Jahresthema: Gott nahe zu sein ist mein Glück
Predigtthema: In Gottes Nähe leben – Christus erwarten
Predigttext: Lukas 1, 39 – 56
Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!
1. Sehen, was dasteht
Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).
1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext
Finden wir z.B. in „Das Neue Testament“ erklärt und ausgelegt von John Walvoord und Roy Zuck (Hänssler-Verlag)
1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes
Hilfen zur Auslegung bieten z.B.
* Edition C Lukas-Evangelium 1. Teil von Gerhard Maier
* Wuppertaler Studienbibel von Fritz Rienecker
Siehe auch Predigthilfe www.studienbibel.de vom 13.12.2009, www.studienbibel.de vom 3.2.2002 und www.studienbibel.de vom 10.2.2002
2. Erläuterungen zum Text
V.39-40: „Eilends“, wörtl. schnell. Maria wollte keine Zeit verlieren. Gebirge Juda, dort befand sich eine von 48 Freistädten (4.Mose 35,1ff) wohin ein Mensch fliehen konnte, wenn er unverschuldet jemand tötete, um in Sicherheit zu sein vor dem Bluträcher. Die Freistädte waren über das ganze Land verteilt, so dass jeder die Möglichkeit hatte eine solche Stadt zu erreichen.
V.41-42: Elisabeth wird vom Heiligen Geist erfüllt (Noch AT-Zeit).
V.43: Elisabeth erkennt, dass das Kind der Messias ist „meines Herrn“.
V.45: Elisabeth preist den Glauben der Maria, die dem Engel und damit Gott selber glaubte. Seligpreisung: Selig, die du geglaubt hast.
V.46-47: Maria lobt Gott. Seele kann auch mit Herz übersetzt werden. Der ganze Mensch lobt Gott und macht ihn groß.
V.48: Maria ist und bleibt demütig. Seine Magd (Dienerin).
V.49: Das Handeln Gottes steht im Mittelpunkt.
V.50: Seine Barmherzigkeit (Sein sich schenken) ist den Gläubigen garantiert.
V.51: Gott hat alles in seiner Hand (Arm). Die Hoffärtigen werden zerstreut (Psalm 1).
V.52: Gott ist der Herr aller Herren und hat alles in seiner Hand.
V.53-55: Wie oft hat Israel dies schon in seiner Geschichte erlebt (Wüstenwanderung).
V.56: Maria kehrt wieder zurück nach 3 Monaten.
3. Predigtgliederung
A) Die Zufluchtsstätte
B) Die Begegnungsstätte
C) Die Segensstätte
3. Predigtveranschaulichungen
Einleitung: Advent nimmt uns wieder hinein in die Ankunft unseres Herrn.
A) Die Zufluchtsstätte
Für Maria ist keine leichte Zeit angebrochen (Schwanger als Unverheiratete). Maria flieht zu ihrer Verwandten Elisabeth ins Gebirge Judas. Es gab damals in Israel 48 Freistädte oder auch Priesterstädte, wohin jemand fliehen konnte wenn er unverschuldet jemand tötete um in Sicherheit zu sein vor dem Bluträcher. Maria war dort bei Elisabeth auch in Sicherheit. Bild auf Jesus Christus, zu ihm dürfen wir fliehen und bei ihm in Sicherheit sein. Wohl dem der die richtige Zufluchtsstätte kennt.
B) Die Begegnungsstätte
Für Maria war diese Zufluchtsstätte auch eine wichtige Begegnungsstätte. Trotz dem großen Altersunterschied war eine tiefe geistliche Gemeinschaft und Einheit vorhanden. Kinder Gottes haben Sehnsucht nach Gemeinschaft. Bsp.: Jesus im Tempel, Bethanien.
C) Die Segensstätte
Die Begegnungsstätte darf nun auch für beide Frauen zur Segensstätte werden. Elisabeth ist erfüllt vom Heiligen Geist genauso wie auch Maria. Wie sind doch die beiden Frauen erfüllt von dem was der lebendige Gott tut. Der Herr selber steht im Mittelpunkt aller Anbetung. Um ihn allein geht es und sonst um nichts. Adventszeit heißt auch Anbetungszeit über dem Wunder von Bethlehem.
Günther Baumgärtner