Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er…
Predigtthema: … sein Wort gibt als Richtschnur der Lehre
Bibelstelle: 2.Timotheus 3, 14-17
Verfasser: Eckhard Löffler
Vorbemerkungen:
Der letzte Brief des Paulus vor seinem Märtyrertod. Thema ist u. a. die Sorge um Timotheus, den jungen Hirten, und die Gemeinde. Er warnt ihn vor unnützem Streit (2, 14ff), gleichzeitig vor Irrlehren und dem Verfall der Frömmigkeit in der letzten Zeit (3, 1-9). Fromme müssen Verfolgung leiden (3, 12).
Erklärungen und Tipps:
V 14 Kein Aufruf gegen permanente Erneuerung im Glaubens- und Gemeindeleben! Für Timotheus war biblischer Unterricht (BU) wichtig. Sein Lehrer Paulus hatte das Evangelium zwar anders erhalten (Gal 1, 12), aber Timotheus LERNTE „von Kindesbeinen an“. (1) So wuchs er in der Erkenntnis (Kol 1, 11), wurde frühzeitig Mitarbeiter des Paulus und „folgte“ u. a. seiner Lehre (2. Tim 3, 10). (2)
Evangeliumsverkündigung und Auslegung des Wortes Gottes wird ANVERTRAUT, nicht einfach den Redegewandtesten in der Gemeinde überlassen. So wurde Timotheus schon bald als Mitabsender von Paulusbriefen bekannt (2. Ko; Phil; Kol; beide Thess; Phlm).
V 15 Christen können auf das AT nicht verzichten. Es war z.B. die Heilige Schrift Jesu, der Urgemeinde und des Paulus – auch nach Pfingsten.
Von Kind auf kannte Timotheus das AT – und dabei sollte er bleiben. Auch im AT kann man dem Heilswillen Gottes begegnen, der schließlich durch Jesus erfüllt wurde.
Gott wollte, dass wir´s schriftlich haben. Ist die Bibel bei uns nur noch Wort unter Wörtern?
V 16 Die ganze Heilige Schrift (3) ist „von Gott“, seinem Geist „durchhaucht“ (wörtlich). Gottes Hauch oder Odem macht lebendig (1. Mo 2, 7).
V 17 Gott zieht seine Leute ins Vertrauen und traut ihnen Lehraufgaben zu. A und O für Vorbereitungen ist die ganze Bibel. Auch nützlich, d.h. hier unentbehrlich zur „Zurechtweisung“ (wörtl.), denn Überführung und Vergebung geschieht durch das Wort und den Geist Gottes. Und wenn auch alle Welt nur noch von „Schuldgefühlen“, d. h. eingebildeter, eingeredeter Schuld spricht, gilt: Sagt das Wort. Redet! Denn NICHT WIR, aber Gottes Wort überführt, spricht Vergebung zu und bringt wieder zurecht! Menschen können keinen anderen reparieren, aber Gott kann.
Das BLEIBEN IN DER SCHRIFT ist Grundvoraussetzung für ein Durchhalten in der letzten Zeit.
Mangelhafte Versorgung mit dem Wort führt zu Mangelerscheinungen, denn wer nicht isst, lebt von der Substanz. Paulus macht Appetit auf Nahrung, die wirklich stärkt (Kol 3, 16).
Konsequenz des Textes für Jesusleute: (4)
„Trotz aller Arbeit, trotz aller Termine, trotz aller Inkonsequenz, trotz aller Hemmungen, trotz aller Scheu vor der eigenen Familie und vor Fremden, trotz aller Vorbehalte und trotz aller guten Erfahrungen gilt es: ‚Das Evangelium von Jesus Christus ist eine Kraft Gottes, die rettet alle, die daran glauben’ (Rö 1, 16).“ (Hanspeter Wolfsberger)
Gliederungsvorschlag 1 (nach Edgar Schmid, Leiter St. Chrischona, i. R.) – Auswahl treffen:
1. Die Bibel ist ein solides Fundament
2. Die Bibel gibt Orientierung
3. Die Bibel hebt das Alleinsein auf
4. Die Bibel erweist sich als Kraftquelle
5. Die Bibel garantiert Hoffnung auf Zukunft
Gliederungsvorschlag 2 (nach Siegfried Kettling, Leiter der Missionsschule Unterweissach, i. R.):
Die Bibel ist mehr als nützlich
1. Wir werden informiert
2. Wir werden korrigiert
3. Wir werden renoviert
4. Wir werden mobilisiert
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Fußnoten
(1) Besonders viele Jesusleute haben sich in ihrer Kinder- und Jugendzeit entschieden. Deshalb hat Kinder- und Jugendarbeit höchste Priorität.
(2) Man kann nicht behaupten, dass die großen Fehler beim Bau des Reiches Gottes Verantwortlichen unterliefen, denen ihre Aufgabe frühzeitig übertragen worden war…
(3) „Alle Schrift, von Gott eingegeben…“ schließt nicht sämtliche Schriften seit Erfindung der Handschrift ein bis zum heutigen Taschenbuch oder Texten im Internet.
(4) Iwdd 45 „Im Wort und Werk und ganzen Wesen sei Jesus und sonst nichts zu lesen“ (Gerhard Tersteegen)