Josua

Predigthilfe vom 8.1.2006 – Josua 1, 1-18

Monatsthema: Gott bleibt treu – dem, der ihm traut
Predigtthema: Gott bietet seine Treue an

Bibelstelle: Josua 1, 1-18

Verfasser: Eckhard Löffler

Bausteine zu Josua 1, 1-18

Die Jahreslosung 2006 (Josua 1, 5b) gehört dazu. Eine Welt, die auf Gottes Zusagen als Sicherheiten verzichtet, wird unsicher und konsequent haltlos (1).
Und haltlos ist eine Vorstufe der Trostlosigkeit.
Wer „fallen lässt“ kappt alle Haltepunkte. Es geht dann abwärts. Jerichos Mauer fiel (Jos 6, 20) (2).
Eine fatal zwingende Kettenreaktion: wortlos – haltlos – trostlos.

Gottes Wort ist nie dahergeredet, es „geschieht“ (V 1; Ps 33, 9; Jona 1, 1; Joh 11, 43f). Im Althochdeutschen verwandt mit „Geschichte“. Was Gott sagt, ist „Geschehnis“. (s. auch die Schöpfungsworte ab 1. Mose 1, 3 oder Hauptmann in Kapernaum: „Sprich nur ein Wort, so…“ (Mt 8, 8).

„Jetzt“ (V 2) erwartet Gott Gehorsam (Jesus bei Zachäus: Heute! Lk 19). Gottes Worte sind nicht unverbindlich für später gedacht. Seine Aufträge (Nachfolger eines Moses…), verbunden mit AufGABEN übertreffen oft die Vorstellungskraft und den Mut seiner Leute (3). Aber ein deutlicher Nachweis seiner Treue ist das Volk Israel in seinem Land trotz Unterbrechungen bis heute (4).

V 5 „Ich will mit dir sein“ ist Gottes Beschreibung seines Eigennamens und seine Zusage (5), ein/der Schlüssel für unsere Glaubensgewissheit. Er ist trotz allem da (6)!
„Nicht verlassen noch von dir weichen“ beschreibt die TREUE Gottes trotz menschlicher Unzulänglichkeiten (5. Mo 7, 9; 1. Kor 1, 9; 1. Joh 1, 9). Treue – Vertrag – Trost sind in unserer Sprache eng verwandt.

Josua kann nur Neues wagen, weil Gott ihm seine Nähe und Unterstützung zugesagt hat.
Und was Gott geboten hat (246 mal in der Bibel), ist verbindlich. Wer Gott in seiner Nähe hat, ist zu allem Guten fähig.

V10: Josua gehorcht und gibt Gottes Wort unfrisiert weiter als Gebot, das für alle gilt. (7)

V11: Menschen mit Gott plündern nicht.

V16ff: Die Sternstunde unter den Zuhörern der Verkündigung: Wir richten uns ab jetzt nach Gottes Willen und wollen das Erkannte auch umsetzen.
Der Herr sei mit euch!

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Fußnoten:

(1) Israel hatte z. B. in der babylonischen Gefangenschaft seine drei wesentlichen Haltepunkte verloren: Gottes Wort, sein von Gott bestimmter Ort (Tempel in Jerusalem) und Männer, die darauf achteten, dass des Herrn Wille geschah.
(2) Redewendungen: …wie eine heiße Kartoffel; Vorhänge und Soldaten fallen; am Tag als die Berliner Mauer fiel; jdm. In den Rücken fallen; durch eine Prüfung fallen. Allerdings auch positiv zu erleben: Vor dem Herrn zur Anbetung niederfallen (1. Ko 14, 25; Offb 5, 8f).
(3) Ein Glück, dass wir die nächsten 12 Monate nicht überschauen und im Griff haben.
(4) König Friedrich der Große von Preußen fragte seinen General Ziethen: „Nennen Sie mir einen Beweis dafür, dass es Gott gibt!“ Ziethen antwortete: „Majestät, die Juden.“
(5) Martin Buber, jüd. Theologe und Bibelübersetzer beschreibt den Namen Gottes mit „Ich bin doch da!“
(6) Zeugnisse genug: Luther schrieb auf seinen Schreibtisch VIVIT, d. h. Er lebt.
Gorch Fock an seine Mutter: Falls mein Kreuzer sinkt, ist das Meer nur die hohle Hand meines Heilands.
Chr. F. Gellert im Liedtext „Jesus lebt, mit ihm auch ich“ verschiedene Beschreibungen.
(7) Welch großes Versagen in unserem Volk (Stichworte: Abtreibung, Euthanasie u.a.) – und im EIGENEN Leben …