1.Johannes

Predigthilfe vom 14. Januar 2024 – 1. Johannes 4,11-5,3

Thema: Jahreslosung 1. Kor. 16,14 „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe“

Predigtthema: Echte Liebe zu Gott zeigt sich in der Liebe zu unseren Geschwistern

Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!

1      Sehen, was dasteht

Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).

1.1     Allgemeine Hinweise zum Predigttext

Zum Start dieses Jahres soll es um die Jahreslosung von 2024 gehen.

„Alles, was Ihr tut, geschehe in Liebe.“ 1. Kor. 16,14.

Im Predigttext für den 14. Januar geht es um die Beschreibung dieser Liebe, aus der wir handeln sollen. Welchen Grund der Liebe haben wir und was bewirkt es in uns und in unserem Umfeld? Wie prägt das unser Jahr 2024 und was wollen wir aktiv angehen?

Um es mit Oswald Chambers zu sagen: „Keine Liebe ist beständig, wenn sie nicht gepflegt wird. Wir müssen Liebe „üben“, bis sie uns normal und selbstverständlich wird“

Diese Übung wird durch den Korintherbrief von uns erwartet. In der Folge wird dann durch andere Texte der Bibel, und eben auch aus 1. Johannes, deutlich wie und warum wir diese Liebe einüben sollen.

1.2     Hilfen zum Verständnis des Predigttextes

Hilfen zur Auslegung bieten z.B.

Edition C, 1.-3. Johannesbrief; Band 21; H. Krimmer
Der neue Mathew Henry Kommentar, Band 2 (Apostelgeschichte – Offenbarung)
Die drei Briefe des Johannes; Hauskreiswelt Bibellesebund, R. Mühe
Und natürlich auch diversen Studienbibeln, von denen man als Verkündiger verschiedene haben sollte bzw. sicherlich auch ausleihen kann.

1.3      Anmerkungen zum Verständnis des Predigttextes

Der Predigttext folgt auf den Predigttext zur Jahreslosung und dem der vergangenen Woche. Dort wurde der Kontext aus 1. Joh. 4,7-10(16) betrachtet und gepredigt.

Die Predigt soll zur Vertiefung und zum Verständnis des Verses aus 1. Kor. 16,14 dienen.

Dazu würden sich viele Texte aus dem Neuen und Alten Testament eignen. Die Johannesbriefe sind allerdings ein guter Fundus für die Liebe Gottes. Schon aus dem Evangelium nach Johannes ist zu erkennen, wie die Liebe Jesu und Gottes Liebe die Beziehung jedes einzelnen Nachfolgers Christi prägt aber auch, wie die Liebe die Gemeinschaft der Christen prägen soll.

Joh. 13,34-35/Joh. 15,12&17 beschreibt genau dieses „neue Gebot“, welches Jesus seinen Nachfolgern gibt, bzw. wie wir an der Liebe erkannt werden. Joh. 14,25 beschreibt, wie diese Liebe zu Jesus auch die Verbindung zum Vater ist, der uns liebt und für uns seinen Sohn gab (Joh. 3,16).

So ist der Text der Predigt im Grunde eine Beschreibung der Liebe, die wir im Vater haben und damit durch Gott weitergeben können. Wie und wodurch das geschieht ist, wie gesagt, nicht erst hier im Abschnitt zu lesen, sondern auch im Ganzen 1. Johannesbrief, sowie im Johannesevangelium und in der Bibel als gesamtes.

Einschlägige Bibelstellen werden in der Versbetrachtung folgen, um Verbindungen zu anderen Teilen der Schrift zu ziehen. Hilfreich ist es auch, wenn man sich den 1. Johannesbrief durchliest, um einmal zu sehen, wie der Brief zusammenhängt. (Lesedauer ca. 15 Min)

2      Hilfen zum Textverständnis

2.1     Hinweise für hermeneutische Überlegungen (Auslegung)

Im Brief des Johannes geht es grundsätzlich um die Liebe zu Jesus und zueinander. Vom ersten Vers an wird eine Verbindung zum Johannesevangelium aufgebaut. Es geht jeweils um das Wort (Jesus), was von Anbeginn da war und auf dieser Welt gewirkt hat. Begreifbar und erlebbar in dieser Welt! Dieses Wort wird bezeugt und soll in dieser Welt sichtbar werden. Dies geschieht aus Gnade, weil Gott uns zu sich zieht. Christen sind jetzt Kinder des Lichts. Diese Kinder des Lichts sind nicht von dieser Welt und doch in der Welt. So sind die Nachfolger Jesu dazu „berufen“ gehasst zu werden und trotzdem zu lieben. (Mt. 5,44-45/ Lk. 6,27-28)

Es wird aus dem Kontext der Bibel ein Bild der Liebe gezeichnet, welches auch in diesem Text durchkommt. Weil Gott seine Kinder liebt können und sollen sie auch lieben. Das ist grundsätzlich eine Entscheidung. Menschen wollen geliebt werden und sollen lieben. Ob sie das können, liegt dann aber nicht mehr in oder an ihnen, sondern an Gott. Für Christen und Gemeinden gilt es die Entscheidung zu treffen aus Gott zu handeln und zu lieben! In dieser Liebe handelt es sich um die göttliche Liebe (AGAPE) die nicht einfach nur Freundschaft ist, sondern von Gott geprägt ist. Im Grunde sollen wir lieben, wie Christus uns geliebt hat. (Eph.5,2)

Die Überschrift der Predigt lautet: „Echte Liebe zu Gott zeigt sich an der Liebe zu den Geschwistern“. Wenn wir die Verse des Predigttextes anschauen, wird deutlich wie Gottes Liebe in seinen Nachfolgern sichtbar werden soll bzw. was Gott in einzelnen Christen und der Gemeinde bewirkt hat und durch sie wirkt.

Im Einzelnen betrachtet sind die Verse jeder für sich aber auch als gesamtes voll von Zusagen, Anweisungen und Ermutigungen. Es wird praktisch und Vers für Vers gezeigt, was die Liebe Gottes ausmacht, wie sie uns stärkt und wie diese Liebe Gottes das Leben der Gemeinde und einzelnen Nachfolger Jesu prägen und ausrichten kann. Folgend findet sich eine Versbetrachtung mit ergänzenden Bibelstellen zu den Versen. Angeführt von der Jahreslosung die immer im Hintergrund steht

Diese Predigt sollte aber vor allem nicht ohne Beachtung des Textes der vergangenen Woche gesehen werden. Eventuell hat der Vorgänger die Verse 11-16 schon mit hineingenommen. Diese sind im direkten Zusammenhang mit den folgenden Versen zu lesen. Denn, der Start ist prägnant: „So, was also ein wie fordert!“

  • 11 Ihr Lieben, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben.

Vers 11 bezieht sich direkt auf die Verse 7-10. „Wenn Gott uns so geliebt hat…“ sollte man die Frage stellen: Wie hat Gott geliebt?

Die Antwort findet sich in den vorherigen Versen (und im gesamten Brief).

Gott liebt ohne Vorbehalt und bevor die oder der Geliebte etwas selber getan hat. Im Grunde ist es die Art von Liebe, die sich viele Menschen wünschen, die immer wieder in Filmen oder Geschichten und Märchen vorkommt. Liebe ohne jeden Grund, einfach so.

Nur ist es an dieser Stelle so, dass diese Liebe Gottes so groß ist, dass wir es gar nicht fassen können. Es geht auch nicht ums Erfassen, sondern darum sie weiterzugeben.

Es heißt, dass wir die Liebe Weitergeben „MÜSSEN“!

Niemand soll die Liebe Gottes für sich behalten. Sie ist zum Verteilen da.

Clemens Brentano hat im 18. Jhdt. gesagt; „Liebe ist das Einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt“. Genauso gilt es für die Liebe Gottes. Wer sie weitergibt, wird niemals weniger haben, sondern immer nur mehr Liebe, in seinem Umfeld, in der Gemeinde, in der Familie und so weiter. Gottes Liebe prägt dann alles, was einen umgibt.

Niemand kann Gott sehen, einfach weil er zu herrlich ist (siehe auch Joh. 1,16-18; Joh. 6,46; Mt. 11,27). Allein durch Jesus und im Heute, durch das Wirken Gottes in seinen Nachfolgern kann man Gott erkennen. Daher wird in den Versen 12-13 beschrieben wie die Erkenntnis Gottes passiert:

  • 12 Ihn selbst hat nie jemand gesehen. Doch wenn wir einander lieben, lebt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns zum Ziel gekommen. 13 Dass wir in ihm leben und er in uns, erkennen wir daran, dass er uns Anteil an seinem Geist gegeben hat.

Wer will, dass Gott erkannt wird, der muss lieben! Dieser Anspruch ist das Gebot, was uns Jesus gegeben hat. (Joh. 13,34-35) Wir sollen durch Liebe zu Christus führen, denn an unserer Liebe werden wir erkannt. Diese Liebe findet sich auch in Joh. 14,31; Eph. 3,19; 2. Petr.1,3 und im 1. Johannesbrief an vielen Stellen.

Es bleibt: Wer Gott sehen will, schaut auf Christus! (Kol. 1,15ff) und das bewirkt die Veränderung im Herrn und im Geist, der die Nachfolger Christi verändert. Diese Erkenntnis ist es, die von Anfang an von den Jüngern und Aposteln und der Urgemeinde bis heute bezeugt wird, wie es in den Versen 14-15 heißt:

  • 14 Außerdem haben wir mit eigenen Augen gesehen und können bezeugen, dass der Vater den Sohn als Retter der Welt gesandt hat. 15 Und wenn sich jemand zu Jesus als dem Sohn Gottes bekennt, dann lebt Gott in ihm und er in Gott.

Die Rettung kommt aus dem Herrn, also allein durch Christus. Wer sich zu Christus bekennt, ist in Christus durch den Geist Gottes und im Vater gehalten (siehe auch Joh. 15,26-27).

Wer sich dann zu Jesus bekennt, der wird auch von Jesus bekannt werden. Vor Gott dem Vater und vor allen himmlischen Heeren. Diese Zusage haben wir aus dem Johannesbrief aber auch aus Mt. 10,32; Lk. 12,8; Röm. 10,9 u.a.! Das Bekenntnis zum Herrn ist die Grundlage der Liebe Gottes in seinen Nachfolgern. Das führt zur Liebe im Herrn wie es in Vers 16 heißt:

  • 16 Wir haben jedenfalls erkannt, dass Gott uns liebt; und wir glauben an seine Liebe. Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe lebt, der lebt in Gott, und Gott lebt in ihm.

Dies ist die Einladung und Zusage, die in Christus gegeben ist. Wer die Liebe des Retters/Gottes erkennt und an Jesus glaubt, der ist in seiner Liebe und kann diese Liebe weitergeben. Ja er muss, denn sein Herz ist davon bestimmt (Mt. 12,34-35/ Jak. 3,5-8) Menschen werden davon reden, was sie prägt. Die Aufgabe von Christen und Gemeinden Gottes ist es also, dass sie voll sind von der Liebe des Herrn.

Dieser Vers, sowie die folgenden, stehen auch im Zusammenhang mit 1. Joh. 3,19-21 und werden untermauert mit der Zusage aus Röm. 8,38-39. Wir sind im Herrn und dürfen auf IHN vertrauen, denn er hält uns fest, in dieser Welt.

17 Auch darin ist die Liebe mit uns zum Ziel gekommen: Dem Tag des Gerichts können wir mit Zuversicht entgegensehen, denn so wie Jesus mit dem Vater verbunden ist, leben auch wir in dieser Welt.

Nachfolger Jesu haben die feste Zuversicht in ihrem Heiland.

Die Liebe, die mit uns zum Ziel kommt oder auch „unsere Liebe“ ist eine Umschreibung der Liebe die Christen, und damit auch Gemeinden, prägen. Die Liebe, die uns gegeben wird ist jetzt unsere Liebe und prägt alles handeln und tun.

Durch diese Liebe, die in uns Christen ist, haben wir die Gewissheit in Christus zu sein. Damit sind wir im Vater und geprägt durch den Geist Gottes. Das führt zu einer Sicherheit und Furchtlosigkeit die allein in Gott begründet ist, der jetzt in seinen Nachfolgern wohnt. In dieser Sicherheit können Gemeinden und Christen auf den Tag des Herrn schauen und sind sich sicher: WIR SIND IM HERRN UND GERETTET, DURCH JESUS! Sie können so dem Tag des Gerichts zuversichtlich entgegensehen! Auch wenn es für alle Menschen als ein Tag des Schreckens und Richtens wird. Der Grund dafür liegt auch im Vers 17: Christus, der im Vater verbunden ist und durch den seine Nachfolger auch mit Gott verbunden sind! (Joh. 14,20ff)

Damit sind wir aber auch in Christus auferweckt, wie es in Eph. 2,6 heißt. Daher brauchen Christen keine Angst oder Sorge zu haben was werden wird. Das Ende ist klar: Ewigkeit mit Gott! Darum heißt es in den folgenden Versen…
18 In der Liebe gibt es keine Furcht, denn Gottes vollkommene Liebe vertreibt jede Angst. Wer noch Angst hat, rechnet mit Strafe. Bei ihm hat die Liebe ihr Ziel noch nicht erreicht.

Angst hat keinen Platz bei der Liebe Gottes. Sie überwindet ALLES selbst die Trennung von Gott! Denn dazu ist Jesus gekommen und ist der Anfänger und Vollender des Glaubens, Hebr. 12,2; Offb. 1,8-11; Apg. 5,31 u.v.m. Christus ist der Grund, dass wir beim Vater sein können. Nachfolger Jesus haben eine Hoffnung der Herrlichkeit in Christus Röm 5,2; Kol 1,27; Tit. 2,13!

Wenn hier allerdings von Angst die Rede ist, ist nicht einfach die Sorge oder „gesunde Angst (Vorsicht)“ gemeint. „Angst“ aus dem griechischen hat den Beiklang der Strafe oder Qual. Im Grunde so wie man weiß, dass man was falsch gemacht hat und die Strafe erwartet.

Wer Christus nachfolgt, hat dadurch eine Sicherheit in Gott (siehe Vers 17).

Dennoch gibt es Ehrfurcht vor Gott (Spr. 1,7), die aber dann der Anfang der Weisheit ist. Man kann festhalten, Gottesfurcht kennt keine Angst vor der Strafe Gottes, sondern weiß, dass Christus für alles bezahlt hat. Damit sind Christen keine Sklaven mehr, sondern Kinder Gottes und frei. Sie haben genau diese Gewissheit in sich. Sie sind Kinder Gottes und Erben des Höchsten. (Röm. 8.17)

Der Anspruch allerdings, ohne jegliche Angst zu sein ist nicht gegeben. Wir sind Menschen in dieser Welt und diese Welt macht Angst, oder eher Sorge. Dieser Sorge können wir aber IMMER entgegenhalten: Wir sind in der Liebe Gottes, die alles überwunden hat.

Nicht, weil Christen oder Gemeinde so gut sind, sondern, weil Gott uns zuerst liebte…

19 Doch wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. 20 Wenn jemand sagt: „Ich liebe Gott!“, aber seinen Bruder verabscheut, ist er ein Lügner. Denn wer seine Geschwister nicht liebt, die er ja sieht, wie kann er da Gott lieben, den er nie gesehen hat? 21 Denkt an das Gebot, das wir von ihm haben, dass der, der Gott liebt, auch seine Geschwister lieben soll.

Die Umschreibung in diesen Versen zeigt erneut, dass wir aus Liebe & Gnade frei geworden sind. Christus hat und geliebt als wir noch Sünder waren (Röm. 5,10) Er hat den Weg für die Menschheit bereitet, damit sie zum Vater kann und versöhnt ist mit Gott. Diese Tat Jesu hat die Wirkung, dass jeder der ihm folgt auch Liebe in sich hat. Diese wird dann sichtbar in der Gemeinde und an der Liebe untereinander. Wenn eine Gemeinde oder einzelne Christen lieblos sind dann zeigt es, dass sie nicht mit oder vielmehr nicht aus Gott handeln, weil sie nicht in Gott sind. Schließlich haben die Jünger, damit auch alle Christen seither, die Aufgabe bekommen zu lieben: Joh. 13,34-35 & Joh. 15,12!

Was allerdings nicht bedeutet, dass wir alles zulassen müssen. Wir sollen lieben, wie Gott liebt. Das gilt zuerst unter anderen Christen, also in der Gemeinde. Das ist dann ein Beispiel für Außenstehende, die nicht dabei sind. Durch diese Liebe werden Menschen aus der Welt Gott erkennen. Wobei das auch immer wieder zu Hass führen wird, wie es in Joh. 13-16 beschrieben ist.

So ist die Gemeinde ein Bild der Liebe und des Miteinanders. Ohne sich über andere zu erheben, sondern im Dienst. Ohne Eitelkeit und Gefallsucht, sondern Gaben-nutzend, um Gottes Reich zu bauen und ihm die Ehre zu geben, wie es auch in 1. Kor. 13 beschrieben ist. Daher bleiben Glaube, Liebe, Hoffnung. DAS GRÖSSTE ABER IST DIE LIEBE! Denn daran erkennt die Menschheit Gott!

1 Wer glaubt, dass Jesus der Christus, der Messias, ist, der wurde aus Gott geboren. Und jeder, der Gott als seinen Vater liebt, liebt auch dessen andere Kinder. 2 Dass wir die Kinder Gottes lieben, erkennen wir daran, dass wir Gott lieben und seine Gebote halten. 3 Unsere Liebe zu Gott zeigt sich im befolgen seiner Gebote, und das ist nicht schwer.

Diese Verse sollten im Grunde noch zu Kapitel 4 gezählt werden!

Es geht weiter um die Liebe und deren Auswirkungen im Umfeld der Christen und Gemeinden Gottes. Hier geht es um die Anerkennung des Messias. Wer an den Herrn glaubt, der ist aus Gott geboren (Mk. 16,16) und es ist der Glaube allein der rettet. Dies wird durch das Leben und die Taten bzw. den Früchten bestätigt, die erkannt werden (Taufe, Gemeinschaft, Abendmahl, Liebe, Langmut usw.). Wer in Christus ist, ist aus Gott geboren. Wie es auch in Joh. 3 beschrieben wird als Jesus mit Nikodemus diskutiert. Es beinhaltet die Entscheidung Jesus nachzufolgen und dann aus dieser Liebe heraus anderen zu begegnen; IN LIEBE!

Dies zeigt sich auch im Einhalten der Gebote. Vor allem im Einhalten des Doppelgebotes der Liebe aus Lk. 10,27 aber auch aller anderen Anweisungen des Herrn. Nicht, weil man muss, sondern weil man es aus Liebe für den Herrn gerne tut! Das dann zu tun ist tatsächlich „leicht“ oder wird einfach. Nicht weil man alles machen kann, sondern weil es aus Gott heraus leicht wird. Das ist auch wieder die Ehrfurcht vor dem Herrn die wir in Spr. 1,7 sehen. Das macht dann auch Nachfolger Jesu aus, wie es in 1. Kor. 16,14 heißt!

2.2     Hinweise für situative Überlegungen (Predigtanlass)

Diese Predigt reiht sich ein in die Jahreslosung Betrachtung. Dazu kann aber auch auf die Predigt vom 31.12.23 Bezug genommen werden. Hier ist das Doppelgebot der Liebe im Fokus gewesen. Alles in allem soll dieser Sonntag und die Predigt helfen, die Jahreslosung im Alltag einzubinden und sich von der Liebe Gottes prägen zu lassen.

Gerade an diesem 14.1.24 startet auch die Allianz Gebetswoche in der man die „Liebe an den Allianz Geschwistern“ üben kann. In der Zusammenarbeit und im gemeinsamen Gebet mit Geschwistern aus anderen Denominationen liegt ein Segen. Hier wird auch ein Beispiel gegeben für alle Menschen in der Welt. Christen treffen sich, beten und haben Gemeinschaft, weil sie die Hoffnung der Herrlichkeit in Christus haben.

Je nachdem wie die Allianz gelebt wird, kann darauf Bezug genommen werden. Ansonsten ist der Text eine Ermutigung für alle Gemeinden, die Gott im Zentrum haben, in der Liebe des Herrn zu leben und diese Liebe zu zeigen, damit viele den Herrn erkennen!

3      Sagen, wo es hingeht

Am Anfang des Jahres steht die Jahreslosung als Ausrichtung und Erinnerung durch wen und was wir dieses Jahr prägen lassen sollen. Diese zu erklären und einige Sonntage dazu zu predigen ist wertvoll und wichtig.

Damit es nicht nur bei einem Vers, in diesem Fall aus 1. Kor. 16,14, bleibt schauen wir in der Predigt vom 14.1.24 in den 1. Johannes, um zum Jahreslosungstext etwas Hintergrund zu haben.

3.1     Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?

Die Aufforderung zu lieben ist im Grunde eine GENERALKOMPETENZ der Christlichen Gemeinschaft. An unserer Liebe sollen wir erkannt werden, wie gerade aus diesem Abschnitt deutlich wird. Aber nicht wie die Welt liebt, sondern wie Gott liebt. Bedingungslos und unermesslich.

Das aufzuzeigen ist die Aufgabe, die wir als Prediger an diesem Sonntag haben.

3.2      Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?

Eine Möglichkeit der Entfaltung ist:

  1. Verse 11-16: Bezug auf die vorige Woche und Brücke zu den Versen
  2. Vers 17: Gewissheit in Christus!
  3. Verse 18: Keine Sorge (ANGST) du bist in Christus!
  4. Verse 19-21: Du bist zuerst geliebt, daher kannst du lieben!
  5. Vers 1-3: Wie die Liebe sich unter den Geschwistern zeigt!
  6. Die Liebe des Retters hat triumphiert! Wir haben einen Auftrag aus 1. Kor. 16,14!

3.4 Predigt Veranschaulichungen – wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?

Als Veranschaulichung gibt es bei Bibleserver einige Bilder zu den Versen aus 1. Joh. 4

1. Johannes 4,19 – BSG :: ERF Bibleserver

Diese kann man gut einbinden in eine Power Point Präsentation.

Als Lieder eignen sich:

  • Lied: Die Liebe des Retters; FJ 5 Nr. 22
  • Zuerst geliebt; FJ 6 Nr. 43
  • Zwischen Himmel und Erde; FJ 3 Nr. 221

Gesegnete Vorbereitung 😊

(Björn Husfeld)