Matthäus

Predigthilfe vom 21. März 2021 – Matthäus 16, 21-28

Monatsthema: Von Jesus lernen

Predigtthema: Die Leidenswilligkeit Jesu – wir wollen ihm nachfolgen

Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!

1. Sehen, was dasteht

Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).

1.1 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes

Hilfen zur Auslegung bieten z.B.

*   Edition C, (Band 2), Matthäusevangelium von Dr. Gerhard Maier       

*   Wuppertaler Studienbibel

*   Matthäusevangelium von William Barclay

Und natürlich auch diversen Studienbibeln, von denen man als Verkündiger verschiedene haben sollte bzw. sicherlich auch ausleihen kann.

Wir verweisen auch auf den wertvollen Predigttipp vom 02. März 2008 von Eckart Löffler https://www.christusbund.de/predigthilfen/predigthilfe-vom-2-3-2008-matthaus-16-24-28/

1.2 Textzusammenhang

Die öffentliche Wirkung Jesu geht dem Ende entgegen und Jesus hat mit seinen Jüngern auf dem Weg nach Jerusalem noch Grundlegendes zu besprechen. Nach dem Petrusbekenntnis und der Ankündigung des Gemeindebaus, redet Jesus zu den Jüngern von seinem Leiden und dem Ernst der Nachfolge.

1.3 Anmerkungen zum Verständnis des Predigttextes

V.21: Jesus bereitet seine Jünger auf sein Leiden und Sterben vor. Wir haben hier die erste von drei Leidensankündigungen, die von Mal zu Mal genauer werden.

V.22: Petrus will Jesus von diesem Weg bewahren, denn ein leidender Messias passt nicht in seine Vorstellungen hinein.

V.23: Jesus geht Petrus, den Bekenntnismann (V.16) hart an. Der Vorschlag des Petrus war satanisch, denn er wollte Jesus vom Kreuz abhalten und somit würde es keine Erlösung geben.

V.24: Jesus zeigt nun seinen Jüngern auf, was es bedeutet, nachzufolgen. Nachfolge ist freiwillig, aber bedeutet Kreuz tragen.

V.26: Jesus zeigt auf, was wichtig und bedeutungslos ist.

V.27: Am Ende steht das Gericht, vor dem sich jeder zu verantworten hat.

1.3 Textgliederung

  1. Jesu Leidensweg

Jesus bereitet seine Jünger auf sein Leiden, Sterben und Auferstehen vor und nimmt sie mit hinein in den Plan Gottes (Amos 3,7). Bei jeder Leidensankündigung geht Jesus immer mehr ins Detail. Petrus, der eben noch das Bekenntnis (V.16) ausgesprochen hat, will Jesus vor diesem Weg bewahren. Ein leidender Messias passt nicht in seine Vorstellung hinein. Jesus geht ihn scharf an, denn der Rat des Petrus war teuflisch, er wollte Jesus vor dem Kreuz bewahren und somit würde es keine Erlösung für uns Menschen geben. Erlösung ohne das Kreuz gibt es nicht. Viele Menschen haben auch heute oft so völlig falsche Vorstellungen (Bsp.: Wohlstandsevangelium, Nachfolge ohne Leiden usw.) Jesus geht den Leidensweg im Gehorsam seinem himmlischen Vater gegenüber, um uns Menschen von der Sünde zu erlösen.

2. Jesu Einladung

Jesus lädt nun seine Jünger zur Nachfolge ein: will jemand. Nachfolge ist immer freiwillig und nie Zwang. So wie Jesus damals seine Jünger eingeladen hat, lädt er auch uns heute ein zur Nachfolge. Jesus sucht Nachfolger und keine Mitläufer. Doch was bedeutet Nachfolge? (Bsp.: Wandergruppe läuft dem Wanderführer hinterher, 1. Petr.2,21). Nachfolge hat aber auch Konsequenzen: verleugnen und Kreuz tragen. Verleugnen bedeutet die Absage an den eigenen Willen, ich gebe mich in den Tod und die Zusage zum Willen Gottes, mich ihm unterstellen (Gal.2,20). Hier findet ein Herrschaftswechsel statt, nicht mehr ich, sondern Jesus. Jesus zeigt auch auf, dass derjenige, der sein Leben

erhalten will, wird es verlieren (Bsp.: Reiche Jüngling). Wer sein Leben aber um Jesu Willen verliert wird es gewinnen (Bsp.: Stephanus). Dass wir ewigkeitsorientiert und nicht diesseitsorientiert leben (Bsp.: Hebräer 11, 24-27). Kreuz tragen bedeutet auch, das zu tragen, was Jesus mir auferlegt hat (Bsp.: Paulus 2. Kor.12,9). Gerade auch im Kreuz tragen gibt er die Kraft (Psalm 138,3).

3. Jesu Lohn

Jesus redet weiter von seinem Wiederkommen auf die Erde und dem kommenden Gericht. Wir müssen in unserer heutigen Zeit diese Themen wieder neu betonen, weil sie oftmals verloren gingen. Das kommende Gericht ist nicht ein Hirngespinst von einigen Frommen, sondern in Gottes Wort vorhergesagt. Doch wie werden wir vor Gottes Thron einmal stehen? (Beispiel: 1. Kor.3,12-15). Dass unser Werk nicht verbrennt, sondern Ewigkeitswert hat.

Wer Jesus im Herzen hat braucht sich vor dem Gericht nicht zu fürchten, sondern darf sich auf das Kommen Jesu und die Belohnung freuen (Paulus 2. Tim.4,7-8).

(Günther Baumgärtner)