Monatsthema: Der Anfang des Glaubens
Predigtthema: Selig, die nicht sehen und doch glauben
Bibelstelle: Johannes 20, 24-31
Verfasser: Dr. Heiko Krimmer
Bausteine zu Johannes 20, 24-31
1. Thomas = der Zweigeteilte (Zwilling). Depressiv veranlagt. Vgl. Joh. 11, 16 (mit sterben), stellt viele Fragen. Vgl. 14, 5. Er gehört bleibend zum Apostelkreis. Vgl. Apg. 1, 13.
2. Thomas war nicht dabei als Jesus kam. Wohl aus tiefer Enttäuschung über Jesu „Scheitern“ am Kreuz. Deshalb sagt er doch: „Ich kann´s nicht glauben!“ Thomas ist ungläubig. Jesus sagt das klar. Er zweifelt; wörtlich: zwei geteilt, lässt sich nicht ganz auf Jesus ein.
3. Sechs Arten von Zweifel:
a. Erfahrungszweifel: Hier Thomas. Er hat nichts erlebt. Sein Glaube ist Theorie.
b. Kopfzweifel: Der intellektuelle Zweifel. Mein Verstand sagt Nein.
c. Lebenszweifel: Ich in so schweren Strecken. Wo bleibt die Kraft Jesu? Vgl. Johannes der Täufer in Lukas 17,19.
d. Angstzweifel: Matth. 28, 17: Kommt jetzt die Strafe für ihr Versagen? Furcht vor dem „zornigen“ Gott.
e. Sünden-Schutz-Zweifel: klassisch – die Schlange: „Sollte Gott gesagt haben“? Ich rechtfertige meine Sünde indem ich anzweifle ob die Bibel wirklich verbindlich ist.
f. Ausweichzweifel: Pilatus – vgl. Joh. 18, 38 „Was ist Wahrheit“. Heute: So viele Religionen etc. Ich will nicht letztlich glauben.
4. Wie wird Zweifel überwunden?
zu a. Jesus zeigt seine Kraft. Du sollst am Warten bleiben.
zu b. Bibel-Arbeit. Dringe ein in das Wort.
zu c. Bleibe in der Mit-tragenden Gemeinschaft der Glaubenden
zu d. Klammere dich an das Kreuz. Joh. 5,16
zu e. Werde ehrlich vor dir selber.
zu f. Entscheide dich!
5. Jesus wendet sich dem Thomas persönlich zu. Wer ehrlich fragt, der bekommt Antwort. Aber er macht auch deutlich: Jetzt ist nicht Seh-Zeit, sonder Hör-Zeit. Trotzdem: Danke Thomas. Unser Text ist noch einmal tiefste Vergewisserung der Auferstehung.
6. „Zeichen“, wörtl.: Hinw4eispfeile. Sie sollen zu Jesus führen. Wer die Zeichen und Wunder für das Wichtigste hält, verfehlt das Ziel; kommt nicht zu Jesus. Er will nur die Gaben, nicht den Geber.