Jesaja

Predigthilfe vom 25.3.2005 – Jesaja 52,13-53,12

Monatsthema: Der Grund des Glaubens
Predigtthema: Der Gottesknecht

Bibelstelle: Jesaja 52,13-53,12

Verfasser: Dr. Heiko Krimmer

Bausteine zu Jesaja 52, 13 – 53, 12

1. V 13 – 15: Der erhöhte = himmelfahrende Christus, er regiert (V. 13), weil der der kreuzhängende Jesus ist (V.14), so geschieht Versöhnung für die ganze Welt (V.15). Jesaja fasst in kurzen Sätzen die ganze Heilsvollendung durch Jesus zusammen. Besprengen = wie am Versöhnungstag Israel von Sünden gereinigt wurde durch die Besprengung mit Blut, jetzt für die ganze Welt! Gottes globaler Versöhnungstag ist Golgatha.

2. Israel ist diesen Weg Gottes in Jesus nicht mitgegangen: Durch Leiden zur Herrlichkeit; als Schuldopfer zur Versöhnung. Sie lehnen solch einen Jesus-Messias ab. Es fehlt ihnen „Gestalt“ = selbstbewusstes Auftreten; „Hoheit“ = äußere Machtentfaltung. Sie verachteten = wegwerfen, den Mann am Kreuz. Sie haben ihn „für nichts“ geachtet = sie rechneten nicht mit ihm. So geht die Jesusgemeinde bis heute den Jesusweg: Durch Verachtung und Ablehnung zur Herrlichkeit. Auch dein Weg!

3. Jesus litt und starb nicht für sich, sondern wegen uns. Das ist die Mitte des Evangeliums: Stellvertretung! Er für uns, persönlich: Ich für dich! Er für unsere Krankheit, wörtlich: Ich unfähig, also nicht fähig (übertragen) heimzukehren zu Gott! Unsere Schmerzen = unser Zerbrochensein, leiblich und übertragen. Wegen unserer Missetaten = Eigenwege und unserer Sünde = Zielverfehlung.

4. Wir haben Frieden = Shalom, das meint hier Leben-, Ewigkeitsfülle. Vgl. Joh. 10,10. Friede ist viel mehr als ein Zustand; er ist eine Beziehung zu Jesus Christus, denn er ist unser Friede.

5. Die Bilder vom Lamm und Schaf bezeichnen die Willigkeit (Übereinstimmung mit Gott dem Vater) und die Geduld mit denen Jesus den Leidensweg geht. Das soll unseren Weg hinter Jesus her – gerade in schwerer werdenden Zeiten – prägen: Geduld!

6. Er „trägt“ Sünden (53,4+11+12), das hebräische Wort bezeichnet einen ganzen Vorgang: Sich hinunterbeugen, Niederdrückendes wegnehmen, Last auf sich nehmen. Das tut Jesus. Vgl. 1. Petrus 2,24.

7. Der Tod Jesu hat weltweite und ewigkeitswirksame Frucht: Die Jesusgemeinde aus allen Nationen wird gesammelt.