Josua

Predigthilfe vom 30. Oktober 2022 – Josua 24, 1-24

Predigtthema (ursprünglicher Vorschlag): „Nur Gott wollen wir dienen“

Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!

  1. Sehen, was dasteht

Verschiedene Bibelübersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden, findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 2017 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).

1.1 Allgemeine Hinweise zur Predigt und Predigttext

Im Mai und September wurde eine Reihe zu den ersten Kapiteln des Josuabuches begonnen. Im Oktober werden nun noch einige Auszüge vom Ende des Josuabuches angeschaut.

1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes

Der erste Schritt sollte immer das Selbststudium sein, sich anhand von verschiedenen Bibelübersetzungen und Studienbibeln eine eigene Vorstellung davon erarbeiten, welche geistlichen Wahrheiten der Abschnitt enthält und was Gott im Sinne von 2.Tim 3,16 dem Leser bzw. Predigthörer zeigen möchte.

Erst in einer zweiten Phase liest und hört man dann andere Auslegungen. Im Sinne von Apg 17,11 sollte man dabei durchaus prüfend lesen, ob die Argumente und Schlussfolgerungen der Autoren wirklich schlüssig und überzeugend sind.

Als Hilfen zur Auslegung empfehle ich jedem Verkündiger, sich folgende Studienbibeln zuzulegen: Elberfelder erklärt, MacArthur (gibt es auch als PDF zum kostenlosen Download), Ryrie, Genfer Studienbibel (gute theologische Ergänzung zu den Vorherigen).

Weitere gute Hilfen:

  • Die Thompson-Studienbibel bietet mit ihren Kettenbegriffen direkt neben jedem Vers gute Anregungen, welche Themen in einem Abschnitt enthalten sind, die man dann in der Predigt aufgreifen kann.
  • Für Josua: „Das ALTE Testament“ ausgelegt von Walvoord und Zuck (Hänssler-Verlag) ist eine weitere sehr gute Ergänzung im Sinne einer Studienbibel-Kommentierung.
  • Die Kompaktkommentare von Warren Wiersbe (gibt es z.T als englische PDF frei im Internet)
  • Es kann sich auch lohnen, nach dem Selbststudium dann auf sermon-online oder auch YouTube Predigten anderer Verkündiger zum Predigttext zu hören.

1.3 Anmerkungen zum Verständnis des Predigttextes

(Die Anmerkungen beziehen sich auf die Formulierungen der Luther 1984 Übersetzung)

Das Buch Josua berichtet vor allem, wie Gott sein altes Versprechen an Abraham (1.Mose 12,7) erfüllt und seine Nachkommen, das Volk Israel, das Land Kanaan bekommen. Es ist also ein Buch über die Treue Gottes – gerade auch nachdem das Volk die 40 Jahre Wüstengericht erleben musste. Gleichzeitig wird deutlich, dass den Israeliten das Land nicht „in den Schoß fällt“ und die Feinde einfach verschwinden oder tot umfallen, sondern dass Israel tatsächlich kämpfen muss (wie ja z.B. auch in 2.Mose 17 und öfter). Manchmal sagt Gott „Seid still und ICH werde für euch kämpfen“ und manchmal sagt Gott eben „zu den Waffen …“ – wir dürfen das nicht gegeneinander ausspielen.

Im Verlauf des Buches wird dann deutlich, dass die Israeliten ihren Teil der Verantwortung nicht vollständig umsetzen. Sie werden durchaus „müde“ durch die Kämpfe und finden sich mit Dingen ab, die ihnen letztlich zum Verhängnis werden.

Man kann in der Anwendung also überlegen, was einem entgeht oder auch was einem „bevorstehen kann“, wenn man Gottes Verheißungen nicht in Anspruch nimmt und man nicht ihm allein dient.

Wichtig zu betonen sei hier der Hinweis, dass das Buch Josua als das Siegesbuch des Alten Testaments, einen Hinweis auf Jesus als den Sieger in Ewigkeit darstellt. Der Name „Josua“ (hebr.) entspricht dem Namen „Jesus“ (gr.) im Neuen Testament, und beide bedeuten „Der HERR ist Rettung“. Josua und sein Leben sind also ein Typus für Christus, der nicht nur das Volk Israel in das verheißene Land führt, sondern jedem, der an ihn glaubt, Erlösung

(= Vergebung der Sünden) schenkt und ihn in das ewige Leben führt – die ewige Gemeinschaft mit Gott.

Eine christologische Auslegung oder Anwendung des Predigttextes, und eine christuszentrierte und damit evangeliumszentrierte Verkündigung, sind unumgänglich. Christus sollte im Allgemeinen immer das Zentrum unserer Verkündigung bilden, egal ob in einer Predigt über einen alttestamentlichen Text, oder über einen Neutestamentlichen.

Grundstruktur:

  • V.1-13 = RÜCKBLICK

(Geschichte IsraelsV.1-5: vgl. 1.Mose 11 – 2. Mose 15 — V.6-13: vgl. 2.Mose 12 – Jos 22)

  • V.14-24 = AUSBLICK

(Entscheidung – Israel verspricht Treue und Gehorsam)

Vers 1:

„alle Stämme Israels“ – was jetzt folgt hat Bedeutung für ganz Israel. Es war Zeit, Gott anzubeten und Dank zu bringen für all das, was er getan hatte, wie er sie nach Kanaan geführt und ihnen bei der Eroberung des verheißenen Landes geholfen hatte.

„Sichem“ – Frühes religiöses Zentrum

  • Wichtiges Handelszentrum, erst für Kanaan, dann für Israel
  • Erste kanaanitische Stadt, die Abram besuchte; Altar (1.Mose 12,6-7)
  • Auch Jakob errichtete hier einen Altar (33,18-20) und grub einen Brunnen, den später Jesus besuchte (Joh 4,12)
  • Josua erneuert hier 2x den Bund von Mose (Jos 8,30-35 + 24,15-25)
  • Freistadt (vgl. Jos 21,21 und siehe 4.Mose 35)

„Und als sie vor Gott getreten waren“ – vgl. 2.Kor 2,17

V.2:

„So spricht der HERR“ – Autorität: Gott spricht! Höre auf den Gott, der redet!

„dienten anderen Göttern“ – Abraham (Vater des Glaubens) und seine Familie waren Götzendiener (vgl. 1.Mose 31,19 + 35,2)

V.3:

„nahm ich euren Vater Abraham“ – vgl. 1.Mose 12,1; Gottes Gnade ruft zur Nachfolge (neues Leben): weg von den toten Götzen, hin zum lebendigen Gott!

„mehrte sein Geschlecht und gab ihm Isaak“ – Verheißung Gottes (vgl. 1.Mose 12,7 + 15,4f + 17,7.21): Gott hält, was er verspricht!

V.4:

„Jakob aber und seine Söhne“ – Jakob = Israel, seine 12 Söhne = 12 Stämme Israels

„Ägypten“ – Gottes souveräner Plan: machte Josef groß in Ägypten, um sein großes Volk am Leben zu erhalten (vgl. 1.Mose 50,20)

V.5:

„Da sandte ich Mose und Aaron“ – Mose = größter Prophet aller Zeiten; Aaron = Hohepriester des HERRN — (vgl. Jesus = König, Priester und Prophet!)

„und plagte Ägypten“ – 10 Plagen (vgl. 2.Mose 7-11): Gott verherrlicht sich und erweist seine Allmacht im Vergleich zu den toten Götzen Ägyptens – Die Rettung kommt von Gott: Passa (vgl. 2.Mose 12)

V.6:

„führte … aus Ägypten“ – Erlösung: Gott befreit! Er errettet aus der Knechtschaft

(vgl. „Knechte der Sünde“ (Röm 6,17f + Joh 8,34f))

„Schilfmeer“ – vgl. 2.Mose 14

V.7:

„schrien sie zum HERRN“ – vgl. Ps 4,2+4: Gott hört und sieht unser Schreien – Er hilft uns!

„Meer über sie kommen“ – Wunder Gottes: Er teilte das Schilfmeer, damit sein Volk trockenen Fußes hindurchgehen konnte (vgl. auch Jos 3) – GNADE!

Das Wasser kam über die Ägypter – GERICHT!

„Eure Augen haben gesehen“ – Gott hat seine Macht gezeigt + Israel hat’s gesehen (Zeugen)

„gewohnt in der Wüste eine lange Zeit“ – 40 Jahre Gericht für Israels Ungehorsam

V.8:

„Land der Amoriter“ – vgl. 4.Mose 21,25+31

V.9:

„Balak“„Bileam“ – vgl. 4.Mose 22-24

V.10:

„er musste euch segnen“ – Was Gott segnet, kann der Mensch nicht verfluchen!

(Vgl. 4.Mose 23,20)

„ich errettete euch“ – Gott rettet! („Josua“ / „Jesus“ = „Der HERR ist Rettung“)

V.11:

„über den Jordan“ + „nach Jericho“ – vgl. Jos 3 + 6

V.12:

„Angst und Schrecken“ – vgl. 2.Mose 23,28; Der HERR streitet für sie! Er vertilgt die Völker und gibt sie in ihre Hände. Israel kann sich nicht rühmen als allein des HERRN.

„Denn es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen“ (Sach 4,6)

V.13:

„Land gegeben“ – Das verheißene Land ist eine Gnadengabe Gottes! Gnade = unverdientes Geschenk (nicht durch Werke!): Eph 2,8-10;

siehe „Gnadengabe“ im Neuen Bund: „ewiges Leben“ (Röm 6,23)

V.14:

„So fürchtet nun den HERRN und dient ihm treulich und rechtschaffen“ – ZIEL: Gottesfurcht!

Gottesfurcht = Anfang der Erkenntnis (Spr 1,7): erkennen, dass Gott uns zuerst geliebt hat (Röm 5,8) + erkennen, dass Jesus uns gedient hat (Mk 10,45)

-> Unsere Treue, unser Gehorsam und unser Dienst sind eine Folge aus Jesu Treue, Gehorsam und Dienst!

-> Jesus = unser Vorbild (vgl. Phil 2,5)

„Er … ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz“ (Phil 2,11)

„dient dem HERRN“ – Wir sollen allein Gott dienen (ungeteiltes Herz)!

V.15:

„wählt euch heute“ – Wahl zwischen dem HERRN (Schöpfer der Welt und allein wahrer und lebendiger Gott) und den toten Götzen

Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen“   = Kernsatz!

Josua + sein Haus haben eine Entscheidung getroffen: Sie wollen allein dem HERRN dienen!

Entscheidung, die wir jeden Tag aufs Neue treffen müssen und bekennen sollen –

Dein Wille geschehe“; „Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen“ (Eph 2,10)

V.16:

Tag der Entscheidung – Entscheidung für den HERRN;

„Das sei ferne“ – Halte dich fern vom Bösen, fliehe der Sünde (vgl. 1.Thess 5,22 + 1.Tim 6,11 + Röm 12,9 …)

Weisheit = Entscheidungen im Willen Gottes treffen

(Hilfen im Alltag, um weise Entscheidungen zu treffen: Jak 1,5 + Ps 119,105 + Spr 19,20)

V.17:

„Denn“ – Begründung: Bei all dem, was sie bereits mit Gott erlebt haben, ist es irrational, ihm nicht dienen zu wollen!

Der Weg mit Gott: Gott hat sie befreit, hat große Wunder getan und hat sie behütet auf ihrem Weg — Behalte Gottes Wundertaten vor Augen und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat (vgl. Ps 103,2-4)

V.18:

„Darum“ – Begründung (Betonung): Aus Dankbarkeit und Liebe wollen sie dem HERRN dienen (richtige Reaktion auf das, was Gott für uns getan hat)

„denn er ist unser Gott“ – persönliche Beziehung (nicht irgendein, sondern mein Gott)

V.19:

„Ihr könnt dem HERRN nicht dienen“ – Wir können Gott nicht dienen und gerecht werden (vgl. Mt 19,26) — vgl. 5.Mose 29,3: Es braucht ein neues Herz!

Beachte: Alter Bund + vor Pfingsten = Sie hatten den Heiligen Geist noch nicht! (Wenn, dann nur wenige und sie konnten ihn wieder verlieren) (vgl. Ps 51,12ff)

Aus uns heraus können wir nichts tun (vgl. Joh 15,5) – an Jesus dranbleiben!

„heiliger Gott…“ – Wesen Gottes

(Unser sündhaftes Wesen trennt uns von ihm! Es braucht ein neues Wesen: vgl. 2.Kor 5,17)

V.20:

Warnung! – Ungehorsam = Fluch (vgl. 5.Mose 28)

V.21:

„Nein, sondern wir wollen dem HERRN dienen!“ – Bekenntnis (Entscheidung)

V.22:

Bestätigung – Entscheidung/Wahl wurde getroffen (Zeugen: Erinner dich immer wieder an diese Entscheidung – Gott hat sich für dich entschieden und dich erwählt)

V.23:

Heiligung = raus mit den Götzen + neue Ausrichtung des Herzens (vgl. Röm 12,1f; 2.Thess 3,5)

V.24:

Erneutes Bekenntnis – Wille zum Dienst und zum Gehorsam (siehe Phil 1,6 + 2,13)

2.  Verstehen, worum es geht

2.1 Hinweise für hermeneutische Überlegungen (Auslegung)

Zwei grundsätzliche Punkte sind wichtig:

1. Dieser Abschnitt gilt im Sinaibund – es gelten eventuell andere Bedingungen als in unserem, dem Neuen Bund.

2. Gott spricht hier durch Josua zum Volk Israel. Es ist ein Rückblick in die Geschichte Israels und ein Ausblick für ihre Zukunft – es muss geprüft werden, was davon auf jeden „normalen Christen“ übertragbar ist. Die Anwendung wird hier sehr wichtig werden. Gott war, ist und bleibt ja derselbe in Ewigkeit! Doch wir müssen uns fragen: Was ist wann, wozu und zu wem gesagt?

Beachte 2.Kor 1,20: „Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm (Christus) das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe“ – darum sollte in der Verkündigung stets der Weg zu Christus gesucht und Ermahnung oder Ermutigung in rechter Weise auf den Hörer angewandt werden.

2.2 Hinweise für situative Überlegungen (Predigtanlass)

Am 30. Oktober ist das Ende der Sommerzeit. Das bedeutet, die Uhr wird um eine Stunde zurückgestellt. Das wäre ein möglicher Aufhänger oder auch Abschluss (z.B.: nach der Predigt: Wenn wir jetzt nicht nur die Uhr, sondern die Zeit um eine Stunde zurückstellen könnten. Was hast du vor einer Stunde gedacht als du das Predigtthema gehört hast. Was denkst du jetzt? Wie willst du das gehörte umsetzen? …

Beachte den Vers für die Woche: Micha 6,8 „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott“

-> Eine sehr gute, praktische Anwendung für das Thema: „Nur Gott wollen wir dienen“

2.3 Hinweise für homiletische Überlegungen (Anwendung)

Zwei Seiten:

  1. Unsere Verantwortung („Wir wollen dem HERRN dienen“): Entscheidung, Ausrichtung, Gehorsam
  2. Gottes souveränes Handeln + seine Gnade („Ihr könnt dem HERRN nicht dienen“): Er schenkt uns ein neues Herz und richtet uns aus

-> Beide Seiten betonen bzw. Spannung aufzeigen und im Evangelium auflösen

3. Sagen, wo es hingeht

3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?

(Es hilft, sich selbst noch einmal in 1-2 prägnanten Sätzen deutlich vor Augen zu führen, was der Predigthörer am Ende der Predigt verstanden haben soll.)

Ich halte die Predigt, damit die Zuhörer verstehen, dass man zum einen allein Gott dienen sollte und diese Entscheidung jeden Tag auf Neue treffen muss. Und zum anderen, dass die Voraussetzung, um Gott überhaupt dienen zu können, Gott uns selbst schenken muss – Ohne ihn können wir nichts tun!

3.2 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?

Thema: Nur Gott wollen wir dienen

Punkt 1: Der Grund, Gott zu dienen (V.1-13)

Punkt 2: Die Entscheidung, Gott zu dienen (V.14-18)

Punkt 3: Unser Problem, Gott zu dienen (V.19-24)

3.3 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?

EINSTIEG: In die alltägliche Problematik einführen, dass wir oft den Grund kennen, etwas „Gutes“ zu tun (z.B. meiner Frau, meinen Kindern, … oder „gute Vorsätze“) und uns auch vielleicht dafür entscheiden. Aber dann, mit der Zeit, doch in der Umsetzung scheitern oder es schleifen lassen.

Dann zur Situation von Josua und Israel überleiten:

Denn: Nur Gott wollen wir dienen!

TEXTLESUNG

Aus der Fülle sollen drei Punkte rausgenommen werden:

Punkt 1: Der Grund, Gott zu dienen

Hier kann man anhand der Verse 1-13 entfalten, was Gott seinem Volk alles Gutes getan hat -> Er ist ein guter Gott

Und dann können wir umso mehr entfalten, wie Gott im Neuen Bund in Christus uns vorauseilend Gutes tut!  

Punkt 2: Die Entscheidung, Gott zu dienen (Vers 14-18)

Israel trifft eine gute Entscheidung! (Text erklären)

Aus unserer heutigen Sicht wissen wir, dass diese Entscheidung in jedem Moment wiederholt werden muss. Sie ist „flüchtig“.

Wir brauchen immer wieder diese Momente des Innehaltens, bei denen wir uns neu vor Augen führen lassen, wer Gott ist und was er in Christus für uns getan hat.

-> Was kann mir helfen, Jesus im Blick zu behalten? (Alltagstips, die uns helfen, uns an Gott zu erinnern)

Punkt 3: Unser Problem, Gott zu dienen (Vers 19-24)

Es ist eben schon angeklungen: Es kann nicht bei einer einmaligen Entscheidung bleiben.

Josua weist auf die Bedingungen des Alten Bundes hin, dass Gott sein Volk strafen wird, wenn es nicht treu bleibt.

In diesem Moment bleibt das Volk aber bei seiner Entscheidung für Gott! Das ist zumindest ein guter Vorsatz …

Hier kann man noch einmal die Besonderheiten des Alten Bundes bzw. die Andersartigkeit des Neuen Bundes erklären.

Und man kann durch den geistlichen Kampf aufzeigen: Was sind meine „fremden Götter“ in meinem Leben? Wo muss ich immer wieder Buße tun? Was schiebt sich zwischen Jesus und mich? Wo nehme ich mir die Zeit, dass der Heilige Geist mich von meinen Fehlern überführen kann? Wie neigen wir unser Herz zum Herrn? (Einige praktische Tipps …)

Wir von uns aus können Gott nicht richtig dienen, wir brauchen den Blick auf Jesus und den Heiligen Geist.

ABSCHLUSS: Wir können Gott aus uns heraus nicht dienen. Auch wenn wir erkennen, dass es das einzig Richtige ist und wir uns dafür entscheiden, wird uns doch unser geteiltes Herz zum Verhängnis, welches immer wieder von Gott abdriftet. Israel sollte sein Herz zu dem HERRN neigen, doch letztlich muss der Herr selbst unser Herz auf sich ausrichten (vgl. 2.Thess 3,5). Es braucht ein neues, ungeteiltes Herz!

4. Einige Tipps für die Verkündigung

  • Arbeite (und bete) in der Vorbereitung so lange mit dem Abschnitt, bis er wirklich mit seinen Punkten dein eigenes Herzensanliegen ist!
  • EVA – E = erkläre den Text gründlich / V = veranschauliche deine Predigtpunkte mit einem Bild / A = Anwendung: Zeige praktische Beispiele, wie dieser Punkt im Alltag (in deinem Alltag) Anwendung finden kann bzw. findet.
  • Halte Blickkontakt! – vor allem am Anfang und am Ende der Predigt (Lerne Einleitung und Zusammenfassung möglichst auswendig!)
  • Eine „Predigt“ ist mehr als ein Vortrag/Referat, sie ist ZUSPRUCH, der von Herzen kommt und zu Herzen gehen soll, sei es Ermutigung oder Ermahnung.
  • Erzähle aus deinem Leben – ausgewogen – wo dir das eine oder andere vorbildlich gelingt, wo aber auch mal etwas nicht so gelungen ist, wie es sein sollte.

(Luca Haußer)