Monatsthema: Advent (Ankunft)
Bibeltext: Ps 138
Predigtthema: (3. Advent) Der große Gott sieht den Niedrigen
- Hilfreiche Bibelübersetzungen, um den Bibeltext zu verstehen
Um mit dem Bibeltext vertraut zu werden, ist es sinnvoll in aller Ruhe verschiedene Bibelübersetzungen zu lesen. Zu empfehlen ist erst einmal eine Bibelübersetzung mit der man vertraut ist, deren Sprache einem von der Syntax und von der Wortwahl her verständlich erscheint.
In einem weiteren Schritt empfiehlt sich eine Elberfelder oder Schlachter Bibelübersetzung zu lesen, da diese Übersetzungen sich sehr nahe am Ursprungstext (Altes Testament Hebräisch bzw. Aramäisch / Neues Testament Griechisch) halten. Diese Übersetzungen sind wegen ihrer Nähe zur Ursprache öfter holprig im Lesefluss und enthalten oft Wörter, die unserem heutigen Wortschatz manchmal fremd sein können.
1.1 Allgemeine Hinweise zum Bibeltext
Bevor die sogenannten Halleluja-Psalmen (Ps 146-150) mit ihrem großen Gotteslob (Halleluja) das Lieder- u. Gebetsbuch (den Psalter) abschließen, wurde eine kleine Sammlung von Davids-Psalmen eingefügt. Mit Psalm 138 beginnt diese Sammlung bis hin zu Psalm 145. Alle diese Davidspsalmen enthalten jeweils in Vers 1 den Teilsatz: „Von David.“
Der vor uns liegende Bibeltext, Psalm 138, gehört von der Form her gesehen zur Gattung der Lobpsalmen, genauer gesagt geht es um ein „berichtendes Lob eines einzelnen“. Der Lobpsalm des einzelnen steht oft und eben auch in diesem Fall in formaler Nähe zur Klage (die Psalm 137 sowie der Psalm 139 sind Klagepsalmen). Lobpsalmen sind Gebete, die auf Gottes Handeln reagieren und auf den gemeinsamen Dank für sein Eingreifen zielen. Während beispielsweise beim Hymnus Gottes Wesen im Mittelpunkt steht, wird im (berichtenden) Lob sein Handeln gepriesen.
1.2 Hilfen zum Verständnis des Bibeltextes
Textstruktur:
Von der Struktur her gesehen bauen sich die Lobpsalmen des Einzelnen wie folgt auf:
- Ankündigung Ps 138,1
- Einleitende Zusammenfassung Ps 138,2
- Rückblick auf die Not Ps 138,3
- (beschreibendes) Lob Ps 138,4-5
(Die Verse 4-5 bilden einen prophetischen Einschub im Text, die den Lobpreis beschreiben)
- Bericht von der Errettung Ps 138,6-7
- Lob-(gelübde) Ps 138,8
1.3 Exegetische Einsichten:
Vers 1: „Von David“ steht hier geschrieben. Durchaus, wenn auch nicht beweisbar, kann dieser Psalm tatsächlich aus Davids Feder, dem berühmten König von Israel (Regierungszeit von ca. 1004 – 965 v. Chr.) stammen. Es kann aber auch mit „Für David“ übersetzt werden, im Sinne einer Widmung.
„Preisen will ich dich mit meinem ganzen Herzen“. Das „Herz“ ist gemäß dem hebräischen Denken nicht allein anatomisch als bestimmtes Körperorgan definiert. Vielmehr bezeichnet das „Herz“ die Mitte des bewusst lebenden Menschen. Diese Mitte bestimmt des Menschen Fähigkeiten in allen seinen Bezügen.
So kann der Mensch sein Herz verbergen, verstellen und öffnen (vgl. Ri 16,15-17; Spr 14,13). Als Quellort physischer Lebenskraft ist das Herz zugleich Zentrum der Emotionalität, das auf wechselnde Lebensumstände reagiert, beispielsweise mit Freude, Trauer, … (vgl. 1Sam 1,8; 2,1; Ps 84,3; Spr 15,13; 17,22).
So kann der Mensch von ganzem Herzen Dankbarkeit gegenüber Gott empfinden (Ps 9,2; 86,12). Ein Mensch mit Herz ist vernünftig; ein Mensch ohne Herz ist ohne Verstand.
Wer, wie der Psalmschreiber, sich seiner Hilfe und Rettung von Gott her bewusst ist, wird, wenn er vernünftig ist, Gott von ganzem Herzen danken/ preisen wollen. Wer die Hilfe Gottes im Leben erfahren hat, dessen Herz ist erfüllt voll dankender Anbetung. Lob und Dank (Preis) erfüllen dann die Mitte des Menschen, geben Lebensmut und Sinn und darüber hinaus die Gewissheit der Existenz Gottes. Wer sich an Gott hängt, dessen Herz wird tatsächlich verändert.
Vers 2: Sollte David diesen Psalm tatsächlich selbst geschrieben haben, ist zu bedenken, dass es zu seinen Lebzeiten keinen aus Stein gebauten Tempel gab. Erst Salomo, sein Nachfolger, baute diesen. Zuvor gab es das Zelt der Begegnung (die Stiftshütte) in der einst die Bundeslade war, der Ort der Gegenwart Gottes. Aber schon bevor David in der Bibel erwähnt wird und bevor König Salomo den Tempel in Jerusalem erbaut hat, wird in der Bibel von einem königlichen Palast bzw. Tempel gesprochen – mit dem exakt gleichen Wort, wie hier in Vers 2 (vgl. 1Sam 1,9; 3,3).
Mit Tempel ist der Wohnort Gottes über der ganzen Welt gemeint bzw. die Stiftshütte mit der Bundeslade, dem Ort der Gegenwart Gottes.
„Niederfallen“ oder „ich falle Nieder“ – durch diese Geste signalisiert der Beter Gott als den Höhergestellten, dem alle Ehre gehört. Gleichzeitig signalisiert dieses Niederfallen eine besondere Form der Anbetung – eine Haltung, die Gott zeigt, dass der Mensch als Sünder und Hilfsbedürftiger gegenüber Gott nichts ist. Der Beter gibt mit seinem Niederfallen zu erkennen, dass er Hilfe nötig hat, dass er alles von Gott und nichts von andern Göttern und sich selbst erwartet.
Die uns zugewandte Seite Gottes drückt sich durch seinen Namen, seine Gnade und Treu gegenüber uns Menschen aus. Wenn wir uns Joh 1,17b vor Augen führen, dann wird die uns zugewandte Seite Gottes in Jesus Christus sichtbar („14 Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (…) 17 … die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.“ (Joh 1,14.17b). Durch Jesus wird es plötzlich adventlich. In diesem Jesus Christus ist uns ein Name und Heiland gegeben der größer ist als alles andere.
So heißt es in unserem Vers: „Denn du hast dein Wort groß gemacht über deinen ganzen Namen.“ Jesus Christus „ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“ (Mt 28,18). Niemand ist Größer als der, der da kommt und gekommen ist und wiederkommt – Jesus Christus.
Aber schon vor dem leibhaftigen Kommen Jesu ist dem Psalmbeter bewusst, dass Gott gnädig und treu ist. Gnädig gegenüber dem Sünder, treu im Halten seines Wortes/Versprechens. Das kann ein Beter der vor Christi Geburt gelebt hat nur aus seiner Erfahrung heraus sagen. So wie König David, der sich an der Frau Batseba vergriffen hatte, deren Ehe er zerstörte und deren Ehemann Uria (einer seiner Elitesoldaten) er anschließend ermorden ließ (vgl. 2Sam11). Durch sein bußfertiges und reuiges Verhalten vergab Gott Davids (Blut-)Schuld.
Gott begnadigte König David. Einen Eheschänder und Mörder ließ Gott auf dem Thron Israels sitzen – wie hart sind wir Christen oft gegen Brüder und Schwestern im Herrn, die sich zwar versündigt haben aber dennoch voller Reue sind? Greift nicht so manche Gemeindezucht zu hart? Sind nicht so manche unserer Meinungen und Reden Verurteilungen von Mitmenschen? Wie viel mehr und wie groß hat Gott seine Gnade uns in Jesus Christus erwiesen, der unser Herz doch durch und durch kennt? David wusste von diesem Gott, der groß an Gnade ist, nicht nur ein Loblied zu singen, sondern viele.
Vers 3: Da schrie ein Mensch in Leid und Not zu Gott: „An dem Tag, da ich rief, antwortest du mir. Du mehrtest in meiner Seele die Kraft.“ Gott erhört Gebet. Er schenkt neue Lebenskraft, neuen Lebensmut. Und Gott hört das Gebet an dem Tag, an dem es der Hilfsbedürftige zu Gott spricht. Gott hört das Schreien seiner Kinder heute und jetzt. „Du mehrtest in meiner Seele die Kraft“. Das heißt, dass Gott eine psychische Stabilität schenkt. Gott antwortet auf den Rufenden durch seine göttliche Hilfe. Oft ist es so, dass die Last bleibt, aber Gott die Kraft zum Tragen schenkt. Das ist das Entscheidende für die Aufgaben, in die der Mensch von Gott gestellt ist (vgl. Joh 17,14-15).
So schenkt Gott Kraft und Bewahrung, Gelingen und Frieden trotz schlimmer Umstände. Für König David war es nicht immer ein Zuckerschlecken König zu sein. Auch vor seiner Thronbesteigung war sein Leben geprägt von Kampf und Flucht – Gott hat ihn geführt und getragen.
Vers 4: Der psychisch neu aufgerichtete David (oder ein anderer Psalmist), der voll Gotteslob ist, erkennt, dass nicht nur ihm, sondern auch andern Königen anderer Völker eines Tages die Augen aufgehen und diese Gott den HERRN loben und preisen werden. Vorausgesetzt sie hören Gottes Wort. Vielleicht ist hier auch „das“ Gerichtswort gemeint – wenn alle erkennen werden wer der HERR ist? Wie auch immer: es steht hier geschrieben, alle Herrscher dieser Erde werden einst Gottes Wort begegnen und ihm danken.
Vers 5: Die Könige der Erde werden „die Wege des HERRN besingen!“ Die Wege Gottes durchkreuzen auch die Wege der Menschen. Seine Wege führen in die Herrlichkeit, das werden alle Könige der Erde eines Tages erkennen (müssen).
Die Verse 4 u. 5 des Psalms 138 erinnern an den Philipperhymnus in dem es heißt: „9 Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, 10 damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, 11 und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.“ (Phil 2,9-11).
Um keine falschen Hoffnungen zu wecken oder gar eine Allversöhnungslehre zu beurkunden sei betont, dass dieses endzeitliche Loben der Völker/Könige nichts mit der ewigen Rettung/Erlösung (Heil) zu tun hat. Eher ist an die Zeit des Lobpreises zu denken, die kurz vor dem Gericht Gottes in Offb. 5,13 erwähnt wird. Eine Zeit der Erkenntnis, in der alle Völker und Könige Gott als HERRN erkennen und Jesu Erlösungswerk verstehen werden. Dann werden sie die Wege des HERRN besingen. Gemeint ist höchst wahrscheinlich die Lobpreiszeit kurz bevor die Könige und Völker von Gott gerichtet werden.
Vers 6: Es ist sehr bemerkenswert, dass Gott, der HERR trotz seines allumfassenden Waltens den Niedrigen sieht und nicht unbeachtet lässt. Es klingt tröstlich, dass der erhabene HERR von oben herab, alles Elend und jedes Schwache und jedes Leid und jede Ungerechtigkeit sieht. Aus dieser Übersicht heraus hat der HERR alle Ungerechtigkeiten im Blickfeld. So kann Gott helfend eingreifen und alle Boshaftigkeit erkennen und richten.
Der Vers 6 ist ein Wort, dass Gottes Weise rühmt, wie er mit uns Menschen nach seiner Sicht umgeht. Denn das gerechte, helfende, ja rettende (Vers 7) Eingreifen hat der Psalmbeter des 138. Psalms in seinem Leben selbst erfahren. Gott „sieht“ – dem hebräischen Wort für „sehen“ steht von der Hauptbedeutung her nicht allein das augenfällige Sehen, sondern viel mehr das sinnliche Wahrnehmen einer Person/Sache vorne an. So meint das Wort „sehen“ bezüglich der sinnlichen Wahrnehmung, dass Gott den Menschen mit Empathie begegnet. Gott sieht, was der Mensch im Geheimen sagt, denkt, hört, spürt, genießt und erlebt.
Gott hat ein besonderes Augenmerk auf Menschen, in Not und Elend, auf Menschen die an Ungerechtigkeit und Schwäche leiden. Eine solche Erfahrung, in der Gott dem Menschen in seiner Not voller Hilfe und Gnade begegnet beruhigt und tröstet und führt ins Loben und Danken.
Anders sieht Gott auf den Hohen Menschen, welcher denkt unbe(ob)achtet zu sein und welcher denkt, keinem höheren Wesen/Gott gegenüber verantwortlich zu sein (vgl. Ps 10,4). Aber Gott durchschaut den Hohen schon von „fern“. Doch der Hochmütige Mensch verhindert mit seiner Einstellung und Sichtweise die Erkenntnis und Erfahrung von Gottes Gnade und Wahrheit (vgl. Ps 14,2; 33;13ff; 34,16-17; 102,20; 113,5ff).
Vers 7: Anders als der Hochmütige erfährt der in Not leidende (Bedrängte Mensch) neue Lebenskraft, die Gott schenkt. Gott holt den Menschen nicht sofort aus seiner leidenden/bedrängnisvollen Lage heraus, aber er führt den Leidenden hindurch. Er lässt den leidenden nicht allein stehen oder liegen. Nein, er eröffnet neue und wundervolle Wege und schenkt neuen Lebensmut. Dagegen werden es alle Feinde, so zornig und böse sie sind, mit Gott zu tun bekommen, wenn sie sich an den Niedrigen, an den Schwachen und Kleinen vergreifen (hier kann man sich an die Flucht Israels durchs Schilfmeer erinnern – vgl. 2Mo 14). Gott ist der Rettende. „Deine Rechte wird mich Retten“, das ist die Erfahrung des Psalmbeters. Und Gott wird auch der Retter in Zukunft sein. So ist dieser Vers auch ein Hinweis auf Jesus Christus, der allen Menschen zum Retter werden will. So oft war König David in Lebensgefahr. Doch Gott hat ihn errettet. So leben auch wir Menschen heute in ständiger Lebensgefahr (Leid, Unfälle, Verführungen, Sünde). Ja in unserem sündigen Zustand sind wir Menschen eigentlich dem Tod geweiht, doch in Jesu rettender Gnade ist dem Mensch das ewige Leben möglich. Jesu Kommen, sein Tod und seine Auferstehung machen deutlich, dass er Sieger über alles Leid, über alle Sünde, ja über alle Todesgefahren ist. Wenn der Mensch auch leidet, wenn der Mensch auch stirbt, so führt Jesus den Menschen aus dem Jammertal der Erde und des Todes wieder zurück zum Leben in die Herrlichkeit Gottes (vgl. Vers 5). Anders ergeht es denen, die sich Gott zum Feind machen und sich am Leben der Niedrigen vergreifen. Ihnen ist keine Rettung versprochen.
Vers 8: „Der HERR wird’s für mich vollenden.“ Hier kommen wir aus neutestamentlicher Sicht nicht drum herum nicht an Jesus Christus zu denken. Denn er kam im Auftrag des HERRN „für mich“ (für jeden Menschen) auf die Welt, um den Rettungsauftrag (kanaanäisch ausgedrückt: sein Erlösungswerk) zu vollenden. Jesus selbst hat damals am Kreuz – am Kreuz beladen mit all den Sünden der Menschen – dort am Kreuz hat er ausgerufen: „Es ist vollbracht [sc. vollendet; A.C.] (Joh 19,30). In Jesus Christus hat Gott, der HERR unsere Rettung vollendet, in dem Jesus sich an unserer Stelle am Kreuz für alle unsere Schuld und Sünde die Gerechte Todesstrafe erlitt. Durch Jesu Tod am Kreuz können wir Menschen unsere Schuld im Gebet und in Reue auf Jesus übergeben und er vergibt und schenkt uns neues Leben – das ist GNADE (ein Gnadengeschenk).
„deine Gnade währt/ist ewig“ bedeutet, dass, obwohl Jesus vor fast 2000 Jahren am Kreuz für alle Menschen der Welt starb, dass jeder Mensch der heute und in Zukunft lebt, seine Sünden auf Jesus ablegen und die Gnade Gottes in Anspruch nehmen darf, denn seine „Gnade währt/ist ewig“.
Nicht der Mensch selbst, nicht der König David kann seine Rettung vollenden. Der Mensch kann sich nicht an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen. Es kann allein Gott das Rettungswerk vollenden. Er befreit von aller Ungerechtigkeit. Er erlöst uns von Sünden. Er befreit aus Leid und Gefangenschaft. Er führt mich nach Hause in seine Herrlichkeit, wo es sicher und gut für den Menschen ist.
Am Ende des Psalm 138 steht ein Bittruf: „Gib die Werke deiner Hände nicht auf!“.
Der Mensch ist Teil Gottes Schöpfungswerk, doch kann sich dieses Werk nicht selbst am Leben erhalten. Das Schöpfungswerk Mensch braucht die Rettung und die Lebenskraft von Gott Macht her. Für David war klar. Nur der HERR kann das Werk „Mensch“ am Leben erhalten. Gott sei Dank, Gott ist gnädig. Er gibt das Werk seiner Hände nicht auf! (vgl. Hes 34,16; Lk 19,10)
- Hinweise für homiletische Überlegungen
Man fragt sich, was dieser Bibeltext mit der Advents- bzw. mit Weihnachtzeit zu tun hat. Man muss zum Spagat bereit sein, um eine Brücke zur Parusie Jesu zu schlagen. Denn vom Kommen Christi ist nicht explizit die Rede.
Manch Predigthörer/in wird darum vielleicht stutzig werden, vor allem dann, wenn er/sie sich schon bewusst auf die Advents- und Weihnachtszeit eingelassen hat, nun aber einen solchen Bibeltext hört.
Doch der Spagat gelingt, wenn wir folgende Teilsätze bewusst betrachten:
- „deinen Namen preise ich wegen deiner Gnade und Treue“ (Vers 2);
- „doch er sieht den Niedrigen“ (Vers 6)
- „deine Rechte wird mich Retten“ (Vers 7);
- „Der HERR wird’s für mich vollenden“ (Vers 8);
- „HERR, deine Gnade“ (Vers 8);
- „Gib die Werke deiner Hände nicht auf!“ (Vers 8).
In all den erwähnten Teilsätzen kann uns deutlich werden, dass der HERR es ist, der uns in Jesus Christus seine Gnade erweist. Jesus Christus, den der HERR gesandt hat will alles für mich (zum Heil) vollenden. Die rechte Hand Gottes ist Jesus Christus, der mich rettet. Im Kommen Jesu Christi wird deutlich, dass der HERR das Werk seiner Hände nicht aufgibt. Der HERR sieht den Niedrigen Menschen, den Sünder, den Kranken, den Schwachen.
Diese oben genannten Teilsätze dürfen, ja müssen für den/die Hörer/in als Brücke zur Parusie Jesu dienen und lassen den Bibeltext in einem adventlichen Licht erstrahlen.
(A. Cyris)