Offenbarung

Predigthilfe vom 2. März 2014 – Offenbarung 2, 12-17

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Jahresthema:         In Gottes Nähe leben

Predigtthema:         Wenn bei uns der Kompromiss lockt

Predigttext:             Offenbarung 2,12-17

Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise zur Verkündigung, ersetzt aber nicht ein eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!

1. Sehen, was dasteht

Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext (Offb 2,12-17) vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung / Neue Genfer Übersetzung).

1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext

Glücklich, wer aus diesem Buch vorliest, und glücklich, wer diese prophetische Botschaft hört und sich danach richtet! Denn was hier angekündigt ist, wird sich bald erfüllen“ (Offb 1,3). Hilfreiche einführende Anmerkungen zum Predigttext bietet die MacArthur Studienbibel (unter http://bitflow.dyndns.org/german/JohnMacArthurStudienbibel/66-Die_Offenbarung_Christi_Durch_Johannes.pdf; S. 1922).

1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes

Hilfen zur Auslegung von Offb 2,12-17 bieten z.B.

* Fritz Grünzweig: Johannesoffenbarung 1. Teil. Edition C Bibelkommentar NT Bd. 24. Hänssler (S. 86-94).

* Gerhard Maier: Die Offenbarung des Johannes. Kap 1-11. Historisch Theologische Auslegung. SCM R. Brockhaus (S. 164-179).

* Adolf Pohl: Die Offenbarung des Johannes. 1. Teil. Wuppertaler Studienbibel NT. R. Brockhaus (S. 122-130).

* John MacArthur. Kommentare zur Offenbarung: Denn die Zeit ist nahe. Mitternachtsruf (S. 70-81).

* Hellmuth Frey: Das Ziel aller Dinge: Das letzte Wort des Erhöhten an seine angefochtene Gemeinde – seelsorgerliche Auslegung der Offenbarung. Verlag der Liebenzeller Mission (S. 67-72).

* Walvoord / Zuck (Hg.): Das Neue Testament erklärt und ausgelegt. Bd. 5: 1Kor – Offb. Hänssler (S. 573-575).

* Theodor Zahn: Die Offenbarung des Johannes (unter http://bitflow.dyndns.org/german/TheodorZahn/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_18_Buecher_66_1924.pdf; S. 242-280).

* Kurt Heimbucher: Die sieben Sendschreiben. Verlag der Liebenzeller Mission (S. 31-40).

* Frank Hinkelmann: Die sieben Sendschreiben der Offenbarung – Eine praktisch-fundierte Auslegung. VTR (S. 41-53).

2. Verstehen, worum es geht

2.1 Hinweise für situative Überlegungen

Durch die Sendschreiben erhalten wir Einblicke in das Urteil und die Seelsorge Jesu zu seiner Gemeinde. Hier erfahren wir, wie Jesus uns sieht und was er uns sagt: Vorstellung – Diagnose – Therapie – Verheißung!

2.2 Hinweise für hermeneutische Überlegungen

In inhaltlicher Hinsicht ist das Reden des Geistes und das Reden Jesu gleichzusetzen (vgl. Offb 2,12b mit 2,17 unter Bezug auf Offb 1,12-20). Da die Offenbarungsvermittlung als universal gültiges Wort Gottes ein für allemal in Christus ihren Abschluss gefunden hat (Hebr 1,1f; 2,2-4; vgl. Joh 14,26; 15,26f; 16,12-15), ist ein heutiges Reden des Geistes immer an das Wort Jesu gebunden, das uns durch den Geist über die Propheten und Apostel übermittelt und erschlossen ist. Die gegenwärtige Verkündigung ist von daher kein unmittelbares Offenbarungsgeschehen mehr, das zum universalen Wort Gottes wird, sondern basiert auf dem bereits geschehenen Offenbarungswort Gottes, das es für unsere Zeit auszulegen und anzuwenden gilt (vgl. 2Tim 3,14-4,5).

2.3 Hinweise für homiletische Überlegungen

1Kön 18,21: Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach, ist’s aber Baal, so wandelt ihm nach. Und das Volk antwortete ihm nichts.

Jer 2,13: Denn mein Volk tut eine zwiefache Sünde: Mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich Zisternen, die doch rissig sind und kein Wasser geben.

Hebr 3,12-19: Achtet also darauf, Geschwister, dass keiner von euch durch eine rebellische Haltung dem Unglauben Raum gibt und sich von dem lebendigen Gott abwendet. Ermahnt und ermutigt einander vielmehr Tag für Tag, solange dieses »Heute«, von dem die Schrift spricht, noch andauert, damit niemand unter euch sich von der Sünde betrügen lässt und sich dadurch dem Wirken Gottes verschließt. Wir sind ja mit Christus verbunden und haben Anteil an dem, was ihm gehört – vorausgesetzt, wir halten mit aller Entschiedenheit an dem fest, was uns von Anfang an Zuversicht gab, und weichen bis zuletzt nicht davon ab.Noch einmal zurück zu der bereits zitierten Schriftstelle: »Wenn ihr heute die Stimme Gottes hört, dann verschließt euch seinem Reden nicht wie damals, als gegen ihn rebelliert wurde!« Wer hatte denn Gottes Stimme gehört und sich dann trotzdem gegen ihn aufgelehnt? War es nicht das gesamte Volk, das unter der Führung des Mose aus Ägypten gezogen war? Wer erregte denn vierzig Jahre lang Gottes Widerwillen? Waren es nicht die, die gegen ihn sündigten und deren Leben deshalb in der Wüste endete? Und wen meinte Gott, als er schwor: »Niemals sollen sie an meiner Ruhe teilhaben!«? Er sprach von denen, die sich weigerten, auf ihn zu hören. Wir sehen also, was sie daran hinderte, das Ziel zu erreichen: Es war ihr Unglaube.

Hebr 4,1f: Wie schrecklich wäre es, wenn einer von euch am Ende ebenfalls das Urteil hören müsste, er habe das Ziel nicht erreicht! Wir wollen alles tun, damit das nicht geschieht. Schließlich gilt Gottes Zusage nach wie vor; auch uns ist sein Angebot verkündet worden, an seiner Ruhe teilzuhaben, genau wie jenen Menschen damals. Ihnen allerdings hat es nichts genützt, diese Botschaft zu hören, weil zum Hören nicht der Glaube hinzukam.

3. Sagen, wo es hingeht

Zur Predigtvorbereitung hilft das Anhören (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigten von Winrich Scheffbuch vom 20.02.1983 mit dem Titel „Treue im Kleinen“ (Offb 2,12-17), vom 26.05.1992 mit dem Titel „Bibelarbeit“ (Offb 2,12-17) und von Theo Lehmann vom 12.12.1982 bzw. 11.12.1994 mit dem Titel „Jugendgottesdienst“ (Offb 2,12-17). Diese Botschaften findet ihr unter www.sermon-online.de, wenn ihr unter „erweiterte Suche“ die Felder „Bibelstelle“ [z.B. Offenbarung 2] und „Autor“ [z.B. Scheffbuch, Winrich bzw. Lehmann, Theo] ausfüllt.

3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?

Leitfrage ist: Wo sind wir falsche Kompromisse eingegangen?

3.2 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?

Frank Hinkelmann gibt folgenden Hinweis für die Verkündigung von Offb 2,12-17: „Mit Gott zu leben in allen Wirren der Zeit, dazu soll das Sendschreiben an Pergamon ermutigen. Das Christsein dabei keine Schön-Wetter-Religion ist, wird im Text schnell deutlich:

* Die Gemeinde lebt und wirkt an schwieriger Stelle. Nicht nur, dass eines der Gemeindeglieder sein Leben für seinen Glauben lassen musste, das ganze Umfeld ist von tiefer Feindschaft gegen das Evangelium geprägt. Zahlreiche berühmte Tempel rufen zur Anbetung ihrer Götter auf, man kann förmlich die Ansammlung dämonischer Mächte in dieser Stadt spüren. Und Gott ist sich der Schwierigkeit, den das Christsein an diesem Ort mit sich bringt, durchaus bewusst. Voller Verständnis geht er auf die schwierige Lage der Gemeinde ein und lobt sie für ihre Standfestigkeit. Aber gleichzeitig sehen wir, dass Gott die Gemeinde nicht einfach von ihren Schwierigkeiten befreit. Statt dessen erwartet und ermutigt Gott seine Gemeinde, in allen Schwierigkeiten nah bei ihm zu bleiben. In diesem ersten Punkt sollten wir den Hörern aufzeigen, dass Gott die Lage des einzelnen sehr gut kennt, auch die Schwierigkeiten in der der einzelne vielleicht gerade stehen mag, nicht übersieht, aber dass Gott trotzdem erwartet, dass wir mit ihm leben und zusammen mit ihm die Schwierigkeiten bewältigen und aushalten.

* Aber das Leben mit Gott, beinhaltet auch eine Verpflichtung. Die christliche Gemeinde macht es sich zu einfach, wenn sie Sünde in ihren Reihen toleriert gemäß des modernen Mottos: ‚Das ist ja dessen Privatsache, da haben wir uns nicht einzumischen‘! Auch die schwierige Situation, der Druck von außen, rechtfertigt solches Verhalten nicht. Denn Gott sieht es anders. Es ist die Verpflichtung der Gemeinde, in ihren eigenen Reihen aufzuräumen und Ordnung zu halten und gerade hier liegt der Schwachpunkt der Gemeinde in Pergamon. Welche Relevanz hat diese Kritik für uns heute? Auch heute stehen wir in unserer neuheidnischen Gesellschaft in der Gefahr, Kompromisse einzugehen. sei es im Bereich der Sexualethik oder im Bereich des Synkretismus. Wie sieht es z. B. aus bei der Frage der vorehelichen Sexualität? Weil es halt ‚normal‘ ist, drücken auch wir ein Auge zu? Oder beziehen wir Stellung und tolerieren es nicht in unseren eigenen Reihen? Argumentieren wir hier pragmatisch (‚Das ist halt heute so! Das kann man doch von jungen Leuten nicht mehr erwarten, etc.‘) oder ist allein das Wort Gottes unser Maßstab? Toleranz wird immer mehr zum Götzendienst der Postmoderne. Jeder soll nach seiner Fasson selig werden, nur bitte keine Einmischung in sein oder mein Leben. Und diese Ideologie macht keineswegs an unseren Gemeindetüren halt. Gerade das Sendschreiben an Pergamon deckt eine falsch verstanden Toleranz als Sünde auf. Wir haben Verantwortung füreinander. Wo stehen wir? Nennen wir Sünde beim Namen? Oder haben wir Angst, dass vielleicht jemand eingeschnappt ist und nicht mehr zum Gottesdienst kommt, wenn wir Sünde ehrlich beim Namen nennen? Welche Rolle spielt bei uns Gemeindezucht überhaupt? Unter diesem Hauptpunkt sollte der Gemeinde aufgezeigt werden, dass Leben mit Gott für die Gemeinde eine Verpflichtung bedeutet, die nicht unbedingt immer angenehm ist: die klare und eindeutige Trennung von Sünde.

* Aber das Ziel des Briefes ist nicht die Bestrafung der Gemeinde. Gott ruft sie zur Buße auf, damit sie umkehrt und von ihm belohnt werden kann. An dieser Stelle sollten die Verheißungen Gottes an seine Gemeinde ausgeführt werden, wie sie uns in Vers 17 genannt sind. Der einladende Charakter des Sendschreibens sollte dabei herausgestellt werden. Gott will die Gemeinde segnen und belohnen, doch muss sie erst die Bedingung erfüllen und sich von der Sünde in den eigenen Reihen distanzieren“ (entnommen aus Frank Hinkelmann. Die sieben Sendschreiben der Offenbarung: Eine praktisch-fundierte Auslegung. Nürnberg: VTR, 2004. S. 51f).

 

3.3 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?

Nach Wilfried Reuter:

Überwinden durch den Überwinder

a) Der erhöhte Herr wird seine Gemeinde zu schützen wissen

b) Der erhöhte Herr wird seine Gemeinde zu einen wissen

 

oder nach Frank Hinkelmann:

Mit Gott leben in den Wirren der Zeit

a) trotz mancher Schwierigkeiten (12f)

b) durchaus eine gewaltige Herausforderung (14-16)

c) und deshalb von Gott belohnt (17)

3.4 Predigtveranschaulichungen – wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?

Wertvolle Hinweise für die Predigtvorbereitung und -veranschaulichung enthalten die Predigten von Dr. Philipp Bartholomä vom 31.10.2010 mit dem Titel „Wahrheit – Der Brief an die Gemeinde in Pergamon“ (Offb 2,12-17 – unter http://www.er-lebt.de/predigtmitschnitte/wahrheit-der-brief-an-die-gemeinde-in-pergamon-offb-212-17/) und von Dr. Wolfgang Nestvogel mit dem Titel „Ja und Nein – Pergamon“ (Offb 2,12-17 – unter http://www.beg-hannover.de/pages/Predigten/PredigtreiheSendschreiben.htm).

(Thomas Richter)