Psalmen

Predigthilfe vom 30. Oktober 2016 – Psalm 146

Monatsthema: David  

Predigtthema: Die Herrlichkeit Gottes                       

Predigttext:          Psalm 146

Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!

  1. Sehen, was dasteht

Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).

1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext

Der Psalm 146 eröffnet die hymnische Liturgie und knüpft direkt an Psalm 145 an und lobt Gott. Ähnlich wie im Psalm 145 wird Gott hier gelobt. Der Psalm warnt vor Vertrauen auf Menschen. Der Schwerpunkt liegt auf Gottes Größe als Schöpfer und Helfer. Ebenso wird Gottes Barmherzigkeit beschrieben. Der Psalm beginnt und endet mit einem Halleluja. Und so endet dieser Psalm im Lob des allmächtigen Ewigen Gottes!

1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes

Hilfen zur Auslegung bieten z.B.

* Schneider, Dieter: Das Buch der Psalmen. Wuppertaler Studienbibel.

* Charles Spurgeon Hughes, Schatzkammern Davids – Eine Auslegung der Psalmen, http://www.evangeliums.net/psalmenauslegung/psalm_146.html

* W.S.LaSor / D.A: Hubbard / E.W. Bush (Hrsg. Helmut Egelkraut) „Das Alte Testament“. Idealerweise die 5.Überarbeitetet Version. TVG Brunnen.

* Bitte studiert auch den hilfreichen Predigttipp von Dr. Heiko Krimmer vom 12.06.2005 zu Psalm 146 unter http://apps.christusbund.de/predigthilfen/1444/predigthilfe-vom-19-6-2005-psalmen-146/

* Anmerkungen zum Predigttext bietet z.B. die MacArthur Studienbibel unter http://bitflow.dyndns.org/german/JohnMacArthurStudienbibelAlteRechtschreibung/19-Die_Psalmen.pdf

Anmerkung:

Vers 1-5

Gleich zu Beginn wird das Lob mit einem Halleluja angestimmt. „Lobe den Herrn“.  Den HERRN allein gebührt unser Lob. Sich auf den HERRN zu verlassen, ist der beste Weg. Sich auf einen Menschen zu verlassen bringt nichts. Menschen können sich selbst nicht retten, geschweige denn andere. Wenn der Mensch stirbt, wird dieser mit all seinen Plänen begraben. Somit ist das verlassen auf den Herrn, dass einzig richtige was wir tun können. Der Psalm ist nicht nur ein Loblied der auf Gott gerichtet ist, sondern auch an die gerichtet, die noch nicht erkannt haben, wem der Lob gebührt. Jeder soll einstimmen! Hier wird erzählt, worauf sich die Zuversicht in Gott gründet. Die Hoffnung ruht auf den Herrn, der alles gemacht hat!

Vers 6-9

Gott hat Himmel und Erde erschaffen, Tag und Nacht, Tiere, Pflanzen und Menschen. Alles was auf der Erde ist, ist SEIN Werk. Gott ist mein Schöpfer und IHM verdanke ich meine Existenz. (1.Mose 2,7) Der Psalmist  schreibt: Es ist ein Gott der Treue. Unsere Hoffnung auf ihn zu setzen, ist alles! Er ist zuverlässig. Wenn wir IHM vertrauen, riskieren wir nichts! Gott ist´s, der rettet. Er ist es, der den hungrigen gibt. Sowohl im geistlichen als auch im leiblichen Sinn. Er hilft den armen und behütet die alleingelassenen. Er macht frei. ER befreit von den Ketten im Gefängnis, aber vor allem befreit ER von den Ketten der Sünde. Arme, Gefangene, Blinde, Kranke, Fremde, Waisen und Witwen sind oft, die, die Hilfe brauchen. Und dies hat sich auch bis heute noch nicht geändert.  Gott ist immer noch derselbe.

Für uns heute haben wir das Evangelium, dass Gott seinen Sohn sandte. Dies tat er für uns! Er sandte den Heiland um uns Heil zu bringen.

Vers 10

Wir können und sollen uns nur auf IHN allein Verlassen. Die Menschen, die auf sich selbst oder auf andere Menschen vertrauen, führen sich selbst in die Irre. Auf Gott zu vertrauen hat Ewigkeitswert!  Denn ER ist der ewige König. „Preist den Herrn“, sollte unser Lob sein, wenn wir diesen HERRN kennen!

  1. Verstehen, worum es geht

2.1 Hinweise für situative Überlegungen

Weiter geht es im großen Halleluja welches am Ende der Psalmen steht (Ps. 146-150). Zu Beginn wird ein Lob angestimmt. Wieder ist es Gottes Größe als Schöpfer, seine Barmherzigkeit, Treue, Güte die verkündigt wird. Der HERR der Ewig Herrschen wird, wird gelobt. Wie auch schon im Psalm 145 könnte auch hier die Frage gestellt werden, ob wir zu denen gehört, die Gott schon als Herrn bekennen, der Ewig herrschen wird.

2.2 Hinweise für homiletische Überlegungen

Einzelne Verse aus dem Psalm 146 werden immer wieder zitiert. Der ganze Psalm wird nicht oft als Predigttext verwendet. Das „Lobe den Herrn“, kann und sollte auf den ganzen Psalm bezogen werden.  Das „Lobe den Herrn“, kann im Gottesdienst aus unterschiedlichen Blickwinkel beleuchten werden. Vom Ewig bleibenden Gott sollte jeder erfahren. Jeder sollte im Lob einstimmen können, wenn wir diesen einzig wahren Gott, der seinen Sohn auf diese Welt sandte der für uns am Kreuz starb, erkannt haben. Ist der Lob Gottes in unserem Leben und in unseren Gebeten noch zu finden?

  1. Sagen, wo es hingeht

3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?

Die Psalmen sind immer wieder ein erinnern daran, das einzig wahre wieder neu zu erkennen. Das einzig wahre ist Gott. Gott der Schöpfer und der Vollender! Gott der Ewig bleibt!

Wir sollten dazu aufrufen, dass ein jeder sich prüfe, wer Gott in seinem Leben ist. Ist es der Gott, der in diesem Psalm beschrieben wird?  Unser Text ist ebenso Trost spendend. Er ermahnt uns nicht auf Menschen sondern auf Gott allein zu vertrauen. Der Psalm gibt Grund zum Lobpreis. Jedem sollte Gottes Allmacht bekannt werden.

  • Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?

Unser Lob  und Dank soll zum Ausdruck gebracht werden. Dank das ER uns rettet, das ER uns hilft. Er gibt uns täglich Grund zum Danken. Danken für das, was ER für uns getan hat. Der HERR der uns aufrichtet, wenn uns die Kraft fehlt, soll verkündigt werden. Der HERR der in Ewigkeit bleibt loht es zu vertrauen! Denn das was ER sagt, geschieht!

3.3 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?

Nach Wuppertaler Studienbibel

  1. a) Selbstermunterung zum Gotteslob (V.1-2)
  2. b) Warnung vor falschen Vertrauen (V.3-4)
  3. c) Glückwunsch für die, die Gott und seine Barmherzigkeit kennen (V.5-9)
  4. d) Lobpreis des Königtums. (V.10)

oder:

  1. a) Lobe den Herrn (V.1-5)

a1. Denn ER rettet

a2. DennERbleibt

a3. Denn ER hilft

  1. b) Der Herr ist groß (V.6-9)

b1. ER ist Schöpfer

b2. ER richtet auf und heilt

  1. c) Der HERR herrscht in Ewigkeit (V.10)

 

(Walter Günter)