Römer

Predigthilfe vom 16.10.2005 – Römer 4, 1-12

Monatsthema: Leben aus Glauben
Predigtthema: Gerecht aus Glauben

Bibelstelle: Römer 4, 1-12

Verfasser: Eckhard Löffler

Testfall für die Gerechtigkeit aus Glauben: Abraham.
Abraham, der Vater des Glaubens.

1. Es geht um einen Schriftbeweis: 6 mal „Was sagen wir denn?“ (Röm 4,1; 6,1; 7,7; 8,31; 9,14.30). Bewie-sen wird, dass Gott auch im AT die „Gerechtigkeit OHNE Zutun der Werke“ schenkte.
Pietisten wollen nach Gottes Wort leben und ihr Tun danach ausrichten. Ihre „schwache Flanke“: Gott alles recht machen zu wollen/müssen, um (!) …
Fromme Gesetze und Regeln bringen keinen Menschen in den Himmel.

2. Auch ein Abraham WAR nicht gerecht, sündigte, hatte deutliche Schwachstellen in seinem Leben mit Gott, vertraute aber gegen alle verstandesmäßigen und „naturwissenschaftlichen“ Überzeugungen. (Hbr 11, 8-10) Das „rechnete ihm Gott zur Gerechtigkeit“ (V3) (1).

3. Israel versteht leider noch nicht, worauf es Gott ankommt (2).

4. Abrahams Rechtfertigung hatte mit seiner Beschneidung nichts zu tun (3).
In seinem Leben standen zuerst der Glaube, dann die Gerechtsprechung und anschließend die Beschnei-dung.

Denkanstösse:
Erzählen, wie Abrahams Glauben WUCHS: Ur war eine Stadt der Mondanbeter! Gott fragt nicht nach der Herkunft. Wenn einer nur Glauben lernen will!
Abrahams Mitnahme Lots war nicht Gottes Wille. So entstehen „Klötze am Bein“.
Glaube heißt: Wollen, was Gott will. (Dora Rappard: „Mein Wille gehört meinem Gott, ich traue auf Jesus allein.“)

Gliederungsvorschlag (nach Dr. H. Krimmer):
Einleitung: Abrahamgeschichte in Auszügen. Er gehorcht (4) , vertraut, lässt alles und geht auf Gottes Wort hin.
– Auf Gottes Stimme hören
– Andere Stimmen überhören
– Christus zugehören

Fußnoten:

(1) Die islamische Religion geht von zwei Engeln aus, die unfühlbar auf den Schultern der Menschen sitzen, Plus und Minus registrieren. Bei Lebensende wird die Rechnung präsentiert.
Evtl. ein Grund, durch Selbstmordattentate für Allah den Weg ins Paradies zu finden.
(2) Israels politisch verfahrene Situationen der vergangenen Jahrzehnte sind nur Hinweise darauf, dass im Volk Gottes die eigene Kraftanstrengung nie zielführend war.
(3) Äußere Rituale allein können nicht den Eintritt ins Reich Gottes besiegeln. Z.B. ist auch die christliche Taufe noch kein Beleg einer Gotteskindschaft. Gott liebt alle Menschen. Aber nur, wer an Jesus glaubt, „de-nen gab er Macht/Recht, Gottes Kinder zu heißen“ (Jo 1,12).
(4) Zum Gehorchen gehören LOSLASSEN und ANPACKEN was Gott will.