Monatsthema: Von Gott geleitet durch die Wüste
Predigtthema: Die Heilmittel Gottes achten
Gottesdienst Einleitung: Joh 3,14-18; Ps 34,6
Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!
- Sehen, was dasteht
Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).
1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext
40 Jahre waren seit dem Auszug aus Ägypten vergangen. Viele Wüstenerfahrungen brannten sich in die Erinnerung des Volkes Israel ein und bei allen Mühen und Strapazen auf dem Weg erlebte das Volk Gottes wunderbare Versorgung und Führung durch die Wüste. Mirjam und Aaron, die beiden Geschwister Moses, waren gestorben und das Volk befand sich auf den letzten Stationen ihrer Wüstenwanderung in Richtung verheißenes Land. Doch wieder mussten sie einen Umweg gehen.
4.Mose 21 berichtet, wie das Volk vom Berg Hor, auf dem Aaron starb (vermutlich der Berg „Hor ha-Har“ in der Wüste Zin, Israel), in einen Kampf mit dem König von Arad geriet. Gott schenkte einen Sieg über die Feinde.
Um einen weiteren Konflikt mit den Edomitern zu vermeiden, zog Mose mit dem Volk wieder in Richtung Süden (also entgegengesetzt zum verheißenen Land). Auf dem Weg durch die Wüste Arava Richtung Eilat kam es wieder innerhalb des Volkes zu einem Konflikt.
Der Sieg und Bann über Arad 21,1-3
Die feurigen Schlangen 21,4-9
1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes
Maier, Gerhard, Wuppertaler Studienbibel, „Das vierte Buch Mose“, Brockhaus Verlag
Wiersbe, Warren.W, „Sei zuverlässig“ Studien des Alten Testamentes 4Mo 1-16, CLV
Mackintosh, C.H., „Die fünf Bücher Mose – Gedanken zum 4.Buch Mose“, CSV
1.3 Anmerkungen zum Verständnis des Predigttextes
4Mo 21,4 Ungeduld auf dem Weg
Wieder ertönt das Klagen und Murren des Volkes. Wieder und wieder dieselben Vorwürfe und Anschuldigungen, wieder der Blick zurück nach Ägypten. Vergessen schien die schwere und leidensvolle Knechtschaft und Unfreiheit des Volkes in der Sklavenzeit. Wieder können sie sich nicht der Führung Gottes anvertrauen, der lieber einen Umweg mit seinem Volk geht, bevor es in schlimmer Konfrontation mit dem Feind entmutigt würde (vgl. 2Mo 13,17).
- Tragisch, wenn Christen nach Jahren vergessen von welchen schlimmen Umständen Jesus sie befreit hat. Wenn der Gläubige die Folgen seines alten Lebens ohne Gott verharmlost. Wer hier das Vertrauen, die Liebe und Gottesfurcht verliert, der hat vergessen, dass er von seinem früheren Sündenleben befreit wurde (2Petr 1,9).
- Gott führt uns sichere Wege und diese Wege sind nicht immer die kürzesten. (Bsp: Auf Wanderungen gibt es oft Abkürzungen, die schneller scheinen – aber meist gefährlicher sind).
- Nachfolge Jesu ist eben kein Sprint, sondern ein Dauerlauf. Zur Nachfolge gehört nicht nur der Mut zum Kampf, sondern auch Kondition für den Lauf.
4Mo 21,5 Unverhohlene Anklage gegen Gott und Mose – Verlust der Gottesfurcht
Ungewöhnlich hart und direkt greift das Volk nun Gott persönlich an. Sonst murrte das Volk gegen Mose und Aaron (4Mo 12,1; 14,2; 16,1-2; 16,41f; 20,2f), nun aber redeten sie hart, vorwurfsvoll und fast schon verhasst gegen Gott! Schon in 2Mo 16, 8-9 macht die Bibel deutlich, dass ein Murren gegen die von Gott eingesetzte Leitung (Aaron und Mose), ein Murren gegen den Herrn selbst ist. Doch nun klagten sie Gott unmittelbar (ohne einen Mittler) an. Wohl ein Grund, warum das Gericht durch die Schlangen hier ohne Vorwarnung plötzlich über das Volk kam.
- Wer den Mittler zwischen sich und Gott ausklammert oder umgeht, der trifft auf die vollkommene Heiligkeit Gottes, vor der der Mensch nicht bestehen kann.
4Mo 21,5b Verleugnung der Güte und Gabe Gottes – Missachtung des Heils
Es scheint die gleiche alte Beschwerde, doch auch hier war etwas anders. Sie beklagten und bereuten nicht nur die Befreiung aus Ägypten, sondern verschmähten Gottes Führung, Gottes Gaben und Gottes Versorgung.
Zum einen lesen wir von einer unrealistischen Darstellung. Seit 40 Jahren versorgte Gott das Volk mit dem lebendigen Manna vom Himmel und dem fließenden Wasser aus dem Felsen. Es war schlichtweg eine Lüge, eine Übertreibung und eine falsche Darstellung der Wirklichkeit.
Zum anderen zeigt die Ausdrucksweise den ganzen Zorn und die Abneigung gegenüber Gottes Güte.
Noch drastischer wird die geistliche Bedeutung durch einen Vergleich zu den Ich-bin-Worten Jesu. Hier wird klar, dass das Volk sich auf ganzer Linie gegen Gottes gute Gabe – den Sohn Gottes – stellt.
a) Gegen den Weg (vgl. Joh 14,6 Ich bin der Weg und die Wahrheit)
Das Volk hatte es satt auf dem Weg Gottes zu gehen und verlor die Geduld. Dabei war dieser Weg der Einzige, der in verheißenes Land führt. Geduld auf dem Weg der Nachfolge ist Voraussetzung, um das Verheißene zu ererben (Heb 6,12; 10,36).
Wer den Weg Jesu verleugnet oder davon abweicht, der schneidet sich selbst den Weg zum Heil ab und kommt nicht ans Ziel.
b) Gegen das Brot (Joh 6,32-35 Ich bin das Brot des Lebens)
Das Volk wurde gegenüber dem Manna sehr abfällig und überdrüssig. Sehr hart urteilte das Volk über das Manna und nannte es einen Ekel (verabscheuend, krankmachend) und eine schlechte Speise (verächtlich und wertlos).
Dabei war das Manna aus dem Himmel ihre tägliche Nahrung. In diesem Manna steckte Kraft und Leben – Jesus Christus dagegen ist das Leben und die Kraft selbst. Jesus ist das Brot des Lebens (Joh 48-51), das Wort Gottes, was den Menschen am Leben erhält (Mt 4,4). Jesus selbst ist dieses Wort (Joh 1,14; Off 19,13), das vom Himmel auf die Erde kam.
Wie damals so dient auch das Wort Gottes zur täglichen Versorgung auf dem Weg der Nachfolge (sie sollten das Manna täglich sammeln). Ohne die Stärkung durch Jesus, verlieren wir die Kraft und Geduld auf der Nachfolge.
c) Gegen das Wasser (Joh 4,14; 7,38ff; Ps 36,9)
Es gibt kein Wasser – welch eine Verleugnung! Wie großartig haben sie sogar zweimal erlebt, dass Gott Wasser in Fülle aus einem Felsen gegeben hatte. Auch drängt sich der Hinweis auf ein Bild des Heiligen Geistes auf – der Lebensquelle, welche Gott durch den Fels (Christus) dem Volk zukommen ließ. Das Volk widerstrebte und widersetzte sich bewusst gegen das Wirken des HG.
4Mo 21,6 Der tödliche Biss – die Folgen der Sünde
Ohne Warnung und Vorankündigung geschieht Gottes richterliches Eingreifen.
Feurige (brennende) Schlangen voll tödlichen Giftes schlängeln sich durchs Lager. Ihr Gift brennt und der Tod muss schmerzhaft gewesen sein. Dies weißt auf drei Dinge hin:
- Schlange = ein Bild auf die Sünde. Sie verführte schon damals den Menschen zu Ungehorsam und Aufstand gegen Gottes Wort.
- Brennende Gift = Sünde ist immer entzündend. Sie führte zu Schmerz, Leid und schließlich zum Tod
- Seraph = erinnert auch an die Engel, die schützend vor dem Thron Gottes wachen um den Menschen vor Gottes Heiligkeit zu mahnen (Jes 6,2ff).
4Mo 21,7 Die harte Erkenntnis der Sünde – Buße und Bekenntnis
Der tödliche Schlangenbiss führte zur brennenden Sündenerkenntnis. Erst der Biss und der schmerzhafte Tod ließ das Volk aufhören. Sie erkennen ihre Sünde und flehen um Gnade. Anders als sonst, wo Mose bei Anklagen sich schweigend zurückzog zum Gebet, wird er nun vom Volk zur Fürbitte aufgerufen. Nun endlich bekennen sie dem Herrn, dass sie gegen ihn gesündigt hatten. Ihr ehrliches Bekenntnis sorgte dafür, dass Gottes Güte und Gnade für das Volk zugänglich wurde.
4Mo 21,8 Die eherne Schlange – das Gericht über die Sünde
Gott lässt durch Mose ein sichtbares Zeichen aufstellen. Die erhöhte Schlange (eine bronzene Schlange an einem Pfahl gebunden) musste zuerst aus Bronze unter dem Feuer geschmolzen werden, dann wurde sie sichtbar vor dem Volk als Mahnmal aufgestellt.
Sie verdeutlicht, dass die Schlange als ein Bild für die Ursache der Sünde und des Todes gerichtet werden muss und als Zeichen über deren Sieg aufgerichtet werden muss.
Es wurde zu einer Standarte, einem Feldzeichen – einem Siegeszeichen über die Sünde.
4Mo 21,9 Ein rettender Blick – die zufließende Gnade der Vergebung
Der vertrauensvolle Aufblick zu der hingerichteten Schlange wurde zum erlösenden und befreienden Akt für den Menschen, der gebissen war. Das Wort: „und sie ansieht“ bedeutet zuwenden, anschauen, betrachten, ins Angesicht schauen. Der Sünder muss der Wahrheit ins Auge sehen, sowohl der Tatsache der Sünde als auch deren Folge.
Hier haben wir eine großartige Vorschattung auf das Kreuz Jesu. Siehe Punkt 2.1.
Später wurde die erhöhte Schlange neben vielen anderen Götzenbildern zum Kultgegenstand missbraucht. Das Zeichen und Symbol der Rettung wurde Gegenstand von Verehrung religiöser Reliquie, welches der König Hiskia bei seiner Reformation vernichten lies (2Kön 18,4).
- Verstehen, worum es geht
2.1 Hinweise für hermeneutische Überlegungen (Auslegung)
Der Text bietet durch die neutestamtliche Parallelstelle aus Joh 3 einen christologischen Hinweis und macht die Auslegung auf das Evangelium und das Erlösungswerk Jesu unumgänglich. Die erhöhte Schlange ist eine Prophetie auf das Geschehen am Kreuz!
Jesus selbst nimmt in Joh 3, 14-18 Bezug auf 4.Mose 21 und erläutert die Bedeutung des Textes. Im Gespräch mit Nikodemus geht es um die Frage der ewigen Rettung, die von Gott her, von oben gewirkt wird durch die Wiedergeburt und das Wirken des Heiligen Geistes. Gleichzeitig betont Jesus, dass der Glaube rettet (Joh 3,12.16).
Jesus, der für uns zur Sünde wurde à 2Kor 5,21; Jes 53,4
Jesus, der für unsere Sünden gebissen wurde à 1Mo 3,15; 1Mo 49,17
Jesus, der für uns erhöht wurde à 1Petr 2,13; Gal 3,13; Jes 53,5-6
Jesus, der für uns zur Rettung wurde à Joh 3,18; Kol 1,20; Ps 34,6; Jes 45,22
Gottes Gnade ist es, dass er den gefallenen und widerstrebenden Menschen mit Barmherzigkeit begegnet und rettet (vgl. Ps 106,43-45).
2.2 Hinweise für situative Überlegungen (Predigtanlass)
Einstieg: Beispiel einer Missachtung einer ärztlichen Medikamentenverordnung. Wer krank ist und beim Arzt die notwendigen und verschriebenen Medikamente verweigert einzunehmen, der missachtet das Heilmittel, das ihm Linderung, Heilung und Gesundheit verschaffen würde. So ist auch der Mensch, der zwar seine Sünder erkannt hat, aber trotz besseren Wissens nicht an die Rettung des Kreuzes Jesu glaubt.
2.3 Hinweise für homiletische Überlegungen (Anwendung)
Wir sollen Gottes Wegführungen vertrauen, auch wenn Gott einen Umweg mit uns geht der in unseren Augen unnötig oder unverständlich scheint.
Es braucht Ausdauer und Geduld auf dem Weg der Nachfolge. Man kann leicht einen Kampf gewinnen (Sieg über den König Arad) und doch den Sieg verlieren (Schlangen). Wir dürfen uns nach Teilerfolgen nicht zurückziehen, sondern müssen wachsam sein, weil die Sünde wie eine Schlange leise und unbemerkt zum Biss auflauert.
Wie schnell werden Gottes Segnungen für den Gläubigen zur Routine oder selbstverständlich. Gute Predigten, tägliches Bibellesen, die Beziehung zu Jesus – das alles kann zur Gewohnheit und bloßen religiösen Pflicht werden.
Wie schnell vergessen wir das Wunder der Erlösung, wenn die Nachfolge uns etwas abverlangt. Wir resignieren und mindern das Werk Jesu, indem wir unsere persönliche Rettung aus der Sklaverei der Sünde im alten Leben verharmlosen.
Warnung, dass wir den guten Gaben überdrüssig werden und sie verächtlich ansehen.
Gedanken, wie „immer diese Betonung auf das Wort Gottes, es macht doch krank, ständig und täglich in der Bibel lesen zu müssen, es macht doch eh keinen Sinn und ist wertlos…“, sind gefährlich, weil sie uns vom eigentlichen geistlichen Leben abschneiden.
Das Wort Gottes ist unsere tägliche Speise und notwendige Versorgung auf dem Weg der Nachfolge. Lass es dir nicht überdrüssig werden.
Ich habe gesündigt: Auch das muss immer wieder über unsere Lippen kommen. Ein aufrichtiges Bekenntnis schafft den Weg zur Vergebung, Sühnung und Heilung.
Wer sich im Glauben an den gekreuzigten und erhöhten Jesus Christus wendet, umkehrt, Buße tut, wird Gottes Gnade empfangen.
- Sagen, wo es hingeht
3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?
Der Zuhörer soll die geistliche Bedeutung des Textes erfassen, um zu verstehen, dass wir allein durch Gottes Gnade und Güte Rettung erfahren.
Wer die erhöhte Schlange lächerlich, sinnlos oder töricht fand, musste an der Folge des Schlangenbisses sterben. Ähnlich geht es den Menschen, die das Kreuz Jesu als eine Torheit oder ein Ärgernis abtun (1Kor 1,18f).
Wer dagegen seinen Blick glaubensvoll auf Jesus richtet, dem wird Gottes Liebe und Gnade zugänglich (Ps 34,6).
Heb 12,2 Hinschauen auf Jesus
Heb 12,15-17 Warnung vor der Missachtung Jesu
Bedenke, dass vielleicht auch enttäuschte und verdrossene Christen unter den Zuhörern sind. Christen die müde sind und in der Nachfolge gelähmt sind und mit Gott wegen unerklärlichen Lebensumständen hadern.
Diese wollen wir ermutigen und helfen, dass sie vertrauensvoll wieder ihr Haupt erheben und erkennen, was Jesus Christus für sie bereits vollbracht hat.
3.2 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?
Als Menschen sind wir alle von der tödlichen Sünde gebissen worden und leiden unter den brennenden und schmerzhaften Folgen der Sünde.
Wir haben in Jesus die Rettung.
Er ist für unsere Sünden gerichtet worden und als Siegeszeichen über Sünde am Kreuz aufgerichtet worden. Ein Biss der Sünde hat zwar schmerzhafte Folgen, führt aber auch zur Sündenerkenntnis und Umkehr.
3.3 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?
- Eine dreiste Anklage
- Ein tödlicher Biss
- Ein rettender Blick
Oder
- Jesus, der für uns zur Sünde wurde
- Jesus, der für uns erhöht wurde
- Jesus, der für uns zur Rettung wurde
3.4 Predigtveranschaulichungen – wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?
Ich ging einst mit einer Dame in einen Garten um Blumen zu pflücken. Da stand ein herrlicher Rosenstock, dessen Zweige sich unter dem Gewicht der schönsten Rosen beugten. Wir sahen den Baum mit Bewunderung an. Eine Rose aber schien alle andern an Schönheit zu übertreffen. Die Dame trat so dicht wie möglich heran und streckte ihre Hand aus, um sie zu pflücken. In demselben Augenblick wand sich eine schwarze Schlange, die sich im Gebüsch verborgen gehalten hatte, um ihren Arm. Die Dame erschrak so heftig, dass sie unter konvulsivischen Zuckungen aufschrie und schnell aus dem Garten davonlief. Während des ganzen Tages litt sie unter dem Schreck, den sie gehabt hatte; ihr ganzer Körper zitterte und es dauerte lange, ehe ich sie beruhigen konnte. Sie lebt noch, aber ihr Hass gegen das ganze Schlangengeschlecht ist so groß, dass sie seitdem nicht wieder zu bewegen ist, eine Schlange – selbst wenn sie tot ist – anzusehen. Niemand konnte sie mehr überreden, sich wieder so dicht an einen Strauch heranzuwagen und wäre es auch, um eine schöne Rose zu pflücken.
So handelt der Sünder, der seine Sünde wirklich bereut. Er gedenkt der Sünde, die sich einst gleich einer Schlange um ihn wand. Er hasst sie. Er fürchtet sie. Er flieht vor ihr. Er flieht den Ort wo sie haust. Er spielt nicht mehr mit der Sünde, ebenso wenig, wie jene Dame nach jenem Ereignis nicht mehr mit einer Schlange hätte spielen mögen. H. Spurgeon; Das Buch der Bilder und Gleichnisse (2000 der besten Illustrationen), Charles Haddon Spurgeon, 1904, Beispiel 870
Zitate:
Wir sollen hinaufblicken auf den am Kreuz erhöhten Jesus und sollen so lang hinaufblicken, bis es uns gegeben wird, zu glauben, dass unsere und aller Welt Sünde dort abgetan sei. Ludwig Hofacker
Wegsehen von mir und aufsehen auf Jesus – das ist der Schlüssel zur Hingabe. Aufsehen zu Jesus, dem Herrn, das heißt, sich heute schon seiner Herrschaft unterstellen, auch wenn alle Welt anders lebt. Peter Strauch
Zum Gebot Gottes gibt es ein doppeltes Verhalten: den unbedingten, blinden Gehorsam der Tat oder die scheinheilige Frage der Schlange: sollte Gott gesagt haben? Diese Frage ist der Todfeind des Gehorsams, ist darum der Todfeind jeden echten Friedens. Dietrich Bonhoeffer; London 1933-1935, DBW Band 13, Seite 298
Gewohnheitssünden sind wie Schlangen: Wenn du sie nicht umbringst, werden sie dich töten. Jean Gibson
(Klaus Eberwein)