Monatsthema: Unter Gottes Augen leben: David
Predigtthema: Gott sieht das Herz an
Bibelstelle: 1.Samuel 16,7
Verfasser: Dr. Heiko Krimmer
Bausteine zur Jahreslosung
1. Ein neues Jahr. Neuland. 356 Tage, das ist auch spannend. Neu, auch im Sinn von unbekannt, fremd, das macht auch Angst. Die „berühmte“ Angstfrage der Umfrageinstitute ergibt: Über 50 % der Bundesbürger schätzen die Gesamt-Entwicklung pessimistisch ein: gehen mit Ängsten in das neue Jahr.
2. Ein neues Jahr. Was kommt für dich? Wir sehen „was vor Augen ist!“ und da liegt doch einiges schon fest. Etwa: „ein Kind kommt in die Schule im neuen Jahr“. Für dich heißt das, vermehrte Fürbitte. Ein runder Geburtstag steht an; eure goldene Hochzeit; plane das bewusst als Danktage! Arbeitsplatzwechsel, Umzug, größere Anschaffungen: Kleide deine Ängste in ein Gebet. Grad, weil wir nur sehen, was vor Augen ist; im Gebet vertrauen wir uns Gottes Leitung – er sieht weiter – an.
3. Ein neues Jahr. Was haben wir vor Augen? Kriegsgefahr um den Irak; neue Terrorszenarien; Zuspitzung um Israel; Teuerung; steigende Arbeitslosenzahlen; usw. Wer mag da nicht die Augen zu machen? Wir Christen machen die Augen weit auf, in die Bibel hinein. Beschäftige dich intensiv mit folgenden biblischen Kapiteln: Hesekiel 38 + 39; Sacharja 8 + 12; 1. Kor. 15; 1. Petr. 4, 2. Petr. 3. Da wird unser Blick weit, wir sehen mit Gottes Augen.
4. Der Mensch sieht, was vor Augen ist! So geht es Samuel hier. Was ist Gottes Heils-Träger? Der neue König? Er sah bei Eliab „sein Aussehen und seinen hohen Wuchs“ – so wie Saul: ein Haupt länger als alle anderen – aber Gott sagt nein. Samuel wird vom Sehenden zum Hörenden. V. 12: „Der Herr sprach: Auf, salbe ihn, denn der ist´s“ David war Gottes Erwählter. So auch wir: vom äußeren Sehen zum inneren Hören. Dazu leitet uns die Bibel.
5. „Gott sieht das Herz an“: Er durchschaut jeden Menschen und jede Situation. Vgl. Jer. 17,10. Er sieht den Kern. Nur furniert oder kernecht? Deshalb auch Jesus: „Selig sind, die reinen Herzens sind“ Matth. 5, 8. wir Christen sind vor Gott durchsichtig und durchsichtig für andere.
6. Hebräisch kann auch übersetzt werden: „Der Her sieht mit dem Herzen“. Gott ist nicht nur der, der den vollen Durch- und Überblick hat, er ist nicht „neutraler“ Beobachter: Er sieht mit dem Herzen, ist in grenzenloser Liebe und in suchendem Erbarmen uns zugewandt. Deutlichst bei Jesus: „Als er das Volk sah, jammerte ihn“ Matth. 9, 36.
7. Der Herr sieht dich mit dem Herzen. Welcher Trost und welche Ermutigung für jeden von uns für das kommende Jahr: Gott sieht, führt, begleitet und umgibt nur mit seinem Herzen voller Liebe und Geduld: „Es kann uns nichts geschehen, als was er hat ersehen, und was uns nützlich ist…“
8. Gott sieht die Menschen mit seinem Herzen; er hat in Jesus sein „Herzblut“ für uns eingesetzt, um uns zu gewinnen, heimzuholen, zu erretten. Das ist und bleibt Fundament unseres Glaubens und Kernstück unserer Verkündigung als WBB.
9. Gott setzt sein Herz für uns ein, deshalb bittet er: „Gib mir, mein Sohn dein Herz“ Spr. 23,26