Monatsthema: Leben nah bei Jesus (Johannes-Evangelium)
Predigtthema: Jesus begegnet Glaube und Unglaube
Gottesdienst Einleitung: Jer 29,12-14 (Vorschläge zur Textlesung)
Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!
1. Sehen, was dasteht
Verschiedene Bibelübersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).
1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext
Unser Bibelabschnitt schließt nicht chronologisch an unseren Predigttextplan vom vorherigen Sonntag an. Es ist daher hilfreich nochmals den Zusammenhang von Johannes 7 aufzugreifen.
Jesus geht zum Laubhüttenfest und offenbart seine Identität als Messias:
Wohl wissend, dass die führenden Juden Jesus nach dem Leben trachten, ging Jesus zur Mitte des 8tägigen Laubhüttenfest nach Jerusalem. Es kommt zum vorhersehbaren Konflikt. Jesu lehrt im Tempel und verkündigt, dass seine Lehre von Gott stammt. Die Zuhörerschaft ist gespalten und viele wundern sich über die große Schriftkenntnis dieses Zimmermanns (vgl. Joh 7,10-14). Jesus wird persönlich – er hinterfragt das Leben der Sadduzäer und Pharisäer und aller Zuhörer, die zwar das Gesetz Moses (Tora) für wichtig erachten, aber selbst nicht danach leben. Damit trifft er einen wunden Punkt – auch bei uns Christen: Lehre (Glaube) und Leben (Praxis) klafft auseinander.
Man muss sich hier selbst reflektieren und fragen, wie wir reagieren würden, wenn jemand uns sagen würde, dass unser Alltagsleben mit unseren Lehrsätzen nicht übereinstimmen!
Der folgende Abschnitt aus Joh 7,25-36 zeigt auf, wie unterschiedlich die Menschen auf JESUS reagieren.
1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes
- Aebi, E „Kurze Einführung in die Bibel“, Bibellesebund
- Maier, G. (2007) Johannes-Evangelium. Herausgegeben von G. Maier. Holzgerlingen: Hänssler (Edition C Bibelkommentar Neues Testament).
- Wiersbe, Warren.W, „Kommentar NT Matthäus bis Apostelgeschichte“ Band I, CLV.
- Henry, M. (2017) Matthäus–Johannes. 3. Auflage. Übersetzt von W. Schneider. Waldems: 3L Verlag (Der Neue Matthew Henry Kommentar).
- MacDonald, W. (2018) Kommentar zum Neuen Testament. 7. Auflage. Übersetzt von C. Eichler. Bielefeld: Christliche Literatur-Verbreitung.
- Fruchtenbaum, Arnold, Jeschua – Das Leben des Messias aus messianisch-jüdischer Perspektive, Düsseldorf: CMV
1.3 Anmerkungen zum Verständnis des Predigttextes
Die Zuhörerschaft ist gespalten – JESUS begegnet Glaube und Unglaube.
Die einen sind begeistert und aufgeschossen, die anderen fragend und zweifeln und wiederrum gibt es auch die, die Jesus noch mehr ablehnen und ihn am liebsten aus dem Weg schaffen würden.
V. 25-26 Verwunderung: Jesus wird nicht von den Obersten ergriffen.
Seit Wochen und Tagen war bekannt, dass die Obersten Jesus töten wollten, sobald sie die Gelegenheit dazu bekämen. Seit drei Tagen suchten bzw. warteten sie bereits (7,11). Mit „Obersten“ oder „Juden“, war die jüdische Führung, der Sanhedrin gemeint, der aus Pharisäern aber vor allem aus Sadduzäern bestand, die sich als rechtmäßige Nachkommen der zadokinischen Priesterlinie sahen.
Jetzt war Jesus da und doch zögerten sie Jesus öffentlich zu ergreifen. Die rhetorische Frage zeigt weniger eine Sinnesänderung an – vielmehr wird deutlich, wie der Druck auf die Obersten wegen ihrer öffentlichen großen Feindschaft zunahm (vgl. Joh 7,44-49).
Sollte JESUS doch der Messias sein??? Dieser aufkommende Gedanke wurde wegen ihres Unglaubens, sofort wieder erdrückt. Die Meinung der Mehrheit und der jüdischen Elite bestimmte das Gewissen der Bürger. Der Unglaube unterdrückte den Wahrheitsgedanken im Keim. Sie stellen JESUS in Frage, weil es eben alle taten.
- Unglaube führt zur geistlichen Blindheit. Sie warten auf den Messias und waren doch nicht fähig ihn zu erkennen, weil ihr Glaube von einer vorherrschenden Meinung der frommen Elite abhängig war.
V. 27 Unwissenheit: Keine Ahnung über die Herkunft des Messias
Die Argumentation ist verwirrend, denn sie behaupteten, dass man die Herkunft des Messias nicht kennen würde. Aber gerade die Propheten des AT kündigten ja an, dass es ein Sohn Davids, aus dem Stamme Juda sein würde und sogar aus Bethlehem kommen würde. Also entweder wird hier eine Ansicht der damaligen Zeit vertreten, dass der Messias direkt vom Himmel kommt oder aber es ist eine große Unwissenheit über die wahren Fakten. Vermutlich ist zweiteres der Fall, denn Joh 7,42 deutet an, dass sie es wussten. Vordergründig wussten sie, Jesus stammt aus Nazareth in Galiläa (Joh 6,42), sie kannten Vater und Geschwister – aber ihre Recherche war einfach schlecht.
- Unglaube sieht nicht die Fakten. Sie waren nicht bereit sich die Mühe zu machen, um genaue Nachforschungen zu betreiben. Ihre Ablehnung von Jesus führte sie in eine Ideologie, welche die offensichtlichen Fakten und Wahrheiten nicht mehr sehen wollte. So war doch Jesus in Bethlehem geboren und ein Nachkomme Davids.
V. 28-29 Klarstellung: Jesus ist wirklich der Messias
Jesus reagiert und macht öffentlich, dass er der Messias ist. Seine Legitimation ist seine Herkunft. Seine irdische Herkunft (Sohn David, Bethlehem) waren Erkennungsmerkmale, aber nicht Legitimation – schließlich wurden viele andere Nachkommen Davids in Bethlehem geboren. Es ist seine himmlische Herkunft und Sendung vom Vater, die ihn als Sohn Gottes und Messias beglaubigt. Er sagt: „Ich komme nicht nur von ihm, ich bin von ihm – ich bin der MESSIAS.“ Jesus stammt vom Vater, dem Wahrhaftigen. Später erklärt Jesus Philippus nochmals: „Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen“ (Joh 14,9) oder in Joh 10,30 sagt er: „Ich und der Vater sind eins“.
- Unglaube lehnt die Offenbarung Gottes ab. Ohne Glauben ist die Wahrheit in Christus nicht zu erfassen. „Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist, und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen.“ (Hebr 11,6).
V. 30 Unantastbar: Sie konnten Jesus nicht ergreifen
Die Juden waren jetzt noch mehr bestrebt Jesus zu ergreifen, aber Gott verhinderte es, denn seine „Stunde, war noch nicht gekommen“.
- Unglaube kann Gottes Plan nicht aufhalten. Gott lässt es dem Ungläubigen nicht gelingen – der Unglaube erreicht nie sein Ziel. Unglaube ist und bleibt erfolgslos.
V.31-32 Glaube und Bekenntnis: Viele legten Zeugnis von Jesus ab
Das Volk war gespalten, denn es gab auch eine beträchtliche Anzahl, die trotzt der Mehrheitsmeinung an Jesus glaubten. Wenn auch ihr Interesse anfänglich nur wegen der Wunder Jesus geweckt wurde – es war ein Anfang. Sie fingen an, die Einzigartigkeit Jesu und seine göttliche Vollmacht zu bezeugen. Noch war ihr Bekenntnis zögerlich und sie sprachen es nicht laut aus. Die Angst vor der Reaktion der Obersten war zu groß. Wie sich herausstellte nicht zu Unrecht. Die Sadduzäer, welche meist auch aus hohepriesterlichen Familien stammten, schickten die Tempelpolizei (Leviten), um Jesus gefangen zunehmen. In Joh 7,45ff lesen wir, dass aber auch sie gehalten waren und sich scheuten Jesus festzunehmen. Jesu Worte und Taten überzeugten auch die Leviten, die damit in einen schweren Konflikt mit den Obersten kamen.
- Der Unglaube verängstigt Gläubige. Christen sind oft angefochten und werden verängstig, wenn sie ihren Glauben im ungläubigen Umfeld bewähren müssen. Wer Jesus öffentlich bekennt muss wissen, dass Menschen unterschiedlich darauf reagieren. Einige reagieren stark mit Ablehnung, andere sind skeptisch und wieder andere reagieren gar nicht. Wie auch immer Menschen darauf reagieren, das Bekenntnis zu JESUS löst etwas aus und drängt zur Entscheidung.
V. 33-35 Es kommt zur Trennung: Jesus redet von seinem Weggang
Die Reaktion der Zuhörer zeigt, dass sie wieder nicht verstanden, was Jesus meint. Jesus redete in Gleichnissen und wieder konnten sie ihn wegen ihres Unglaubens nicht verstehen (vgl. Mt 13,13). Er spricht von seinem Heimgang in den Himmel und damit auch, dass er sich von dem ungläubigen Volk trennen wird. Damit wird zweifaches deutlich.
- Jesus entzieht sich ihnen, wendet sich von ihnen ab, weil sie nicht bereit sind an ihn zu glauben. Damit verwirken sie sich ihre Rettung. Die Ungläubigen werden Jesus endlich los sein und künftig nichts mehr mit Jesus gemeinsam haben.
- Jesus sehnt sich danach sich dem Spott der Ungläubigen zu entziehen. Der Spießrutenlauf und die Leidenszeit, die er von den Ungerechten und Ungläubigen ertragen musste, ist begrenzt und wird bald zu Ende sein.
- Ungläubige machen es Jesusnachfolgern manchmal schwer. Wie Jesus geht es jedem Jünger. Sie ernten Spott und Hohn, werden nicht verstanden und sind den ständigen Stacheln der Ungläubigen ausgesetzt. Welch ein Trost, dass diese Spötter einem nicht in den Himmel folgen können. Wie Jesus seine Feinde los sein wird, so werden auch Christen einst mal von ihren Feinden für immer los und getrennt sein.
V. 35 Interessant, dass die Juden glaubten, Jesus würde ins Ausland fliehen und Israel verlassen, um seine Lehre unter den Heidenvölkern zu verbreiten. Nichts ahnend, hatten sie in einem gewissen heilsgeschichtlichen Sinn recht. Weil die Juden in Jerusalem ihren Messias verworfen hatten, wandten sich die Apostel zuerst den verlorenen Juden unter den Heiden zu, später verbreiteten sie sogar das Evangelium den Nichtjuden („Zuerst den Juden, dann den Heiden“ Röm 1,16; Apg.13,46).
- Unglaube verschließt sich dem Evangelium und jeder der nicht glaubt geht verloren. Doch der Unglaube kann Gottes Ziel nicht verhindern. Es bleibt ein Geheimnis, dass Gott den Unglauben von der Mehrheit seines Volkes gebrauchte, um die Heidenvölker zum Heil einzuladen. Dabei ist aber wichtig festzuhalten, Gott hat sein Volk nicht verstoßen. Zu jeder Zeit gab es jüdische Menschen, die zum Glauben an Jesus fanden (vgl. Röm 11).
V. 36 Die JESUS-SUCHE: Ihr werdet mich suchen und nicht finden!
Es scheint, als wollten sie Jesus verstehen – aber ohne Jesusbeziehung gibt es keine Erkenntnis. Sie suchten Jesus – aber sie suchten nicht ihn persönlich. Ihre „Suche“ nach Jesus war ein Lauern, um ihn zu töten (V.25). Ihre Suche nach Jesus war motiviert, um die eigenen Interessen zu verwirklichen. Sie suchten weder Jesus als Retter und Messias, noch wollten sie die Wahrheit finden. Ihre „Suche“ war unaufrichtig und scheinheilig – sie suchten Jesus nicht von ganzem Herzen. Darum wird es dem Ungläubigen unmöglich sein Jesus in den Himmel zu folgen – er wird dort nie ankommen.
- Unglaube sucht den Eigenwillen nicht Gotteswillen. Zwei Stellen aus den Propheten schlagen eine geistliche Brücke zur wahren JESUS-SUCHE.
- „ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet;“ (Jer 29,13)
- „Denn so spricht der Herr zum Haus Israel: Sucht mich, so werdet ihr leben!“ (Am 5,4+6)
Jesus begegnet beidem – Glaube und Unglaube. Menschen, die ihn fanden, weil sie ihn von Herzen suchten und Menschen, die Jesus kannten, aber dennoch ablehnten, weil ihr Herz eigenen Interessen und Zielen folgten.
2. Verstehen, worum es geht
2.1 Hinweise für hermeneutische Überlegungen (Auslegung)
- Wer sind die „Juden
,“, die Jesus töten wollten? Der Begriff wird meist für die religiöse Oberschicht gebraucht. Diese bestanden vor allem aus den zwei religionspolitischen Lagern der Pharisäer und Sadduzäer. Darunter waren Schriftgelehrte und Priester, die dem Hohen Rat angehörten und großen Einfluss auf die jüdische Bevölkerung nahmen. Die Spaltung ging durch alle Lager. Es gab Jesusnachfolger unter allen Gruppen (Nikodemus, Saulus; Joseph von Arimathia). Daher ist es wichtig, dass wir nicht eine der genannten Gruppen einem Generalurteil unterziehen. Der Unglaube war in allen Gruppen vorherrschend, aber Gottes Gnade erreicht Einzelne.
- Todesstrafe im Judentum zur Zeit Jesu: Unter der römischen Herrschaft war es den Juden verboten, eine Todesstrafe zu vollziehen – auch dann nicht, wenn jemand nach jüdischem Gesetz verurteilt wurde. Dazu war es höchst selten, dass das jüdische Religionsgericht zur Zeit Jesus Todesurteile aussprach. Das zeigt, wie vernarrt und verhärtet die Haltung der jüdischen Oberschicht war, wenn es um Jesus ging. Es war ein unverhältnismäßiger und unerklärbarer Hass gegen Jesus – so unverhältnismäßig und unerklärbar ist auch der Hass gegen Christen in der Welt. Es zeigt die geistliche Dimension hinter der Ablehnung von Christus.
2.2 Hinweise für situative Überlegungen (Predigtanlass)
Zeugnisberichte von Leuten aus der Gemeinde als Einstieg:
- Zeugnis, wie jemand zum Glauben an Jesus kam und was ihn dazu bewegt hat.
- Zeugnis, wie jemand darauf reagiert hat, als er das erste Mal von Jesus hörte.
Vielleicht gibt es Beispiele aus dem eigenen Erleben, wo Menschen mit Glaube oder Unglaube auf deine Predigt oder Jesuszeugnis reagiert haben.
2.3 Hinweise für homiletische Überlegungen (Anwendung)
Neben den oben erwähnten Anwendungen zum Text, gibt es hier noch mögliche praktische Überlegungen.
Selbstreflexion und Ehrlichkeit: Hinterfrage deine eigenen Missverständnisse über Jesus. Wo gibt es Verwirrung oder Zweifel in deinem Glauben? Wo suchen wir Jesus nicht mit aufrichtigem Herzen?
Bibelstudium und Erkenntnis: Vertiefe dein Verständnis der Heiligen Schrift, um mehr über Jesus zu erfahren (sein Wesen, Herkunft usw.). Welche wichtigen Aussagen über Jesus findest du in Joh 7,11-49?
Glaube und Vertrauen: Vertraue immer mehr darauf, dass Gott einen Plan hat und dass Jesus zur rechten Zeit eingreift und handelt. Gott lässt nichts ohne seine Zustimmung geschehen.
Hören und Gehorchen: Suche aktiv nach Jesus, nach seiner Führung in deinem Leben. Versuche Jesus immer besser zu verstehen, indem du anfängst seine Anweisungen zu befolgen – je mehr wir hören und tun, desto besser lernen wir Jesus kennen.
Bereitschaft und Wachsamkeit: Sei darauf vorbereitet, Jesus zu folgen, auch wenn du als Christ von Ungläubigen auf Unverständnis stößt oder wegen deines Glaubens schikaniert wirst. Habe die Bereitschaft auch dann Gott zu vertrauen, wenn du seine Wege und Pläne nicht vollständig verstehst.
Bekenntnis und Zeugnis: Erzähle anderen von deinem Glauben und von deiner Jesusbeziehung, von dem Wirken und Erleben mit Jesus in deinem Leben. Habe Mut, auch dann Jesus zu bekennen, wenn Ungläubige dich mit Verachtung und Spott überschütten. Das Zeugnis unseres Glaubens ist stärker als die Kraft des Unglaubens. Unsere ewige Hoffnung in Christus kann auch Ungläubige von der Wahrheit überzeugen.
Fragen für den Hauskreis
- Welche Gründe gibt es, warum Menschen Jesus ablehnen und nicht an ihn glauben?
- Welche Gründe sind es bei dir, warum du Jesus nicht kompromisslos vertraust?
- Was meint der Satz über Jesus: Seine Stunde war noch nicht gekommen?
- Wie können wir unsere verbleibende Lebenszeit richtig nutzen?
- Wie gehen wir damit um, wenn Menschen uns mit Unglauben begegnen oder uns wegen unseres Glaubens verspotten?
3. Sagen, wo es hingeht
3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?
Jesus konfrontiert und polarisiert – gegenüber Jesus kann keiner neutral bleiben.
Daher scheidet sich am Ende die Menschheit in zwei Gruppen. Die, die an Jesus glauben und die, die nicht glauben.
Die Zuhörer sollen die Wichtigkeit erkennen, auf welcher Seite man steht und wie man persönlich zu Jesus steht.
3.2 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?
Der Unglaube gegenüber Jesus hat Folgen.
- Unglaube führt zur geistlichen Blindheit, verdreht die Fakten und verschließt sich gegen die Offenbarung Gottes.
- Unglaube führt nie zum Ziel und kann Gottes Pläne nicht durchkreuzen. Am Ende scheitert der Unglaube und hat alles verloren, was er zu haben glaubte.
Der Glaubende ist jemand, der Jesus von Herzen sucht und nur ihn als Retter will. Er wächst im Glauben und fängt an Jesus öffentlich zu bekennen. Am Ende darf der Glaubende dort sein, wo Jesus ist: im Himmel!
3.3 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?
- Jesus suchen und glauben
- Jesus suchen und finden
- Jesus suchen und gehorchen
- Der Unglaube verblendet die Fakten
- Der Unglaube entscheidet falsch
- Der Unglaube verliert am Ende alles
- Jesus fordert zum Glauben heraus
- Jesus trifft auf Glaube und Unglaube
- Jesus entzieht sich dem Unglauben
3.4 Predigtveranschaulichungen – wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?
Magnet als Illustration: Wie die Polarität eines Magnetes unterschiedliche Wirkungen hat – anziehen und abstoßend, so reagieren oft Menschen auf Jesus. Menschen reagieren ablehnend oder wenden sich vom Glauben ab, andere hören von JESUS und werden vom Glauben angezogen und wieder andere brauchen Jahre, bis sie von Christus überwunden werden und zum Glauben gelangen.
Zitate:
Der Glaube ist nicht der Anfang, sondern das Ziel aller Erkenntnis (Dietrich Bonhoeffer)
Ich glaube an das Christentum so, wie ich glaube, dass die Sonne aufgegangen ist: nicht nur, weil ich sie sehe, sondern weil ich durch sie alles andere sehe. (C.S. Lewis)
Christen werden entweder durch ihren Unglauben überwältigt, oder sie sind Überwinder aufgrund ihres Glaubens. (Warren Wiersbe)
Glauben führt in die Richtung von Frieden und Hoffnung, Unglauben aber zu Unruhe und Angst. (Warren Wiersbe)
(Klaus Eberwein)