Predigttext: Psalm 102, 17- 23
Predigtthema: Rettung ist Chefsache
Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!
- Sehen, was dasteht
1.1 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes
Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000/ Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).
* Dieter Schneider, Das Buch der Psalmen, Wuppertaler Studienbibel
* C.H. Spurgeon, Die Schatzkammer Davids.
1.2 Zusammenhang und Versauslegung
Die Verse 1- 12 zeigen uns einen Leidenden, der seinen Schmerz vor Gott ausschüttet. Die ganze Palette menschlichen Leids listet der Psalmbeter auf (Krankheit, Hunger, Schlaflosigkeit, Anfeindung, Depression und Angst vor Gottes Zorn). Wahrscheinlich war er einer der Rückkehrer aus der babylonischen Gefangenschaft. Er sieht die zerstörte Stadt und den zerstörten Tempel (15). Der Trost besteht nicht darin, dass ihm die Last unmittelbar abgenommen würde. Vielmehr wird ihm das Nachdenken darüber zur Hilfe, wie Gott in seinem Handeln mit seinem Volk sich selbst unverändert treu bleibt, sowie der Gedanke an den ewigen Gott, der die Seinen nicht im Stich lässt.
Der Gegensatz zwischen dem menschlichen Wesen in seiner Vergänglichkeit und Gott in seiner Unvergänglichkeit wird durch ein betontes Du aber, eingeleitet (V. 13). Und damit der Abschnitt, der prophetisch über die Zeit des Psalmbeters hinausweist und voller Hoffnung ist.
Dieser Teil des Psalms setzt sich aus drei Strophen zusammen; bei jeder steht Zion im Mittelpunkt.
13- 15 Die Zeit der Wiederherstellung Zions ist da.
16- 18 Die Wirkung der Wiederherstellung auf die Menschheit
19- 23 Die Erlösung als Gottes Werk
Vers 17: Zunächst einmal denkt der Psalmbeter an das Ende des Exils. An die Zeit des Wiederaufbaus von Jerusalem und dem Tempel. Darauf weist schon Vers 14 hin: die Zeit ist gekommen. Aber der Zusammenhang (Vers 19.23) zeigt, dass diese Prophetie über die Zeit des Wiederaufbaus Jerusalems unter Esra und Nehemia hinausweist. So bekommen die Worte, dass er dort in seiner Herrlichkeit erscheinen wird, einen unerwartet neuen Aspekt. Im Zusammenhang mit dem Neuen Testament erinnern sie an die Erscheinung Jesu: Vgl. Joh 1, 14: Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
Vers 18: Man beachte den Gegensatz zu Vers 17! Der Herr, der in seiner ganzen göttlichen Herrlichkeit erscheint, wendet sich dem Gebet der Verlassenen zu. Der Höchste ist sich für die Anliegen der Geringsten nicht zu schade. Ein großer König hat für die Anliegen der kleinen Leute keine Zeit. Aber Gott ist so groß, dass ihm auch das Kleinste nicht zu klein ist! Seine Erfüllung findet diese Prophetie in Jesus Christus, der niemanden abgewiesen hat, der ihn um etwas gebeten hat (vgl. z. B. die Geschichte von Bartimäus in Markus 10, 46ff. Jesus, der König war auf dem Weg nach Jerusalem um seine große Mission, die Rettung der Menschen zu vollenden. Viele sagten, er solle schweigen. Aber Jesus nimmt sich des Anliegens des Bettlers an!)
Vers 19. Auch diese Stelle weist über die Zeit des Psalmbeters hinaus: auf ein neues Volk, das Gott erst schafft. Im hebräischen Grundtext steht hier das Wort für schaffen das nur von Gott ausgesagt wird, nie aber von Menschen (z. B. bei der Schöpfung). Gott schafft etwas völlig Neues, nie dagewesenes. Der Vers weist schon auf die Zeit der Gemeinde hin, die Jesus Christus schafft. Deshalb soll diese Botschaft für spätere Generationen aufgeschrieben werden, weil die jetzige diese Botschaft noch nicht fassen kann. Die erste Erfüllung findet diese Prophetie vielleicht mit der Anbetung der Weisen aus dem Morgenland. Sie preisen als Heiden den neu geborenen König.
Vers 20 und 21: Gottes Erhabenheit könnte zu dem Gedanken führen, dass er sich nicht für die Nöte der Menschen interessiert. Er schaut aber nicht einfach nur „herunter“, er kommt selber. Jesus ist der Sohn des Höchsten, der in seinem Heiligtum sitzt (vgl. Lukas 1, 32). An ihm sehen wir die Barmherzigkeit Gottes leibhaftig (Lukas 1, 78): Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, durch die uns besuchen wird das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Die ganze Schrift zielt darauf hin, dass Gott durch Jesus Christus sein Versprechen wahrmacht und die durch die Sünde totgeweihten Menschen errettet!
Ein Gegensatzpaar fällt in Vers 20 und 21 auf und erinnern mit aller Deutlichkeit an Jesus Christus: der heilige, erhabene Herr, der auf seinem Thron sitzt (vgl. Jesaja 6, 1-5), nimmt sich der Gefangenen und Todgeweihten an. Einen größeren Gegensatz gibt es nicht, denn die Gefangenen und Todgeweihten sind die Verurteilten, die alle ihre Rechte durch eigenes Verschulden verspielt haben. Sie sie sind also nicht einmal mehr die Untertanen des Königs sondern Vogelfreie, eigentlich lebendig Tote. Aber Jesus Christus, der König und Richter, spricht nicht das gerechte Urteil, sondern erbarmt sich, indem er das Gericht an sich selber vollziehen lässt. Und das alles aus Liebe (nach neutestamentlichem Verständnis ist das der Grund, weshalb sich der Höchste den Todgeweihten annimmt). Vgl. 2. Korinther 8,9: Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, da er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet.
Vers 22 und 23: Auch diese Verse zeigen, dass die Prophetie nicht nur auf den Wiederaufbau Jerusalems und des Tempels nach dem babylonischen Exil zielt. Wenn Völker aus allen Königreichen kommen, um den Herrn zu dienen, dann kann nur die messianische Heilszeit gemeint sein. Jesus sagte in Matthäus 24,14, dass das Evangelium in allen Völkern gepredigt werden wird und dann wird das Ende kommen. Also deuten diese Verse und ihr Zusammenhang schon auf die Zeit der Gemeinde und sogar noch darüber hinaus auf das neue Jerusalem in Offenbarung 21.
- Verstehen, worum es geht
2.1 Hinweise für situative Überlegungen
In keiner anderen Zeit fühlen sich viele Menschen so einsam wie an Weihnachten! In dieser Zeit kommen viele, die sonst ständig in Hektik sind, zur Ruhe und zum Nachdenken. Gerade jetzt schmerzt der Verlust einer geliebten Person, die Trennung von einem (geliebten) Menschen (durch Scheidung, Wegzug etc.) oder die Erinnerung an frühere, glücklichere Zeiten. Andererseits werden an die Feiertage hohe Erwartungen geknüpft, die dann oft jäh zerbrechen: an Weihnachten soll alles besonders harmonisch und friedlich sein. Doch herrscht gerade in dieser Zeit oft Streit, weil die Erwartungen zu hoch waren und die Zeiten davor zu stressig. Der Predigttext spricht gerade die Unfähigkeit des Menschen an, in Frieden und Harmonie zu leben und macht deutlich, dass Gott unsere Nöte kennt!
2.2 Hinweise für hermeneutische Überlegungen
Psalm 102 ist von einem Menschen geschrieben worden, der Not und Verlassenheit kannte. Das machen die ersten 12 Verse sehr deutlich. In all den Nöten und der Verlassenheit schöpft er die Hoffnung nicht aus sich selbst, sondern aus seinem Gott, von dem er weiß, dass er sich den Verlassenen und Gefangenen zuwendet. Gott gibt dem Hoffnungslosen Mut. Diese Botschaft ist heute noch genau so aktuell wie damals. So spricht der Psalm auch zu uns. Seinen Zuspruch können wir durch Jesus Christus ganz persönlich nehmen. Denn durch Jesus Christus sind die Verheißungen des Psalms erfüllt und für uns gültig.
2.3 Hinweise für homiletische Überlegungen
Der Predigttext spricht gerade diese Menschen an, die unter Verlassenheit und Schuldgefühlen leiden: Gott ist kein ferner Gott, dem unser Schicksal egal ist. Er ist auch kein Gott, der uns in unserem, vielleicht selbstverschuldeten, Elend alleine lässt. „Welt ging verloren, Christ ist geboren“, drückt das Weihnachtslied „O du fröhliche“ treffend aus. So sollte die Weihnachtspredigt vor allem den Zuspruch vermitteln, dass Gott durch Jesus Christus nahegekommen ist und sich unserer Nöte und unserer Sünde angenommen hat.
- Sagen, wo es hingeht
3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?
Ich möchte von dem Gott reden, der sich durch Jesus so tief auf die Erde erniedrigt hat, dass er auch die allergrößten Nöte und die allergrößte Verlorenheit kennt. Er hört ein ernstes Gebet und kann uns aus allen Nöten helfen.
3.2 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?
Mögliche Gliederung:
Rettung ist Chefsache:
- Mit dem Latein am Ende
Der Mensch kann sich nicht selbst helfen
- Da muss der Chef ran
Gott schickt keinen Diener, auch keinen Engel zur Hilfe. Er, der König („Chef“) kommt selber.
- Gott sei Dank, wem denn sonst?
Gottes Hilfe stellt umfassend wieder her: Menschen, die vorher ohne jede Hoffnung waren, jubeln ihrem Gott zu (neue Freude am Leben) und dienen ihrem König (neuer Lebensmut/sinn)
3.3 Predigtveranschaulichung – wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?
Verkehrte Welt in der Weihnachtsgeschichte?
Wer die Weihnachtsgeschichte aufmerksam liest, stolpert über einen ganz erstaunlichen Kontrast. Da, wo Jesus zur Welt kommt, ist es dunkel, kalt und ungemütlich. Dem Sohn Gottes wird kein glanzvoller Empfang bereitet, wie man es eigentlich erwarten würde. Stattdessen ist die Nacht von Bethlehem geprägt von Armut, Stallgeruch und Einsamkeit. Keine himmlische Eskorte, kein strahlendes Licht. Aber unweit vom Geburtsort spielt sich eine ganz andere Szene ab: Die Hirten auf dem Feld werden plötzlich mitten in der Nacht von einem hellen Glanz umleuchtet, und unzählige Engel verkündigen die Geburt des Retters, loben Gott und reden von Frieden und großer Freude. Hier, bei den einfachen Hirten, erwartet man eigentlich Armut, Stallgeruch und Einsamkeit. Aber gerade hier erscheint der himmlische Glanz, gerade hier wird etwas von Gottes Herrlichkeit und Macht sichtbar.
Was möchte Gott durch diesen auffälligen Gegensatz deutlich machen? Warum diese »verkehrte Welt«? Die Antwort wird deutlich, wenn man die Berichte über Jesus Christus in der Bibel zu Ende liest. Jesus kam in unsere Welt, die wie die Nacht von Bethlehem von Dunkelheit und Kälte gekennzeichnet ist. Von Lieblosigkeit und Egoismus, von Sünde und Schuld. Aber er kam, um als Retter uns Menschen Frieden zu bringen, um uns den Zugang zur Herrlichkeit Gottes zu ermöglichen. Das war seine Mission. Er wurde geboren, lebte und starb, damit wir, die das nicht verdient haben, Kinder Gottes werden können. Er kam in unsere Finsternis, damit wir in sein Licht kommen können. Und wer das glaubt und ihm vertraut, so verspricht Gott, erfährt den tiefen Frieden und die große Freude, die die Engel schon den Hirten verkündet haben.
William Kaal, Leben ist mehr, 25. Dezember 2016
Weihnachten im Knast
Bepackt mit Kuchen, Kleingebäck, etwas Tannengrün, Geschenken, Bibeln und Kalendern stehen wir vor dem großen Eingangstor der Justizvollzugsanstalt. Die Wärter sind heute besonders freundlich und lassen uns ohne Kontrolle passieren. Durch lange Gänge und viele auf- und zugeschlossene Eisentüren gelangen wir zum tristen Kontaktgruppenraum.
Nun werden die Tische gedeckt, die mitgebrachten Kerzen angezündet und kleine Geschenke für die Inhaftierten auf die Plätze verteilt. An solchen Tagen sind viele hier niedergeschlagen oder gar depressiv. Sie denken an Zuhause, an vergangene Kindheitstage und an verpasste Gelegenheiten, sehen oft keine Perspektive für ihr Leben.
Wir kommen ins Gespräch. Weshalb feiern wir Weihnachten? Was macht eigentlich Weihnachten aus? Schnell kommen wir auf das Eigentliche des Weihnachtsfestes zu sprechen. Aller Ballast der Traditionen, alles Sentimentale und alles kitschig Süßliche fällt weg. Warum musste Jesus Christus, der Sohn Gottes, als Mensch auf dieser Erde geboren werden? Einer weiß es noch aus dem Kindergottesdienst: Weil er für die Sünden der Menschen sterben wollte! Richtig, aber wie ist die Sünde in die Herzen der Menschen gekommen? Betroffen hören sie die Botschaft der Bibel von der Katastrophe des Sündenfalls des ersten Menschenpaares, der die unüberwindbare Trennung der Gemeinschaft mit Gott verursacht hat und damit den Tod und das Gericht Gottes über uns Menschen.
Wie ein Silberstreif am Horizont nehmen sie die frohmachende Weihnachts-Botschaft mit in ihre Zellen: Der Retter ist gekommen! Er kann und will die Frage meiner Schuld und Sünde lösen!
Eberhard Platte, Leben ist mehr, 26.12.2001
Das große Weihnachtsgeschenk
Als ich sechs Jahre alt war, sagte ich zu meiner Mutter: »Das Christkind schenkt mir jedes Weihnachten etwas, aber du hast mir noch nie etwas geschenkt.« Für meine alleinerziehende Mutter war dieser Satz wie ein Messerstich ins Herz. Wir lebten in sehr bescheidenen Verhältnissen, und dennoch hatte sie es zu Weihnachten irgendwie immer geschafft, mir etwas zu schenken. Und dann dieser Satz!
Unter Tränen sagte sie mir dann: »Die Geschenke waren immer von mir.« Dann hatte das Christkind mir also noch nie etwas geschenkt. Daraus schloss ich, dass es das Christkind gar nicht gab, und Weihnachten hatte seinen Glanz verloren. Der ganze Weihnachtstrubel wurde mir, je älter ich wurde, immer mehr zu einem großen Betrugsmanöver.
17 Jahre später verstand ich aus der Bibel, dass Christus selbst sich mir geschenkt hatte. »Jesus« bedeutet: Der Herr rettet. Das ist ganz passend, »denn er wird sein Volk erretten von seinen Sünden«. So heißt es bei dem Evangelisten Matthäus im Neuen Testament. Christus hat vor fast 2000 Jahren stellvertretend für alles, was in unserem Leben schiefläuft, bezahlt. Die ganze Strafe ist allen erlassen worden, die an dieses Erlösungswerk Christi glauben.
Was für eine Lebensveränderung bedeutete es für mich, als ich mein Vertrauen auf diesen wunderbaren Jesus Christus setzen konnte und er mir Vergebung schenkte! Endlich kam echter Friede in mein Herz, endlich hatte ich eine lebendige Beziehung zu meinem Schöpfer, endlich wurde ich bedingungslos geliebt und angenommen, endlich bekam ich echte Hoffnung, die über den Tod hinausgeht. Das ist das »Frohe« an Weihnachten. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen von Herzen frohe Weihnachten!
Stefan Hasewend, Leben ist mehr, 24.12.2016
Chefsache
Bereits seit fünf Tagen versucht er es. Er ist noch Azubi, aber schon sehr tüchtig in seinem Beruf, den er in unserem Kreditinstitut erlernt: Er will »EDV-Kaufmann« werden. Doch den Fehler in meinem Computerprogramm kann er nicht beheben. Es gelingt ihm nicht, das gewünschte Programm wieder in Gang zu bringen. Dabei lässt er nichts unversucht. Aber weder seine Eingaben und Neustarts des Programms noch das Studium des Handbuchs bringen den erhofften Erfolg. Auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Leiter der EDV-Abteilung kann der Fehler nicht gefunden werden. Schließlich gibt er auf. Kurze Zeit später erscheint sein Abteilungsleiter in meinem Büro. Der ist Spezialist. Er klickt ein paar Mal mit der Maus, hämmert einige Befehle in die Tastatur – und kurz darauf läuft mein Programm wieder. An diesem Beispiel merke ich: Es gibt Aufgaben, die kann nur der Chef selbst lösen. Die wirklich großen Probleme sind in der Regel eben »Chefsache«.
So ist es auch mit dem größten Problem der Menschheit. Die Trennung, die unsere Schuld und Sünde zwischen uns Menschen und Gott verursacht hat, konnte durch keinen Menschen, nicht einmal durch einen Engel beseitigt werden. Gott selbst musste in der Person seines Sohnes Jesus Christus auf die Erde kommen. Als der Einzige, der niemals selbst eine Sünde getan hat, konnte nur er für unsere Sünden bezahlen. Im Gegensatz zu dem Leiter unserer EDV-Abteilung hat ihn diese »Problemlösung« aber einen hohen Preis gekostet. Ist uns klar, dass Gott selbst Leid, Schmerzen und letztlich den qualvollen Tod am Kreuz in Kauf genommen hat, um uns Vergebung und ewiges Leben anbieten zu können?
Andreas Droese, Leben ist mehr, 30.01.2004
Karlheinz Deininger