Monatsthema: Kraft im Wohlstand
Predigtthema: Wofür lebe ich?
Bibelstelle: Lukas 16,19-31
Verfasser: Thomas Richter
Eine Predigthilfe enthält Hinweise für die Verkündigung und ersetzt deshalb nicht das eigenständige Erarbeiten des Bibeltextes und das Weitergeben der vom Herrn aus dem Predigttext persönlich gehörten Beauftragung zur Botschaft. Unsere Predigt folgt dabei dem Grundsatz Jesu: „Aus der Fülle des Herzens redet der Mund“ (Mt 12,34b). Nur wo der Herr selbst uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)! „So sind wir nun Gesandte an Christi Statt“ (2Kor 5,20a). So suchen wir in der Predigtvorbereitung nach dem, was der Herr uns durch das Wort des Predigttextes sagen will. Es geht um seine Botschaft und wir sind seine Botschafter. Deshalb hören wir zwar auch auf andere Botschafter, z.B. durch die Hinweise der Predigthilfe, verkündigen aber die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufgetragen wird! „Redet jemand im Auftrag Gottes, dann soll er sich bewusst sein, dass es Gottes Worte sind, die er weitergibt“ (1Petr 4,11a – NGÜ).
1. TEXT- UND PREDIGTHILFSMITTEL
Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).
Hilfen zur Auslegung und Anwendung des Predigttextes (Lk 16,19-31) bieten z.B.
* Gerhard Maier. Lukas-Evangelium 2.Teil. Edition C Bibelkommentar Bd. 5. Hänssler (S. 320-336)
* Fritz Rienecker. Das Evangelium des Lukas. Wuppertaler Studienbibel NT. R.Brockhaus (S. 392-398)
* Norman Crawford. Was die Bibel lehrt Bd. 3: Lukas. CV Kommentarreihe NT. Christliche Verlagsgesellschaft (S. 345-353)
* John Charles Ryle. Lukas – Vers für Vers. Bd. 3: Kap 16-24. 3L-Verlag (S. 33-41)
* Theodor Zahn. Kommentar zum Neuen Testament. Bd. 3: Das Evangelium nach Lukas (http://bitflow.dyndns.org/german/TheodorZahn/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_03_Buecher_42_1913.pdf – S. 582-591)
Beachtenswerte Textanmerkungen und Parallelstellen zum Predigttext bietet die MacArthur Studienbibel (http://bitflow.dyndns.org/german/JohnMacArthurStudienbibel/42-Das_Evangelium_Nach_Lukas.pdf; S. 1458f) und die Predigt von Carsten Linke zu Lk 16,19-31 „Der reiche Mann und der arme Lazarus“ in Bekennende Kirche Nr. 30 (Oktober 2007- http://www.bekennende-kirche.de/hefte/Bekennende_Kirche_30.pdf) S. 5-12.
Zur Beschäftigung mit dem Predigttext hilft das Anhören (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigten von Winrich Scheffbuch vom 01.06.1997 mit dem Titel „Wie Gott unser Leben einschätzt“ (Lk 16,19-31), vom 09.06.1985 mit dem Titel „Die Kehrseite des Lebens“ (Lk 16,19-31), vom 17.06.1979 mit dem Titel „Von der Rückseite betrachtet“ (Lk 16,19-31) und von Konrad Eißler vom 02.06.1991 mit dem Titel „Vom reichen Mann und armen Lazarus“ (Lk 16,19-31). Diese Predigten findet ihr unter www.sermon-online.de, wenn ihr unter „erweiterte Suche“ die Felder „Bibelstelle“ [z.B. Lukas 16] und „Autor“ [z.B. Scheffbuch, Winrich bzw. Eißler, Konrad] ausfüllt. Bedenkenswert ist auch die evangelistische Predigt von Markus Wäsch vom 11.03.2012 beim Sonntagabendtreff in Dillenburg zum Thema: „Deine Zukunft – himmlisch oder höllisch?“ (Lk 16,19-31 – Download unter http://www.sonntagabendtreff.de/themen).
Für die Textlesung bietet die „Neue Genfer Übersetzung“ eine gut verständliche, lesbare und zuverlässige Übersetzung unseres Predigttextes (http://www.ngue.info/online/lesen).
2. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG
In Anlehnung an die Jahreslosung fragen wir uns in diesem Jahr, wie die „Kraft“ Jesu in uns so mächtig sein kann, wie er es will und schenkt. Im Monat Mai beschäftigen wir uns an Hand von Lk 16 mit dem Themenfeld „Wohlstand“ und fragen uns, wie wir durch die Kraft Jesu so leben können, damit klar wird, wes Kind wir sind. Wenn wir Christen sind, dann soll deutlich werden, dass der Christus unser Herr und Leben ist. Unser Predigttext (Lk 16,19-31) führt uns die Konsequenzen unseres Handelns deutlich vor Augen und deshalb haben wir im Rahmen der Predigt die Frage zu beantworten: „Wofür lebe ich?“ (= Predigtthema). Was hier auf der Erde geschieht hat „ewige“ Auswirkungen.
Um in einer christusgemäßen „Art und Weise“ predigen zu können (vgl. 1Kor 2,1-5), bietet Theo Lehmann hilfreiche Hinweise zum Thema: „Über die Hölle predigen …“
* mit weinendem Herzen: Wer nicht über die Verlorenheit seiner Hörer geweint hat, hat zu schweigen.
* mit heiliger Direktheit: „Einer muss für deine Schuld bezahlen: Entweder zahlst du in der Hölle oder Jesus für dich am Kreuz“. Die Hölle wurde von Gott nachträglich eingerichtet für die, „die Gott nicht kennen und nicht gehorsam sind dem Evangelium“ (2Thess 1,9). Rein kommen also nur Freiwillige, raus keiner. „Fern von dem Angesicht des Herrn“ sein müssen, also ewig mit der Erkenntnis leben müssen, sich falsch entschieden zu haben – das ist Hölle.
* mit zuchtvoller Zurückhaltung: Jesus warnt mehrmals, vor allem in der Bergpredigt vor der Hölle. Aber keine Ausmalungen! Niemand kann sich die Schrecken der Hölle vorstellen – ewig von Gott getrennt zu sein. Das ist zum Fürchten, deshalb sollen auch wir uns fürchten (Mt 10,29).
* mit werbender Liebe: Nicht mit der Hölle drohen, sondern vor ihr warnen. Eine Drohung kommt aus dem Hass. Eine Warnung kommt aus der Liebe. Eine Predigt über die Hölle kann nur als Kreuzespredigt enden: „Das hat Jesus getan, um dich vor der Hölle zu bewahren“ (idea Spektrum 29/2005: S. 21).
Diese Hinweise beachten wir in unserer Verkündigung!
3. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN
Ausführliche Anmerkungen zum Predigttext enthält der Predigttipp von Johann Hesse vom 27.04.2003 zu Lk 16,19-31 unter www.studienbibel.de.
Die nachfolgenden Anmerkungen mit dem Titel „Aus dem Land ohne Brücken“ (Lk 16,19-31) stammen von Pfr. Hermann Traub: „Freunde, ich habe wirklich ein Problem. Ihr denkt wohl – dass es hier zu heiß ist, stört mich. Klar stört mich das. Ich schwitze hier Tag und Nacht. Und es gibt kein Bier in der Hölle. Nicht mal alkoholfreies Bier. Kein Selterswasser. Keine Cola. Nichts. Und auf der anderen Seite trinken sie frisch gepressten Orangensaft, Multivitamin-Säfte, beste Qualitätsauslese des köstlichen Himmelsweins. Du meinst, das sei mein Problem? Weißt du, mit der Zeit wird man sehr anspruchslos hier. Ein Tropfen Wasser, um die Zunge zu kühlen – das habe ich mir auch schon abgeschminkt. Viel schlimmer hat mir am Anfang etwas anderes Probleme gemacht: Es gibt keine Brücke. Die Hölle hat keine Brücken. Sie hat zwar offene Fenster, und der Himmel ist sichtbar vor meinen Augen – aber es gibt keine Brücke. Es wird auch nie eine gebaut werden. Gut, das hat mich am Anfang geschlaucht. Aber heute habe ich eine ganz andere Schwierigkeit. Inzwischen weiß ich: Hier ist nichts mehr zu verändern. Die Hölle bleibt, wie sie ist. Und ich komme hier nicht mehr raus. Aber heute weiß ich etwas glasklar: Ich weiß, wie man in die Hölle kommt!
Ich bin mir nicht im klaren, ob dich das interessiert. Es gab eine Zeit, da hat mich das überhaupt. nicht interessiert. Oder ich war überzeugt, dass ich nicht in die Hölle kommen würde. Pustekuchen – nichts wusste ich. Ich hatte sogar vorgesorgt. Ich gehörte dem »Club für soziales Essen« an. Wisst ihr, was dieser Club tat? Er kümmerte sich um die Ärmsten der Armen. Wenn wir auftischten in der offenen Pergola, dann ließen wir zu, dass die Armen sich an der Straße vor unseren Häusern aufhielten. Wir hätten ja auch die Hunde hetzen können. Nein, es gab in unserem Club eine Abmachung: »Die Hunde an die Kette und die Ärmsten vor unsere Häuser.« Damit war eine Armenspeisung verbunden. Die Gäste hatten die Anweisung, das Fladenbrot, das zum Händeabwischen gereicht wurde, nach der Reinigung auf die Straße zu werfen – da, wo die Armen in der Nacht herumlagen. Das gleiche galt auch für die abgenagten Knochen, die restlichen Brotfladen. Ich muss sagen: Ein wenig stolz war ich auf diese soziale Idee. Denn nachgemacht hat mir dieses Gesellschaftsspiel bald die ganze Stadt. Das wurde ein richtiger Sport. Manchmal feierten wir, obwohl es gar nichts zu feiern gab – nur um die Armen zu füttern und den »sozialen Brotwurf« zu üben. Wir waren mächtig stolz auf unser neues »soziales Netz«, das wir geflochten hatten. Ansonsten gingen wir unseren Geschäften nach. Als Jungunternehmer hatte ich allerhand zu tun: Computerkurs, Fitness-Training, Theaterabonnement, Mitgliedschaft im EC – die holten mich immer, wenn es etwas zu finanzieren gab. Ab und zu ging ich in die Freikirche – die hatten ihren Gottesdienst erst um elf Uhr. Bitte, Leute, ich tat nichts, was nach Hölle aussah! Beurteilt das selber: Der einzige Luxus, den ich mir leistete, waren schicke Sachen aus der Boutique: Hugo Boss aus Metzingen war so meine Kragenweite. Ich fiel nicht auf. Ich lebte wie alle. Ich ließ mir’s gutgehen und war sozial. Heute weiß ich: Genau das hat mich in die Hölle gebracht. Mein harmloses, nettes, soziales Leben – war der Weg in die Hölle! Ich habe nur scheinbar gelebt. Versteht doch: Alle haben zu mir hochgeschaut und gesagt: »Junge, Junge – du hast es raus. Du führst ein Leben!« Und ich habe gar nicht gelebt! Ich führte ein Tarn-Leben, ein Pseudoleben. Ich hatte alles – aber nie das Leben! Mir ging’s gut – aber ich habe alles falsch gemacht. Bitte – jetzt nützt es mir nichts mehr. Ich komme hier nicht mehr raus.
Aber heute habe ich noch ein ganz anderes Problem. Ich bin in unserer Familie nicht allein. Fünf Brüder habe ich noch. Und die sind jetzt mein Problem. Ich weiß Bescheid, wie man in die Hölle kommt. Und die haben keine Ahnung, dass sie auf dem Weg sind. Die fühlen sich sauwohl. Die haben mein Sozialwerk fortgesetzt. Sie führen das belanglose, harmlose, reiche Leben wie ich damals. Kürzlich kam mir eine glänzende Idee. Ihr erinnert euch: Wir sind ja mit dem Himmel auf Sichtweite. Und verständigen können wir uns auch. So gehe ich eines Tages an die Sprechanlage und melde mich bei Vater Abraham. Mit meiner glänzenden Idee. Ich weiß ja, dass die im Himmel immer für Mission und Rettung sind – also unterbreite ich Abraham einen missionarischen Auftrag. Lazarus soll zu meinen fünf Brüdern gehen und sie warnen. Ich kann mir das so gut vorstellen. Plötzlich, bei der nächsten Grillparty, taucht im schneeweißen Gewand Lazarus auf. So als »Spezial-Gast« des Abends. Wenn wir die Termine abstimmen, könnte man noch den Vorstand des Sozialvereins einladen: Also Lazarus soll auftauchen. Allen bleibt das Hähnchenbein im Hals stecken, und ich bin überzeugt – die würden umkehren von ihrem harmlosen Leben und Gott ernst nehmen. Ist das nicht eine prima Idee? Dabei könnten wir noch eine weitere Fliege mit derselben Klappe schlagen. Zur Zeit sind meine fünf Brüder ein wenig auf dem esoterischen Trip. Die lesen jedes Buch da zu, das auf den Markt kommt. Einer von ihnen fuhr mit dem Motorrad nach Indien; um bei einem Guru zu meditieren. Der andere hat es mit dem Biorhythmus und isst nur Rettiche, die bei Vollmond ausgesät wurden. Ein dritter schwört auf Fritjof Capra. So hat jeder sein Hobby. Würde aber Lazarus im weißen Gewand erscheinen – dann hätten sie auf einen Schlag die Wahrheit vor Augen. Sag mir mal einer, ob das nicht eine gute Idee war! Aber was sagte Abraham? Er lehnte rundweg ab. Und zwar mit einer Begründung, die ich ganz und gar nicht verstehe. Er sagte mir: »Deine fünf Brüder haben das Wort Gottes. Wenn sie auf dieses Wort hören, dann kommen sie nicht in die Hölle! Wenn sie aber auf dieses Wort nicht hören, dann kann eine Erscheinung des Lazarus auch nicht helfen.« Ihr könnt verstehen, dass ich dem alten Knaben ordentlich widersprach und meine Stimme in der Sprechanlage sich richtig überschlug. Aber das half alles nichts. Er blieb bei seiner Aussage. Und ich sitze hier und habe weiter mein Problem. Tagelang habe ich jetzt schon darüber meditiert. Obwohl einem bei der Hitze hier das Gehirn bald austrocknet. Aber ich bekomme es noch auf die Reihe, was mich umtreibt. Meine Brüder sind auf dem Weg zur Hölle und wissen es nicht! Wenn ich recht nachdenke, sind da auch ein paar Schwestern dabei. Und die Freundinnen und Spezis meiner Brüder. Wenn ich es mir ganz klarmache, sind ja alle meine früheren Mitbürger Brüder. Noch besser: Alle, die leben,-sind in Gefahr. Die fühlen sich wohl. Sind im westlichen und nördlichen Teil der Welt fast alle reich. Sie wollen möglichst viel Freude und Spaß haben – und versäumen ihr Leben. Und ich muss das in der Hölle mit ansehen. Am liebsten würde ich in jede Party reinschreien: »Hölle! Jetzt beginnt die Hölle. Ihr seid auf dem Weg in die Hölle. In das Land ohne Brücken zum Himmel. Ihr kommt in das Land ohne Gemeinschaft mit Gott. Ohne Geborgenheit – von der Hitze kaum zu reden.« Nur »so leben« heißt, auf die Hölle zugehen. Der Weg in die Hölle ist mit lauter Anständigkeiten gepflastert. Mit lauter Harmlosigkeiten. Das ist mir jetzt feuerklar geworden. Ich möchte das vermitteln – und keiner hört mich. Meine Freunde könnten ihr Leben retten. Inzwischen habe ich eingesehen, dass die Rettung durch ein Schockerlebnis nicht möglich ist. Ich glaube, die würden Lazarus im Nachthemd einfach auslachen. Oder sie würden einen Totenkult mit ihm machen und ihn auf alle Partys schleppen, die es in der Stadt gibt. Für sie, die leben, gibt es nur eine Chance zur Umkehr. Es ist eine Chance ohne Show, Nervenkitzel, Schock, ein besonderes Gefühl oder gar ein außergewöhnliches Erlebnis. Es ist eine ganz leise Chance. Eine, die kein Aufsehen erregt. Der Weg leiser Töne. Aber klarer Töne. Die hat Gott gesprochen. Und fast jeder hat sie schon mal gehört. Oder er hat sie gelesen.
Heute weiß ich – so wahr ich in der Hölle bin -, was meine Brüder retten könnte. Nämlich, dass sie ernst nehmen, was Gott sagt: »Ich habe dich schon immer geliebt und eine Sehnsucht in dein Leben gelegt, dass du zu mir gehörst.« Das ist Wort Gottes. Rettendes Wort. Alles veränderndes Wort. Stell dir vor, ich hätte das wirklich ernst genommen, dass Gott mich liebt. Niemals wäre ich so harmlos gewesen. Niemals hätte ich nur für meinen Reichtum und meine Karriere gelebt. Hätte ich es angenommen, geliebt zu sein, dann wäre mein Leben anders verlaufen. Ich hätte nicht so leidenschaftlich an meiner Karriere stricken müssen – denn ich hätte mit Gottes Liebe das Größte schon erreicht gehabt. Ich hätte auch niemals so nichts ahnend meine Tage verbringen können – denn diese Liebe hätte ich mit anderen teilen müssen. Mein Leben wäre durch dieses Teilen so unwahrscheinlich interessant geworden – und nicht in reicher Langeweile untergegangen. Mit dieser Liebe hätte ich mir nicht dauernd einen Namen machen müssen – ich hätte einen Namen gehabt. Gott hätte mich mit Namen gekannt. So war ich nur »der Reiche«. Heute erschrecke ich über mich selber. Und noch eines fiel mir auf bei meinem Nachdenken: Es sind noch einmal alle Chancen gegeben. Heute kann ich ja froh sein, dass meine Geschichte bekannt geworden ist. Stell dir vor: Ich schmorte hier in der Hölle, und keiner wüsste etwas davon. Inzwischen bin ich mit meinem Schicksal bekannt geworden. Es gab einen, der hat meine Geschichte erzählt. Und einer hat sie aufgeschrieben. Am Anfang wurde sie handschriftlich weitergegeben. Seit fast fünfhundert Jahren wurde sie durch alle Printmedien unter die Leute gebracht: Millionenfach ist meine Story heute bekannt.
Übrigens: Dieser Ersterzähler will nichts anderes, als dass Menschen von der Harmlosigkeit des Lebens umkehren in die Liebe Gottes! Er hat es überall verbreitet: Wer auf Gott hört, versäumt sein Leben niemals! Wer auf Gott hört, lebt. Auf ihn hören bedeutet Rettung. Wer ihm seine Liebe glaubt, kommt nie in das Land ohne Brücken zur Ewigkeit. Wer auf die Zusage von Gottes Liebe hört, gehört schon heute in das Land der Geborgenheit. Ich weiß, jetzt müsst ihr euch entscheiden. Das ist gut so. Ihr könnt euch noch entscheiden. Ihr gehört ja zu den fünf lebenden Brüdern. Ihr könnt jetzt auf Gott hören.Ihr könnt seine Liebe annehmen. Ohne besondere Gefühle, ohne aufreizende Gedanken. Ganz, menschlich könnt ihr zu ihm sagen: »Jesus, ich glaube dir deine Liebe. Ich habe dein Wort der Rettung gehört. Ich will nicht in die Hölle kommen. Ich will nicht in das Land ohne Brücken. Ich will in dein Land der ewigen Gemeinschaft mit dir.« Wenn das meine Geschichte aus der Hölle bei dir bewirkt, dann habe ich dir heute nicht umsonst erzählt. Und noch eines: Jesus,, der diese Geschichte erzählte, hat durch sie nicht mit der Hölle gedroht. Er wollte, dass du deine Chance erkennst. Die Chance, dass du siehst, falls du dein Leben in der Harmlosigkeit verbringst, und das schleunigst ändern kannst. Die Chance, jetzt dich umzudrehen und darauf zu hören, was er dir sagt: »Ich habe dich schon immer geliebt und eine Sehnsucht in dein Leben gelegt, dass du zu mir gehörst.« Bitte verzeih mir, dass ich aus der Hölle gepredigt habe. Hauptsache, du hast gehört, was Sache ist“ (entnommen aus Hermann Traub. Blöken kann jedes Schaf: Seriöse Berichte von Betroffenen. Wuppertal: R. Brockhaus, 1993. S. 40-47)
Grundlegende Informationen zum Thema „Hölle“ finden sich z.B. bei:
* Hans-Werner Deppe. Wie wird es in der Hölle sein. Oerlinghausen: Betanien, 2005 (siehe auch idea Spektrum 29/2005: S. 18-21).
* John Benton. Kann ein Gott der Liebe … Menschen in die Hölle schicken? Friedberg: 3L-Verlag, 2006.
* Hanniel Strebel. Zur Hölle mit der Hölle? Tod, Jenseits und Teufel – zwischen Mythos, Strategiespiel und realer Angst. Bibel und Gemeinde H. 4 / 111 (2011): S. 15-27.
* Gottfried Hermann. Hölle oder Totenreich? Eine Problemanzeige. Bibel und Gemeinde H. 1 / 107 (2007): S. 35-46 (http://www.bibelbund.de/pdf/bug2007-1.pdf).
* Predigt-Ideen Nr. 13 /1998: „Die Hölle“ (http://www.kompass-ev.net/pdf/PI/PI13.pdf
* Horror-Rocker Alice Cooper: „Die Hölle ist Realität“ (http://www.pro-medienmagazin.de/musik.html?&news[action]=detail&news[id]=3390)
* Predigt von Dr. Philipp Bartholomä: „Wie kann ein liebender Gott zulassen, dass Menschen in der Hölle landen?“ (http://www.er-lebt.de/predigtmitschnitte/wie-kann-ein-liebender-gott-zulassen-dass-menschen-in-der-holle-landen/)
4. PREDIGTGLIEDERUNGEN
Kraft zum Wohlstand – aber wofür lebe ich?
a) Geht es weiter?
b) Wie geht es weiter?
c) Was passiert heute?
oder nach Wilhelm Wagner:
a) Wie man liegt, so lebt man
b) Wie man lebt, so stirbt man
c) Wie man stirbt, so lebt man
oder nach Hansjörg Bräumer:
a) Die fehlende Brücke
b) Die abgebrochene Brücke
c) Die unsichtbare Brücke
oder nach Gottfried Voigt: Jesus sorgt sich um uns.
Er mahnt:
a) Übersieh nicht den Lazarus!
b) Versäume nicht die Frist!
c) Überhöre nicht den Anruf!