1.Petrus

Predigthilfe vom 5. April 2026 – 1. Petrus 1,3-5

Predigtthema:         Jesus – für uns auferstanden

Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!

1. Sehen, was dasteht

Verschiedene Bibelübersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com.

1.1 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes

Hilfen zur Auslegung bieten z.B.

  • Krimmer, Heiko.1.Petrusbrief (Edition C)
  • Holmer, Uwe. Der erste Brief des Petrus (Wuppertaler Studienbibel)
  • Jobes, Karen. 1.Peter (Baker Exegetical Commentary)

1.2 Anmerkungen zum Verständnis des Predigttextes

Unser Predigttext steht am Anfang des ersten Petrusbriefes. In den ersten beiden Versen spricht Petrus, der Apostel, die Adressaten des Briefes als Fremdlinge an, die in der Zerstreuung leben. Es sind Christen, die verstreut in Kleinasien leben. Diesen Christen in ruft Petrus zu, dass sie von Gott auserwählt sind, dass sie durch das Blut von Jesus gerettet worden und zu einem neuen gerechten Leben in ihm berufen sind.

Direkt nach dieser Einleitung fasst Petrus in drei sehr eindrücklichen Versen zusammen, was durch Jesus Christus im Leben seiner Nachfolger neu geworden ist.

Vers 3:

Petrus formuliert diese Verse als einen großen Lobpreis für Gott. Es scheint, als ob er gleich zu Beginn des Briefes den Blick seiner Leser weg von ihrer herausfordernden Situation und hin auf Gottes Größe und sein Wirken lenken möchte. Dabei schreibt Petrus sehr deutlich, wer dieser Gott ist: Er ist der Vater Jesu Christi. In Jesus Christus hat sich Gott endgültig offenbart. Nur, wer Jesus Christus erkennt, erkennt Gott.

Petrus erinnert seine Leser daran, was in ihrem Leben geschehen ist, als sie zum Glauben kamen. In Christus sind sie wiedergeboren.

Begründet ist das ganze Heilshandeln Gottes in seiner unvorstellbar großen Barmherzigkeit, mit der er uns Menschen begegnet (vgl. Eph 2,4; Tit 3,5). Das Resultat dieser Barmherzigkeit ist die Wiedergeburt zu einer lebendigen Ordnung. Wie Jesus (vgl. Joh 3,3) und Paulus (vgl. 2.Kor 5,17) spricht auch Petrus davon, dass ein Leben im Glauben an Jesus ein neues Leben aus Gott ist, das Gott durch seinen Geist in uns wirkt.

Es ist ein neues Leben, das von einer lebendigen Hoffnung geprägt ist. Eine Hoffnung, die eben nicht am Tod scheitert, und zwar deshalb, weil Jesus Christus nicht am Tod gescheitert ist. Der Ostermorgen hat bewiesen, dass Jesus der Sieger über den Tod ist. Er ist auferstanden. Er hat den Tod besiegt. Und deshalb dürfen alle, die an ihn glauben eine lebendige Hoffnung haben.

In Vers 3 hat Petrus also eine doppelte Blickrichtung. Er erinnert die Christen in der Zerstreuung an das, was geschehen ist. Das ist einmal die Auferstehung Jesu und es ist die Wiedergeburt, die sie in ihrem Leben persönlich erfahren haben.

Und gleichzeitig betont er, was das christliche Leben in der Gegenwart auszeichnet. Es ist gefüllt von einer lebendigen Hoffnung, die in der Auferstehung Jesu begründet ist.

Vers 4:

In Vers 4 blickt Petrus nun auf die Zukunft, die auf Menschen wartet, die neues Leben in Jesus Christus haben. Er spricht von einem vollkommenen, einem ewigen Erbe, das nie vergehen wird.

Dieses gewaltige Erbe, das auf die Nachfolger Jesu wartet, steht in starkem Kontrast zu der Fremdlingschaft, die sie gerade auf der Erde erleben. Es ist ein Erbe, das Himmel schon bereitsteht, das aufbewahrt ist, bis zu dem Zeitpunkt, wenn die Kinder Gottes dann in ihrer wahren Heimat ankommen. Jesus selbst hat seinen Jüngern diese ewige, himmlische Perspektive gelehrt, als er sie auf seinen Abschied vorbereitete. In Joh 14 spricht er von den Wohnungen, die es im Haus seines Vaters gibt und von der Stätte, die er für seine Jünger vorbereitet.

Vers 5:

Vom Blick in die himmlische Zukunft kommt Petrus noch einmal auf den Glaubensweg der Christen zurück. Auch hier zeugen seine Worte von einer tiefen, lebendigen Hoffnung. Nachfolger Jesu dürfen wissen, dass sie auf ihrem Glaubensweg nicht allein sind. Gott selbst, führt sie in seiner Kraft. So wie er auch das Erbe im Himmel bewahrt, so bewahrt er auch seine Kinder auf ihrem Weg des Glaubens. Wenn Jesus dann wiederkommt, wird schließlich vollkommen sichtbar werden, was die Rettung, die er schenkt, im tiefsten Sinne bedeutet. Der Glaube geht dann ins Schauen über.

2. Verstehen, worum es geht

2.1 Hinweise für situative Überlegungen

Am Ostermorgen wollen wir bedenken, was die Auferstehung Jesu für uns bedeutet, welche Hoffnung wir haben dürfen, weil Jesus wirklich auferstanden ist. Jesus hat durch seinen Tod den Tod besiegt. Seine Auferstehung bestätigt, dass er der Sieger ist.

2.2 Hinweise für hermeneutische Überlegungen

Beim Nachdenken über die Auferstehung, werden wir in die Spannung von „schon jetzt“ und „noch nicht“ hineingenommen. Wir haben in Jesus Christus bereits das ewige Leben und dennoch leben wir ein irdisches Leben, an dessen Ende der physische Tod stehen wird. Unser Erbe in Christus liegt schon jetzt im Himmel bereit, aber wir leben noch als Fremdlinge hier auf der Erde.

Trotz dieser Spannung ist die Auferstehung nicht nur eine Vertröstung auf die Zukunft. Wer an Jesus glaubt, ist heute schon wiedergeboren. Er hat neues Leben in Jesus und dieses Leben zeichnet sich durch eine Hoffnung aus, die lebendig ist. Gerade dann, wenn Christen hier auf der Welt mit dem Tod zu tun haben, zeigt sich, was für einen Unterschied diese Hoffnung macht, wie diese Hoffnung unser Leben prägt und uns trägt bis in die ewige Heimat.

2.3 Hinweise für homiletische Überlegungen

Die Gliederung der Predigt könnte die verschiedenen Zeitebenen, die in den Versen angesprochen werden, aufgreifen. Zuerst kommt die Vergangenheit. Gott hat gehandelt. Jesus ist auferstanden und Gott hat uns in Christus neues Leben geschenkt. Dann käme der Blick in die Zukunft. Für die, die an Jesus Christus glauben, steht ein wunderbares, ewiges Erbe im Himmel bereit. Und schließlich richten wir den Blick auf die Gegenwart. Durch die Auferstehung Jesu, durch sein Wirken in unserem Leben und die ewige Perspektive, die wir in ihm haben, ist unser Leben heute von einer echten, lebendigen Hoffnung geprägt. Außerdem dürfen wir heute wissen, dass Gott uns in seiner Kraft an sein Ziel bringen wird.

3. Sagen, wo es hingeht

3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?

In der Predigt soll die Freude über die Auferstehung Jesu im Mittelpunkt stehen. Wir wollen die Bedeutung der Auferstehung Jesu für unser Leben würdigen. Ohne die Auferstehung hätten wir keine Hoffnung, kein ewiges Leben (vgl. 1.Kor 15,13ff). Außerdem soll die Predigt unterstreichen, welch große Hoffnung die Auferstehung Jesu für unseren Alltag als Christen haben kann.

3.2 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?

Jesus – für uns auferstanden

3.3 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?

1. Neues Leben, weil das Grab wirklich leer war (V.3)
2. Ein wunderbare Zukunft, die Gott für uns bereithält (V.4)
3. Ein Leben mit echter Hoffnung und in Gottes Kraft, weil Jesus lebt (V.3+5)

(Tobias Schurr)