Monatsthema: Vorbild des Glaubens (Abraham)
Predigtthema: Glaube der empfängt
Bibelstelle: 1.Mose 21,1-7
Verfasser: Dr. Heiko Krimmer
Bausteine zu 1. Mose 21, 1-7
1. Heimsuchen, das hebräische Wort ist schärfer: Etwas anordnen, befehlen, in Bewegung setzen. Jetzt verwirklicht sich Gottes Verheißung, seine Heilsgeschichte. Rettungsgeschichte beginnt: Isaak, der Erbe der Verheißung wird geboren. Gott ist der Herr der Geschichte. Das ist für uns tiefster Trost.
2. Es ist ein Eingriff von oben, aus Gottes Wirklichkeit, wider alles Erwarten: Abraham ist 100, Sara 90, da wird eine Frau nicht mehr schwanger. Vgl. die Parallele zur Jesusgeburt als Jungfrauengeburt (wider alles Erwarten). Gott hat die Welt- und Naturgesetze geschaffen, er aber steht drüber. „Wer nicht mit Wundern rechnet ist kein Realist.“
3. Die Beschneidung, die Entfernung der Vorhaut des männlichen Gliedes, ist Zeichen für die Einhaltung des Gottesbundes. Etwa: Die Manneskraft (symbolisch) dem Herrn ausgeliefert? Der achte Tag. Nach sieben Tagen Ruhe – bzw. Festzeit: Ich gehöre gerade auch im alltäglichen Leben dir, Gott. Beschneidung als Zeichen des Gehorsams und der ganzen Auslieferung an meinen Herrn. Welche Zeichen setzt du für deinen Gehorsam und dein ganzes Jesusvertrauen? (Ich liefere dir meine Zeit, mein Geld, meine Begabungen etc. aus).
4. Welch ein Bild entsteht da vor innerem Auge: Eine 90 jährige Greisin, die ihr Baby stillt! Beides, das erlöschende Alte und das wachsende Neue in einem. Ein Hoffnungsbild. Diese alte, vergehende Erde, aber das hervor wachsende Neue, die Jesusgemeinde. Bis hin zu 1. Kor. 15, 42-44 „gesät in Armseligkeit, auferstehen in Kraft“. Aus der Niedrigkeit der Existenz der Gemeinde Jesu wächst die Herrlichkeit des Gottesreiches. Aus deiner und meiner Schwachheit wächst Gottes neu schaffende Kraft.
5. Isaak = ein Lachen. Das freudige Lachen und Frohlocken des Glaubens, der Gottes Heil empfängt. „Dann wird unser Mund voll Lachen sein“. Psalm 126. Wo und wenn Jesus handelt ist Freude in unserem Leben. Kennst du diese Freude, dieses Lachen über Gottes herrliches Handeln? Vgl. das „Ostergelächter“ der orthodoxen Kirche.
6. Isaak = ein Lachen. Für die Welt ist das ein Gelächter zum Spott. Wie lächerlich: die Kinder säugende Greisin. Ja, wer Gottes Geist nicht hat, dem muss das lächerlich vorkommen. Vgl. 1. Kor 1, 23: Der Gekreuzigte ist den Griechen eine Torheit, uns ein Spottgelächter wert. Gott stellt die Maßstäbe dieser Welt auf den Kopf; dagegen wehrt sie sich mit Spott, so aber wird Gottes alleinige Herrlichkeit und Macht deutlich. Wir Christen sind der Welt oft ein Gelächter; entscheidend ist: „Mein Herze geht in Sprünge und kann nicht traurig sein…“