2.Korinther

Predigthilfe vom 11. Januar 2026 – 2. Korinther 5,14-21

Jahreslosung:             „Siehe, ich mache alles neu!“ (Offb 21,5)
Predigtthema:           Jahreslosung: Jesus macht uns neu

Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!

  1. Sehen, was dasteht

Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).

1.1 Kontext des Predigttextes

    Vorher

    Im 2. Korintherbrief verteidigt sich Paulus immer wieder gegen Anschuldigungen gegen ihn als Person und seine Legitimation als Apostel.

    In den Versen 11-13 berichtet Paulus dann von dem Gericht Gottes und dass er versucht Menschen zu gewinnen. Es geht ihm nicht um sich selbst, sondern er möchte, dass die Menschen die Botschaft Gottes, das Evangelium hören. Paulus empfiehlt sich nicht, er argumentiert nicht für sich, sondern er appelliert ihn an der Botschaft zu messen, dass die Botschaft, die er verkündet das ist, um was es ihm geht. Er will sich eben nicht aufgrund von äußeren Dingen (V.12) rühmen, sondern den inneren, das, was Christus in ihm getan und verändert hat.

    Paulus geht es um die Menschen, dies wird in diesen einleitenden Versen bis zu unserem Predigttext deutlich.

    Nachher

    Nach den Versen des Predigttextes richtet sich Paulus explizit an die Gemeinde in Korinth. Er ermahnt die Gemeinde als ein Mitarbeiter, dass sie die Gnade Gottes annehmen soll und dementsprechend auch leben sollen. (6,1).

    Ebenso fährt er fort, sich zu verteidigen, indem er deutlich macht, dass er ein Diener Gottes ist (6,4ff), bevor er dann ab 6,11 mahnender Worte in Richtung Gemeinde und Mitglieder der Gemeinde richtet.

    1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes

      Hilfen zur Auslegung bieten z.B.

      1.3 Anmerkungen zum Verständnis des Predigttextes

        Vers 14

        In diesem Vers schreibt Paulus uns, dass die Liebe Christi ihn drängt, ihn anschiebt zu handeln. Es ist diese Liebe, die ihn motiviert seinen Dienst zu tun. Paulus wird nicht motiviert für seinen Dienst, weil er Ansehen erhalten oder sich selbst darstellen möchte. Nein sondern er ist von Gottes Liebe in Jesus motiviert.

        Paulus führt dann aus, was diese Liebe Gottes bedeutet: „Einer starb für alle“. Jesus Christus starb, weil er die Schuld der Menschen auf sich nahm. Er ging ans Kreuz und erlitt den Tod stellvertretend für alle Menschen.

        Alle Menschen sind von Geburt an tot, sie sterben aufgrund ihrer Übertretungen. Jeder Einzelne Mensch ist ein Sünder, der Gottes Gebote übertritt, getrennt ist von Gott und dessen Lohn der Tod ist (Vgl. Eph. 2,1; Röm. 3,11; Röm. 5,12ff; Röm. 6,23; …)

        Wichtig bei diesem Vers ist, dass Gottes Liebe zu Paulus ihn drängt und nicht umgekehrt, es ist Gottes Liebe zu Paulus, die ihn als eine Reaktion darauf motiviert diesem Jesus nachzufolgen und das Evangelium zu verkündigen.

        Vers 15

        Der stellvertretende Tod Christis wird hier noch näher beleuchtet: Paulus macht deutlich, dass diese Tat ein Resultat hervorruft: Menschen, für die Christus gestorben sind, die werden verändert. Es verändert sich etwas in ihrer Lebensführung. Als Reaktion auf diese Tat Gottes an den Menschen, und Paulus bezieht sich hier mit ein, ändern diese Ihr Leben. Sie wollen eben nicht mehr sich selbst leben (Vgl. Röm 14,8; Kol 1,22).

        Menschen sollen nicht mehr egoistisch und egozentrisch leben, sondern Christuszentriert: Für Christus. Nicht mehr losgelöst von Gott, sondern mit ihm. Paulus führt genau dies für sich an: Er lebt nichtmehr sein eigenes Leben, sein altes Leben, sondern er lebt für Christus, wie dies genau aussieht, wird später deutlich.

        Vers 16

        Die Sichtweise auf die Menschen verändert sich durch dieses „nicht sich selbst leben“: Paulus sagt, dass sich die Perspektive verändert hat; Man sieht die Menschen nicht mehr „nach dem Fleisch“ also nicht mehr durch menschliche Maßstäbe.

        Pauls macht deutlich, dass er jetzt anders sieht, nichtmehr auf all das schlechte, all das Alte, das Fleisch, den alten Mensch, das, was er bisher verurteilt hat an anderen und sich selbst, sondern er sieht das, was Christus tut und wirkt, und sieht durch seine Augen.

        Vers 17

        Vers 17 ist der Fokus und Zielgedanke dieser Predigt: Es geht darum, was denn jetzt anders ist und Paulus sagt: „Wenn jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung“ Luther übersetzt eine neue Kreatur. Da ist etwas anders geworden, etwas hat sich grundsätzlich verändert im Leben des Menschen. Das Alte ist weg und etwas Neues ist geworden (also abgeschlossen; es ist nicht erst im Werden, oder muss noch entstehen).

        Der Theologe Kruse definiert dieses „in Christus sein folgendermaßen“:

        „In Christus zu sein bedeutet […], durch den Glauben zu ihm zu gehören, und zu ihm zu gehören bedeutet, im Bereich seiner Macht zu leben, durch den Geist mit ihm vereint zu sein und durch die Taufe Teil der christlichen Gemeinschaft geworden zu sein.“ (Colin G. Kruse, 2 Corinthians: An Introduction and Commentary, TNTC, 168.)

        Paulus spricht hier sehr deutlich von der Bekehrung eines Menschen (Vgl. Titus 3,5-7). Durch das Tun Christis am Kreuz kann ein Mensch umkehren, kann er verändert werden. Jesus selbst spricht darüber in Johannes 3, wo er diesem Gelehrten deutlich macht, dass diese Wiedergeburt bedeutet, dass ein Mensch von neuem geboren werden muss. Wo etwas neu geschaffen wird, etwas Neues entsteht, nicht etwas altes überarbeitet wird, sondern neues entsteht. Darum spricht Paulus hier auch von einer „neuen Schöpfung“ und nicht einer Reparatur oder Generalüberholung. Diese Veränderung, ist aber keine körperliche, wie Nikodemus ja auch annimmt, sondern eben geistlich zu verstehen: Der Mensch wird wirklich lebendig, weil Christus in ihm ist (Röm 8,10; Gal 2,19-20).

        Gott macht also wahr, was er bereits in Jes. 65,17-25 und 66,22 versprochen hat: Er wird einmal alles neu schaffen. Und dies bezieht Gott nicht nur auf das Physische dieser Erde sondern eben auch auf uns Menschen. Diese Neuschöpfung, das neu machen geschieht in und durch Jesus. Er ist der Anfang dieser neuen Schöpfung, der auferstanden ist und der ganz bei Gott ist und dies wird auch Realität für uns (Vgl. Kol 1,15-17). Durch Jesus wird diese Neue Schöpfung Realität.

        Wie wird man aber solch eine Neue Kreatur?  Der Kirchenvater Chrysostom schreibt hierzu:

        „diejenigen, die durch ihren Glauben an Christus die Last ihrer Sünden wie einen alten Mantel abgelegt hatten, diejenigen, die von ihrem Irrtum befreit und vom Licht der Rechtfertigung erleuchtet worden waren, diesen neuen und strahlenden Mantel, dieses königliche Gewand, angezogen hatten.“ (Colin G. Kruse, 2 Corinthians: An Introduction and Commentary, TNTC, 168)

        Chrysostom verwendet sehr schön dieses Bild des Umkleidens, was auch Paulus bereits in 2.Kor 5,2-4 benutz. Es geht darum, dass ein Mensch, wie Jesus es Nikodemus deutlich macht, an ihn glaubt (Joh 3,16-18!). Durch den Glauben geschieht genau dies, durch den Glauben an Christus wird ein Mensch neu geschaffen.

        Was dieses sterben, diese wiedergeboren und neu geschaffen bedeutet macht der Theologe Seifrid sehr schön deutlich:

        „Wir sind mit Christus gestorben. Unser Leben ist nun so eng mit ihm als gekreuzigtem und auferstandenem Herrn verbunden, dass sein auferstandenes Leben auch unser Leben ist. Im vorliegenden Vers beschreibt Paulus die Auswirkungen davon, dass Christus uns besitzt: Wir haben bereits hier und jetzt Anteil an der neuen Schöpfung, die in ihm gegenwärtig ist. Diese Teilhabe ist persönlich, aber keineswegs privatistisch.“ (Mark A. Seifrid, The Pillar New Testament Commentary: The Second Letter to the Corinthians, 253.)

        Wichtig ist hier, wie schon oben erwähnt, diese neue Schöpfung nicht erst im Gange ist, sondern abgeschlossen mit und in Jesus ist. Wenn ein Mensch an Jesus glaubt, dann ist er eine neue Schöpfung, es ist dann Realität. Und doch müssen wir feststellen, dass es eben auch hier eine Spannung gibt, denn wir sind eine neue Schöpfung als Christen, als Nachfolger Jesu, und trotzdem leben wir weiter unser Leben in einer leiblichen Form hier auf der Erde, diese wirkliche Neuschöpfung auch unseres Körpers wird sich realisieren, wenn wir sterben. Somit sind wir schon eine Neue Schöpfung, weil Christus in uns lebt, aber eben auch noch nicht, weil wir noch in den irdischen Körpern sind.

        Woran zeigt sich diese Neuschöpfung? Was ist der Unterschied zu vorher? Zu dem Alten? Ein paar Verse vor unserem Text gibt uns Paulus bereits die Antwort (2.Kor 5,4-5):

        4 Denn solange wir in dieser Hütte sind, seufzen wir und sind beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet werden wollen, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem Leben. 5 Der uns aber dazu bereitet hat, das ist Gott, der uns als Unterpfand den Geist gegeben hat.“

        Gott sendet uns seinen heiligen Geist, er ist das Pfand, das Versprechen, dass diese Neue Schöpfung Realität ist (indem der Geist in uns lebt und wohnt) und das Versprechen, dass wir auch, wie Jesus, auferstehen werden und dort diese Neuschöpfung unseres Körpers erfahren werden.

        Vers 18-19

        In den nächsten 4 Versen dominiert der Begriff der Versöhnung. Paulus führt hier weiter aus, dass Gott diese Versöhnung, diesen Frieden zwischen Gott und den Menschen ermöglicht hat.  (s. dazu auch Röm 5,10)

        Das wichtige an diesem Vers ist, dass der Handelnde Gott ist. Gott ist es, der diese Versöhnung ermöglicht hat. Der Mensch ist dabei nicht beteiligt. Das ist wichtig und darf auch deutlich zur Sprache kommen: Gott schafft Versöhnung, er sendet seinen Sohn, es ist nicht aufgrund von Leistungen des Menschen, oder irgendetwas anderem, sondern einzig und allein durch den Gehorsam Jesus am Kreuz. Der Mensch darf dies annehmen kann aber daran an dieser Versöhnung nicht mitwirken.

        Auch in Vers 19 wird dieser Gedanke deutlich: Gott versöhnt… ER ist es, der seinen Sohn sandte und der die Schuld auf sich nahm, der zur Sünde, zum Fluch wurde, damit die Menschen leben können. Und weil Jesus dies tat, darum rechnet Gott den Menschen die Sünde nicht zu. Das ist Rechtfertigung, welcher in Vers 21 noch deutlicher erklärt wird.

        Römer 3,22ff klingt hier ebenfalls an, wo es genau darum geht, dass der Mensch allein aus Gnade gerettet wird, ohne eigenen Verdienst. Es ist Gott, der dies tut und vollbringt, motiviert von Liebe und Gnade gegenüber seinen Geschöpfen. Es ist das Opfer Christi, was den Menschen diesen Frieden zu Gott ermöglicht (Kol 1,19-20).

        Vers 20

        In diesem Vers und auch schon in Vers 18 kehrt Paulus zu seiner Ursprungsabsicht des Abschnitts des Briefes zurück: Zu bezeugen, warum und was sein Auftrag ist und was seine Legitimation als Apostel ist.

        Paulus macht deutlich, dass sein Dienst als Apostel diese Grundlage hat: Weil Gott Versöhnung brachte, will er, dass dies die ganze Welt weiß, das ist die Botschaft, die er den Menschen erzählen will, nicht seine eigenen Gedanken, seine Errungenschaften, sondern das Evangelium.

        Paulus fordert hier sehr deutlich die Leser auf, dass sie dies auch tun sollen: Diese Bitte, dieses Angebot Gottes in die ganze Welt tragen, dafür werben, dass die Menschen sich wieder versöhnen lassen mit Gott. Der Mensch wirkt nicht mit bei der Versöhnung an sich, aber er ist beauftragt davon weiterzuerzählen, darin sieht Paulus seinen Dienst begründet.

        Wer also ein neuer Mensch geworden ist, den fordert Paulus auf, dies weiterzutragen.

        Ulrich Parzany sagte auf den MBT letztes Jahr (2025), dass derjenige, der ein Christ ist, dass dieser auch ein Mitarbeiter ist, eine Trennung von Mitarbeiter und Christ ist nicht möglich. Dies macht Paulus hier sehr deutlich.

        Vers 21

        Im Letzten Vers führt Paulus noch tiefer aus, was dieser Gedanke der Rechtfertigung meint: Jesus Christus, der Sündlos war (Hebr. 4,14; 1.Joh 3,5; 1.Petrus 1,19; 2,21-24; Joh. 8,46) wurde zur Sünde gemacht.

        Der Mensch, der Sünder ist, dem wird die Sünde abgenommen, ihm wird die Gerechtigkeit Christi geschenkt. Ein verrückter Tausch den Gott uns anbietet: Alles Schlechte unseres Lebens, gegen das perfekte Leben Christi.  Christus nahm all dies auf sich, er wurde für uns zum Fluch (Gal 3,13). Schon am Anfang des Lebens von Jesus sagt dies der Engel voraus (Mt. 1,21) und auch Johannes der Täufer bestätigen dies über Jesus (Joh. 1,29).

        Christus bezahlt also nicht nur für unsere Schuld, sondern auch seine Gerechtigkeit wird uns zugerechnet (Phil 3,9). Ohne diesen Akt der Rechtfertigung könnten wir vor Gott nicht bestehen, wir brauchen diese Gerechtigkeit Christi vor Gott.

        Die Folgende Grafik veranschaulicht dies sehr schön:

        Der linke Kreis zeigt die Schuld, all das negative (-). Der Mensch kann vor Gott nichts positives Vorweisen. Durch Christus wird er reingewaschen von der Schuld: Christus trägt die Last am Kreuz und der Mensch erfährt Vergebung (Kreis Mitte). Aber dabei belässt es Gott nicht, sondern Christi Gerechtigkeit wird dem Menschen zugerechnet, der Geist Gottes zieht bei dem Menschen ein und steht und ist damit gerechtfertigt vor Gott. Weil das positive (+) von Christus für ihn gilt

        2. Verstehen, worum es geht

        2.1 Hinweise für hermeneutische Überlegungen (Auslegung)

        Paulus schreibt diesen Text als eine Begründung seines Selbstverständnisses und als Erklärung für seinen Dienst an die Gemeinde in Korinth. Dabei spricht er den zentralen Punkt der Bekehrung deutlich an: Wenn jemand an Christus glaubt, ihn als seinen Retter und Herrn annimmt, dann ist er eine neue Kreatur, eine neue Schöpfung, Gott wohnt in ihm, er hat wieder Gemeinschaft mit seinem Schöpfer und dies ist der Kerngedanke der Jahreslosung und auch dieser Predigt.

        Gott unterbreitet in Jesus dieses Angebot, dass die Menschen eine neue Schöpfung sein können und letztlich und final sich dies auch körperlich nach dem Tod erfüllen wird.

        2.2 Hinweise für situative Überlegungen (Predigtanlass)

        Diese Predigt findet statt im Rahmen der Jahreslosung („Siehe, ich mache alles neu!“ Offb 21,5), es geht darum, dass Gott neu schaffen wird, dass er es versprochen hat, dass diese Erde und der Himmel alles von ihm neu geschaffen wird an Ende der Zeit. Aber nicht nur dass, sondern auch uns, die Menschen wird er neu schaffen und hat er bereits durch Jesus neu geschaffen. Der Fokus der Predigt richtet sich darauf: was es bedeutet, dass der Mensch eine neue Kreatur ist, was das bedeutet und wie dies Realität wird im Leben eines Menschen.

        2.3 Hinweise für homiletische Überlegungen (Anwendung)

        • Was bedeutet es nichtmehr für sich selbst zu leben? Was bedeutet es, für Christus zu leben? (V.15)
        • Herausforderung zum Gehen: Gehen wir? Sind wir bereit zu gehen? Gehen wir, sind wir motiviert und wollen den Menschen um uns herum das weitergeben? Diese Versöhnung von der Paulus hier schreibt?
        • Sind wir schon eine Neue Kreatur? Haben wir diese Wiedergeburt erlebt, von der Jesus in Joh 3 spricht? à Einladung zum Glauben aussprechen.

          3. Sagen, wo es hingeht

        Zur Predigtvorbereitung hilft das Anhören (im Sinne von Apg 17,11b) die folgenden Predigten:  

        Gott bietet es dem Menschen an, dass er durch seine Bekehrung eine neue Schöpfung wird: Gemeinschaft mit Gott hat im hier und jetzt und die Hoffnung und Zuversicht bekommt, dass auch sein Körper nach dem Tod Teil dieser neuen Schöpfung bleiben wird.

        Dabei kann der Mensch nicht mitwirken in dieser neuen Schöpfung, aber er ist aufgerufen dies weiterzutragen, Zeuge davon zu sein, was Gott im Nachfolger Christi getan hat, und er soll diese Nachricht, diese frohe Nachricht der ganzen Welt verkünden.

        3.2 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?

        Folgende Gliederung ist ein Vorschlag, zum Strukturieren der Predigt:

        1. Das Opfer Christi,                                                  V.14
        2. verändert und schafft uns neu                              V.15-17
        3. und diese Versöhnung muss die Welt hören.       V.18-21

        3.3 Predigtveranschaulichungen – wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?

        • Neue Schöpfung: Wenn Gott neu schafft, wenn eine Wiedergeburt geschieht und jemand zum Glauben kommt, dann ist das nicht ein ausbessern, ein Rost abschleifen und neu Lackieren, sondern dann wird da etwas Neues produziert, was eben die ganzen Makel nicht mehr hat, da wird dann kein Rost mehr sein. Wenn es nur ausgebessert wird, dann kommt der Rost wieder. Aber Gott schafft neu, wunderbar und ohne Fehler.
        • Stellvertretung: Wenn wir mit jemand in ein Restaurant gehen und er am Ende des Abends sagt „Ich bezahle“ dann ist dies das Prinzip der Stellvertretung: Da bezahlt jemand für uns. So ist Jesus, er sagt „ich zahle die Rechnung deines Lebens“
        • Rechtfertigung: Kein anziehen eines weißen Oberteils über die drecken Dinge, sondern zuerst Reinwaschung durch das Blut Jesus, alle schuld ist weg, dann die Gerechtigkeit Christi, was weiß ist und wir auch nicht mehr beflecken können. Es ist ein Tausch: Jesus nimmt das verdreckte Hemd und gibt dafür uns sein reines unbeflecktes Hemd, damit wir unbefleckt vor dem Vater stehen können, denn ohne weiße Weste können wir nicht zu Gott kommen.

        (Wolfgang Götz)