Monatsthema: Jesus, der Gottessohn
Predigtthema: Jesus, die Liebe Gottes in Person
Gottesdienst Einleitung: Lk 2,1-7; Titus 3,4-8 (Vorschläge zur Textlesung)
Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!
1. Sehen, was dasteht
Verschiedene Bibelübersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).
1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext
Der 1.Johannesbrief ist in verschiedenster Hinsicht ein sehr tiefgehendes, eindringliches und seelsorgerliches Wort Gottes an eine christliche Leserschaft. Johannes, der Schreiber, war schon im fortgeschrittenen Alter und konnte auf ein langes Glaubensleben mit vielen persönlichen Erfahrungen zurückblicken. Die Art, wie er die Leser anspricht (Geliebte, Kindlein, Kinder) zeugt von einer innigen Beziehung zu seinen Lesern. Es gleicht einem geistlichen Vermächtnis eines liebevollen altgewordenen Glaubensvaters an die Glaubenskinder der nächsten Generation.
Mit kurzen Aussagesätzen und häufigen Wiederholungen fasst Johannes die so wichtige Offenbarung vom Wesen Gottes zusammen. Nochmals erinnert er eindringlich und sagt: „Wer und wie Gott ist“ und was es für Auswirkungen der Art Gottes und seines Wesens auch auf seine Kinder haben sollte. Dabei betont er drei Wesenszüge Gottes:
- Gott ist Licht – darum sollen wir im Licht wandeln 1Joh 1-2
- Gott ist Liebe – darum sollen wir einander lieben 1Joh 3-4
- Gott ist Leben – darum sollen wir ewig leben 1Joh 5
Schwerpunkt dabei ist die Offenbarung der Liebe Gottes, die in Jesus Christus sichtbar wurde und darum auch wunderbar zu Weihnachten und Heiligabend passt.
1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes
Aebi, E „Kurze Einführung in die Bibel“, Bibellesebund
Krimmer, Heiko, Edition C Bibelkommentar NT, „Johannesbriefe““, Band 21, Hänssler Verlag.
Wiersbe, Warren.W, „Kommentar NT Timotheus bis Offenbarung“ Band III, CLV.
Henry, M.,. Apostelgeschichte–Offenbarung 2. Auflage., Waldems: 3L Verlag.
MacDonald, W., Kommentar zum Neuen Testament 7. Auflage., Bielefeld: CLV.
Remmers, A., Die Bibel im Überblick leicht bearbeitete Auflage., Hückeswagen: CSV.
- Anmerkungen zum Verständnis des Predigttextes
Es sind kurze und kompakte Gedanken, die wie ein roter Rosenstrauß sehr eng und fest zusammengebunden sind und je mehr man ihn aufbindet, voneinander lockert und länger betrachtet – je schöner und prachtvoller offenbart sich Gottes Liebe in diesem Textabschnitt. Wir wollen nun diese herrlichen Gedanken der Liebe Gottes entfalten.
Der Liebe Gottes auf den Grund gehen
V.7-8 Gottes Liebe ist so völlig anders – sie ist ein zwangloses Geschenk
Der Aufruf zur Liebe untereinander steht auf dem festen Grund der Tatsache, dass „die Liebe von Gott ist“!
Diese Liebe unterscheidet sich völlig von unserer Liebe oder dem was wir menschlicher Weise von Liebe denken. Man glaubt, dass die Liebe an sich Gott sei – aber das ist falsch. Liebe definiert nicht was Gott ist, sondern Gott definiert was Liebe ist! Es heißt „Gott ist Liebe“.
Gottes Natur und Wesen ist Liebe – etwas was die menschliche Art von sich aus nicht kennt. Liebe ist vom ganzen Wesen Gottes geprägt und darum heilig (1Joh 1,5).
Der Mensch kennt weder die Reinheit und Heiligkeit der Liebe noch ihre Freiheit von Selbstsucht und Ehrsucht. Gottes Liebe dagegen will immer das Beste für uns (andere), sucht uns (andere) und beschenkt uns (andere). Sie ist kein Gefühl, sondern eine Zusage und Hingabe an den Menschen (andere). Spurgeon sagte mal: „Gottes Liebe fühlen ist etwas Köstliches; aber an Gottes Liebe glauben können, wenn du sie auch nicht fühlst, ist mehr.“ Gottes Wort sagt uns seine Liebe zu und sie ist Wahrheit, auch wenn wir sie nicht spüren.
Johannes verbindet die Liebe Gottes unweigerlich mit der Liebe eines Gotteskindes. „Wer liebt, ist von Gott geboren…“. Nur Wiedergeborene Christen tragen Gottes Liebe in sich (Röm 5,5). Sie wurde ihnen zwanglos geschenkt. Weil Christen Gottes Liebe erfahren und erkannt haben – sie sind „geliebte“, sollen auch sie lieben. Sie sind aus Barmherzigkeit und Liebe Gottes wiedergeboren (1Pet 1,3) und sind damit der göttlichen Natur (auch der LIEBE) teilhaftig geworden (2Pet 1,4). Der Christ wird Teil von Gottes Art! Wer Gottes Wesen „kennt“ und anerkennt wird in eine innigste Gottesbeziehung geführt, worin er Anteil an Gottes Art erfährt. Gottes Liebe färbt ab!
-> Wer Gott nicht erkennt, nicht wiedergeboren ist, keine innige Gottesbeziehung lebt, hat Gottes Geist und Liebe nicht. Wie soll er andere dann so lieben können.
-> Wer nicht liebt, zeigt, dass er Gott nicht hat und nicht kennt. Zu wissen wer Gott ist, reicht nicht aus, man muss Gott kennen (innige, verbindliche Beziehung leben).
V.9-10 Gottes Liebe wird sichtbar – Jesus kommt in diese Welt
Gottes Liebe bleibt nicht abstraktes Wissen, sondern äußert sich sichtbar in der Tat.
- In der Menschwerdung Jesu. Gottes Liebe kommt in der Person Jesu in diese verlorene Welt. Gottes Liebe erscheint uns und erreicht uns, indem Gott selbst ganz Mensch wird und sich als neugeborenes Baby uns in den Arm legt. Gott gibt nicht nur sein Liebstes, sondern Gott gibt sich selbst.
- In der Mission, dass Jesus in die Welt gesandt wurde. Bereit von der himmlischen Herrlichkeit in die weltliche Endlichkeit zu kommen, ist das Ziel der Sendung Jesu, die Rettung des Menschen zum ewigen Leben (Joh 3,16).
- In der Aufopferung Jesu – Jesus gibt sich als Sühnopfer. Gottes Liebe wird darin sichtbar, dass er uns zuerst geliebt hat. Gottes Liebe geht in Vorleistung, ohne was zu erwarten. Er liebt jeden Menschen grundlos – das ist eben Gottes Art. Gott liebte uns, obwohl wir Feinde, Fremde, Verlassene, Gottferne waren (Röm 5,10). Gottes Liebe ist kein bloßes Lippenbekenntnis, sondern zeigte sich in seinem Kommen, Leiden und Sterben für die Sünder der Welt.
- In der Versöhnung und Vergebung unserer Sünden. Johannes ist es wichtig, dass seine Leser immer wieder hören, dass Jesus vergibt (1Joh 1,7.9; 2,1-2). Diese erfahrene Liebe und Versöhnung sind nicht folgenlos, sondern gerade der Grund, warum Christen anfangen Jesus und Menschen zu lieben.
-> Erst wenn man sich geliebt und von Gott selbstlos angenommen weiß, erfüllt das unser Leben mit Wertachtung, Sinn und Freude.
-> Nur wer sich von Gott bedingungslos geliebt weiß, der kann auch andere bedingungslos lieben.
V.11 Gottes Liebe wird für andere erfahrbar – Jesu Liebe zieht Kreise
Wenn Gott uns so hingebungs- und aufopferungsvoll liebt, sollte auch uns das zur gegenseitigen Liebe bewegen. Es fällt auf, dass hier nicht steht, dass wir uns einander auch genau so lieben sollen, wie er uns geliebt hat. Es scheint, dass wir hinter dem Vorbild Jesu bleiben, weil es uns schlichtweg überfordern würde. Dennoch sollen wir wenigstens einander lieben, weil er uns so (als Feinde) geliebt hat. Wenn Jesus uns in den Evangelien sagt, wir sollen die Feinde lieben, dann ist das eben genau so, wie Jesus es tat. Wenn Johannes sagt, wir sollen Brüder und Glaubensgeschwister lieben, dann ist das eher eine normale Schuldigkeit. Wir lieben, weil Gott liebt und weil wir Gottes Art teilhaftig sind. Es gleicht einer Umschuldung:
Sündenschuld & Umschuldung -> Liebesschuld
Gott nimmt mir in Jesus meine Last der Sünde und gibt mir seine Last der Liebe. Doch schlussendlich wird die Liebe auch da vollkommen, wo wir einander genauso lieben, wie Jesus es tat (1Joh 3,16, Mt 5,44).
Wie soll Gottes unsichtbares Wesen in der Welt sichtbar werden, wenn nicht durch die Art der Liebe, die sich in seinen Kindern zeigt. Gott ist für die Menschen nicht sichtbar, die Kinder Gottes aber wohl. Menschen sollen in uns Gott schauen und seine Art erfahren können. Wie sehr wurde doch in JESUS Gottes Wesen der Liebe für die Besucher in Bethlehem (Hirten und Könige) erkennbar. Die Liebe untereinander ist ein Sichtbarwerden der Existenz Gottes
V.12-13 Gottes Liebe hat Bestand – In Jesus bleiben, heißt in der Liebe bleiben
Noch wichtiger scheint Johannes aber, dass ein Bleiben unter allen Umständen in der innigen Gottesbeziehung und im Ausleben der Liebe ein Merkmal des Christen ist. Hier gibt es eine Wechselwirkung. Denn Lieblosigkeit führt unweigerlich auch zu einer betrübten Gottesbeziehung. Lieben wir, so verstärkt sich die Gottesbeziehung. Ist unsere Gottesbeziehung betrübt, haben wir auch nicht die Kraft in der Art Jesu unseren Nächsten zu lieben. Wer dagegen in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und umgekehrt. Diese Gegenseitigkeit von Bleiben und Lieben ist ein Erkennungszeichen eines echten Christseins. Wenn Glaube und Leben anfangen übereinzustimmen, weil Gottes Geist in unserem Leben seine Früchte schafft, verstärkt das nicht nur das Zeugnis für Jesus, sondern auch unsere ganz persönliche Heilsgewissheit. Der Geist Gottes, den Christen haben (Eph 1,13) ist Angeld und Garantie für die kommende Herrlichkeit (Röm 8,22; 11,16).
-> Wie kommt Gottes Liebe in deinem Leben zum Ausdruck und zur Wirkung?
-> Alles was uns abhält in Jesus und seiner Liebe zu bleiben, sollten wir ihm bekennen und wenn möglich davon trennen?
V.14-16 Gottes Liebe ist gut bezeugt – es gibt verlässliche Augenzeugen
Johannes macht deutlich, dass er Augenzeuge von Gottes sichtbar gewordener Liebe in Person war. Gerade Johannes, der eine besondere Beziehung zu Jesus hatte (Joh 13,23; 21,7) legt Zeugnis ab von dem was er gesehen, betastet und bestaunt hat (1Joh 1,1-3). Genauso sind Maria und Josef, die Hirten und auch die Waisen aus dem Morgenland oder auch Simeon und Hanna Augenzeugen von Gottes Liebe in Person geworden. Und wie viele andere Menschen, die Jesus erlebt haben, sind geheilt und gerettet wurden, die Gottes Liebe in Person begegnet sind. Johannes sah die Bestätigung der Sendung des Vaters bei der Taufe Jesu (Mt 3,16-17) und bei der Verklärung Jesu auf dem Hermon (Mt 17,5).
Liebe und Bekenntnis gehören zusammen. Wo nur Liebe ohne Bekenntnis zu Jesus ist, bleibt Gott unsichtbar. Wo Bekenntnis zu Jesus ist, aber die Liebe fehlt, wird Gott in ein falsches und schlechtes Licht gestellt. Krimmer sagt dazu: „Es gibt kein wirkliches Christusbekenntnis ohne Wirklichkeit der geistgewirkten Liebe. Das Christusbekenntnis ist nur möglich aus der geistgewirkten Liebe.“
-> Auch in unserem Christenleben soll Gottes Liebe nicht nur an Weihnachten sichtbar werden, sondern im Alltag unseres Lebens.
-> Wir sollen ein hörbares und sichtbares Zeugnis der Liebe Gottes in der Welt sein.
-> Gottes Liebe in JESUS führt zu einer Kettenreaktion, die endlos Kreise zieht.
-> Auch wir sind heute Zeugen von dieser Liebe Gottes in Person.
2. Verstehen, worum es geht
2.1 Hinweise für hermeneutische Überlegungen (Auslegung)
- Gottes Liebe ist der Auslöser für ein verändertes Leben, das sich nach Gottes Willen ausrichtet.
Es ist eine wesentliche Tatsache, dass Gottes Liebe zu uns, Auslöser ist, dass wir ihn lieben (1Joh 4,19). Die Aufforderung einander zu lieben hat nichts mit einem Leistungs- oder Frömmigkeitsdenken zu tun. Sie ist keine gesetzliche Aufforderung, sondern vielmehr Folge davon, dass ich mich von Gott geliebt weiß. Es sollte darum nicht der Eindruck geweckt werden, dass die Liebe Gottes in uns ein Werk eigener Frömmigkeit ist, sondern vielmehr ein Wirken des Geistes Gottes, der in uns ist.
- Gottes Liebe ist unerreichbarer Maßstab für unser Leben.
Selbstverständlich soll Gottes Liebe und Jesu Vorbild nicht durch uns geschmälert werden. Aber diese reine und heilige Liebe, wie sie Jesus in Vollkommenheit lebte ist für uns so nicht erreichbar. Unsere sündhafte Natur ist geschwächt und doch entschuldigt das nicht unser falsches und mangelhaftes Lieben oder unsere ausgelebte Antipathie. Die Wechselwirkung vom Bleiben in Jesus als dem Weinstock und dem praktischen Ausleben der Liebe Gottes, zeigt vielmehr die Notwendigkeit fest in der Gemeinschaft mit Jesus verbunden zu bleiben.
2.2 Hinweise für situative Überlegungen (Predigtanlass)
Weihnachten wird oft das „Fest der LIEBE“ bezeichnet – warum?
- weil man liebevoll versucht miteinander umzugehen
- weil man sich gegenseitig beschenkt und eine Freude macht
- weil man als Familie schöne und gemütliche Feiertage verbringen kann
Doch wie oft scheitert das Vorhaben „Weihnachten, als Fest der Liebe“, weil mit der Anspannung auf ein perfektes Fest die Nerven blank liegen und wir an der Fähigkeit unserer selbstlosen Liebe scheitern.
Weihnachten ein Fest der wahren Liebe Gottes – darum wollen wir der Liebe auf den Grund gehen und hören, was und wie sich Gottes Liebe in der Welt gezeigt hat.
2.3 Hinweise für homiletische Überlegungen (Anwendung)
Wir können die Zuhörer abholen und Gedanken aufgreifen, was die Menschen oder die Gesellschaft heute unter Liebe versteht. Wer definiert den Begriff Liebe?
Weil Gott selbst Liebe ist, kann auch nur er sagen, was Liebe wirklich ist.
Diese Liebe kann zwar ausführlich mit Bibelworten erklärt und beschrieben werden, aber vielmehr geht es in dieser Predigt darum, Gottes Liebe in der Menschwerdung Jesu sichtbar aufzuzeigen. Jesus ist Gottes Liebe in Person.
Wer Jesus ansieht, betrachtet Gottes Liebe.
- Wie er sich der Menschheit hingibt und ganz Mensch (Baby) wird.
- Wie er in Vorleistung geht und die Menschen bedingungslos liebt.
- Wie er sich der Menschheit selbstlos hingibt und sich mit uns versöhnt.
Als Beispiel kann die Beziehung von Eltern zu ihren Kindern dienen. Kinder lieben ihre Eltern in der Regel, weil sie von ihnen geliebt werden. Aber neben der natürlichen Neigung einer gegenseitigen Eltern-Kind-Beziehung kann man ein Kind nur bedingungslos lieben, weil es z.B. nichts für die Liebe leisten kann. Das Jesuskind fordert uns Menschen auf ihn bedingungslos zu lieben. Alles was Jesus später als Erwachsener tat und lebte, kann diese Liebe nur verstärken und festigen.
Wir lieben, weil Gott uns geliebt hat – gerade in herausfordernden Zeiten. Wo unterschiedliche Meinungen in der Gemeinde die Beziehung unter den Geschwistern strapaziert, ist eine selbstlose Liebe zueinander mehr denn je gefordert.
Jesus spricht in Mt 24,12, dass die Liebe in der Endzeit in vielen erkalten wird. Das soll in der Gemeinde so aber nicht sein. Gemeinde soll Kontrast zur Gesellschaft sein.
Christen sollen auffallen und erkennbar sein an ihrer Liebe zueinander und am Gehorsam gegenüber Gottes Wort 1Joh 5,1-3.
Wie wirkt Gottes Liebe sich in unserem Leben sichtbar aus?
Wenn Gott mich so liebt, was verändert das an meinem Gottesbild und an meiner Gottesbeziehung?
Wenn ich mich von Gott so bedingungslos geliebt weiß, was macht das mit meiner Liebe zu vielleicht unangenehmen Nächsten?
Wie können wir als Christen ein hörbares und sichtbares Zeugnis der Liebe Gottes in der Welt sein.
Wo und wie zieht Gottes Liebe in uns Kreise?
3. Sagen, wo es hingeht
3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?
- Es soll deutlich werden, dass Gottes Liebe in JESUS greifbar und erlebbar ist.
Zuhörer sollen das Wunder der Menschwerdung Jesu erkennen und verstehen.
Das Kommen Jesu ist ein Ausdruck davon, dass Gott uns grundlos und vorbehaltlos liebt.
Er ist das ultimative Weihnachtsgeschenk, das Gott uns gesandt hat.
Wir sollen es annehmen, aufnehmen und für uns anwenden.
- Wer diese Liebe Gottes für sich annimmt, dessen Leben wird Gott verändern.
Gottes Liebe verändert nicht nur unsere Beziehung zu Gott, sondern auch zu unseren Mitmenschen. Wer sich von Gott geliebt weiß, wird anfangen auch andere zu lieben.
Gottes Liebe wirkt sich in unserem Denken, Verhalten und unserer Einstellung zum Leben aus.
3.2 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?
Gottes Liebe möchte uns überwältigen und gewinnen. Wie geht das besser als mit einem neugeborenen Kind, das man nicht anders kann als annehmen und lieben.
Die Selbstlosigkeit und Reinheit der Liebe Gottes wurde in JESUS sichtbar. Sie ist für jeden der glaubt heute noch erfahrbar.
Die Bibel spricht von Augenzeugen, die Jesu Liebe an sich und den Menschen miterlebt haben, darum bezeugt auch sie Gottes Liebe in Worten und Taten.
Auch heute wird das Zeugnis der Christen sichtbar in der tatkräftigen Liebe untereinander und im Bekenntnis, dass es Gottes Liebe ist, die in mir ein Neues Leben bewirkt.
Die Liebe zur Welt steht der Liebe zu Gott im Weg – es ist eine der größten Herausforderungen, dass Christen Gott doch mehr lieben sollen als die Welt (1Joh 2,15).
3.3 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?
Der Liebe Gottes auf den Grund gehen
- Gottes Liebe ist so völlig anders – sie ist ein zwangloses Geschenk
- Gottes Liebe ist so völlig sichtbar – sie zieht Kreise
- Gottes Liebe ist so völlig bedingungslos – sie gilt mir und dir
Weinachten – das Fest der Liebe Gottes
- Das Geschenk der Liebe Gottes – Jesus kommt auf diese Welt
- Die Gemeinschaft mit der Liebe Gottes – Jesus kommt in mein Leben
- Die Folgen der Liebe Gottes – Jesus wird sichtbar in meinem Leben
Jesus, Gottes Liebe in Person
- Jesus für uns gekommen
- Jesus für uns gestorben
- Jesus in uns geboren
Nach Remmers:
- Gottes Liebe zu uns
- Gottes Liebe in uns
- Gottes Liebe für uns
3.4 Predigtveranschaulichungen – wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?
Es sind viele, ja die meisten Leute mit der Weltliebe so sehr besessen, dass Gottes Liebe niemals in ihr Herz (ge)kommen ist.
Johann Arndt
Gott zu lieben ist ein Gottesgeschenk.
(Aurelius Augustinus) Augustinus von Hippo
Hast du die Herrschaft Gottes nicht über dir, so wird bald ein anderer über dich herrschen. Die Liebe Gottes sollte uns zu den freiesten Menschen machen.
Johann Christoph Blumhardt
(Klaus Eberwein)