Monatsthema: Jesus kam, kommt und wird kommen
Predigtthema: Leben in der Vorbereitung auf den, der kommt
Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!
1. Sehen, was dasteht
Verschiedene Bibelübersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).
1.1 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes
Hilfen zur Auslegung bieten z.B.
- Edition C, (Band 1), Johannesevangelium von Dr. Gerhard Maier
- Wuppertaler Studienbibel
Und natürlich auch diverse Studienbibeln, von denen man als Verkündiger verschiedene haben sollte bzw. sicherlich auch ausleihen kann.
Wir verweisen auch auf die wertvollen Predigttipps von Thomas Richter
Predigthilfe vom 23. Dezember 2012 und Predigthilfe vom 24. Dezember 2012
1.2 Textzusammenhang
Es gab in Israel eine große Messiaserwartung, denn sie warteten auf den, der sie vom Joch der Römer befreien würde.
1.3 Anmerkungen zum Verständnis des Predigttextes
Siehe Predigttipps von Thomas Richter
1.4. Textgliederung
1. Johannes zeigt auf Jesus
Einleitung: Isenheimer Altar in Colmar (Elsass). Matthias Grünewald malte Johannes den Täufer wie er mit einem übergroßen Zeigefinger auf Jesus hinweist.
So tritt Johannes der Täufer auf, als der Zeigefinger Gottes und das ist zugleich das Kennzeichen der wahren Propheten, dass sie auf Jesus Christus zeigen und nicht auf sich selbst. Johannes zeigt auf das Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt, auf Jesus Christus. So dürfen auch wir in dieser Advents- und Weihnachtszeit wieder neu Zeigefinger (Wegweiser) für unseren Herrn sein, denn um ihn geht es.
2. Johannes redet von der Buße
Johannes der Täufer zitiert den Propheten Jesaja (K.40). Im 40. Kapitel des Propheten Jesaja lesen wir, dass das Volk Israel aufgerufen wird die entstandenen Täler und Berge (Bild für die Sünde) zu beseitigen und sich vorzubereiten auf das Kommen des Messias. Diese Botschaft des Jesaja wurde dann von Johannes dem Täufer und von Jesus selber verkündigt und diese Botschaft dürfen auch wir heute verkündigen.
Wie oft gibt es auch in unserem Leben solche Berge und Hügel der Sünde? Gerade deshalb kam das Lamm Gottes, Jesus Christus, in diese Welt, um diesen Schaden wieder in Ordnung zu bringen!
Auch wenn es heute unmodern ist, von Sünde und Buße zu reden. Es ist unser Auftrag, diese Botschaft einer Welt zu sagen, die ohne Jesus ins Verderben läuft. Darum ist Jesus an Weihnachten in diese Welt gekommen, um uns zu retten und zu erlösen. Die Adventszeit erinnert uns aber auch an die Wiederkunft Jesu, doch sind wir bereit, ist unser Leben mit Jesus in Ordnung gekommen, können wir uns auf seine Ankunft freuen?
Alles wird für Weihnachten schön gerichtet und vorbereitet. Lasst uns auch so unsere Herzen vorbereiten auf das Kommen unseres Herrn!
Noch haben wir Gnadenzeit und diese Gnadenzeit dürfen wir nützen, ehe es zu spät ist.
3. Johannes lebt in der Demut
Johannes sagt: Ich bin nicht wert…. (V.27). In der Regel hatten die Menschen damals Sandalen an und das Lösen oder Öffnen der Schuhriemen war Sklavenarbeit. Zum Sklavendienst an Jesus ist er zu wenig, das war seine Selbsteinschätzung. Sein Dienst als Wegbereiter für Jesus ließ ihn in der Demut bleiben. Hier lebt Johannes vor, was sich dann durch das ganze Leben Jesu hindurchzieht: Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig (Matth. 11,30; Phil.2,5ff). Um diese Demut dürfen wir bitten, dass Jesus sie uns schenkt, denn wir haben sie von Natur aus nicht in uns.
(Günther Baumgärtner)