Monatsthema: Matthäus-Evangelium: Durch Jesus leben
Predigtthema: An Jesu Auferstehung glauben – mit allen Konsequenzen
Gottesdienst Einleitung: Lk 24,1-9 oder Röm 14,7-9;
Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!
1. Sehen, was dasteht
Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).
1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext
Der Bericht von der Verklärung Jesu scheint vielleicht im ersten Moment etwas sonderbar für einen Ostertext zu sein. Doch bei genauer Betrachtung stehen Verklärung und Auferstehung in einem sehr engen Zusammenhang.
- Die Verklärung belegt ein Leben nach dem Tod (Mose und Elia erscheinen).
- Die Verklärung zeigt Jesus in seiner ganzen Herrlichkeit, die er als Sohn Gottes vor seinem Erdenleben im Himmel hatte und nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt wieder erhalten wird.
- Die Verklärung war eine Vorausschau auf die sichtbare Wiederkunft des auferstandenen Christus.
- Die Verklärung ist die Verkündigung der kommenden Herrlichkeit Gottes, die in Jerusalem ihre vollständige Erfüllung finden wird. Das war der Grund, warum Elia und Mose mit Jesus über den Ausgang von Jerusalem sprachen (Lk 9,31). Diese Erfüllung bezieht sich sowohl auf das 1. Kommen als auch auf das 2. Kommen Jesu.
Die Verklärung Jesu wird in zwei weiteren Evangelien beschrieben (Mk 9,2-13; Lk 9,28-36) und auch von Petrus als Augenzeuge berichtet (2Pt 1,16-18). Damit ist die Tatsache des Ereignisses zweifelsfrei belegt.
Der Text nimmt uns in die HERRLICHKEIT des Sohnes Gottes hinein.
Es ist gleichsam eine vierfache Herrlichkeit:
- Herrlichkeit des Sohnes Gottes
- Herrlichkeit des Kreuzes
- Herrlichkeit der Auferstehung
- Herrlichkeit des Königs in seiner letztendlichen Erfüllung
1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes
Hilfreiches Basiswissen findet sich z. B. in
- Walvoord, John & Zuck, Roy. Das Neue Testament erklärt und ausgelegt. Hänssler-Verlag
- Aebi,Ernst. Kurze Einführung in die Bibel. Verlag Bibellesebund
- Wiersbe, W.Warren. Kommentar NT Band I, CLV
- Barclay, William. Auslegung des Neuen Testamentes – Matthäus 2. Aussaat Verlag. Neukirchen- Vluyn
- Henry, M. Matthäus–Johannes. Waldems: 3L Verlag.
- Querverweise in die ganze Bibel bietet die Thompson Studienbibel.
- Hilfreiche Infos zum Text liefert hier die MacArthur Studienbibel
1.3 Anmerkungen zum Verständnis des Predigttextes
Jesus hatte sich mit seinen Jüngern in den Norden Galiläas, in das Herrschaftsgebiet des Herodes Philippus zurückgezogen. Der eher ruhige Teil des Landes bot sich für Jesus immer wieder mal als Rückzugsort an – weit ab von Menschenmassen und politischen Konflikten. Sie befanden sich in der Nähe bei Cäsarea Philippi als Jesus seinen Jüngern seine eigentliche Mission offenbarte.
Mt 16,13-20 Das Bekenntnis – Jesus, Sohn des lebendigen Gottes
Mt 16,21-23 Die Leidensankündigung – Jesu Tod und Auferstehung
Mt 16,24-28 Die Konsequenzen der Nachfolge – Jesusglaube und seine Kosten
Mit der Verklärung in Mt 17 zeigt nun Jesus die Vollendung seines Auftrages auf.
- Aufbruch zur letzten Wegstrecke nach Jerusalem – das Kreuz
17,1 Ca. eine Woche nachdem die Jünger von der ersten Leidensankündigung Jesu erfahren hatten führt Jesus drei seiner Jünger abseits auf einen sehr hohen Berg (vermutlich der Hermon). Diese drei Jünger (Petrus, Johannes, Jakobus) gehörten zum engeren Jüngerkreis und waren auch die ersten Jünger, die Jesus berufen hatte. Sie waren später auch die tragenden Säulen der ersten Gemeinde (Apg 1,13). Was sie dort sahen und hörten sollte ihren Glauben und Hoffnung und ihren Verkündigungsdienst eindrücklich prägen.
Es waren die letzten Monate im Leben Jesu. Die Mission seines 1.Kommens auf Erden sollte nun vollendet werden. Es war ein emotionaler Moment, denn nun ging der HERR vom nördlichsten Punkt Israels (Hermon) auf die letzte Wegstrecke direkt nach Jerusalem, wo die von ihm angekündigte Leiden, Misshandlungen, Schmerzen und der Kreuzestod auf ihn wartete. Jesus zog sich zurück auf den Berg, um zu beten – er suchte die Gemeinschaft und Nähe seines Vaters (Lk 9,29). Es sollte sich nun erfüllen wozu Jesus gekommen war (Mk 10,45). Dieser Augenblick der Verherrlichung war Ausblick, Trost, Ermutigung und Stärkung für diese letzte schwere Wegstrecke des HERRN.
Die Verklärung war für alle Anwesenden von besonderer Bedeutung:
- Für Jesus war es die Ermutigung zur Erfüllung seines Dienstes
- Für die Jünger war es die Bestätigung des Messias
- Für Elia und Mose der Ausblick auf die Vollendung
2. Ermutigung im Blick auf die Verheißung Gottes – die Auferstehung
17,2 Jesus wurde sichtbar vor den Jüngern verklärt (verwandelt). Die Jünger sahen Jesus in seiner Herrlichkeit, in Gottesgestalt, als das was er in Wahrheit ist – Sohn Gottes. Was in seiner Erdenzeit als Knechtsgestalt den Menschen verborgen war, wurde hier den Jüngern offenbart. Jesus, der Sohn des lebendigen Gottes. Was Petrus zuvor noch mit dem Mund bekannte, sah er nun mit seinen eigenen Augen – „das hat dir nicht Fleisch und Blut offenbart, sondern der Vater im Himmel“ (Mt 16,17). Später schrieb Johannes auf Grund dieses Erlebens der Verklärung „wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater“ Joh 1,14. Die Jünger wurden Zeugen wie Gott selbst Jesus als SOHN des MENSCHEN bestätigt. Jesus, der Messias, der verherrlichte Erlöser, wie ihn Johannes später nochmals in der Offenbarung sah: „und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne in ihrer Kraft“ Off. 1,16.
17,3 Die Erscheinung von Mose und Elia muss eindrücklich gewesen sein. Die verstorbenen Glaubenshelden standen plötzlich lebendig vor ihnen. Mose, der von Gott begraben wurde und Elia, der mit feurigen Waagen gen Himmel fuhr – die großen Gottesmänner des AT waren sichtbar gegenwärtig. Obwohl die Jünger die alten Propheten nicht aus Fotoalben oder von Bildern kannten, wussten sie wer sie waren. Ein Hinweis, dass auch in der Ewigkeit wir uns einander wieder erkennen werden. Welch ein herrlicher Trost bei Sterbefällen, dass es ein freudiges Wiedersehen gibt, wenn Glaubensgeschwister sterben.
Ein Beweis und Glaubensstärkung für die Jünger – den Worten Jesu über seine Auferstehung und einem Leben nach dem Tod vollen Glauben zu schenken. Was Jesus sonst anderen verwehrte (Lk 16), dass jemand aus dem Himmel als lebendiger Zeuge sichtbar wird, hatten die drei Jünger bevorzugt erleben dürfen.
Warum aber gerade Mose und Elia? Sie waren die Vertreter des Gesetzes, stellten die Heiligkeit Gottes dem Volk vor Augen und riefen zur Umkehr und zum Gehorsam auf. Wie wir aber wissen kann kein Mensch aus Gesetzeswerk gerechtfertigt werden, sondern das Gesetz war vielmehr ein Lehrmeister auf Christus hin (Gal 3,24). D.h. Mose und Elia weisen auf Christus hin. Mose kündigte den kommenden Messias an, auf den das Volk hören sollte (5Mo 18,15). Und Elia war schon in seinen Wundertaten (1Kö 17 Brotvermehrung, Auferweckung) ein Vorbild auf Jesus. Beide sprechen mit Jesus über seinen Ausgang (Ende, Vollendung) in Jerusalem. Gemeint ist die Erfüllung des Gesetzes und der Vollendung aller noch ausstehender Verheißungen (Lk 9,31). Jesus erfüllte am Kreuz die Forderungen des Gesetzes, er wurde zum Lamm Gottes (Joh 1,29), zum leidenden Gottesknecht, der die Sünde der Welt auf sich nimmt (Jes 53). Jesus wird so zum Retter und Heil der Menschen.
17,4 Petrus will festhalten was nicht zum Festhalten ist. Begeistert von der sichtbaren Herrlichkeit will Petrus diesen Moment einfrieren. Den Himmel auf Erden festhalten und verankern. Obwohl Petrus vor gerade mal ca. 6 Tagen deutlich erfahren hatte, dass Jesus gekommen war, um nach Jerusalem zu gehen, dort zu leiden und zu sterben, will Petrus drei Hütten bauen und neigt wiederum dazu den Heilsplan Gottes verhindern zu wollen. Lieber Hütten bauen weit oben und weit weg von allen Schwierigkeiten und Problemen. Er will den Himmel auf Erden, doch Matthew Henry schreibt passen: „Es gibt in guten Menschen die Neigung, die Krone ohne das Kreuz zu erwarten. Wir suchen nicht richtig, wenn wir den Himmel hier auf der Erde erwarten.“
17,5 Gott ist gegenwärtig. Das Ereignis der Verklärung erinnert an die Offenbarung der Herrlichkeitswolke (Schechina Gottes), wie sie an vielen Stellen in der Geschichte Israels vorkam. Diese Herrlichkeit Gottes überschattete den Berg, wie einst den Berg Sinai oder die Stiftshütte (2Mo 45,35). Sie zeugt von der Gegenwart Gottes. Gottes Stimme war plötzlich aus der Herrlichkeitswolke zu hören und bestätigt – wie schon bei der Taufe – Jesus als Sohn Gottes, als Messias, als geliebten und gehorsamen Gottesknecht, der Gottes Wohlgefallen erfüllt. „Auf ihn sollt ihr hören“ ist gleichsam die Erfüllung von 5Mo 18,15!
17,6 Es ist die Stimme Gottes die uns überwältigt. Als die Jünger sein Wort hören (nicht ihn sahen) fallen sie auf ihr Angesicht und begreifen, hier ist mehr als eine Entzückung. Hier ist Gott gegenwärtig. Gott autorisiert das Wort und die Botschaft des Sohnes. Darum sollen wir auf JESUS hören und ihm gehorchen. Je mehr die Jünger Zeugen von Gottes Stimme und Herrlichkeit werden, desto mehr Anlass gab es ihnen auch, das Evangelium weiterzusagen. So sagt später Johannes, dass sie Zeugen waren von dem „Was von Anfang war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben…mit unseren Händen betastet haben vom Wort des Lebens“ (1Joh 1,1f). Dies ist durchaus ein Hinweis auf das irdische Leben Jesu und auf die leibhaftige Auferstehung. Was sie bei der Leidensankündigung hörten, dass Jesus auferstehen wird und ewiges Leben in sich trägt, wurde bei der Verklärung sichtbar. Die Jünger wurden Augen- und Ohrenzeugen von Gottes Herrlichkeit und ewiger Lebendigkeit.
3. Ermutigung im Blick auf die kommende Herrlichkeit – das Königreich
17,6-8 Die heilige Stimme Gottes löste Respekt und tiefe Ehrfurcht aus. Etwas was wir längst verloren haben, wenn wir Gottes Wort lesen. Plötzlich wurde den Jüngern bewusst, Gottes Wort ist gleich der Gottes Gegenwart. Jesus wendet sich den Jüngern zu, rührt sie an spricht das bekannte Jesuswort: fürchtet euch nicht! In JESUS weicht alle Angst vor Gott. In Jesus allein erleben wir Gottes Trost, Zuspruch und Auftrag. „Steh auf“. Sie öffnen die Augen und sehen JESUS allein. Es geht nicht um Mose, nicht um Elia oder andere Gottesmänner der Geschichte, sondern allein um Jesus. Obwohl er dem Himmel so nah war, war Jesus noch da, bereit seinen Lauf auf Erden zu vollenden, gestärkt und bestätigt.
17,9 Reden was dran ist, wenn´s dran ist. Auf dem Weg zurück vom Berg der Offenbarung ins normale Leben sollten die Jünger bis zur Auferstehung schweigen. Jesus verbietet das Erzählen und gebietet das Erzählen – aber alles zu seiner Zeit. Erst wenn Jesus das angekündigte Leiden, Sterben und die Auferstehung vollbrachte, sollte die Zeit der Verkündigung seiner Herrlichkeit beginnen. Die frohe Botschaft des Evangeliums beinhaltet beides:
- die Botschaft des kommenden Messias in Knechtsgestalt (1.Kommen)
- die Botschaft des kommenden Messias in Herrlichkeit (2.Kommen)
Die Verklärung ist die Ankündigung von Gottes neuer Botschaft, dem Kommen seines zukünftigen Reichs, von welchem die Jünger bereits Zeugen wurden. Petrus verweist später auf diese Verklärung und belegt, dass das was er dort sah der glaubhafte Beweis war der sichtbaren Wiederkunft Jesu in Herrlichkeit und seines Reiches (2Pet. 1,18ff). Die Verklärung wurde zum
- Ausblick auf das Kreuz
- Ausblick auf die Auferstehung und das ewige Leben
- Ausblick auf die Vollendung und das kommende Reich Gottes
17,10-12 Verwundert fragten die Jünger nach Elia, der nach der AT-Verheißung (Jes 40,3; Mi 3,1) als Vorläufer des kommenden irdischen Königreiches zuerst kommen müsste. Jesus erklärt, dass Johannes der Täufer dieser angekündigte Wegbereiter war (Mt 3,3; 11,14; Lk 1,17), aber nicht von den jüdischen Ältesten erkannt wurde und die ihn darum verachtet hatten. Israel hat weder den Vorläufer noch den Messias erkannt. Darum haben sie mit ihm (Johannes und Jesus) gleichermaßen gemacht was sie wollten und getötet. Hier schließt sich der Kreis zu der Leidensankündigung Jesu, was die Jünger gerade ja auch ebenso schockierte hatte. Die Verklärung offenbart, dass das Kreuz und die Auferstehung Vorrausetzung sind für die kommende Herrlichkeit. Wohl dem Menschen, der dies erkennt und glaubt.
2. Verstehen, worum es geht
2.1 Hinweise für hermeneutische Überlegungen (Auslegung)
Die Verklärung war ein einmaliges Ereignis, was nur drei Jünger bevorzugt erlebt hatten. Es ist der Übergang von den alttestamentlichen Propheten (Mose und Elia) zum vollkommenen Propheten Jesu. Jesus allein ist der wahre Prophet, dessen Worte vom Vater im Himmel bestätigt und autorisiert wurden. JESUS wird offenbart in seiner ganzen Gottesgestalt – darum sollen sie und wir und alle kommenden Generationen auf ihn hören (Heb 1,1). Die Verklärung zeigt vorrauschschauend:
- Die Erfüllung seines ersten Kommens als der leidende Gottesknecht
- Tod und Auferstehung standen kurz bevor
- Die Erfüllung des kommenden Reichs mit dem zweiten Kommen Jesu in Kraft und Herrlichkeit, dann als der herrschende König aller Könige
- Wiederkunft Jesu und sein Reich werden angekündigt
2.2 Hinweise für situative Überlegungen (Predigtanlass)
Es ist Ostersonntag, der Tag des Herrn.
Wir erinnern uns an die Auferstehung Jesu, dass er den Tod und die Dunkelheit durchbricht und ewiges und unvergängliche Leben ans Licht bringt. Als Erstling aller Gestorbenen ist Jesus zum ewigen Leben auferstanden und schafft für alle Glaubenden eine lebendige Hoffnung.
Die Brücke zur Verklärung kann damit geschaffen werden, dass für die Jünger das Ereignis auf dem Berg wie ein Trailer (Filmvorschau) war, das auf die Erfüllung an Ostern einen Ausblick gab. Wie die Leidensankündigung und Verklärung, so wirken Kreuz und Auferstehung wie ein unzertrennliches Zwillingspaar.
Leid Kreuz und Tod – das Erste ist vergangen – nun beginnt mit der Auferstehung das neue und ewige Leben. Ein Beweis für die Tatsache der kommenden Herrlichkeit.
2.3 Hinweise für homiletische Überlegungen (Anwendung)
Folgende praktischen Hinweise lassen sich für unser persönliches Glaubensleben anwenden:
- Suche die innige Gemeinschaft mit Gott dem Vater. In persönlichen Nöten, vor schweren Wegstrecken im Leben brauchen wir – wie Jesus auch – die Stille Zeit mit dem Vater. Abseits von allem Getöse und dem Trubel der Welt. Allein mit Gott. Vielleicht in der Natur, bei einem Spaziergang, auf einem Berg im Wald oder wo auch immer. Suche die Nähe Gottes, höre auf sein Wort – das haben auch wir so nötig. In der Gemeinschaft und im Gebet unter Gott Wort werden wir gestärkt, getröstet und ermutigt. Hier findet unsere Seele Ruhe und den Ausblick über schwere Lebensphasen hinweg auf die kommende Herrlichkeit.
- Petrus sah was er geglaubt hatte. Petrus glaubte dem Wort Gottes und bekannte Jesus als Sohn Gottes, obwohl er Jesus nur in Knechtsgestalt gesehen hatte. Doch weil er glaubte, durfte er sehen. So ist es auch bei uns, wir glauben dem Wort Gottes, bekennen seinen Namen und werden einmal vom Glauben zum Sehen gelangen. „Wir werden ihn sehen, wie er ist“ (1 Joh 3,2) – welch ein herrlicher Ausblick.
- Wie die Jünger Elia und Mose erkannten, so ist es ein tröstender Hinweis, dass wir verstorbene Gläubige im Himmel wieder erkennen werden und wir im Himmel ein fröhliches Wiedersehen erwarten dürfen.
- Wir sollen uns nicht von sichtbaren Ereignissen verzücken oder verführen lassen. Vielmehr sollte Gottes Stimme und Wort Respekt und Ehrfurcht bewirken. In der Bibel redet Gott zu uns.
- Petrus wollte den Himmel auf Erden festhalten. Aber wir haben auf Erden keinen himmlischen Zustand zu erwarten, vielmehr sind wir Nachfolger Jesu und sollen das Kreuz auf uns nehmen.
- Wir können besondere Segenszeiten mit Gott nicht einfrieren oder festhalten. Müssen von den Bergen der Offenbarung herabsteigen und unseren Glauben im Alltag leben. Alles was uns bleibt ist JESUS allein und sein Wort und auf ihn sollen wir hören, ihm gehorchen und Seine Botschaft verkündigen.
- Jesus bezeugt in der Verklärung, dass er Leid, Tod und Angst überwunden hat. Wie in der Leidensankündigung vorhergesagt kommt nach dem Tod die Auferstehung. Die Verklärung war bereits ein Ausblick auf diese Tatsache seines ewigen Reiches. Von diesem Ziel her sollen auch wir leben. Von der HERRlichkeit Gottes geprägt unseren Glauben in dieser Welt bezeugen.
3. Sagen, wo es hingeht
3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?
Wir vergessen oft das Ziel des Glaubens und sind oft irdisch fixiert.
Das Ereignis der Verklärung möchte uns auf die Herrlichkeit Gottes ausrichten. Die Jünger durften Einblick in Gottes Reich und Herrlichkeit haben. Das sollte sie trösten und ermutigen, dem Wort Jesu noch mehr zu glauben.
Wir sollen ermutigt werden an die Auferstehung Jesu zu glauben.
Leid und Tod sind zeitlich – die Auferstehung bringt bleibende Herrlichkeit.
Glauben wir an Jesu Auferstehung nimmt es uns die Angst, weil wir mit Jesus auferstehen werden und die Herrlichkeit im Himmel uns sicher ist.
Die Predigt möchte ermutigen, den Blick vom Irdischen auf das Himmlische zu legen. Ganz nach Worten aus
Mt 6,33 Trachtet nach dem Reich Gottes, so wird auch alles andere zufallen.
Kol 3,2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3.2 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?
Jesus ist der geliebte Sohn Gottes, an welchem der Vater im Himmel Wohlgefallen hat.
Weil Gott Jesus als seinen Sohn gesandt und als Gott bestätigt hat, sollen wir auf ihn hören und ihm gehorchen und nachfolgen.
Der Glaube an Jesus öffnet uns die Augen für die unsichtbare Tatsachen der Herrlichkeit Gottes.
Wir dürfen im Glauben an JESUS den Himmel und sein ewiges Reich erwarten.
Seine Auferstehung ist auch der Durchbruch für uns zum wahren Leben.
Wer an die Auferstehung glaubt, der glaubt an
- das ewige Leben
- das Wiedersehen im Himmel
- das kommende ewige Reich in Gottes Herrlichkeit
3.3 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?
1) Aufbruch zur letzten Wegstecke nach Jerusalem – das Kreuz
2) Erfüllung der Verheißungen Gottes – die Auferstehung
3) Ermutigung im Blick auf die kommende Herrlichkeit – das Königreich
Die Verklärung offenbart
- die Folgen der Kreuzigung und Auferstehung – ewiges Leben
- Jesus als Sohn Gottes, auf dessen Stimme wir hören und glauben sollen
- die Erfüllung des kommenden ewigen Reiches – Herrlichkeit Gottes
- Ausblick auf das Kreuz
- Ausblick auf die Auferstehung
- Ausblick auf die Vollendung
- Herrlichkeit des Sohnes Gottes
- Herrlichkeit des Kreuzes
- Herrlichkeit der Auferstehung
- Herrlichkeit des Königs in seiner letztendlichen Erfüllung
(Klaus Eberwein)