Apostelgeschichte

Predigthilfe vom 15.5.2005 – Apostelgeschichte 2, 1-13

Monatsthema: Das Wachstum im Glauben
Predigtthema: Durch den Geist wachsen

Bibelstelle: Apostelgeschichte 2, 1-13

Verfasser: Dr. Heiko Krimmer

Bausteine zu Apostelgeschichte 2,1-13

1. „Pfingsten“, wörtlich: der fünfzigste Tag = der fünfzigste Tag nach Ostern. In Israel wird da das Fest der Erstlingsfrüchte gefeiert. Geistlich: Jetzt ist Erntedankfest: die Erstlingsfrüchte des Kreuzestodes Jesu. Die erste Gemeinde des Christus wird eingesammelt.

2. Das geschehen der Geistausgießung:
a) „Brausen vom Himmel“, wörtlich: Widerhall, Echo = hier redet, handelt Gott und Christus.
b) „gewaltiger Wind“, wörtlich: ein überwältigender Atem = Neuschöpfung: 1. Mose 2, 7. Gott blies den Odem in die Nase, so lebt der Mensch. Jetzt der neue Atem, so neue Kreatur.
c) „Zungen“ = das Sprachorgan. Die neue Botschaft vom Heiland Jesus.
d) „ wie von Feuer“ = Gottesgegenwart (vgl. 2. Mose 3, 2) und Feuer, das anzündet zum Zeugnis und zur Liebe.

3. Das Predigtthema des Petrus ist nicht der Geist, sondern Jesus allein! Der Geist ist nie eigenständiges Thema, sondern immer das Geistzeugnis von Jesus, dem Christus Gottes.

4. Der Geist „setzte“ sich auf sie, griech., auch in der Bedeutung: Er wohnt da! Der Geist ist bleibend da. Im AT wird der Geist Einzelnen für besondere Aufgaben gegeben, im NT ist der Geist bleibend, er wohnt in uns. Die andere Bedeutung von „setzen“ ist „versammelnd“. Das ist das Tun des Geistes: Er verbindet zur Einheit in der Gemeinde des Christus. Deshalb auch die betonte Aussage in V. 1: „Sie waren an einem Ort beieinander“.

5. Sie wurden 2erfüllt“, wörtlich: vollkommen gemacht. Vgl. Matth. 5, 48. Hier geschieht die Neuschöpfung. Die Gottesart gestaltet uns jetzt. Wie kenntlich?
a) neues Wollen
b) neues Handeln
c) neues Ziel.
Ich will jetzt, was Jesus will.

6. „Wie der Geist ihnen gab, auszusprechen“. Was gibt der Geist? Einen Bibeltext. Petrus predigt über Joel 3, 1-5. Der Geist führt ins Bibelwort.

7. „Predigen in anderen Sprachen“ – das ist nicht Zungenrede (unverständlich) wie in 1. Korinther 14, sondern (vgl. V.8), die Apostel predigen in anderen (verständlichen) Sprachen, die sie selber nicht gelernt haben. Die „Sprachverwirrung“ (1. Mose 11,7) ist hier aufgehoben, wohl als „Zeichen“ der umfassenden Einheit des weltweiten Gottesvolkes.

8. Das Pfingstfest war und bleibt das „unverstandene“ Fest. Das muss so sein, denn der natürliche Mensch versteht nicht.