Römer

Predigthilfe vom 6.2.2005 – Römer 10,14-21

Monatsthema: Der Anfang des Glaubens
Predigtthema: Der Glaube kommt aus der Verkündigung

Bibelstelle: Römer 10,14-21

Verfasser: Dr. Heiko Krimmer

Bausteine zu Römer 10, 14-21

1. An Israel macht Paulus deutlich, wie ein Mensch zum Glauben findet. Die Verse 14 bis 16 sind von rückwärts her aufzulösen (V. 16): Sendung, Verkündigung, Hören, Glauben, Gehorsam, Anrufen. Gott sendet, bevollmächtigt zur Verkündigung! Jetzt Hören, daraus Glauben, Leben im Gehorsam, Gott anrufen = loben und bitten. Israel hat vielfältig gehört, aber sie glaubten nicht! So ist das vielfach heute: Hören, aber nein sagen.

2. V. 17: Predigt, wörtl. Die gehörte Botschaft in vielfältiger Weise (pers. Bibellesen, Hauskreis, Bibelstunde, Radio, Fernsehen etc.). Wo ein Mensch hört kommt es auf seine Antwort an. Du kannst Ja und Nein sagen. Das liegt in deiner Macht und Verantwortung. Ich kann! Das verkündigte Wort befreit meinen Willen zur Antwort.

3. Grundlage aller Verkündigung ist und bleibt das „Wort Christi“, die Bibel alten und neuen Testaments. Wir sprechen nach: so wörtlich wie möglich. Nie gegen den Bibeltext. Wir sprechen hinein: so aktuell wie möglich. Das Wort Gottes in unsere heutige Situation hineinsagen, as ist rechte Verkündigung.

4. Glaube „kommt aus“, griech. Kürzer: „aus, heraus“. Das Wort Gottes ist „getränkt“ mit der Kraft des Heiligen Geistes. Der Geist zwingt aber nicht; er ermöglicht Antwort! „Ich suche meinen Herrgott in der Natur!“ Da findest du ihn nicht. Wohl: dass ein Gott sei“, das könnte ich erkennen, aber nicht „wie er zu mir ist“!

5. Glaube ist Vertrauen. Das tun wir oft im täglichen Leben. Bsp.: Du steigst in den Bus ein und vertraust darauf, dass der Busfahrer auch wirklich sicher fährt! Vertraust du der Bibel weniger als einem Busfahrer?

6. Evangelium ist Freudenbotschaft: Erlösung, Befreiung, Neuschöpfung. Die „Füße“ werden genannt (V 15), denn es gilt zuerst: „Gehet hin“ zu den Menschen. Vor dem Mund kommen die Füße. Wo gehen wir in unserer Gemeinschaftsarbeit hin?

7. Erschütternd die Klage Gottes über das ungehorsame Israel (V. 21). Noch streckt er seine Hände aus. Israel hat Jesu Wort schon verstanden, aber sie lehnten ihn bewusst ab, „wollten nicht“. Vgl. Lukas 13, 34.