Johannes

Predigthilfe vom 14. Mai 2023 – Johannes 5, 30-47

Predigtthema:       Jesus – vom Vater autorisiert, von der Bibel bezeugt

Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!

1. Sehen, was dasteht

Verschiedene Bibelübersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Neue Genfer Übersetzung / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).

1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext

Das Johannesevangelium nimmt unter den vier Evangelien einen besonderen Platz ein. Nicht nur weil es das am spätesten verfassten Evangelium ist und von vielen Ereignissen berichtet, die in keinem der anderen Evangelien stehen, sondern auch, weil es uns in besonderer Weise den HERRN Jesus Christus darstellt.

Das Johannesevangelium zeigt uns die Einzigartigkeit Jesu auf.

Auf den ersten Blick scheint das Evangelium sehr schlicht und einfach. Die Ereignisse sind chronologisch beschrieben und Jesus wird mit bildhaften Vergleichen verständlich dargestellt (Tür, Weg Hirte, Weinstock, Licht usw.). Doch ein forschender Blick offenbart die Herrlichkeit und Vollmacht der Person Jesus. Zusammen zu dem Textabschnitt der Predigt, ist die Heilung des gelähmten am Sabbat (5,1-19) und die darauffolgende Frage nach Jesu Vollmacht und Autorität. Der Textabschnitt gibt uns einen Einblick in die messianischen Debatten zur Zeit Jesu. Ist Jesus der Gottessohn und Messias?

Interessant ist der Zusammenhang dieses Abschnitts mit der Frage nach dem wahren und falschen Propheten zu betrachten. Jesus wird als ein falscher Prophet beschuldigt, beweist aber seine Wahrhaftigkeit und die Unwahrhaftigkeit seiner Kläger.

1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes

Hilfen zur Auslegung bieten z.B.

Zur Beschäftigung mit dem Predigttext hilft das Anhören (im Sinne von Apg 17,11b) der Botschaften von Jürgen Fischer unter dem Thema „Episode 151“ bis „Episode 155“ als Podcast (oder auch als Skript) unter: https://www.frogwords.de/bibel_at_nt/johannes/kapitel5) und von Winrich Scheffbuch vom 09.11.2009 mit dem Titel: “Das brennend und hell scheinende Licht“ (unter https://crossload.org/ zu finden). Beachtenswerte Textanmerkungen und Parallelstellen zum Predigttext bietet z.B. die MacArthur Studienbibel (S. 1498f.). (PDF-Download: https://www.sermon-online.com/de/contents/9146).

1.3 Anmerkungen zum Verständnis des Predigttextes

V. 30: Jesu Zeugnis

Jesus kann nichts aus sich selbst tun. Jesus hatte die Macht etwas aus eigener Kraft zu tun, doch ist er so eng mit dem Vater verbunden, dass er nicht von sich selbst aus handeln kann. Er kann nichts aus eigener Vollmacht tun, denn das wäre falsch. (Alles, was nicht dem Willen Gottes für einen entspricht ist falsch.)

„Kann“ ist der Hinweis auf seine Vollmacht und Kraft, nämlich nicht Jesu eigene, sondern Gottes! (Vgl. V.19 – der Sohn lernt vom Vater, Jesu Vorbild ist Gott. Was Gott macht, macht auch Jesus.)

Jesu Gericht ist gerecht. Warum? Nur Gottes Gericht ist gerecht und kein unrecht kann an ihm sein. Gott ist der Maßstab aller Dinge! Aber Jesus hat sich ganz dem Willen Gottes unterworfen. Er sucht und handelt nicht nach seinem Willen, sondern nach Gottes Willen. (Vgl. Joh 8,15f.29).

Jesus war absolut gehorsam bis in den Tod (Mt 26,39ff; Lk 23,46; Hebr 5,7ff). Gott hat Jesus gesandt! Er ist nicht auf eigener Mission unterwegs.

Wie ist das „richte ich“ zu verstehen? In Joh 3,17 (Vgl 5,22) ist der Richterakt gemeint. In 5,30 ist nicht der Rechtsakt, sondern die Entscheidung über die Richtigkeit des Redens und des Verhaltens gemeint.

-> Jesu Gehorsam ist unser Vorbild, dem wir nachstreben sollen.

V. 31-35: Der erste Zeuge: Johannes der Täufer

Jeder kann was von sich selbst behaupten… aber es ist dann noch längst nicht wahr. Das ist unsere sündige Natur zu verdanken. Jesus lässt es sich gefallen, wie ein Sünder behandelt zu werden.

Jesu Zeugnis ist wahr, im Sinne von beglaubigt. Auch wenn Jesus keine Zeugen hätte, könnte er nichts Falsches sagen. Er ist die Wahrheit (Joh 14,6).

Warum braucht Jesus die Beglaubigung?
Erstens weil er heikle Sachen sagt. Er maßt sich an der Sohn Gottes zu sein und er nimmt den Titel Menschensohn (also der Messias) für sich in Anspruch (V. 17ff).
Zweitens, weil das eigene Zeugnis verdächtig wirkt und nicht Schrift gemäß ist. 5. Mose 19,15 – zu verurteilen ist nur wenn zwei oder drei Zeugen die Aussage bestätigen (vgl. Joh 8,13, wo die Pharisäer genau diesen Vorwurf haben).

Letztendlich bringt Jesus nicht nur zwei oder drei Zeugen, sondern drei (Johannes der Täufer, seine Taten und das Wort des Vaters). Das menschliche Zeugnis aber, nimmt er nicht an… (vgl. V. 34).

Jesus bezeugt von seinem Zeuge, dass er wahrhaftig ist, verrät aber nicht wer sein Zeuge ist. Es ist unklar, wer gemeint ist. Johannes, der direkt danach angesprochen wird, oder Gott der Vater (vgl. V.37; 8,18; 1 Joh 5,9).

Die Pharisäer selbst haben eine Delegation zu Johannes gesandt, um ihn zu befragen. Da hat Johannes ihnen das Zeugnis gegeben. Das Zeugnis von Johannes war: Jesus ist der HERR (Joh 1,23), das Lamm Gottes (Joh 1,29.36) und der Sohn Gottes (Joh 1,34). Jesus bestätigt das Zeugnis von Johannes.

-> Er wies nicht auf sich selbst, sondern auf den Retter hin.

Dieser Zeuge ist Jesus aber nicht gewichtig genug. Er will sein Zeugnis nicht auf menschliche Aussagen gründen, denn sie sind von sündiger Natur und deswegen fehlerhaft. Die Erkenntnis, wer Jesus ist, kann durch menschliche Denkweisen und Zeugnisse nur teilweise erkannt werden.

->Wer Jesus ist, wird durch menschliche Denkweisen und Zeugnisse nur teilweise erkannt.

Ziel der Nennung dieser Zeugen, ist die Rettung der Zuhörer. Jesus geht auf die Zuhörer ein und argumentiert um ihretwillen mit schwachen Argumenten.

-> Jesu Ziel ist die Rettung seiner Zuhörer und nicht Recht zu haben.

Johannes „war“ vermutlich schon verurteilt und hingerichtet worden. Wahrscheinlich nimmt Jesus Bezug auf Ps 132,17, Johannes als die Lampe, die vor dem Messias hergeht.

-> Jesus lobt den Dienst von Johannes: „brennende und scheinende Lampe“. Möge das auch Christi Lob an uns werden, dass auch wir Feuer und Flamme für Jesus sind und dabei der Welt Licht bringen.

Nur wenige der Menschen, die Johannes zuhörten zogen daraus Konsequenzen. Die „Vergnügung“ oder „Fröhlichkeit“ an den Worten Johannes des Täufers, weisen auf ein religiöses Interesse ohne Lebensverwandlung durch den Heiligen Geist hin. Solch eine Nachfolge lehnt Jesus ab (Vgl. Mt 13,20ff). Jesus verlangt von seinen Zuhörern wahre Buße.

V. 36: Der zweite Zeuge – die Taten

Größer = mit mehr Gewichtigkeit.

Dieses zweite Zeugnis ist gewichtiger, weil es von Gott stammt und nicht von einem Menschen.

Der zweite Zeuge Jesu ist das Zeugnis seiner Taten. Die Zeichen und Wunder, die er in seines Vaters Auftrag vollbringt. Es sind nicht Jesu Werke, sondern die des Vaters. Unter diesen Zeichen, ist auch die Heilung des Gelähmten am Teich Betesda (Joh 5,1ff). Es sind beweise nach der Schrift, dass Jesus der Messias ist (vgl. Jesaja 35,5f) und, dass Gott durch ihn wirkt. Das hat auch Nikodemus erkannt: „Denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.“ Joh 3,2. (vgl. Joh 9,33; Apg. 2,22). Und es ist ein Grundsatz der Verkündigung der Evangelien (Mt 11,2ff; 12,28; 14,32f; Lk 24,19; Joh 9,16.33; 10,25; 14,11; 15,24).

Das griechische Wort für den Begriff „vollende“ (τελειόω – teleioō), benutzt Jesus auch in Joh 17,4 und 19,28.30. Es bedeutet nicht nur „vollbringen“ oder „durchführen“, sondern auch „vollenden“, „erfüllen“ und „zu Ende bringen“. Darin sehen wir, dass die Werke zum einen die Zeichen und Wunder sind, zum anderen aber auch Jesu gesamte Wirksamkeit einschließt, besonders den Kreuzestod.

V. 37-47: Der dritte Zeuge: Das Wort des Vaters

Gott selbst zeugt für Jesus in seinem Wort. Konkret meint Jesus wahrscheinlich das Wort Gottes zu Mose „Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören“ (5Mose 18,15.18). Letzten Endes aber, bezeugt die gesamte Schrift (AT) von Jesus (vgl. Lk 24,27.44).

Mose hörte das Wort Gottes (5Mose 4,12) und sah einen Teil der Gestalt Gottes (2Mose 33,20ff). Was Mose offenbart wurde, haben wir in der Schrift überliefert bekommen. Viel mehr als Mose hat Jesus die Stimme Gottes Gehört (Joh 1,1ff.33; 3,13; 5,20.30; 12,28; Mt 3,17;17,5) und die Gestalt Gottes gesehen (Joh 1,1ff.18; 3,13; 6,46).

Die Schriftgelehrte hingegen haben nicht die Stimme Gottes gehört oder seine Gestalt gesehen. Jedoch sind jene und ihre Vorgänger sehr eifrig gewesen, eine „mündliche Überlieferung“ von Moses Gesetzt (darunter z.B. Mischna und Talmud) zu verfassen. Diesen „Mündlichen Überlieferungen“ weisen sie (bis heute) dieselbe Autorität zu wie den Schriften.

Jesus betont in dieser Situation Mose, weil die jüdischen Anführer sich auf das Gesetz Mose gestützt haben, um Jesus zu verklagen, bzw. ihn als falschen Propheten zu entlarven (vgl. V.45).

Jesus diagnostiziert, dass sowohl das Wort Gottes, wie auch die Liebe Gottes nicht „in euch“ ist (V.38.42). Damit ist nicht gemeint, dass sie keine Kenntnisse der Schrift hatten oder keine Liebe zu Gott hatten. Mit „in euch“ ist das Herzensanliegen gemeint. Wiersbe schreibt dazu „The Jewish scribes sought to know the Word of God, but they did not know the God of the Word! (Frei übersetzt: Die jüdischen Schriftgelehrten strebten danach, das Wort Gottes zu kennen, aber sie kannten nicht den Gott des Wortes!)

Gott verändert sich nicht (vgl. Mal 3,6) und darum stimmt das Wort Gottes an Mose mit der Offenbarung Gottes in Jesus überein. Das ist Jesu Argumentation, die von der religiösen Elite zu prüfen gewesen war. Doch wie sollten sie das prüfen können, wenn sie selbst Mose nicht folgten, indem sie nach ihrer eigenen Ehre streben, statt Gottes Ehre zu suchen? (V. 44). „Von wem ich Ehre nehme, von dem bin ich abhängig.“ (Gerhard Meier)

-> Wo handle ich genauso, und suche Anerkennung und Ehre bei den Menschen, statt Gott zu ehren?
Das der Zuhörer sinngemäß wie folgt reagiert: „Ich weiß nicht mehr, wie du heißt, aber ich weiß, wer Gott ist.“

Wie wird die Behauptung Jesu geprüft? Sie wird durch Durchforschen der Schriften geprüft (V.39). Doch das entscheidende Kriterium für solch eine Prüfung ist die Liebe zu Gott. Die Bereitschaft sich selbst zu verleugnen und Gott die Ehre zu geben. Es muss, wie bei jeder Liebesbeziehung, eine grundlegende Entscheidung getroffen werden. Will ich, oder will ich nicht. Bei den Schriftgelehrten fehlte der Wille.

Jesus wirft den Schriftgelehrten vor, dass sie Gottes Ehre gar nicht suchen (V.44). Die Eitelkeit der Schriftgelehrten verhinderte ihren Glauben an Mose und deswegen auch an Jesus. Interessant ist, dass Mose selbst damit rechnete, dass Israel die Offenbarung Gottes nicht beachten würde und dass er deshalb ein Zeuge „wider“ Israel sein musste (Vgl. 5Mose 31,24ff).

2. Verstehen, worum es geht

2.1 Hinweise für hermeneutische Überlegungen (Auslegung)

Johannes schrieb diesen Text als Ergänzung zu den Synoptikern, die zu seiner Zeit schon in der Gemeinde verbreitet waren. Sein Evangelium schrieb er, damit die Hörer zum Glauben an Jesus finden und das Leben haben (20,31). Darum ist der Fokus im Johannesevangelium auf die Person Jesu und auf seiner Autorität.

Es geht in unserem Textabschnitt um die Glaubwürdigkeit Jesu. In der Auslegung dürfen wir nicht vergessen, dass wir den Menschen Jesus nicht mit unseren Argumenten einprügeln können. Es ist die Aufgabe des Heiligen Geistes die Herzen zu verändern und unsere, die frohe Botschaft zu verkündigen.

2.2 Hinweise für situative Überlegungen (Predigtanlass)

Die Predigt ist die letzte in der Reihe „Johannes Evangelium: Leben nah bei Jesus“. In dieser Reihe haben wir viel über das, was Jesus gemacht und gesagt hat erfahren. Nun behandeln wir die Frage nach seiner Autorität. Hatte er wirklich eine göttliche Botschaft und einen göttlichen Auftrag?

Wir befinden uns am letzten Sonntag vor Himmelfahrt. Dabei denken wir an die Rückkehr Jesu Christi als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel, ein weiteres Zeugnis seiner Autorität. Wird jedoch, die Himmelfahrt Jesu und alle anderen „Werke“ Jesu in Frage gestellt (wie es oft in der liberalen Theologie der Fall ist), so bröckelt das Zeugnis Jesu. Es wird seine Autorität stark infrage gestellt.  

2.3 Hinweise für homiletische Überlegungen (Anwendung)

Als Christ heute, erleben wir nicht die Zeichen und Wunder Jesu, wie die Apostel. Es gilt für uns das Wort Jesu an Thomas: „Glückselig ⟨sind⟩, die nicht gesehen und ⟨doch⟩ geglaubt haben!“ (Joh 20,29).

Jesu Zeugen sind auch heute immer noch am Bezeugen. Die „Werke“ Jesu sind auch heute noch zu sehen (z.B. in der Natur, Bekehrungen und die damit verbundenen Lebensveränderungen, Wunder, etc.). Es steht aber die Entscheidung im Raum, ob ich es sehen will oder nicht. Jesus fordert uns auf, die Augen nicht vor ihm zu verschließen (so wie es die Schriftgelehrten und Pharisäer machten).
Das Wort des Vaters ist nach wie vor der Hauptzeuge Jesu. In der Bibel offenbart Gott sich uns. Diese Worte sind zeitlos und bezeugen die Herrlichkeit und Autorität Jesu.

Erlauben wir religiösen Tradition und frommen Theologien, uns für die Wahrheit von Gottes Wort blind zu machen? Sind wir so sehr mit dem „Bibelstudium“ beschäftigt, dass wir Jesus Christus im Wort nicht sehen? Gibt uns unser Wissen über die Bibel einen „großen Kopf“ oder ein „brennendes Herz“?

3. Sagen, wo es hingeht

3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?

Es hilft, sich selbst noch einmal in 1-2 prägnanten Sätzen deutlich vor Augen zu führen, was der Predigthörer am Ende der Predigt verstanden haben soll.

Der Zuhörer soll in seinem Glauben bestärkt werden, indem er im Alltag von Jesu Wirken und Gottes Wort neu erfasst wird und sich davon prägen lässt.

3.2 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?

Siehe oben / unten.

3.3 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?

Nach Meier:

Der Glaube an Jesus – ist er begründet?

  1. Das Zeugnis des Täufers
  2. Das Zeugnis der Taten Jesu
  3. Das Zeugnis des Vaters
  4. Das Zeugnis der Schrift

Nach Wiersbe:

Jesu drei berufene Zeugen:

  1. Johannes der Täufer (V. 30-35)
  2. Die Werke Jesu (V. 36)
  3. Das Wort des Vaters (V. 37-47)

3.4 Predigtveranschaulichungen – wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?

Mit einem Beispiel beginnen von einem der sich als etwas dargestellt hat, was er nicht ist. z.B. Betrüger (Igli Schröder, Cassie Chadwick, Christophe Rocancourt),

Zu V. 44 – »Christus sagt: Ihr sucht nicht die Ehre Gottes. Ach, dass wir als solche Schüler erfunden werden könnten, die sie suchen … Unsere Natur ist so gesinnt, dass sie ihre eigene Ehre sucht mit Fasten und eigenen Werken. Aber vor Gott soll ich nichts davon wissen, was ich getan habe. Ich weiß zwar wohl, dass ich dies oder jenes getan habe; aber auch wenn ich lauter heilige Werke getan hätte, weiß ich doch keinen Ruhm vor Gott. Aber ich weiß, lieber Vater, dass Christus in deinem Namen gekommen ist und mir seine Gerechtigkeit geschenkt hat. Darauf bleibe ich. Das ist’s, was der Text sagt: Unsere Ehre muss ausgerottet sein und nichts soll bleiben als nur die Verherrlichung der Gnade. Wer anders lehrt, ist ein Verführer« (Luther, Johannes­Evangelium, S. 215).

(Jair Bayer)