen, wie er uns begegnet – mit seiner bedingungslosen Liebe.
Überprüfe einmal, wie schnell du dabei bist über andere Menschen zu urteilen.

V18-19
In seiner Liebe schickt Gott uns immer wieder eindeutige Zeichen und „Wegbegleiter“, so wie im Falle des Petrus die beiden Knechte und der Soldat. Er sieht und kennt unsere Zweifel und unser Zögern und kommt uns da mit all seiner Geduld entgegen.
Es wäre ja auch einmal zu überlegen, ob wir nicht einer der drei Boten sein sollen, die auf andere Christen zugehen, um sie zu ermutigen und aufzufordern von Gottes weiter zu sagen.

V.20
Auch uns persönlich gelten diese vier Aufforderungen, die hier dem Petrus direkt von Gott gesagt werden:
1. Steh auf!
Oft bestimmt Lethargie und Bequemlichkeit unser Leben. Darum gilt auch für uns: Steh auf!
Das beginnt in unserer persönlichen Stillen Zeit und setzt sich fort in unserem Engagement in der Gemeinde.
2. Steig hinab!
Vielleicht ist es ja auch höchste Zeit von unseren christlichen „hohen Ross“ herunter zu steigen.
Sind wir uns zu gut, um mit bestimmten Menschen überhaupt zu sprechen, ihnen zu helfen, ihnen von Jesus weiterzusagen?
3. Geh mit ihnen!
Wann haben wir uns das letzte Mal aufgemacht, um mit anderen bei einer missionarischen Aktion dabei zu sein?
4. Zweifle nicht!
Kommt das nicht auch bei uns Frommen immer wieder vor, dass wir eindeutige Aussagen der Bibel anzweifeln und in Frage stellen, weil wir vielleicht eine vorgefasste Meinung haben oder uns an anderen Menschen statt an Gott orientieren?
Wir wollen wieder ganz neu lernen Gottes Willen über den unseren zu stellen und nicht zu zweifeln, dass sein Wort auch jetzt und heute Gültigkeit hat.

V.44
Dort, wo Gottes Wort, das Evangelium, eindeutig gepredigt wird, da wirkt Gott und dort werden sich Menschen verändern und vom Dunkel ins Licht kommen.
„Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen, zu säen, und Brot, zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.“ Jesaja 55,10-11
Diese Verheißung aus Jesaja macht uns Mut Gottes Wort weiterzugeben und sie nimmt von uns den Druck, dass wir verantwortlich wären Wachstum oder Veränderung bei anderen Menschen zu bewirken. Unser Auftrag ist es, Jesus groß zu machen und das Wort Gottes weiterzusagen.

V.45
Noch einmal wird die zweifelnde und staunende Haltung der gläubigen Juden gegenüber dem Handeln Gottes erwähnt. Auch wir tun uns oft schwer zu akzeptieren, dass Gott Menschen verändern und gebrauchen will.
Wir wollen Gott ganz neu zutrauen, dass ER auch „Härtefälle“ erreicht und mit seiner Liebe verändert.

V.46
Ein Hinweis, dass sich ein Leben verändert hat ist sicherlich das Gotteslob und die Anbetung Gottes.
Da steht nicht mehr das Ich, andere Personen oder Dinge im Vordergrund, sondern „wes das Herz voll ist,
des geht der Mund über.“ Mt.12,34

V.47-48
Gott hat durch die Ausgießung seines Heiligen Geistes gezeigt, dass diese Menschen zu Ihm gehören.
Da bleibt für Petrus und die Gläubigen überhaupt nicht mehr die Frage, ob diese nun in die Gemeinschaft durch die Taufe aufgenommen werden sollen oder nicht.
Auch in unseren Gemeinden geht es nicht darum Menschen auf Grund ihrer Herkunft oder Prägung zu akzeptieren oder abzulrhnrn. Gottes Kriterium und damit auch unseres sollte lauten: „Wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.“ Römer 10,9
„Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott.“ 1.Joh. 4,2

7. Beispiele und Verdeutlichungen
siehe unter 4. und 6.

8.Material und Gliederung zur Predigt

Einleitung:
Wir leben in einer zunehmend spirituellen Welt. Das lässt sich schon am Fernsehprogramm festmachen, wo immer mehr Filme oder auch Reportagen ausgestrahlt werden, die sich mit Übernatürlichem in ganz selbstverständlicher Weise beschäftigen. Von einem übernatürlichen Erlebnis, von Gott oder von Wundern zu sprechen ist heute keine verbotene oder peinliche Sache. Das ist auf der einen Seite eine Ermutigung von unserem Glauben und dem lebendigen Gott weiterzusagen, auf der anderen Seite ist es eine Gefahr, dass unser Glaube für die Menschen um uns her nur eine Alternative unter vielen ist.

1. Angeklopft
“Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ Offb.3,20a
2. Aufgemacht
“Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, ..“ Offb. 3,20b
3. Aufgenommen
“… zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.“ Offb. 3,20c