Monatsthema: Der Lebensstil Jesu
Predigtthema: Glückselig leben – nur in der Wahrhaftigkeit?
Bibelstelle: Matthäus 5, 33-37
Verfasser: Thomas Richter
Ein Predigttipp enthält Hilfestellungen für die Verkündigung und ersetzt deshalb nicht das eigenständige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren.
1. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG
Nachdem in Mt 5,17-20 (Predigt vom 17.01.2010) die ganz grundsätzliche Haltung aufgezeigt wurde, die es gegenüber dem Wort Gottes einzunehmen gilt, werden nun Einzelaspekte beleuchtet und aufgezeigt, wie das Wort Gottes in einem messianischen Horizont konkret auszulegen und anzuwenden ist. Den Kontrast zum Lebensstil Jesu (= Monatsthema) besteht im Lebensstil der Pharisäer und Schriftgelehrten (Mt 5,20). Die „ich aber sage euch“ – Aussagen Jesu stehen nicht im Kontrast zum göttlichen Gesetz, sondern stehen im Kontrast zu einer menschlichen Gesetzesauslegung und -anwendung. Zu Mt 5,33-37 ergibt sich aus inhaltlicher Hinsicht folgendes Predigtthema: „Glückselig leben – nur in der Wahrhaftigkeit?“ Auch wenn das Predigtthema in eine Frage gekleidet ist, so ist auf dem Hintergrund des Monatsthemas („Lebensstil Jesu“) eine bejahende Antwort im Rahmen der Predigt zu geben. Wo wir durch und im Lebensstil Jesu leben, da kann man glückselig leben, aber eben nur in der Wahrhaftigkeit, da nur dies der Person und dem Wesen des Messias entspricht.
2. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN
Hilfen zur Auslegung und Anwendung bieten z.B.
* Fritz Grünzweig. Die Bergpredigt: Antworten auf Fragen von heute. Hänssler, 1985 (S. 106-111).
* Gerhard Maier. Matthäus-Evangelium 1.Teil. Edition C-Bibelkommentar 1 (S. 171-176).
* D. Martyn Lloyd-Jones. Bergpredigt Bd. 1: Predigten über Matthäus 5,3-48. 2. Aufl. Friedberg: 3L-Verlag, 2003 (S. 311-321 – sehr empfehlenswert).
Zur Vorbereitung der Predigt empfehlen wir das Anhören (im Sinne von Apg 17,11b) der textbezogenen Predigten mit praktischen Anwendungen von Wolfgang Nestvogel: „Unsere Worte“ (Predigt vom 13.06.2009, Matthäus 5,33-37 unter http://begh.podspot.de/?page=8 und unter http://www.bibeltage.de/Bergpredigt.html dort unter der Nr. 08).
Zum Predigteinstieg:
„Kürzlich kehrten wir nach einer Woche Abwesenheit nach Hause zurück und trafen vor unserem Haus einen Mann an, der behauptete, der Cousin eines unserer Nachbarn zu sein. Er erzählte uns, dass die Polizei seinen Wagen samt all seiner Habseligkeiten wegen Falschparkens abgeschleppt habe, und nun müsse er ein Strafgeld bezahlen, um das Auto zurückzubekommen. Er fragte, ob er sich von uns etwas Geld leihen könne, und so gaben wir ihm fünfzig britische Pfund. Wenig später kehrte er zurück und sagte, er benötige noch weitere zwanzig Pfund. Nachdem wir ihm auch diese geliehen hatten, wurden wir plötzlich misstrauisch. Ich ging hinüber zu unseren Nachbarn und sah, dass das Haus hell erleuchtet war. Ich wusste, dass man mich für dumm verkauft hatte. Es stellte sich heraus, dass der Mann drogensüchtig war und mit der gleichen Geschichte bereits viele Leute in unserem Wohngebiet betrogen hatte. Mir wurde bewusst, was für ein leichtgläubiger Tölpel ich gewesen war. Aber ich dachte auch, wie schade es ist, dass wir in einer Welt leben, in der wir den Menschen nicht trauen können. Vor einiger Zeit berichtete auch Lynda Lee-Potter in Zeitung Daily Mail über dieses Thema: ‚Die Zeitschrift Sun führte vor kurzem eine Untersuchung zur Frage der Wahrheitsliebe durch, um mehr über Denken, das Herz und die Integrität ihrer Leser heraus finden. Sie behauptete, hocherfreut zu sein, dass nur 22 Prozent ihrer Leser einen Partner des Geldes wegen umbringen würden und nur 38 Prozent der Männer es zulassen würden, dass ihre Ehefrauen als Prostituierte ihr Geld verdienten. Herzlichen Glückwunsch, strahlte die fürsorgliche Sun. Wir haben es immer gewusst, doch nun haben wir den Beweis: Sun-Leser sind anständig, ehrlich, fürsorglich und vertrauenswürdig. Sie sind loyale Arbeitnehmer, treue Liebhaber und Mitglieder unserer Gesellschaft, die sich um andere kümmern. Abgesehen von der Tatsache, so hätten sie vielleicht hinzufügen sollen, dass manche unter Ihnen potentielle Zuhälter und Mörder sind‘.“ (Gumbel, Herausfordernder Lebensstil, S. 101f).
Anmerkungen zur Textauslegung:
Nicht der Wortlaut allein entscheidet (= wörtliche Auslegung), sondern der darauf basierende beabsichtigte Wortsinn (= wortgemäße Auslegung) ist entscheidend. Wir müssen an der richtigen Stelle genau sein, sonst stolpern wir in die gleiche Falle wie die Pharisäer und Schriftgelehrten. Bei unserer Auslegung und Anwendung ist zu berücksichtigen, dass Jesus selbst vor Gericht unter Eid ausgesagt hat (Mt 26,63f). Paulus benutzt unter der Inspiration des Hl. Geistes feierliche Formulierungen, um an Gott zu appellieren (Röm 1,9; 2Kor 1,23; Gal 1,20; Phil 1,8; 1Thess 5,27). Auch Gott selbst schwört, er beeidet sein Wort, damit Menschen es glauben (1Mose 9,8-11; 22,16f; Lk 1,68.73; Ps 16,10 vgl. Apg 2,27-31). Die Aussage im Hebr 6,16f wird ebenfalls schwer verständlich, wenn jeglicher Eid Sünde wäre. Auf diesem Hintergrund ist sorgfältig zu prüfen, wie die Aussage Jesu „schwört überhaupt nicht“ (V. 34a) auszulegen und anzuwenden ist. Als absolutes Verbot jeglichen Eides (und damit wahrscheinlich gegen den gesamtbiblischen Zusammenhang) oder als ein Hinterfragen der Motive, da sich für einen Nachfolger Jesu die Frage stellt, warum er überhaupt die Wahrhaftigkeit seiner Worte beeiden muss. Sollte es nicht vielmehr grundsätzlich klar sein, dass Nachfolger Jesu in allem wahrhaftig sind und dies nicht von ihnen selbst her mit einem Schwur unterstrichen werden muss. Dies würde aber eine eidliche Bekräftigung nicht grundsätzlich ausschließen, wenn sie vom Gegenüber her gefordert oder erforderlich wäre.
Im Umgang mit unseren Worten sind wir stets gefährdet von der Wahrheit abzuweichen, weshalb Menschen zu einem Eid bzw. Bekräftigungsschwur neigen (V. 33). Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass der Vater uns auf jeden Fall ernst nimmt, denn er will unsere Wahrhaftigkeit ohne Ausnahmen (V. 34-36). Damit wir nun als Nachfolger Jesu nach diesem eigentlichen Willen Gottes leben können, haben wir uns an der Person und dem Wesen Jesu zu orientieren, in und durch den wir ja leben (V. 37). Daraus ergibt sich folgende Textgliederung: Wir sollen wahrhaftig reden, denn wir sind gefährdet im Alltag (V. 33), aber geborgen beim Vater (V. 34-36) und deshalb ist unser Reden und Handeln geprägt vom Sohn (V. 37)
1) Wahrhaftig reden, denn wir sind gefährdet im Alltag (V. 33)
V. 33 ist eine Zusammenfassung der biblischen Aussagen aus 2Mose 20,7; 3Mose 19,12; 4Mose 30,2 und 5Mose 23,21-24.
Der gr. Ausdruck „epiorkeo“ = „einen Eid / Gelübde brechen bzw. einen Meineid schwören“ ist hier als striktes Verbot aufzufassen (V. 33a).
Der gr. Ausdruck „orkos“ bedeutet „Eid bzw. Schwur“(V. 33b).
„Der Eid soll die Wahrheit einer Aussage sichern, indem man sich selbst verflucht für den Fall, dass die Aussage unwahr ist. Die Sanktion wird von Gott erwartet, den man als Zeugen anruft und dessen Gericht man erwartet, wenn man meineidig ist. Beim ‚weltlichen‘ Eid liegt die Bekräftigung der Aussage nur darin, dass man verschärfte strafrechtliche Verfolgung der falschen Aussage ins Auge fasst. Schwört man bei Gott, zieht man sein Gericht auf sich. Man unterscheidet promissorische (Amtseid, Fahneneid, Gelübde) und assertorische Eide (Bekräftigung von Aussagen über Sachverhalte)“(Voigt, Die bessere Gerechtigkeit, S. 441).
2) Wahrhaftig reden, denn wir sind geborgen beim Vater (V. 34-36)
Jesus tritt mit seiner Aussage nun nicht in Kontrast zu V. 33, sondern zu einem falschen Verständnis von V. 33. Der Sinn von V. 33 ist eindeutig: Was man verspricht, dass bricht man nicht! Allerdings hat die pharisäische Schriftgelehrsamkeit nun angefangen zu differenzieren im Hinblick auf die Schwurformel. Statt grundsätzlich am Inhalt des Eides bzw. Schwurs festzuhalten, lehrten sie, dass es entscheidend darauf ankommt, in wessen Namen geschworen bzw. beeidigt wird. So wurde der Name Gottes umschrieben, wobei Jesus nun sagt, dass dies eine Krücke sein, denn egal ob der Schwur / Eid im Namen des Himmels – Erde – Jerusalem – Haupt erfolgt, da Gott gegenwärtig ist und alles sein ist, macht das keinen Unterschied ob sein Name nun genannt wird oder nicht (vgl. V. 34b-36 mit Mt 23,16-22)! Alles was geschieht, geschieht grundsätzlich unter den Augen Gottes und entscheidend ist, dass wir uns dessen bewusst sind. Wer in der Gegenwart des Vaters geborgen ist, der arbeitet nicht mit Tricks um andere zu hintergehen.
„V. 34: […]. Der Eid ruft eigentlich Gott als Zeugen an. Die Scheu seinen Namen auszusprechen, lässt Ausweichformeln entstehen und erzeugt eine kleinliche Kasuistik (Mt 23,16-22). Hier und in V. 35 weist Jesus darauf hin, dass solches Ausweichen sinnlos ist: in jedem Falle ist Gott in das Geschehen hereingezogen; in jedem Falle kann sein Name missbraucht werden; in jedem Falle ist Gott ohnehin präsent. – V. 36: Wie der Mensch Gottes nicht mächtig ist, so ist er auch seiner selbst nicht mächtig. Ist der Eid als Selbstverfluchung für den Fall der Unwahrhaftigkeit verstanden, so muss der Mensch wissen, dass damit Gott das Herrenrecht genommen wird. Denn kann der Mensch schon sein Haar nicht weiß oder schwarz machen (man verstand es damals, das Haar zu färben, doch dies ist hier natürlich nicht im Blick), dann kann der viel weniger über Bestand und Ende des Lebens verfügen“ (Voigt, Die bessere Gerechtigkeit, S. 440).
Julius Schniewind spitzt die Intention Jesu in den Versen V. 34-36 auf provokante Art und Weise wie folgt zu: „Jedes Wort, das ihr sprecht, sei ein Schwur; ihr steht mit jedem Wort, das ihr sprecht, vor Gott“.
Zur Predigtveranschaulichung (V. 34-36): „Wie oft haben wir bereits darauf hingewiesen, dass das die Tragödie der modernen Auffassung von Heiligkeit ist. Heiligkeit und Weltlichkeit werden in völlig unbiblischer Weise dargestellt. Für manche Christen scheint Weltlichkeit zu bedeuten, ins Kino zu gehen, was dann die Gesamtsumme der Weltlichkeit ausmacht. Solange jemand das nicht tut, ist er nicht weltlich. Dabei vergessen sie den Hochmut – den Hochmut des Lebens, die Lust des Fleisches, die Lust der Augen, die Arroganz bezüglich der Abstammung und Ähnliches. Wir isolieren und grenzen die Definition auf ein Gebiet ein. Solange jemand sich in dieser einen Sache nichts zu Schulden kommen lässt, ist alles gut. Das war das Problem mit den Pharisäern und Schriftgelehrten. Sie reduzierten alles auf den Meineid. Anders gesagt: Sie meinten, es sei nicht schlimm, wenn jemand, wann auch immer, etwas beschwört, solange es nicht falsch war. Solange er keinen Meineid leistete, konnte er seinen Schwur mit Jerusalem und mit jeder andern Sache bekräftigen. Damit öffneten sie den Menschen Tür und Tor, alles Mögliche und ständig mit einem Schwur zu bekräftigen. Ein weiterer Wesenszug ihrer falschen Auslegung war, dass sie zwischen verschiedenen Schwüren unterschieden, indem sie sagten, dass manche bindender waren als andere. Schwor jemand bei dem Tempel, so war das nicht bindend; aber ein Schwur auf das Gold des Tempels war dagegen bindend. Wenn man einen Schwur bei dem Altar ablegte, musste dieser nicht gehalten werden. Aber wenn man bei dem Opfer auf dem Altar geschworen hatte, dann war das absolut bindend. Wir merken sicherlich, wie unser Herr in Matthäus 23 seinen Spott und Hohn nicht nur über eine derartige Verfälschung des Gesetzes ausschüttet, sondern auch über die dahinter stehende Unaufrichtigkeit. Und es ist gut zu vermerken, dass unser Herr dies getan hat. Es gibt gewisse Dinge, die den christlichen Glauben betreffen, die so entschieden angegangen werden müssen. In dieser laxen und verweichlichten Zeit sind wir, was Prinzipien angeht, so dermaßen unsicher geworden, dass wir vor derartigen Verurteilungen wie dieser, von der wir dort lesen, zurückschrecken und fast eher bereit sind, unseren Herrn für die Art und Weise zu verurteilen, wie er über die Pharisäer spricht. Schande über uns! Diese höchste, übel rieche Unaufrichtigkeit bezüglich der Dinge Gottes muss als das aufgedeckt verurteilt werden, was es ist. Die Pharisäer haben sich an dieser Stelle schuldig gemacht, indem sie zwischen Eid und Eid unterschieden und sagten, dass manches Schwören bindend war und anderes wiederum nicht. Das Ergebnis dieser ihrer Lehre war, dass ein feierlicher Eid sehr häufig und leichthin in Gesprächen abgelegt wurde – und das in Verbindung mit nahezu jeder Sache“ (Lloyd-Jones, Bergpredigt Bd. 1, S. 315f).
3) Wahrhaftig reden, denn wir sind geprägt vom Sohn (V. 37)
Hat Jesus nun grundsätzlich jeglichen Schwur oder Eid verboten (V. 34a)? Im Kontext der Bergpredigt scheint der Schwur bzw. Eid im Blick zu sein, der benützt wird, um eine eigene Aussage zu bekräftigen, damit einem geglaubt wird. Dabei halten sich die Pharisäer und Schriftgelehrten viele Hintertürchen offen. Jesus verurteilt diese Praxis, da es ihm um eine grundsätzliche Wahrhaftigkeit und Eindeutigkeit geht (vgl. Jak 5,12). Als Maßstab gilt hier sein eigenes Leben (vgl. 2Kor 1,17-24), als negatives Beispiel siehe z.B. Petrus während seiner Verleugnung Jesu (Mt 26,74).
Es geht Jesus nicht nur darum, dass man lässt, was das Gebot Gottes verbietet (negative Haltung), sondern darum, dass man lebt und handelt, wie es dem Herrn entspricht (positive Haltung). Vgl. hierzu Eph 4,25.
Zu V. 37b vgl. Joh 8,44 mit Ps 58,3; 62,4; Jer 9,3-5.
Für einen zu leichtfertigen Umgang mit einem Schwur / Eid siehe z.B. Jos 9,15; Ri 11,30f; 1Sam 14,24; Mt 14,7
Zur Predigtveranschaulichung (V. 37): „Ich kannte einmal einen gottesfürchtigen Mann, man hatte ihm den Spitznamen ‚Gibbo‘ gegeben, der in jungen Jahren als Angestellter in dem Londoner Kaufhaus Selfridges arbeitete. Eines Tages, als der Besitzer Gordon Selfridge gerade im Haus war, klingelte das Telefon, und Gibbo nahm den Hörer ab. Der Anrufer bat darum, Gordon Selfridge zu sprechen. Gibbo gab die Nachricht weiter, und Selfridge antwortete: ‚Sagen Sie ihm, ich sei außer Haus‘. Gibbo hielt ihm den Hörer hin und entgegnete: ‚Sagen Sie’s ihm selbst‘. Gordon Selfridge nahm den Anruf entgegen, aber er kochte vor Wut. Gibbo meinte daraufhin: ‚Wenn ich für Sie zu einer Lüge greife, dann könnte ich auch gegen Sie zur Lüge greifen. Von diesem Tag an brachte Gordon Selfridge Gibbo höchste Achtung und äußerstes Vertrauen entgegen. Christen sind dazu berufen, sich von der Gesellschaft zu unterscheiden. Wir sind berufen, eine Gerechtigkeit zu leben, die ‚weit größer ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer‘ (Mt 5,20). Wenn wir das tun, werden wir in unserer Gesellschaft Salz und Licht sein (vgl. Mt 5,13-16)“ (Gumbel, Herausfordernder Lebensstil, S. 111f).
„Was die Bergpredigt sagt, ist Wirklichkeit zunächst in Jesus Christus selbst, in ihm allein. Aber was er ist und hat, will er uns geben. Auf sein Reich warten wir. Im Glauben ist es schon neue Wirklichkeit unseres Lebens. Je fester man sich von Jesus Christus ergriffen weiß, desto leichter hat man es, wahrhaftig zu sein“ (Voigt, Die bessere Gerechtigkeit, S. 445).
3. TEXT- UND PREDIGTSCHWERPUNKT
Unsere Predigtübersicht 2010 (beim Gemeinschaftsleiter erhältlich) benennt als möglichen Schwerpunkt für die Predigt das Thema “ Wahrhaftigkeit „. Bitte achtet darauf, dass die Predigt nicht zu einem Vortrag über das für und wider über das Schwören bzw. Beeiden wird. Es geht konkret darum, wie wir in der Wahrhaftigkeit Jesu leben und dienen können und dies zeigt sich darin, wie bei uns Wort und Tat übereinstimmt. Dies wollen wir in der Predigt entfalten.
4. PREDIGTGLIEDERUNG
Glückselig leben – nur in der Wahrhaftigkeit? Ja, denn wir sind
a) gefährdet im Alltag (V. 33)
b) geborgen beim Vater (V. 34-36)
c) geprägt vom Sohn (V. 37)
oder nach Wolfgang Nestvogel:
Unser Wort
a) gefährdet durch Lüge
b) gefordert zu Wahrheit und Klarheit
c) geformt in der Herzenszentrale
oder nach Jacob Thiessen:
a) Gott sein Versprechen erfüllen (V. 33)
b) Gott nimmt unser Wort immer ernst (V. 34-36)
c) Unser Wort zeigt, wie unser Herz ist (V. 37)