Jahresthema: In Gottes Nähe leben
Predigtthema: Warten!
Predigttext: 1. Sam 1,1-20
Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!
1. Sehen, was dasteht
Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).
1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext
Allgemeine Hinweise und einführende Anmerkungen bieten
MacArthur, John: Studienbibel: http://bitflow.dyndns.org/german/JohnMacArthurStudienbibel/09-Das_Erste_Buch_Samuels.pdf
Darby, John Nelson: Betrachtung über das erste Buch Samuel, (unter http://www.bibelkommentare.de/index.php?page=comment&comment_id=182&structure_id=313&part_id=1210 )
1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes
Hilfen zur Auslegung von 1. Sam. 1,1-20 bieten z.B.
Gaebelein, Arno C.: Kommentar zum Alten Testament : Band 1: 1. Mose bis 2. Chronik. 1. Aufl. – Dillenburg : Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg
MacDonald, William: Kommentar zum Alten Testament, 1. Aufl. – Bielefeld : CLV
Holland, Martin: Das erste Buch Samuel. Maier, Gerhard [Hrsg.] 1. Aufl.. Wuppertaler Studienbibel, Reihe: Altes Testament. – Wuppertal : R. Brockhaus Verlag,
Walvoord, John F. [Hrsg.] Das Alte Testament erklärt und ausgelegt: Band 1 (Erster Mose bis Zweiter Samuel). 1. Aufl.. Das Alte Testament erklärt und ausgelegt; Hänssler,
2. Verstehen, worum es geht
2.1 Hinweise für situative Überlegungen
Durch die Geschichte von Hanna erfahren wir im alten Testament wie ein Leben in Gottes Nähe aussehen kann. In den nächsten vier Wochen werden wir genauer betrachten, wie Nähe zu Gott sich in Warten, Loslassen, Danken und Annahme ausdrücken kann.
Hanna wartet darauf ein Kind zu bekommen, doch es war ihr nicht möglich Unfruchtbarkeit war nicht nur Hannas Leid. Auch andere Frauen wie Rebekka, Sarah, Rahel waren unfruchtbar, doch Gott hat ihr Warten belohnt, sodass sie schließlich doch noch Kinder bekommen konnten.
2.2 Hinweise für hermeneutische Überlegungen
Wir befinden uns am Ende der Richterzeit. Politisch, sozial und vor allem geistlich war es bekanntlich eine sehr finstere Zeit, in der auf allen Gebieten Anarchie herrschte. Zu der Zeit gab es Menschen, die den Glauben an Gott hielten und wie ein helles Licht in dieser dunklen Zeit schienen. Ein solcher Mensch war Hanna. Trotzdem steht über dem Volk Israel die Segensankündigung aus 5Mo 28,1.2+4
1) Wenn du nun der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen wirst, dass du hältst und tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird dich der HERR, dein Gott, zum höchsten über alle Völker auf Erden machen, 2) und weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorsam gewesen bist, werden über dich kommen und dir zuteil werden alle diese Segnungen:4) Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes.
2.3 Hinweise für homiletische Überlegungen
Kinderlosigkeit ist auch heute noch ein großes Thema, wir müssen davon ausgehen, dass auch in unseren Gemeinden Leute sitzen, die keine Kinder bekommen können. Ziel sollte es sein einen seelsorgerlichen Umgang mit dieser Thematik zu finden. Eine Frage die sich dann in diesem Zusammenhang stellt ist: Wo such ich Hilfe? Wer ist mein Halt? Paulus schreibt in Phil 4,6:
Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!
3. Sagen, wo es hingeht
Zur Predigtvorbereitung hilft das Anhören (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigt von Wilfried Plock vom 25.07.1999 (1. Samuel 1, 1-28 – Erhörliches Gebet). Diese Botschaft findet ihr unter www.sermon-online.de, wenn ihr unter „erweiterte Suche“ die Felder „Bibelstelle“ [z.B. 1. Samuel 1] und „Autor“ [z.B. Wilfried Plock] ausfüllt.
3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?
Das Predigtziel sollte ein Dreifaches sein:
– Trost in schwierigen Situationen, wie Kinderlosigkeit
– Ermutigung, dass Gott ein helfender Gott ist
– Ermahnung, Hilfe und Trost bei Gott zu suchen
3.2 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?
Gott ist ein Gott, der Gebet erhört, wobei er den Zeitpunkt bestimmt. Dies kann auch bedeuten, dass wir lange warten müssen. Gott ist dir nahe auch im Leid und in der Verzweiflung. Gerade hierin ist es wichtig im Warten und im Flehen vor Gott zu kommen. Dennoch gibt es keine Garantie dafür, dass Gott alle Gebete in unserem Sinne erhört.
3.3 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?
Nach der Wuppertaler Studienbibel
a) Gott benutzt auch das Leid. (V.2,6ff)
b) Gott benutzt ganz verschiedene Menschen (V.5.8.19.13f.17.20)
c) Welche Aufgaben haben Menschen dabei? (V.3ff.9f.19.20)
(Walter Günter und Dominik Cramer)