Apostelgeschichte

Predigthilfe vom 4.6.2006 – Apostelgeschichte 5, 17-33

Monatsthema: Gott bleibt treu – dem, der versagt
Predigtthema: Er gibt neue Vollmacht

Bibelstelle: Apostelgeschichte 5, 17-33

Verfasser: Matthias Köhler

1. Der Zusammenhang
Die prompte Reaktion der führenden Köpfe in Jerusalem auf die wunderbaren Ereignisse, die in der Gemeinde geschehen sind.
Was in Kap. 4,1-22 begann, geht nun weiter: Der Hohe Rat muss sich mit dem kraftvollen Zeugnis der Jünger auseinandersetzen.

2. Biblische Parallelen
Apg. 12: Die Befreiung des Petrus aus dem Gefängnis
Apg. 4: Petrus und Johannes vor dem Hohen Rat und ihr freimütiges Zeugnis
Apg. 23: Paulus vor dem Hohen Rat
Apg. 24: Paulus vor Felix
1. Kön 17,1ff: Elia vor Ahab
Mt 10,19: Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorgt nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt.

3. Der Aufbau des Textes
17+18: Reaktion des Hohen Rates auf das Vorangegangene: Der Hohe Rat nimmt die Apostel gefangen
19-21a: Befreiung und Auftragsbestätigung durch den Engel des Herrn
21b-24: Reaktion des Hohen Rates: Verlegenheit, als sie von der Befreiung hörten
25: Die Freimütigkeit der Jünger (Teil 1): Predigt im Tempel
26-28: Reaktion des Hohen Rates: Erneute Ergreifung und Verhör durch den Hohen Rat
29-32: Die Freimütigkeit der Jünger (Teil 2): Predigt und klares Zeugnis im Hohen Rat
33: Reaktion des Hohen Rates:

4. Einzelerklärungen
V. 17
„trat auf“, wörtl. „stand auf“ im Sinne von „wurde aktiv“, „griff ein“

„Partei“: Schule im Sinn einer Lehrrichtung

„Sadduzäer“: (so A. Wandel im Predigttipp für den 15. Juli 2001)
Waren von adliger Herkunft und hatten zur Masse der Bevölkerung ein distanziertes Verhältnis. Bemühten sich um ein gutes Verhältnis zu den jeweiligen Regierungen.

Ihre Lehren:
– erkannten nur die 5 Bücher Mose als verbindlich an.
– gingen davon aus, dass Gott nicht aktiv in die Geschichte und in das Leben eines Einzelnen eingreift.
– glaubten nicht an eine Auferstehung der Toten, nicht an ein Gericht im Jenseits und nicht an eine Hoffnung auf eine neue Welt.
Werner de Bor schreibt über die Sadduzäer: „Sie leugnen die Auferstehung und wünschen ein aufgeklärtes Judentum, das geistig mit der Weltbildung, politisch mit der Weltmacht zusammengeht.“

„Eifersucht“ auch einfach „Neid“ auf das Erfolgreiche Wirken der Apostel.

„sie legten Hand an“ konkret: Sie nahmen sie fest.

Es waren nur wenige Wochen, die seit der letzten Anklage vor dem Hohen Rat verstrichen sind. Trotzdem waren es Wochen, in denen das Gemeindeleben sich festigen konnte und wachsen konnte (nicht ohne Versuchungen und Gerichte!). Jetzt wird die Verhandlung aber rauer, nicht nur Petrus und Johannes, sondern die Apostel werden inhaftiert. Diesmal konnte es zum Todesurteil kommen!

V. 19
Gott gibt ein mächtiges Zeichen dafür, dass bei allem Eifer und Neid der Menschen dennoch er die Dinge in seiner Hand hat und seine Boten schützen kann und will! (Sind wir uns dessen immer bewusst?)

V. 20
Bei der Befreiung geht es nicht um das Wohlergehen der Boten selbst! Sie werden zum erneuten Dienst im Tempel beauftragt! Es geht nämlich um

„alle Worte des Lebens“ – schöner Ausdruck für unseren Auftrag: Das haben wir zu bringen, in jeder Predigt und im privaten Gespräch über Jesus: Worte des Lebens!

„lehrten“ – die Zeitform im griechischen zeigt: Das war ein längeres, andauerndes lehren.

V. 21
„Hoher Rat“, wörtl. Synedrion: oberste jüdische Instanz in allen religiösen und zivilen Angelegenheiten

„Gefängnis“ kommt von einer Wurzel, die Band, Bindemittel, Fesseln bedeutet.

V. 22
„Knechte“ wörtl: Die hingelangenden Diener

V. 23
„fest verschlossen“: wörtl: Mit aller Sorgfalt, ganz sicher. Auch wenn dieses Befreiungswunder nur „so nebenbei“ erwähnt wird, als sei es das normalste von der Welt, erfahren wir doch: Es war wirklich ein Wunder, nicht eine Nachlässigkeit des Gefängnispersonals.

V. 24
„wurden sie betreten“: das gr. Wort (unser Wort Aporie kommt daher) bedeutet: ohne Weg, es gibt keinen Durchgang, keine Mittel. Daher dann: „sie waren in Verlegenheit verlegen, ratlos..“

V. 26
Die Jünger werden ohne Gewalt abgeführt, weil das Volk auf der Seite der Jünger stand. Es ist bezeichnend und wirft ein gutes Licht auf ihren Glaubensstand, dass die Jünger die Gunst des Volkes nicht ausnutzten, sondern dass sie der erneuten Vorladung recht gaben und mitgingen. Sie wussten, dass es Gottes Plan und Wille für sie ist, den führenden Männern ihres Volkes das Zeugnis von Jesus noch einmal zu sagen.

„steinigen“: Das Volk hätte die Verhaftung bzw. überhaupt das Vorgehen gegen die Apostel als Gotteslästerung sehen können, auf die sie mit der gebotenen „Steinigung“ hätten antworten können.

V. 28
„streng verboten“: Das ist im gr. Wortlaut sehr betont etwa: „haben wir euch nicht ausdrücklich befohlen…“

“ wollt ihr das Blut dieses Menschen über uns bringen“: d.h. wollt ihr die Strafe für den Mord an diesem Menschen über uns bringen. (Gute Nachricht überträgt: ihr macht uns für den Tod dieses Menschen verantwortlich und wollt die Strafe Gottes über uns bringen).

Da hören wir den wirklichen Hintergrund der Erregung des Hohen Rates: Die Verkündigung der Auferstehung Jesu durch Gott stellt den Hohen Rat ja ständig neu als Mörder des Messias hin, und das bringt Blutschuld über die Mörder!
Der Ruf am Karfreitag „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder“ würde auch dann schreckliche Wahrheit werden, wenn dieser „schwärmerische Wahnsinn“ der Jünger die Römer zum Eingreifen bringen würde.

„in diesem Namen“ und „Blut dieses Menschen“: Dadurch, dass die Hohen Priester den Namen „Jesus“ vermeiden, ihn vielleicht nicht über die Lippen bekommen, wird deutlich, dass es letztlich nur um diesen Namen, um diesen Menschen geht. Es geht allein um Jesus!

V. 29
„gehorchen“: im gr. Zusammengesetzes Wort aus 1. vertrauen, sich verlassen auf, sich überzeugen/überreden lassen, folgen. Und 2. Führer, Anführer, Oberhaupt. Gehorchen ist ein Sich-Verlassen auf jemand, der höher ist als ich. Nun wird auch deutlich, warum man Gott mehr gehorchen soll als den Menschen: Weil man Gott mehr vertrauen kann, weil man sich auf ihn mehr verlassen kann als auf Menschen, und weil Gott höher steht als jeder Mensch.

V. 30
„Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt“: Das ist der Grund des Gehorsams gegen Gott: Keine subjektive Einschätzung religiöser Fragen, sondern unabänderliche, göttliche Tatsachen! Es muss auch in unserer Verkündigung deutlich werden, dass wir nicht unsere theologischen, philosophischen und weltanschaulichen Gedanken predigen, sondern eben Tatsachen, die Gott selbst geschaffen hat.

„Ihr habt ihn ans Holz gehängt“ – damit hat der Hohe Rat Jesus nach 5. Mose 21,22f als Verfluchten gekennzeichnet (Vgl. Gal 3,13).

V. 31
Und genau diesen „Verfluchten“ hat Gott zum Fürsten und Retter erhöht!

„Retter, Erlöser, Heiland“ war im AT Gottes Ehrennahme! (Siehe Konkordanz). Nun wird dieser Name auf Jesus übertragen. D.h. die Jünger erkennen in Jesus Jahwe selbst, die Einheit Jesu mit Gott. (Später brachte man den Titel: Retter mit dem Retter-Titel, den sich die römischen Kaiser gaben, in Verbindung und sah in Jesus den „echten“ Retter. Für die Juden ist der Name „Retter“ biblisch und göttlich und zwingt vom AT her Israel zur Entscheidung (so Werner de Boor))

„Busse“: wörtl. Sinnesänderung, Umdenken, dadurch auch Umkehr, Bekehrung bzw. Abkehr.
Busse und Umkehr war schon in der Predigt Johannes des Täufers unangenehm. Auch heute in „christlichen“ Kreisen ist die Predigt von der Bekehrung lästig, schwärmerisch und gesetzlich geworden. Wir können und dürfen aber nicht darauf verzichten! Es ist auch bei uns nötig, dass statt eines allgemein anerkannten „Hineinwachsens“ ins Christsein die Wichtigkeit einer profilierten Abwendung vom alten Leben und Hinwendung zu Jesus wieder betont wird, sonst werden wir in einer frommen Beliebigkeit untergehen! (Das Problem der zweiten und dritten Generation in allen Gemeinden und frommen Werken). Bekehrung ist und bleibt, dass man sein ganzes bisheriges Tun, so moralisch einwandfrei und nach außen hin fromm es auch war, als Sünde erkennt und von Gott geschenkt neu lebt!

Zur aktuellen Diskussion der Judenmission: Deutlich ist hier, dass Petrus gerade Israel die Umkehr und Vergebung anbietet! Dadurch wird beides korrigiert: Die früher vertretene Meinung, dass Israel verworfen sei, weil es den Messias gekreuzigt habe, und dass jetzt die Gemeinde Jesu an Israels Stelle getreten sei.
Auch die in der aktuellen Diskussion vertretene Ansicht, dass Israel aufgrund seiner atl. Verheißung eh gerettet wird, wird korrigiert: Auch Israel wird nur durch den Messias Jesus zum Heil gelangen, und nicht ohne ihn!

V. 33
„ging’s ihnen durchs Herz“: wörtl.: da wurden sie (mitten hin-)durchgesägt. Übertragen: Sie wurden zornig, sie ergrimmten.
Wo die Forderung der Bekehrung an „fromme“ Menschen gerichtet wird und vom Stolz der eigenen Frömmigkeit abgelehnt wird, bleibt es nicht bei der einfachen sachlichen Verneinung der Botschaft, da kommt’s zur leidenschaftlichen Empörung: „mitten hindurchgesägt“ und nur noch zu dem einen Wunsch, die unangenehmen Prediger zu

„töten“: wörtl. wegschaffen, sogar: nach oben nehmen.

„Vor der Forderung der Bekehrung kann man nur eines: zusammenbrechen und sich beugen oder – hassen“ (Werner de Boor)

5. Die Spitze des Textes
V. 29: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen – das ist Freiheit!
Vollmacht stellt sich da ein, wo man von der Menschenfurcht zur Gottesfurcht gekommen ist. Wo man von Menschen frei wird und an Gott absolut gebunden ist.

6. Der Text heute
Auch wenn wir in unserem Land nicht unseres Glaubens wegen ins Gefängnis kommen, fehlt uns die innere Freiheit oft mehr als in Ländern, in denen die äußere Freiheit bedroht ist. Menschenfurcht ist ein großes Thema in unserer Zeit! Da brauchen wir Befreiung. Befreiung zum Zeugnis und zum vollmächtigen Dienst!

7. Beispiele und Verdeutlichungen

7.1. Die Geschichte veranschaulicht sich vor allem selbst:
Zuerst Gefängnis, dann Befreiung durch das mächtige und wunderbare Eingreifen Gottes, dann die gelebte Freiheit der Jünger, die sich auch in ihrem (inneren) Freimut dem Hohen Rat gegenüber zeigt!

7.2. Stellen wir uns eine Kugel vor, die mit drei Schnüren an der Decke befestigt ist. (In der Predigt kann das vielleicht sogar vorgemacht werden) Die Schnüre sind so angebracht, dass die Haken (oder Reißnägel o.ä.) in der Decke ein Dreieck bilden.
In welche Richtung wird sich die Kugel bewegen lassen? Antwort: In keine! Die Kugel hängt unbeweglich.

Nun schneiden wir eine Schnur ab. Die Kugel wird auf einmal beweglich, allerdings nur in eine Richtung. Da schwingt sie hin und her.

Wie hat die Kugel den größten Bewegungsspielraum, die größte Freiheit: Wenn sie nur noch an einem Faden hängt. Dann kann sie sich in alle Richtungen der Ebene (bzw. der Kugelfläche) bewegen.

Manche sagen: Die größte Freiheit hat die Kugel, wenn man sie ganz abschneidet. Aber das ist falsch: Da kann sie sich zunächst nur noch in eine Richtung bewegen: Nach unten. Dann fällt sie auf den Boden, rollt in eine Ecke und bleibt für alle Zeiten bewegungslos liegen.

Echte Freiheit gibt’s nur, wenn wir uns an Gott festbinden, und sonst alle anderen Bindungen lösen.

Die Apostel zeigen diese Freiheit durch den Satz in v. 29.

7.3. Was ist Vollmacht
Bsp. Elia: Warum kann Elia in 1. Kön 17 so vollmächtig und aufrecht vor dem bösen König Ahab stehen? 1. Kön 17,1 zeigt uns wesentliches: Elia steht nicht vor Ahab, sondern vor Gott. Deshalb steht er aufrecht vor Menschen.

7.4. Auch Jesus selbst kann mit großer Vollmacht und Souveränität vor Pilatus stehen, als der Prozess über ihm gehalten wird. Warum?
„Du hättest keine macht über mich, wenn sie Dir nicht von oben herab gegeben wäre.“ Wer nur Gott gegenüber verpflichtet ist, ist vollmächtig!

7.5. Martin Luther, wegen seinen reformatorischen Äußerungen und Schriften angeklagt sprach auf dem Reichstag in Worms (1521) (vielleicht?) den berühmten Satz: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir!“. Er wusste, dass er mit diesen Worten sein Leben aufs Spiel setzte.

7.6. Wichtig: Vollmacht ist nicht etwas, das man von Gott verlangen oder erbitten könnte. Vollmacht ist die Folge davon, dass jemand sagt, was Gott gesagt haben möchte. Vollmächtig ist nicht der Prediger, sondern Gottes Wort, wenn wir’s ganz und klar weitergeben. Vollmacht hängt nicht von der „Heiligung“ des Predigers ab – wer wäre dann vollmächtig?! (Der Umkehrschluss aber ist auch falsch: Es ist egal, wie wir als Verkündiger leben!)
Eine Bankvollmacht kann man nicht von jemandem erbitten, man kann nur, wenn man sie von jemandem bekommen hat, verantwortlich damit umgehen!

8. Material und Gliederung zur Predigt

Vollmacht braucht äußere und innere Möglichkeit. Die äußere: Wer in der Einzelzelle sitzt, kann nicht vollmächtig predigen. Die innere: Manchmal ist man gehemmt, gebunden, wie im Gefängnis, dass man nicht sagen kann, was man sagen möchte bzw. Wir wollen beide Ebenen miteinander verflochten auslegen.

Überschrift: Er gibt neue Vollmacht
Die Jünger haben Vollmacht und mutiges Zeugnis gezeigt: Schon in der letzten Verhandlung zeigten sie ihre Vollmacht (Kap. 4, 1ff), auch an Pfingsten predigten sie mit durchdringender Wirkung (Kap. 2). Aber diese Möglichkeit kann angefochten sein:

1. Angefochtene Vollmacht
Hier zuerst einmal äußerlich: Sie werden in öffentlichen Gewahrsam gebracht. Sie sitzen im Gefängnis (s.o.: Band, Bindemittel, Fessel), und Ihr Aktionsradius ist „sehr eingeschränkt“. Sie haben buchstäblich keine (Voll-)Macht mehr. Sie können nicht einmal hingehen, wohin sie wollen, tun, was sie wollen. Auch innerlich kann uns die (Voll-)Macht verloren gehen: Durch aufsteigende Menschenfurcht. Durch Frustration, die wir ja dann erleben, wenn unsere Arbeit (auch unser frommes Tun) keinen Erfolg zeitigt. Wenn uns der Blick auf Jesus abhanden kommt und wir nur noch uns selbst sehen. Manchmal sind es auch schwermütige „Verstimmungen“, die uns plagen. Gegner machen uns das Leben schwer, sind eifersüchtig und neidisch, verleumden uns, „legen Hand an uns“. All das setzt uns in ein Gefängnis, dessen Tore, Riegel und Schlösser manchmal sehr gut verschlossen sind.

2. Geschenkte Vollmacht
Vollmacht ist immer geschenkt, verliehen (S. 7.6). Ganz lapidar steht es da: „Ein Engel des Herrn öffnete des Nachts die Türen des Gefängnisses.“ Wer im Gefängnis sitzt, kann nichts zu seiner Freiheit beitragen. Diese Freiheit muss erbeten und von Gott geschenkt werden. Wichtig: bei allem, was uns die Vollmacht nehmen will: Gott hat die beengenden äußeren Ereignisse und inneren Zustände in der Hand, und kann immer einen Engel schicken, der uns wieder in Vollmacht und Freiheit bringt!
Interessant ist, dass die Tore, Riegel und Schlösser immer noch gut verschlossen sind – die Jünger sind trotzdem frei.
Wen der Sohn frei macht, der ist recht frei!

3. Genützte Vollmacht
Vollmacht und Freiheit bekommen wir nicht, um tun und lassen zu können, was wir wollen. Die von Gott geschenkte Vollmacht ist mit einem Auftrag verbunden. Werden wir es neu sehen, dass wir nur in Gottes Auftrag richtig vollmächtig sind? Wir sollten nicht bitten: „Herr, gib mir Vollmacht“. Sondern uns ganz in den Auftrag Gottes hinein geben. In unseren Gemeinden stellen wir mancherorts eine große Müdigkeit fest. Da helfen keine Appelle, da hilft nur neue Freiheit zum Zeugnis und zum Dienst. Diese Freiheit muss uns von Gott geschenkt werden, dann aber auch genützt werden. Dann wird Vollmacht daraus.
Ungenützte Freiheit setzt uns neu gefangen!

Vollmacht zum Zeugnis: Vgl. Luther, Elia.

Echte Vollmacht ist immer dort und nur dort, wo totale Gebundenheit und Gehorsam Gott gegenüber ist. Und nur dort, wo alle anderen Bindungen abgeschnitten werden (Bsp. mit der hängenden Kugel)

Wir müssen das nüchtern sehen: Wo wir freimütig das Wort des Lebens weitersagen, spalten wir die Leute: Wir machen alle zu Mördern Jesu, die einen beugen sich darunter, kommen zu echter Busse (s.o. bei Einzelerklärung) und werden auch frei, die andern wehren sich und bleiben Knechte ihres eigenen sündigen Ichs. Letztere werden uns zu „zersägten“ Gegnern werden, das liegt in der Natur der Sache.

Wir wollen neu alle Menschenfurcht ablegen, uns ganz an Gott hängen, und auch das „Wort des Lebens“ austeilen, zur Zeit und zur Unzeit

Schluss:
Freiheit lässt sich zusammenfassen in dem einen Satz: Man muss Gott mehr gehorchen (s. Einzelerklärung) als den Menschen. Die Folge davon ist: Vollmacht!