Monatsthema: David
Predigtthema: Von Gott gesammelt
Predigttext: Psalm 147
Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!
- Sehen, was dasteht
Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).
1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext
Der Psalm 147 ist der zweite Psalm der hymnischen Liturgie. Der Psalm verherrlicht die Größe und die Güte des Herrn. Gott wird uns in seiner Herrlichkeit vor Augen gestellt. Gott wird gerühmt und IHM allein gilt Dank, Preis und Anbetung. Der Psalm 147 hat einen sehr abwechslungsreichen Inhalt. Doch wie schon in Psalm 145 und 146 wird Gott auch hier gelobt. Nach dem „Halleluja“ des vorigen Psalms, steigt der Psalmist mit dem Lob Gottes wieder neu ein.
1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes
Hilfen zur Auslegung bieten z.B.
* Schneider, Dieter: Das Buch der Psalmen. Wuppertaler Studienbibel.
* Charles Spurgeon Hughes, Schatzkammern Davids – Eine Auslegung der Psalmen, http://www.evangeliums.net/psalmenauslegung/psalm_147.html
* W.S.LaSor / D.A: Hubbard / E.W. Bush (Hrsg. Helmut Egelkraut) „Das Alte Testament“. Idealerweise die 5.Überarbeitetet Version. TVG Brunnen.
* Anmerkungen zum Predigttext bietet z.B. die MacArthur Studienbibel unter http://bitflow.dyndns.org/german/JohnMacArthurStudienbibelAlteRechtschreibung/19-Die_Psalmen.pdf
Anmerkungen:
Vers 1-6
„Lobet den Herrn“ ist der Einstieg im Psalm 147. Wie auch im Psalm 146, beginnt und schließt dieser mit einem Halleluja. Es ist ein Lobpreis Psalm. Es ist lieblich und schön, weil Gott so preiswürdig ist. Ihm haben wir viel zu verdanken. Im Vers 2 wird Gott als Erbauer beschrieben. Seine Macht und Weisheit wird sichtbar. Aber nicht nur in der Erbauung Jerusalems, sondern auch im „Geistlichen“ Leben sehen wir, wie Gott Gemeinde baut und ebenso wie Gott Sünder rettet. In Vers 3 heißt es, dass der Herr die zerbrochenen Herzen heilt. Gott ist Arzt und stellt zerbrochene Herzen zusammen. ER ist es, der durch Leid führt, und unser Herz Ruhig macht. ER ist es, der tröstet. Er ist es, der unser Herz heil macht. Er ist der Heilende, und für uns der Heilbringende. Das gibt Grund zum Lob. Gottes Allwissenheit wird in Vers 4-5 beschrieben. Er kennt alles auf der Welt durch und durch. Er ist der Allmächtige Gott, der gebietet und es geschieht. ER ist Groß (Vers 5) und das was ER tut, spricht von seiner Macht! Gott loben, weil ER aufrichtet. (V. 6) ER richtet die Niedergeschlagen wieder auf.
Vers 7-11
Nun wird noch weiter ausgeführt was bisher schon von Gottes Größe beschrieben wurde. Diesmal in der Beschreibung wie Gott sich in der Natur zu schauen gibt. Vers 7 leitet die nächste Strophe des Liedes an.
„Stimmt dem Herrn ein Danklied an, lobsingt unserem Gott mit der Harfe.“ Mit Gesang und Musik Gott loben.
IHM die Ehre geben und dank für Regen, für Wachstum in der Natur. Dank für Seine Versorgung der Tiere. Dies erinnert an die Zusage Jesu in Matthäus 6,25ff: „Sorgt nicht um euer Leben…“
Das Ende der „zweiten Strophe“ (V.11) bringt es auf einen sehr wichtigen Punkt. „Gottesfurcht“ ist „Gott gefallen“.
Vers 12-20
Der dritte Vers wird angestimmt. Wieder mit der Aufforderung Gott zu loben! Wie wichtig ist dieser Gotteslob, der sich in alle Bereiche unseres Lebens auszeichnen sollte? Wie der HERR den Riegel der Tore befestigt, und so die Stadt schützt, so schützt ER uns mit seiner festigenden Hand. Der Friede bis an die Grenzen, (V14) beschreibt die Ruhe die der Herr geben kann. Der Friede und die Ruhe mit IHM verbunden zu sein!
Gottes macht wird mit seiner Schöpfungsmacht beschrieben. ER spricht, und es geschieht. Der Herr befiehlt, und es geschieht. Diese Macht hat ER auch heute. Ab Vers 16 folgen Beispiele von der Macht die Gott uns in der Natur zeigt. Der Gott der uns mit Weizen sättigt (V.14) der ist´s der Schnee fallen lässt. Gottes Größe und Macht in der Natur zu erkennen gibt Grund zum Danken. Gott ist da. Die Natur wird von Gott dem Allmächtigen und Allgegenwärtigen geführt. ER ist es der Leben gibt, und Leben nimmt. Vers 18 beschreibt wieder „Sein Wort“, was nicht leer zurückkommt. Das Evangelium und der Heilige Geist wirken auch heute. Das Wort Gottes spricht auch heute noch in unser Leben.
- Verstehen, worum es geht
2.1 Hinweise für situative Überlegungen
Der Psalm 147 ist ein Teil des „großen Hallelujas“, welches am Ende der Psalmen steht (Ps. 146-150). Wie auch im Psalm 145 und 146 beginnt das Lied in einem Lob. Gott und seine Größe werden gepriesen. Gepriesen dafür das ER heil macht. Das ER es ist der Wunden heilt, den Er hat die Kraft die alle Kraft übersteigt. Gott liebt Menschen, die Ihn fürchten und die auf seine Güte hoffen. Die richtige Haltung und das Vertrauen auf IHN, werden uns IHN erfahren lassen. Der Höhepunkt in diesem Psalm ist klar. Gottes Wort soll bekannt werden. Das mächtige Wort! Das Wort was in Jesus Fleisch wurde. Jesus kam, um uns mit Gott zu versöhnen. Durch Jesus wissen wir wie Gott ist. Somit können wir nicht nur seine Allmacht aus dem Psalm erkennen, sondern auch seine unendliche große Liebe zu uns.
2.2 Hinweise für homiletische Überlegungen
Der Psalm 147 bringt viele Punkte ein die im Gottesdienst beleuchten werden können. Lob Gottes ist unsere Pflicht. Jeder hat Grund zum Einstimmen in dieses Loblied. Es ist ein Vorrecht, denn es ist „lieblich“ wie es der Psalmist beschreibt. Ist uns das heute noch bewusst? Der Gott der Erbauer Jerusalems, baut heute Seine Gemeinde. Der HERR ist heute wie damals der Arzt der Herzen heilt. (V.3) . Seine Größe und Macht, zeigt sich in seinem Wesen und in Seiner Weisheit. Sein Wort bleibt bestehen und wirkt noch immer und noch mit derselben Kraft. Das Rettende Evangelium hat Kraft über den Tod hinaus. Nun kann der Sünder jetzt gerettet werden. Und diese Gnade die Gott schenkt, erfüllt das Herz mit Lobpreis.
- Sagen, wo es hingeht
3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?
Der Psalm bietet wieder neu an, die Größe Gottes zu beschreiben. Die Erkenntnis SEINER Größe soll bekannt werden. Dazu aufzurufen, das Gott auch heute die Herzen heilen möchte. Aufzuzeigen, das ER allein aufrichten kann. Glauben wir das Gott die macht hat uns aus dem Tief des Lebens wieder raus zu holen? Der Gott der im Psalm 147 beschrieben wird, ist genau dieser, der uns Retten will. Es ist der einzig wahre Gott. Predigtziel sollte also sein, das Gott verändern kann. Gott ist es der heilt! Gott ist es der versorgt. Gott ist es der zu seinem Wort steht. Das gibt Trost. Der Psalm bietet eine gute Grundlage zur Ermutigung, sich ganz auf das Wort Gottes zu verlassen. Ebenso soll es eine Ermahnung sein, sein Wort nicht zu missachten. Denn wenn die Bibel was sagt, dann ist es so!
3.2 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?
Dass Gott die zerbrochenen Herzen heilt setzt voraus, dass es früher nicht zerbrochen war. Das unzerbrochen Herz ist ohne Sünde.= Der Zustand vor dem Sündenfall. Ein Herz ohne Sünde gibt es heute nicht mehr, denn alle haben gesündigt. (Römer 3,23) Ein Herz das geheilt ist, ist das Herz des Sünders, der Jesus einlädt diese Schuld zu Vergeben und das Herz zu Reinigen. Denn Sünde führt zum Tod. (Römer 6,23). Doch sagt uns Jesus in SEINEM WORT: „Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ (1.Johannes 1,9)
Ebenso sollte deutlich werden dass Gott es ist, der uns Versorgt. Wir gehen arbeiten, aber er ist es der uns die Arbeit schenkt. Wir tun etwas, und er ist es der Gelingen schenkt. (Gott ist es der den Riegel an die Tore Jerusalems befestigt, sonst nützt es nichts). Er versorgt uns, und segnet uns. Und dies soll im Lob und Dank vor Gott zum Ausdruck gebracht werden. Wir können danken dass ER uns heilt, das ER uns Versorgt und hilft, dass ER rettet. Täglich können wir Gott dafür danken, dass ER seinen Sohn für uns gab. (Joh.3,16)
Denn Gott steht zu seinem Wort. Was ER sagt, geschieht!
3.3 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?
Gliederung Nach Wuppertaler Studienbibel
- a) Preis und Dank für den Wiederaufbau Jerusalems (V.1-6)
- b) Preis und Dank für die Versorgung (V.7-11)
- c) Preis und Dank für Gottes schöpferisches Wort (V.12-20)
oder:
- a) Gott heilt (V.1-6)
- b) Gott versorgt (V.7-11)
- c) Gott steht zu seinem Wort (V.12-20)
(Walter Günter)