2.Mose

Predigthilfe vom 17.7.2005 – 2.Mose 32, 1-14

Monatsthema: Vorbild des Glaubens (Mose)
Predigtthema: Der Fürbitter für die Gemeinde

Bibelstelle: 2.Mose 32, 1-14

Verfasser: Dr. Heiko Krimmer

1. Da schon der Abfall von Jahwe durch Israel, V.1. Nicht Mose hat sie aus Ägypten geführt, sondern Gott selbst. Sie binden ihren Glauben an einen Menschen. Das bricht bald!

2. Aaron verlangt große Opfer: Das Gold hergeben: das, was Sicherheit verleiht. Aber Israel tut das. So groß ist ihre Sehnsucht nach einem „sichtbaren“ Gott. Aaron gibt dem Volkswillen nach und sündigt gegen das 2. Gebot. „Du sollt dir kein Bildnis machen!“ Bildnis, das heißt: Gott nach meinen Wünschen und Vorstellungen formen. Das Kalb = der Stier ist Macht- und Fruchtbarkeitssymbol, schon in Babel und Ägypten. Israel gibt die Einzigartigkeit Jahwes preis. Das ist oft unser Problem: Gott/Jesus soll unseren Wünschen und Vorstellungen entsprechen; ein Gott mit dem wir andere beeindrucken (Er heilt, hilft, gibt power etc.). Die Flucht vor der Torheit des Kreuzes.

3. Israel will Jahwe gewiss nicht absagen: V. 5+6. Sie feiern einen herrlichen Jahwe-Gottesdienst mit allen Opfern und doch verführt durch ihren sichtbaren Gott, den sie sich zurecht gemacht haben. Eben nach ihren Wünschen: „Lust treiben“ = sexuelle Unzucht, das ist die Folge. Wer die Einzigartigkeit Gottes nicht stehen lässt, landet bei sich selber und den eigenen Lüsten. Wo das 1./2. Gebot nicht mehr gilt, da fällt oft zuerst das 6. Gebot.

4. V.7: Das Urteil Gottes: Israel handelt „schändlich“, wörtlich „verderbt“, zerstörend, ja tötend. Sie haben die Gemeinschaft mit Gott zerstört; sie haben Gottes Weg verlassen = ihren eigenen Weg gesucht und ein Götzenbild, ein Zerrbild Gottes angebetet. Immer dort, wo wir unsere Vorstellungen auf Gott übertragen wird ein Götze. Beispiel: „Gott heilt jede Krankheit“ – der Gesundheitsgötze. Halsstarrig = hart im Nacken, im Sinne von: sie beten nicht mich an, beugen sich nicht meiner Kraft und Liebe.

5. Die Versuchung für Mose: Er soll der Stammvater des Heilsvolkes werden, die Verheißung an Abraham soll zur Mose-Verheißung werden. Doch Mose ist der tief Demütige. Es geht ihm nicht um seine eigene Ehre, sondern entschlossen um Gottes Ehre. Das ist sein Hauptwort: „Was sollen die Ägypter sagen…?“ Sie werden Gott verunglimpfen als Gott der Vernichtung, als Unglücksgott! Dass Gottes Ehre aufstrahlt, das ist das reinste Motiv unseres Dienstes.
6. Mose beruft sich auf Gottes-Wort: Ihn beim Wort nehmen (V.13). Er ist der treue Gott. Das ist großer Trost für uns. Ich darf Gott beim Wort nehmen, die Bibel wörtlich und sein so sein Handeln ausrufen.

7. Es „gereute“ Gott! wörtl.: heftig atmen, tief aufseufzen, im Sinne von: Mit-leiden. V.10: Der „Zorn“ Gottes, wörtlich: schnauben gegen jemand; Reue = mitseufzen. Das tut Gott dann in Jesus, vgl. Matth. 9, 36: Es jammerte ihn! Die „Reue“ Gottes ist keine Wankelmütigkeit, sondern ist Wesen seiner Liebe, seines Erbarmens.

8. Fürbitte bewegt Gottes Arm und heißt:
a) Gott beim Wort nehmen und
b) Gott in seiner Liebe und seinem Erbarmen fassen.
Rechte Fürbitte kann der Tun, der selber ganz von Gottes unverdienter Liebe lebt.