Thema: Lukasevangelium – Begegnungen mit Jesus
Predigtthema: Jesus – bestens recherchiert und durch die Bibel bezeugt
Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk. 10,16a)!
1 Sehen, was dasteht
Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).
1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext
Der Text für dieser Predigt nimmt uns hinein in die Berichte des Lukas, der es unternimmt ein Evangelium an Theophilus zu schreiben, um diesem vom Geschehenen zu berichten.
Der Start ist chronologisch, von der Ankündigung der Geburt des Christus, der Geburt, der Verkündigung der Geburt des Heilands und ist unter den bekannten Berichten rund um die „erste Weihnacht“ die häufig in der Advent- und Weihnachtszeit zu hören sind.
Die Texte aus Kapitel eins & zwei werden zu Advent/Weihnachten 2026 im Christusbund weiter behandelt.
Lukas weiß, dass es mehrere Evangelien gibt und schreibt dennoch seinen Bericht.
Er hat das Anliegen möglichst detailliert zu berichten, was rund um Jesus geschah.
Hierzu hat er, da er kein Augenzeuge war, viele Berichte zusammengetragen (Lk. 1,2) um es in „ordentlicher Reihenfolge“ aufzuschreiben.
1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes
Hilfen zur Auslegung bieten z.B.
Edition C, Lukas Evangelium 1. Teil; G. Maier
Der neue Mathew Henry Kommentar, Band 1 (Matthäus bis Johannes)
Auslegungen zum Neuen Testament, Lukas Evangelium; W. Barclay
Und natürlich auch diversen Studienbibeln, von denen man als Verkündiger verschiedene haben sollte bzw. sicherlich auch ausleihen kann.
1.3 Anmerkungen zum Verständnis des Predigttextes
Im ersten Jahrhundert gab es viele Berichte über die Geschehnisse rund um den Messias.
Johannes schreibt in seinem Evangelium (Joh. 21,25) das es viele Aufschriebe gibt und die Welt die Bücher nicht fassen könnte die es zum Leben und Wirken von Jesus Christus gibt. Vier dieser Berichte sind im Kanon der Bibel aufgenommen da sie als wahr bezeugt sind und sich bewährt haben. Lukas begegnet uns immer wieder, wie in der Apostelgeschichte deutlich wird, die Lukas verfasst hat (Apg. 1) und in einigen Briefen. Er selbst ist ein Heide und ein Begleiter/ Mitarbeiter von Paulus (Phim. 24) auf dessen Missions Reisen.
In Kol. 4,14 wird über Lukas gesagt, dass er: Arzt (Physikus) war. Was dann auch darauf schließen lässt, dass es ihm ein Anliegen war Dinge genau zu beobachten und korrekt zu machen, oder wie im Fall des Evangeliums aufzuschreiben.
In seinem Beruf als Arzt hat er sicher auch das Vertrauen der Menschen in seinem Umfeld und genießt ansehen. Zudem sieht er als Arzt den Menschen und sah diese wie sie sind.
Das Evangelium ist, wie auch die Apostelgeschichte, Theophilus gewidmet. Aus der Anrede können wir entnehmen, dass Theophilus ein „Edler“ also geachteter Mann war. Wahrscheinlich eine Persönlichkeit aus der römischen Verwaltung die Lukas durch seine Reisen und seinen Beruf kennt. Spannend ist, dass Lukas das Buch widmet, weil Theophilus mehr über das Leben und Wirken des Herrn wissen will. Für uns ist hier vor allem wichtig, dass es „zur Erkenntnis“ ist, wie zuverlässig alles ist worüber er unterrichtet wurde.
Daher ist auch für uns heute dieses Evangelium das, was uns am leichtesten zugänglich ist da es logisch und chronologisch ist, das bisher gehörte bestätigt und uns ermutigt.
2 Hilfen zum Textverständnis
2.1 Hinweise für hermeneutische Überlegungen (Auslegung)
Der Titel der Predigten zu Lukas lautet: Begegnungen mit Jesus! Dies ist bestens bezeugt durch die Bibel. Sowohl aus dem Alten als auch aus dem Neuen Testament. So schreibt Lukas als Beobachter auf, was er in Kleinstarbeit zusammengetragen hat. Lukas schreibt es so auf, dass es noch die Zeugen gibt, die er befragte, damit diese alles bezeugen können, was er schreibt. Das Buch wurde etwa 65 n.Chr. verfasst und ist somit noch in der Zeit, in der viele Zeugen den Bericht bestätigen konnten.
Lukas hat als Wissenschaftler den Anspruch gehabt möglichst genau zu Arbeiten und mit seinem Bericht, der eine Zeit von etwa 35 Jahren betrachtet des Umfeldes Jesu, gibt er ein gutes Historisches Bild des Lebens von Jesus Christus. Lukas baut von Anfang an Zeitgeschehen mit ein. Er benennt wann war Kaiser, Statthalter oder Hohepriester war, wie zum Bsp. in Lk. 3,1-2, als er Johannes den Täufer beschreibt. Auch der Bericht der Geburt ist gefüllt mit den Eckdaten der Zeitgeschichte, die den Messias greifbar machen.
Lukas schreibt als Heide für die Heiden. Das erste Anliegen ist, dass Theophilus es versteht. Doch auch sein Griechisch und seine Art zu schreiben, weisen darauf hin, dass er will, dass viele den Bericht lesen. Die ersten Verse sind ein perfektes Altgriechisch, was man gut versteht und gerne liest. Der Rest den Lukas schreib, im Evangelium und auch in der Apostelgeschichte, ist darauf angelegt, dass die Gute Nachrichtet in alle Welt kommt. Dazu hat er selbst gewirkt, mit Paulus, und hat mit seinen beiden Berichten auch den größten Schriftanteil am Neuen Testament. Dazu ist der Bericht für uns Heiden heute am leichtesten verständlich. Lukas schreibt in einer Form, die wir gut verstehen und bis jetzt ist es ein sehr verständliches logisches Evangelium. Lukas zitiert wenig aus dem Alten Testament und setzt kein Grundwissen voraus. Zudem benutzt Lukas eher griechische Begriffe wie Simon Kanaanäus (Lk. 6,15) anstatt ihn Zeloten zu nennet (Mt. 10,4) und er schreibt vom Kalvarienberg anstatt von Golgatha, was aber beides Schädelstätte bedeutet. Zudem berichtet Lukas nie vom Rabbi, sondern immer vom Meister. Dann geht der Stammbaum bei Lukas nicht nur bis Abraham, sondern bis zu Adam zurück! Also nicht wie bei Matthäus nur auf Israel beschränkt, sondern eben auch auf die Heiden/alle Menschen. Das Lukas Evangelium wird ergänzt durch die anderen Evangelien, am meisten aber durch Matthäus, der auch von der Ankündigung und der Geburt Jesu an berichtet. Nur wird in Mt. 1,18ff zunächst die Sicht von Joseph berichtet und der Stammbaum kommt zuerst. Alles das begünstigt unser Lesen des Lukas Evangeliums, da es unserem Erleben entspricht und verständlich ist.
Lukas schreibt aber auch als Arzt und hat in den Berichten der Kreuzigung und Folter bis zum Tod die genauesten Beschreibungen. Wer heute wissenschaftlich nachfragt und „Beweise“ will der sucht am besten bei Lukas und seinem Aufschrieb.
So ist die Einleitung für uns ein Schatz, da es die Worte eines Wissenschaftlers und Berichterstatters sind die genau aufzeichnen was geschah. Was damit auch der Bibel einen (weiteren) Wahrheitsgehalt gibt als gewissenhaftes, wahres und genaues Buch, dass Berichte Gottes über den Messias, Gottes wirken, sein Volk und seine Nachfolger gibt.
Im Einzelnen ist bei den Versen 1-4 herauszuheben, dass sich von Anfang an dieses Evangelium abhebt. Lukas benennt seine Autorenschaft, im Gegensatz zu den anderen dreien. Lukas will das es Nachprüfbar ist was er schreibt!
Zudem benutzt Lukas hier nicht nur ein perfektes Griechisch, sondern bedient sich auch der gängigen Form der damaligen Geschichtsschreiber. Es soll ein anerkannter Bericht werden.
Er will, dass die Eröffnung schon ein Fundament der Wahrheit legt. Lukas schreibt in den Versen so, dass er aufzeigt, dass das Beste grad gut genug ist für Jesus Christus. Es ist eben das WICHTIGSTE & BESTE was der Menschheit widerfahren ist und dementsprechend ist es für Lukas selbstverständlich, dass die Einzelnen Berichte bisher zu wenig sind und er dieses Buch schreiben muss zur Ehre Gottes.
Zudem will Lukas selber alles beschreiben. Das aus zweiter Hand reicht nicht aus. So ist es generell mit dem Glauben: Echter glaube ist direkt und keine Überlieferung der anderen. Er wird selbst erlebt mit dem Herrn der Herren und verändert persönlich. Bis heute sind die Evangelien ein wichtiges Fundament aber der glaube und die eigene Erkenntnis steht darüber, so wie es Lukas dem Theophilus wünscht!
Das Evangelium ist als inspirierte heilige Schrift anerkannt und ist ohne Zweifel in den Kanon gekommen, als von Gott gegeben. Aber nicht durch eigenes Zeugnis oder Träume, auch nicht durch Visionen im Geist Gottes. In diesem Fall ist es nicht durch eine „geführte Hand“ oder Eingebung, sondern durch gewissenhaftes Studium und genaue Recherche, denn Lukas schreibt gleich zu beginn, dass er nicht da war, sondern alles herausgefunden hat, was er geschrieben hat! Genau das macht es so glaubwürdig. Es geht nicht nur darum, dass wir abwarten, bis Gott sich zeigt. Niemand der mit trägem Geist dasitzt und abwartet wird Glauben. Es ist das Suchen nach der Wahrheit und das Forschen, was uns Erleuchtung bringt. Dranbleiben am Wort Gottes und nachfragen, nachforschen, nachhaken und nachfolgen sind entscheidend. So wie in Lukas 11,9 Beschrieben: Sucht so werdet ihr finden! (auch Mt. 7,7)
Daher ist dieses Intro eine Aufforderung bis heute: Sucht nach Gott und lasst nicht nach in der Erkenntnis Gottes. Er wird es geben und wird unseren Glauben bestätigen, wie bei Lukas und Theophilus! à Lk. 1,4: damit du erkennst, wie zuverlässig all das ist, worin du unterrichtet worden bist.
2.2 Hinweise für situative Überlegungen (Predigtanlass)
Diese Predigt soll dazu dienen, dass man in das Evangelium von Lukas hineingenommen wird. Das ein Predigtblock zum Lukas Evangelium zeitnah zu Weihnachten folgt rechtfertigt auch, dass es nach dem Einstieg dann in der Folgewoche weitergeht mit dem Ende von Kapitel zwei.
Die Texte rund um die Geburt Jesu sind vielen wahrscheinlich präsent durch Weihnachten. Daher kann man nun gut einsteigen und selbst aufzeigen, was Lukas aufzeigen will, dass das gehörte, wahr ist und zur Erkenntnis Gottes dient.
Gerade die Wissenschaftliche und Logische Vorgehensweise von Lukas zeigt auf wie genau Gottes Wort ist. Das kann gut genutzt werden, um in der Predigt einmal mehr darauf einzugehen, dass Gottes Wort bestens bezeugt ist und es bis heute zum Beweis für Gottes Größe und Macht dient. Eine Darstellung zur Echtheit der Überlieferung der Bibel findet ihr unter Warum sollte man der Bibel vertrauen? – Leporello 3
3 Sagen, wo es hingeht
Lukas schreibt seinen Bericht über die Ereignisse rund um Jesus den Christus. Dies soll zur Erkenntnis der Wahrheit dienen und ist logisch aufgebaut. Genau das kann genutzt werden für die Predigt:
Gottes Wort ist logisch und man kann es auch wissenschaftlich/ historisch nachvollziehen.
3.1 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?
Lukas beschreibt, wie er herausgefunden hat was sich rund um Jesus, den Christus, zugetragen hat. Er forscht nach und fragt Augenzeugen nach den Ereignissen. In Vers eins ist es direkt der Bezug zu „der Erzählung der TATSCHEN, die erwiesen sind“
Es ist von denjenigen überliefert die von Anfang an da waren. Das bezieht sich sicher auf Maria, die Mutter Jesu; die Brüder des Herrn und auch die Jünger selbst die da waren bis zur Himmelfahrt (Apg. 1,6ff) & mit den Frauen, die das geschehene bezeugen, in Lk. 23,49ff und dann die ersten Zeugen der Auferstehung waren Lk. 24,1-12.
Dazu kamen auch die Zeugnisse von Heiden. Z.B. vom Hauptmann, der erkennt, wer da gekreuzigt wurde, in Lk. 23,47 oder der Hauptmann, der in Lk. 7 zu Wort kommt.
Alles in allem ist es ein Beispiel dafür, dass wir uns mit der Bibel und den Zeugenberichten nicht verstecken brauchen. Was in diesem Buch steht es gewiss, wahr und bezeugt!
Man kann sich davon überzeugen, Lk. 1,4!
3.2 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?
In dieser Predigt bietet sich die Möglichkeit das Wort Gottes als Wahrheit zu lehren. Wie schon in den Texten zur Jahreslosung der Satz stand: Offb. 21,5 Diese Worte sind zuverlässig und wahr!
Eine Gute Aufteilung wäre:
- Aufzeigen wie Lukas schreibt, als Wissenschaftler und Arzt um zu beweisen;
- dass die Berichte wahr sind
- wie es historisch ist
- wie es ins Zeitgeschehen reinpasst.
- Lukas 1,1-2 betrachten, um aufzuzeigen wie Lukas vorgeht
- im Wissen das es mehr Berichte gibt als seinen
- in vielen Befragungen aufzuschlüsseln was passiert ist
- überzuleiten auf…
- Lukas 1,3-4 herauszuheben für wen er es schreibt
- Theophilus zu erklären, der auf der Suche zu sein scheint
- zu zeigen, dass es Logisch & chronologisch ist, damit es Nachvollziehbar wird
- Um zur Erkenntnis der Zuverlässigkeit der Berichte der Bibel zu gelangen und dann zum Glauben an Gott den Allmächtigen zu kommen
3.4 Predigt Veranschaulichungen – wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?
Diese Predigt bietet die Möglichkeit die Beweise der Bibel sprechen zu lassen. Man kann einfach die Bibel mit der Bibel auslegen und aufzeigen wo Lukas Informationen herholt und diese nutzt, um die Erkenntnis Gottes zu fördern.
So ruft Lukas auf zu Prüfen und zu forschen aber… Erkennen muss aber jeder selbst!
Darstellungen zur Echtheit der Bibel und zur Wahrheit der Bibel als Gottes Wort findet ihr auch hier in den Videos:
BibleProjekt Folgen 1 & 2
Was ist die Bibel – BibleProject – Deutsch
Die Geschichte der Bibel – BibleProject – Deutsch
CrossPaint zu Bibel als Gottes Wort:
Ist die Bibel wirklich Gottes Wort?
Gesegnete Vorbereitung 😊
(Björn Husfeld)