Monatsthema: Warum lässt Gott das zu? Habakuks Frage – Gottes Antwort
(Wichtiger Hinweis: In dieser Predigthilfe sind aufgrund des Zusammenhangs der Texte Informationen zu allen 3 Habakuk-Predigt-Texten)
Predigtthema: Gottes Antwort auf unsere Fragen ist seine Erscheinung
Predigttext: Habakuk 3,1-19
Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!
- Sehen, was dasteht
Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).
1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext
Der Predigt-Text lässt sich in seiner Bedeutung nur im Zusammenhang des ganzen Habakuk-Buches verstehen. Deshalb sei hier eine einfache ausgeschriebene Gliederung angefügt, die zum Verständnis des ganzen Buches beitragen kann. Man beachte den Aufbau des Buches durch Fragen und Antworten.
- Frage: Der Prophet Habakuk wundert sich, warum Gott das Volk (Juda) nicht wegen seiner Sünden bestraft. (1,1-4)
- Antwort: Der Herr sagt Habakuk, dass er Babylon gebrauchen wird, um Juda zu richten (1,5-11)
- Frage: Habakuk fragt, warum Gott Babylon dafür benutzen wolle, wo Babylon doch viel sündiger sei als Juda.
- Antwort: Gott sagt Habakuk, dass die Gerechten Judas nicht sterben, doch die Gesetzlosen aus Babylon umkommen werden (2,1-20)
- Lobpreis: Habakuk betet und vertraut Gott (3,1-19)
1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes
MacArthur Studienbibel. http://bitflow.dyndns.org/german/JohnMacArthurStudienbibelAlteRechtschreibung/35-Das_Buch_Des_Propheten_Habakuk.pdf
Mac Donald, William. 16 Männer mit einer Botschaft. Christliche Verlagsgesellschaft.
Wiersbe, Warren W. Sei erstaunt. Christliche Verlagsgesellschaft.
Blue, Ronald. Das Alte Testament erklärt und ausgelegt. S.615ff.
- Verstehen, worum es geht
2.1 Hinweise für situative Überlegungen
„Habakuk sprach zu dem Volk, bevor es in die Babylonische Gefangenschaft geführt wurde. Das geschah möglicherweise während der Regierungszeit des Königs Hosia. Der Name Habakuk bedeutet „Umarmung“ oder er bezeichnet einen Mann, der mit einem anderen ringt, indem er ihn fest mit den Armen umschlossen hält. Er hielt fest an Gott, als er ihn über die Sünde und die bevorstehende Strafe des Volkes Juda befragte.“ (William Mac Donald)
2.2 Hinweise für homiletische Überlegungen
Der Textabschnitt lässt sich nur um Zusammenhang des ganzen Buches verstehen.
Deshalb sei hier eine einfache ausgeschriebene Gliederung angefügt, die zum Verständnis beitragen kann.
Es wird schwer möglich sein, ohne einleitende Wort auszukommen. Deshalb ist in dieser Predigthilfe eine Gliederung des ganzen Buches beigefügt. Sie zur Orientierung dienen.
Es wird schwer möglich sein, in der Predigt ohne Querverweise innerhalb des Buches auszukommen. Deshalb muss man das ganze Buch studieren und kennen.
2.3 Hinweise zum Text
Anmerkung von William MacDonald zu Kapitel 1:
„Habakuk berichtet Gott alles über die Sünden des Volkes, V.2-4, und fragt ihn, wie lange es noch dauern, bis er sie strafen werde. Die Antwort lesen wir in den Versen 5-11. Er sagt Habakuk, dass er sich der babylonischen Armee bedienen werde, um Juda zu strafen. Dieser Feind war jederzeit bereit, andere Völker zu unterjochen; sie waren ein grausames und stolzes Volk, welches nahm, was es bekommen konnte. In dieser Armee gab es berittene Einheiten, die einen Krieg rasch entscheiden konnten. Sie waren wir wilde Tiere. Sie verspotteten die Fürsten und Führer der Völker, die ihnen zur Beute wurden, weil sie auf ihre gewaltige Macht stolz waren.
Habakuk war über das Gehörte tief unglücklich. Wie konnte Gott sein Volk durch ein anderes strafen lassen, welches viel schlimmer war als Juda, V.12-17. Wie kann er nur die Babylonier ungestraft lassen, wo er doch sieht, wie sie andere Völker einfangen, wie ein Fischer die Fische fängt, V.13-15. Sie dienten Götzen und waren fett und erfolgreich geworden, V.16. Würde Gott sie nicht daran hindern, die Menschen anderer Völker umzubringen, V.17?
Gott tut vieles, was wir nicht verstehen. Er selbst ist der Herrscher über alle Nationen der Welt, obwohl die jeweiligen Fürsten hier so tun, als wären sie unabhängig. Große Nationen waren ungerecht zu den kleinen und verführten, bestahlen und töteten die Menschen. Gott erlaubt, oder duldet, dass der Mensch grausame und schlimme Dinge tut, am Ende aber führt er alles so, dass sein Wille zur Verwirklichung kommt. Er begeht keine Fehler, und nichts geschieht von seiner Hand, was nicht vollkommen gerecht wäre.“
Weitere Anmerkungen zu Kapitel 1:
V.3 Hendiadyoin („eins durch zwei“ ausgedrückt): Der Prophet sieht „außerordentliche“ Gewalttaten in Israel. Theodizee-Frage: „Warum schaut Gott dabei nur zu?“ („Herr, was machst du da?“)
V:4 Die Thora wird übertönt. Das Recht wird pervertiert.
V.5 Subjektwechsel (Gott spricht). Hendiadyoin: Seht „sehr genau“ hin!
V.6 „ich lasse erstehen“: vgl. Amos 3,6-7 Ist etwa ein Unglück in der Stadt, das der Herr nicht tut? Das bringt noch eine andere Perspektive hinzu: Gott lässt nicht nur zu – er initiiert sogar. Die Frage ist, warum? Das wird in der Folge erklärt. Im Moment ist es aber für Habakuk eine echte Überraschung.
V.7 Hendiadyoin: Die Babylonier geben „sehr stark“ ihr Recht vor (vgl. V.4)
V.8 Entfernungen sind für die Babylonier kein Problem. Feinde sind eine leichte Beute.
V.9-10 Sie kommen mühelos zum Ziel
V.11 Theologische Bewertung: Hier schwingt mit, dass Schuld da ist (vgl. Kap.2). Der eigenmächtige, selbstherrliche Auftritt des Gottlosen. (2,4 aufgeblasen).
V.12 Habakuk: „Wir kennen dich anders, Gott.“ „Warum verhält sich Jahwe nicht wie ein Bundesgott? (wie wir ihn uns vorstellen)“
V.13 „zu reine Augen“. Warum schaut der Bundesgott nur zu?
V.14-15 Die Klage wird noch heftiger. Gibt es keinen Beschützer?
V.16 Ironie: „Opfer fürs Netz“ – Vergötterung der Machtmittel.
V.17 Die Frage nach dem Netz („soll er“) zielt auf die Frage am Anfang: Warum greift Gott nicht ein? (Aktuell: bei Ausbeutung, Völkermorden, Christenverfolgung, IS,…) Oder auch eine Variante davon: Hat Gott sich verändert im Vergleich zu früher?
Anmerkung von William MacDonald zu Kapitel 2:
„Habakuk erwartet die Antwort des Herrn. Gott befiehlt ihm, die Antwort aufzuschreiben, damit jeder sie lesen und verstehen könne. Babylon wird fallen und Juda zurückkehren, V.2.3. Der stolze König von Babylon wird sterben; aber ein Überrest in Israel, Menschen, die Gott lieben, werden durch den Glauben leben, V.4. Nebukadnezar liebte den Wein, und genauso liebt er es, andere Völker zu unterjochen, V.5. Die Besiegten werden einmal über ihn spotten, weil sich sein Reichtum auf sein böses Wesen gründete, V.6. Man würde seine Schätze nehmen und genauso grausam behandeln, wie er es anderen getan hat, V.7.8. Gott kündigte dem König von Babylon noch weitere Gerichte an. Er versuchte, seiner Familie ein sicheres Leben nach dem Tode zu sichern; aber weil er so unehrlich und brutal war, wird er bestraft werden, V.9-11. Viel Not wird über den König kommen, weil er so viele Menschen getötet hat. Er baute Babylon, ohne die Arbeiter zu bezahlen. Deshalb wir die Stadt verbrannt werden. Alle Menschen der Erde werden erkennen, dass Gott, der Gott Israels, der einzig wahre Gott ist, V.12-14. Noch ein Weiteres sagt Gott über Nebukadnezar. Nicht nur, dass er selbst sündigte, nein, er hatte auch Gefallen daran, andere zur Sünde zu verleiten. Weil er Juda und Jerusalem zerstörte, wird auch Gott ihn vernichten, V.15-17. Gott wird ihn auch strafen, weil die Babylonier Götzen gedient haben, V.18.19. Schon bald wird Gott sich vor Babylon mächtig erweisen, sodass alle Welt vor ihm schweigt, V.20.“
Weitere Anmerkungen zu Kap.2:
V.1 Ein Brückenvers. Habakuk bereitet sich auf die Antwort vor.
V.2 „Schreibe!“ – die Botschaft hat große Bedeutung. (vgl. Jes.8,1: Jer.30,2; Dan.12,4)
V.3 Die Erfüllung der Botschaft kommt ganz sicher.
V.2-3 Eine lange Einleitung für die eigentliche Botschaft in V.4+5ff.
V.4 Der Gerechte wird durch Beständigkeit leben. Trotz negativer Erfahrungen (Chaldäer) weißt er sich durch Treue aus. Er hält Kontakt zu Gott, der seinerseits aufgrund des Bundes auf jeden Fall die Treue hält.
V.4-5 Wendepunkt des Buches: Gott spricht Leben zu trotz Leiden. Gott verurteilt den Gottlosen und wird ihm das Leben nehmen.
V.6ff Weherufe: Alles wird umgekehrt werden.
V.7+8 Umkehrung der Verhältnisse: Gott lässt die Strafe über die Gottlosen kommen.
V.9+10 wer Unrecht tut, der schadet sich letztlich selber, seinem „Haus“. Er provoziert seinen eigenen Untergang.
V.11 Der Palast ist auf Blut gebaut. Das geht nie gut. Da weiß jeder Stein, was früher oder später auf ihn zu kommt: Zerstörung.
V.12-13 Gott hat andere Pläne als die Chaldäer. Es ist keine Frage, welche sich auf die Dauer durchsetzen werden.
V.14 „Die Erde wird davon erfüllt sein, die Herrlichkeit des Herrn zu erkennen“ – wann? Wer jetzt schon hinter die Kulissen schaut. In Zukunft wird’s offensichtlich (z.B Jes.11,9).
V.15-16 Der Kelch macht die Runde: Gottloser, jetzt bist du dran. Schande satt Ehre.
V.18 Ein Wortspiel: „stumme Götzen“ (vgl. Stumme Dumme). Eigene Kraft (1,11) macht eigene äußere Götter. Hölzerne Götter spiegeln nur den Menschen wieder.
V.19 Prophetenspott: „Holz – rette mich“. Von der toten Materie ist nichts zu erwarten. Äußerlich prächtig – innerlich tot.
V.20 „Aber“ – der Herr wohnt, thront, regiert ,.. – lebt!
„Schweige!“ – Gott kann nicht manipuliert werden. Man kann ihn nur anbeten.
Anmerkung von William MacDonald zu Kapitel 3:
„Habakuk betet zum Herrn. Er erinnert sich, wie Gott früher die Feinde Israels richtete. Er bittet Gott, jetzt auch Juda zu retten, V.2. In den Versen 3-15 berichtet Habakuk, wie Gott auszog und gegen die Babylonier einen großen Sieg errang. Auch früher hatte Gott die Feinde Israels immer wieder bestraft; Er richtete Ägypten, als er sein Volk aus Ägypten herausführte; er richtete die Nationen, die sich Israel auf dem Weg ins verheißene Land entgegenstellten, und er richtete die Nationen, die von Israel, unter der Führung Josuas, ausgetrieben wurden. Habakuk dachte an die Zeit des Gerichtes über Babylon und erbebte bei dem Gedanken. Er entschloss sich, still auf dieses Ereignis zu warten, V.16. Während dieser Zeit breitete sich in seinem Herzen Freude aus über dem Heil, das ihm widerfahren war, auch wenn er jetzt für ihn und sein Volk so manches zu erleiden gab, V.17-19. Habakuk belehrt uns, auch dann noch Gott zu vertrauen, wenn wir manches von dem, was in der Welt oder bei uns persönlich geschieht, nicht verstehen können.“
Weitere Anmerkungen zu Kap.3:
V.1 Musikalische Angabe: evtl. „erregtes Saitenspiel“, (V.19: „mein Saitenspiel“ – evtl. Hinweis auf Habakuk als Levit)
V.2 „Ich habe vernommen“ (vgl. 1,2 Hörst du? Ja Gott hört!)
„inmitten der Jahre“: es soll bald geschehen und vorübergehen (vgl. Zahnarzt: es muss sein, aber es soll möglichst schnell vorübergehen).
„Im Zorn gedenke des Erbarmens“: Gottes Zorn soll eingeschränkt werden. Idealistisch: Zorn für Chaldäer, Erbarmen für Israel. Realistisch: Erbarmen trotz des unumgänglichen Gerichtes.
V.3 „Gott kommt“: Seine Erscheinung wird’s richten. Die Chaldäer kommen vom Norden/Osten – Gott kommt vom Süden. Eine Entscheidung bahnt sich an.
V.4 Strahlen umhüllen Gott. Für Feinde absolut unangenehm.
V.5 Gott kommt zum Gericht, personifiziert in der Pest (vgl. 3.Mose 26,25)
V.6 Auswirkungen der Erscheinung Gottes
V.7 Reaktionen der Menschen im Süden (weil sie Gott zuerst erleben): Zittern.
V.8 ab sofort: Gott in 2.Person. Rhetorische Frage: Natürlich ist Gott nicht gegen die Natur gerichtet. Die Natur ist nicht schuld!
Vorher reiten die Chaldäer, jetzt Gott. (vgl. auch Offb.)
V.9 im Gericht wird die Schöpfungsordnung aufgelöst durch den Schöpfer.
V.10-11 Berge – Land – Wasser – Tiefe – Sonne – – die ganze Schöpfung ist betroffen. Was für eine Machtdemonstration.
V.12 Gott richtet die Völker
V.13-15 Gottes Sieg. Die Erfüllung der Weherufe. Erinnerung an den Exodus aus Ägypten. Gott holt sein Volk heraus und führt es in die Freiheit. Tut Gott etwas? – Ja sicher! Wie damals – so jetzt!
V.16 Reaktion Habakuks: alles erbebt wenn Gott kommt – Habakuks Herz auch. Die Spannung bleibt, aber mit Vertrauen und Zuversicht.
V.17 Noch keine Frucht, noch kommen die Chaldäer zuerst zum Gericht über Juda.
V.18 Voranstellung im Text und damit Betonung: „Aber ich“. Habakuk sieht alles Schwere was kommt und ist trotzdem zuversichtlich (lebt im Glauben!).
- Sagen, wo es hingeht
3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?
1,1-2,4 Unsere Fragen – Gottes Antworten
Wir dürfen / müssen unsere Fragen bei Gott stellen. Stellst du sie?
Ehrliche Fragen nicht verdrängen, überhören,… – sondern zulassen, formulieren, stellen. Gott hört, lässt sich fragen und antwortet zur rechten Zeit.
2,5-20 Unsere Sünden – Gottes Urteil
Wir dürfen / müssen Sünde benennen. Benennst du sie?
Sünden nicht billig entschuldigen,… – sondern erkennen (im Licht Gottes, seinem Wort, durch seinen Geist), bekennen (vor Gott, in gewissen Fällen auch vor Menschen), hassen (als Ausdruck des echten Verstehens), lassen (als Folge, in der Kraft Gottes).
3,1-19 Unsere Beugung – Gottes Frieden (Ewigkeitssonntag: 20.11.2016)
Wir dürfen / müssen Gott (berechtigterweise) Vertrauen, auch wenn es schwer wird / ist. Vertraust du?
Beugung geschieht nicht stillschweigend und automatisch,… – sondern bedeutet Entschluss, Entscheidung, Glaube, Hingabe, Staunen, Lobpreis.
3.2 Predigtthema – was sage ich in dieser Predigt?
1,1-2,4 Unsere Fragen – Gottes Antworten
Habakuk macht das Richtige: Er geht mit seinen Fragen und seiner Entrüstung zu Gott. „Wie lange noch – nix hören?, nix sagen?, nix tun?“
Wir kennen diesen Weg zu Gott, aber der Weg muss dann auch immer wieder im Vertrauen / Glauben gegangen werden.
Achtung: Unterscheide Klagen (vgl. Psalmen) und Murren (vgl. 2.Mose 16,2; Ps.95,10). Klagen ist vor Gott, Murren ist gegen Gott.
Gottes Antworten und Wege zum Ziel können uns überraschen (vgl. auch das „Kreuz“ – es wird von vielen als Torheit angesehen.)
Halten wir in bestimmten Situationen durch (berechtigtes) Vertrauen auch ein (vorläufiges) Nicht-Verstehen aus?
2,5-20 Unsere Sünden – Gottes Urteil
Habakuk muss sich viel Dunkles anhören und viel Dunkles wahrnehmen, aber das ist eben die Wahrheit über diese Welt.
Wir können die Augen nicht verschließen vor Sünde, aber wir wissen, dass Gott auf Dauer nicht dazu schweigen wird.
Diese Predigt wird von daher nicht einfach, weil wir Menschen gerne das Schöne und Harmonische hören wollen.
Gesellschaftsfähige Sünden („das macht doch jeder“) sind immer noch Sünden: unrechter Gewinn (Stichwort Steuererklärung), Lebensformen, Abtreibung, Essverhalten, usw.
Rückbesinnung ist dran: Ehrlich währt am Längsten.
Kommende Gerichte sind ein Zurechtbringen, eine Umkehrung der ungerechten Verhältnisse.
3,1-19 Unsere Beugung – Gottes Frieden
Habakuk entscheidet sich zum Lob. Er beugt sich über das Urteil Gottes und willigt in seine Wege ein, auch wenn es für ihn und das Volk sehr schwer werden wird.
Die Antwort auf Habakuks anfängliches „Warum“ (Regiert Gott?) ist das „Wer“ (Gott regiert!). Was mit einem Fragezeichen begann, endet durch Glauben / Vertrauen in einem Ausrufezeichen.
Die klare Sicht auf das „Wer“ lässt ihn / uns die Spannung aushalten, in einer gefallen Welt zu leben: ER kam und ER wird kommen (Advent!)
3.3 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?
1,1-2,4 Unsere Fragen – Gottes Antworten
- Fragen – der 1. Fragenblock (1,1-4)
- Antwort – die 1. Antwort (1,5-11)
- Fragen – der 2. Fragenblock (1,12-2,1)
- Antwort – die 2. Antwort (2,2-4)
Lied: Herr, öffne du mir die Augen
2,5-20 Unsere Sünden – Gottes Urteil
- Sünden – kein Thema?
- Sünden – ein Thema! (Beispiele, Folgen) (2,5-19)
Falscher Ehrgeiz (2,6-8)
Habsucht, Habgier (2,9-11)
Ausbeutung, Mord (2,12-14)
Verführung zur Sünde (2,15-17)
Götzenverehrung (2,18-19)
- Sünden – unser Thema? (incl. Lösung / Erlösung) (2,20)
Lied: Wir schauen der Wahrheit ins Auge
Lied. O komm du Geist der Wahrheit
Lied: O Haupt voll Blut und Wunden
3,1-19 Unsere Beugung – Gottes Frieden
- Bitten für die Zukunft (3,1-2)
- Loben für Gottes Wesen (schon oft bezeugt in der Vergangenheit) (3,3-15)
- Vertrauen in der Gegenwart (3,16-18)
Oder:
- Lobpreis – trotz Fragen?
- Lobpreis – auf welcher Grundlage?
- Lobpreis – ein Entschluss!
Lied: In dir ist Freude, in allem Leide
Lied: Blessed Be Your Name
Lied: Lege deine Sorgen nieder