Apostelgeschichte

Predigthilfe vom 5.5.2005 – Apostelgeschichte 1,1-14

Monatsthema: Der Grund des Glaubens
Predigtthema: Im Dienst wachsen

Bibelstelle: Apostelgeschichte 1,1-14

Verfasser: Dr. Heiko Krimmer

Bausteine zu Apostelgeschichte 1, 1-14

1. Vierzig Tage erhalten die Apostel Unterricht durch den auferstandenen Christus. Welche Segenszeit. Da wäre ich brennend gern dabei gewesen. Unser Unterricht: Wir haben sein Wort, die Bibel. Da redet er. Ohne konzentriertes Hören auf das Wort Christi gibt es keinen vollmächtigen Dienst. 40 ist eine „Füllezahl“. Nehmen wir uns wirklich volle Zeit, viel Zeit, für das Bibelstudium? Nur dann haben wir etwas zu sagen.

2. Thema dieses Unterrichtes ist das „Reich Gottes“. Das ist der zentrale Inhalt des Evangeliums. Wir lassen uns so oft unsere Predigtthemen von der „Welt“ vorgeben, ethische Fragen etc. Das ist auch wichtig, aber erstes Wort ist die Ausrufung des Reiches Gottes, der Königsherrschaft Jesu Christi, jetzt und hier schon, dann vollendet bei der Wiederkunft Jesu. Vgl. Lukas 17, 21: „Mitten unter euch“ – in der doppelten Bedeutung:
a) in der Person Jesu ist Gottes König da.
b) in den Herzen der Glaubenden entfaltet sich die Königsherrschaft Jesu Christi. Das Reich ist im König des Reichs und den Jüngern des Reichs da.

3. Zum Unterricht kommt die Vollmacht: Getauft mit dem Heiligen Geist! Der Geist führt uns zuerst ins Wort. Vgl. Johannes 14, 17 + 26. Der Geist und das Wort gehören untrennbar zusammen. Der Heilige Geist ist nie gegen das biblische Wort. Vgl. Johannes 16, 13f.

4. Die Apostel – noch ohne den Heiligen Geist – hören zwar den Unterricht Jesu über das Reich Gottes, aber sie verstehen im Tiefsten noch nicht. Sie erwarten das „Reich für Israel“ – eine weltliche, sichtbare Größe und fragen nach dem Datum. Beides weist Jesus zurück. Es geht nicht um ein irdisches Großreich. Israel und die Vollendung des Gottesreiches ist nicht terminlich zu berechnen. Das ist ganz Gottes Tun. Er endet die Zeit und führt die Ewigkeit herauf. Jede zeitliche Spekulation ist wider das biblische Wort. Wichtiges Prüf-Kriterium heute: Wo ein Datum genannt wird redet ein anderer Geist.

5. Der Empfang des Heiligen Geistes geschieht zum Dienst: Zeuge sein, wörtl. „Märtyrer“, das „Lebenszeugnis“, bis hin zur Lebenshingabe. Keiner der Apostel ist im Bett gestorben.

6. Das Zeugnis beginnt in Jerusalem:
a) in der engsten Umgebung
b) da, wo die Feindschaft am größten ist.
Judäa – das Kernland des Judentums. Paulus etwa predigte immer zuerst den Juden!
Samaria – heidnisches, okkultes Land. Bis an die Enden der Erde = die Botschaft gilt
allen. Deshalb: „Gehet hin…“ vgl. Matth. 28, 16ff. Für uns: Zeuge Jesu in meiner
Familie, in meinen Lebensverhältnissen und bereit, wenn mich der Herr aussendet.

7. Jesu Himmelfahrt ist wirkliches Geschehen. Die Wolke steht für die noch verborgene Wirklichkeit des Himmels.

8. V. 14: Alles Zeugnis, alle Mission beginnt mit dem Gebet. Vgl. auch Matth. 9, 38. Eine betende Gemeinde wird zur missionierenden Gemeinde. An unserem Beten sieht Gott unsere Bereitschaft zu dienen.